Geschichte - Postschwimmverein Leipzig e.V.
Stand: 4.September 2010

Vorbemerkungen

Der Postsportverein, respektive der Postschwimmverein Leipzig e.V., sind mit der sportlichen Entwicklung der Messestadt eng verbunden. Mit aktuell über 500 Mitgliedern zählt er zudem zu den größten sächsischen Schwimmvereinen und mit Blick auf die sportlichen Erfolge und die Abbildung vieler Post-SV-Akteure in den sportlichen Gremien von Leipzig und in ganz Sachsen sicher auch zu den einflussreichsten Schwimmvereinen.

Die folgende Zusammenstellung soll Entwicklungen chronologisch und schwerpunktmäßig zusammenfassen, die den Post SV Leipzig zu dem Verein gemacht haben, bei dem Schwimmen Spaß macht!

1. Anfänge 1926 – 1945

Das Ziel der Postsportvereine war, durch Sport einen Beitrag zur Gesunderhaltung des Postpersonals zu leisten. Infolge dieses Ansatzes setzte eine Welle von Vereinsgründungen ein. Nachweislich 1926 wurde der Postportverein Leipzig e.V. gegründet und zählt damit zu den frühen Vereinsgründungen.
Eine Urkunde als historischer Zeuge des Deutschen Schwimmverbandes vom 11. Mai 1930 bestätigt den Postsportverein Leipzig als Sieger im Figurenliegen und markiert damit den ersten nachvollziehbaren Sieg bei einem Schwimmwettkampf.
Bis Ende 1932 waren es 105 eingetragene Postsportvereine mit 100 000 Mitgliedern.
Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Tätigkeit der Postsportvereine in eine Postsportbewegung umfunktioniert.

2. Aufbau 1945 – 1990

Nach dem Krieg gestatteten die Siegermächte zunächst keine Vereinsbildung. Parallel fanden sich indes Mitglieder der Postsportvereine zusammen, um ihre Idee vom Postsport weiterleben zu lassen.

Am 18. und 19. Januar 1950 wurde die APV (Arbeitsgemeinschaft der Postsportvereine) in der Postschule Dachau bei München wieder gegründet und stellte eine Resolution an den Deutschen Sportbund zur allgemeinen Zulassung der Postsportvereine unter ihrem Namen.

Der Postsportverein Leipzig gründete sich bereits am 1. April 1949 unter dem Namen BSG Post Leipzig. Als Betriebssportgemeinschaft war er laut Satzung offen für jedermann. Wie überall in Deutschland suchten die Menschen Normalität und begaben sich auf die Suche nach Sportfreundschaften früherer Jahre.
Der Post SV Leipzig begann mit 180 Mitgliedern wieder das sportliche Leben in den Abteilungen Schwimmen, Fußball, Boxen, Handball, Kegeln, Leichtathletik, Radsport, Gymnastik, Freizeit- und Erholungssport. Die Zahl der Mitglieder der Betriebssportgemeinschaft stieg auf 1200 an.
1949 wurde der Trainingsbetrieb in den zerstörten bzw. neu aufgebauten Schwimmhallen der Messestadt wieder aufgenommen. In den Jahren 1953 und 1954 übernahm der Post SV Leipzig die SG Volkmarsdorf und damit einher ging der Aufbau einer Wasserballmannschaft, die in der Bezirksklasse der Herren spielte, aber aus finanziellen Gründen 1970 aufgelöst wurde.
1954 wird Manfred Ziemke in Berlin erster deutscher Postmeister des Vereins. Im Jahr 1955 findet der erste Vergleichspokalwettkampf mit dem Postsportverein Görlitz statt. Diese Vereinspartnerschaft hält bis heute an und regelmäßig besuchen die Schwimmer gegenseitig die Vereinswettkämpfe.
Ab 1961 wächst die Abteilung Schwimmen bei der BSG Post. Ein Grund dafür ist das Werben an den Post- und Fernmeldeschulen in Leipzig. Viele Lehrlinge trainieren in diesen Jahren bei der BSG Post. Dennoch stellte sich wenig später ein sportliches Leistungstief ein, welches erst ab 1971 mit Hans-Georg Weiß beendet wurde. Unter Hans-Georg Weiß wurde eine leistungsstarke Sektion aufgebaut, die vor allem in konsequenten Sichtungs- und Trainingsarbeit begründet lag.
Von 1972 -1974 wird der Trainings- und Wettkampfbetrieb intensiviert. Teilnahme an Spartakiaden und Bestenermittlungen folgen und werden 1975 mit dem ersten FDGB-Pokalsieg der BSG Post in Leinefelde bei den Männern gekrönt. 1976 folgt der erster FDGB-Doppelerfolg bei den Frauen und Männer in Magdeburg.
Die seit 1971 unternommenen Anstrengungen im Nachwuchsbereich werden 1977 mit einem ersten Sieg beim Jugendpokal des DSSV der DDR in Piesteritz erstmals vergoldet.
Ab 1978 avanciert die BSG Post zum Seriensieger bei Jugend- und FDGB-Pokalwettkämpfen der DDR. Seit den 80er Jahren ist die BSG Post unangefochtener Seriensieger in nahezu allen Mannschaftswettbewerben auf DDR-Ebene. Dies bleibt vor allem ehemaligen Auswahlschwimmern nicht verborgen, die in Folge dessen ab 1978 in den Verein strömen. So kommt Anne-Katrin Neumann (geb. Schott – Weltrekordhalterin über 200 Brust, Vize-Europameisterin) vom SC DHfK Leipzig als erste namhafte Schwimmerin zur BSG Post. Ihr folgten unter anderem: Torsten Wolf (3. Platz DDR-Meisterschaft), Petra Gose (DDR-Meisterin über 200 m Brust), Silke Hörner (zweifache Olympia-Siegerin, Seoul 1988), Petra Priemer (Olympia – Silber, Montreal 1976), Frank Kühne (Olympiateilnehmer, Moskau 1980), Dietmar Göring (Olympiateilnehmer, Moskau 1980), Falk Becker (DDR-Juniorenmeister).
Gestärkt mit diesen Sportlern erschwimmt sich die BSG Post auch in internationalen Becken erste Erfolge. Unter anderem 1980 als die Postler Sieger im Wettstreit um den „Pokal der Stadt Strakonice“ wurden und damit den Grundstein für legendäre Freundschaftswettkämpfe mit den Sportlern aus Strakonice (CSSR) legten. Im gleichen Jahr fand auch die erste „Kleine Meisterschaft der DDR“ in Potsdam statt. Dabei waren nur Sportler von den Betriebssportgemeinschaften (BSG) startberechtigt. Die 17- jährige Heike Händel vertrat dabei den Bezirk Leipzig sehr erfolgreich.
1984 kamen Freundschaftswettkämpfe in Krakow (Polen) sowie 1989 eine Wettkampfreise nach Moskau (UdSSR) dazu.
1989 finden in Bitterfeld die ersten DDR – Mastersmeisterschaften statt, bei den Reinhard Maiwald und Heike Händel (beide AK 25) mit mehreren Medaillen zurückkehrten
Neben den sportlichen Aktivitäten mischt die BSG Post Leipzig alsbald auch als Veranstalter im Schwimmsport mit. Unter anderem 1978 und 1985 als Veranstalter des FDGB-Pokals und 1984 und 1989 als Ausrichter der DDR-Mannschaftsmeisterschaft für den BSG-Bereich.

3. Schwimmen im Postsportverein Leipzig 1990 – 2002

Am 9. November 1989 wird zweifelsfrei Geschichte geschrieben, was natürlich auch Auswirkungen auf die Postschwimmer hat. Aus der BSG Post SV Leipzig wird wieder der Postsportverein Leipzig e.V. Mit weiteren 57 Postsportvereinen aus den fünf neuen Bundesländern erklärten auch die Leipziger den Beitritt in die Arbeitsgemeinschaft der Postsportvereine. Die erste Teilnahme an den Bundesmeisterschaften der Postsportvereine war dann auch gleich im Jahr 1990 in Bremen, wo acht Einzel- und vier Staffelsiege erkämpft wurden.
Ab 1990 kommen neue Partnerschaften mit dem WSV St. Johann (Tirol, Österreich) und dem Post SV Augsburg dazu und die Masters-Schwimmer steigen ins „internationale Geschäft“ ein. Ab 1992 touren die Senioren-Schwimmer über die ganze Welt. So zum Beispiel 1992 bei der WM in Indianapolis (USA), 1993 bei der EM in Sindelfingen (Deutschland), 1994 Montreal WM in Kanada, 1995 EM Riccione (Italien), 1997 EM Prag (Tschechin), 1999 EM Innsbruck (Österreich), 2000 WM München (Deutschland), 2001 EM Mallorca (Spanien), 2002 WM Christchurch (Neuseeland), 2003 EM Millau (Frankreich), 2004 WM Riccione (Italien), 2005 EM Stockholm (Schweden), 2006 WM San Francisco (USA), 2007 EM Kranj (Slowenien), 2009 EM Cadiz (Spanien).
1993 setzten die Masters des Postsportvereins in München erstmals ein nationales Zeichen. Bei den Deutschen Meisterschaften gewannen die Männer die 4x50m Lagenstaffel (AK120-159) in der Zeit von 01:57,10. Für Jan Zierold; Reinhard Maiwald; Holger Maiwald und Jens Lutschin bedeutete diese Zeit gleichzeitig einen neuen deutschen Mastersrekord. In der 4x50m Lagen Mix Staffel (AK 100-119) gab es gar einen neuen Europarekord. Jan Zierold; Silke Hörner; Andreas Köpping und Heike Händel gewannen in der Zeit von 02:01,60. Diese Zeit wurde noch im gleichen Jahr bei den Europameisterschaften der Masters in Sindelfingen verbessert. In gleicher Besetzung schwammen sie eine Zeit von 02:00,61 und gewannen Gold und Rekord.
1995 konnte dieses Quartett erneut glänzen. Bei den Europameisterschaften im Italienischen Riccione wurden sie erneut Europameister in der 4x50m Lagen Mix Staffel. Mittlerweile starteten sie in der AK 120-159 und verbesserten in dieser Altersklasse den Rekord auf 02:00,24.
Als Ausrichter setzt der Post SV 1994 mit der 14. Bundesmeisterschaft der Post- und Telekom Vereine erste Zeichen nach der Wende. Die Ausrichtung wird 2000 mit der 18. Bundesmeisterschaft der Post- und Telekom Vereine wiederholt.
1999 wird Sven Guske erster Deutscher Meister des Vereins. Bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig siegt er über 50 m Freistil in 0:23,39. Ein Jahr später erkämpft sich Sven Guske in der 4×50 m Freistil-Staffel den Vizeeuropameistertitel für den DSV.
2001 Juliane Maiwald wird in die Jugend-Nationalmannschaft berufen und erreicht die erste Kadernorm des DSV für die Post-Schwimmer.
Die Vereinsentwicklung wird indes von sich ändernden Rahmenbedingungen beeinflusst. So löst sich die APV mit der Teilung der Post in drei selbständige Unternehmen im Jahr 1995 auf. In zahlreichen Postsportvereinen Deutschlands setzte eine Welle der Ausgliederung ein.

4. Postschwimmverein Leipzig e.V. 2002 – 2010

Auch in Leipzig sind die Schwimmer überzeugt, dass in einem eigenen Ein-Sparten-Verein effektiver und besser gearbeitet werden kann. Eine Handvoll Post-Schwimmer ergreifen daher die Initiative und befassen sich auch vor dem Hintergrund finanzieller und struktureller Probleme beim Postsportverein Leipzig intensiv mit der Idee eines eigenen Schwimm-Vereins. Am 1. Mai 2002 gipfeln diese Überlegungen in der Gründung des Oberdorf Leipzig e.V. Inspiriert vom Straßenname, in der die Schwimmer die Idee diskutierten und letztlich verabschiedeten, gründeten Heike Händel, Katrin Fritsche, Angelika Otto, Jörg Dreßler, Uwe Bodusch, Jarno Wittig, Wolfgang Otto, Frank Schober, Holger Maiwald und Reinhard Maiwald den Oberdorf Leipzig e.V. als direkten Vorgänger des Postschwimmvereins Leipzig e.V.

Unter dem Motto: „Post SV bleibt Post SV“ luden die Vereinsgründer am 26. September 2002 zur außerordentlichen Mitgliederversammlung, an der etwa 200 Schwimmer teilnahmen und sich mehrheitlich für die Ausgliederung aus dem Postsportverein aussprachen. Dabei wurden folgende Ziele formuliert:

Weiterführung und Professionalisierung der Vereinsarbeit unter Berücksichtigung der Vereinstradition,
Anmietung einer Geschäftsstelle, Gewinnung eines Geschäftsführers/Geschäftsstellenleiters
Gewinnung von Sponsoren und Partnern
Mitgliedsbeiträge stabil halten
Belebung des Vereinslebens (Wettkämpfe, Weihnachtsfeiern, jährliche Mitgliederversammlungen)
guter Kontakt zu den Spitzen- und Fachverbänden
verstärkte Ausbildung und Qualifizierung unserer Übungsleiter
Erhalt/Schaffung eines positiven Vereinsklimas.

Seitdem hat sich der Post SV Leipzig stetig weiterentwickelt. Im Folgenden sind die Schwerpunkte der Jahre 2003 – 2010 zusammengefasst.

a. Das Jahr 2003

Das erste Jahr als eigenständiger Schwimmverein, in das der Post SV mit 407 Mitgliedern startete, war geprägt von der Optimierung der bestehenden Prozesse und Abläufe und wurde von einigen Neuerungen markiert. So lud der Post SV Leipzig erstmals Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Sport zu einem Neujahrsempfang ein, der sich in den darauf folgenden Jahren etablieren sollte und wesentlicher Bestandteil der Lobby-Arbeit der Leipziger Schwimmer wurde.

Außerdem erstmals in 2003 fand das Sommerfest des Post SV Leipzig mit über 300 Mitgliedern an der Schwimmhalle Mariannenpark statt. Seit 2003 etablierte sich das Sommerfest beim Post SV und die Mischung aus Live-Musik, Schwimmfest und Essen zieht jährlich hunderte Postschwimmer an.

Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Erwachsenpädagogik wurde zudem am 1. September der erste Leipziger Schwimmgipfel initiiert, der erstmals alle Leipziger Schwimm-Verantwortlichen vereinte und die Zukunft des Leipziger Schwimmsports diskutierte und Lösungswege aufzeigte. Im Marriott-Hotel diskutierten an diesem Sonntag-Vormittag über 40 Trainer, Funktionäre und Sportler und verabredeten sich zur Weiterarbeit in Kleingruppen. 

Der Vorstand arbeitete parallel an der Gewinnung weiterer Trainer und Übungsleiter und an der Sponsoren-Gewinnung und kündigte an, im Jahr 2004 Trainerseminare abzuhalten sowie die Bewerbung für die deutsche Jugendmeisterschaft abzugeben.

Am Ende des Jahres waren 481 Schwimmer Mitglied im Post SV Leipzig.

Auch sportlich hatte das erste selbständige Jahr einiges zu bieten. Alle Bereiche wie Breitensport, Wettkampfsport, Leistungssport und Seniorensport sind gleichberechtigt im Verein vertreten. Der Post SV ist in der Lage die Nachwuchsleistungssportler bzw. Kadersportler optimal zu unterstützen. Die Kaderanzahl ist gesund und die Sportler werden bestmöglich unterstützt. Durch die optimale Beantragung von Geldern in der Sportförderung der Stadt Leipzig, im Sächsischen Schwimm-Verband, dem Stadtsportbund und dem Landessportbund wird das ermöglicht. Wichtig hierfür war vor allem die konsequente Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen unserer Helfer, Übungsleiter und Trainer.

Im Jahr 2003 entwickelten wir folgende Kadersportler:
Marcel Schneider, Sina Scharfe und Anne Becker wurden D-Kader
Olivia Zacharias, Philip Großmann, Jordy Monimambu, Justus Oertl, Anna-Marie Macht, Felicitas Taut, Annekatrin Willner, Carolin Zacharias, Joyce Fabry und Gregor Schulz wurden E-Kader
Die Masters hatten ihren sportlichen Höhepunkt bei den Europameisterschaften im französischen Millau, von denen sie mit 2xGold, 1xSilber, 3xBronze zurückkehrten. Europameister mit einem neuen Deutschen Rekord wurde Sven Guske (AK 30) über 50m Freistil in 00:23,92. Unerwartetes Gold gab es auch in der 4x50m Lagen Mix Staffel (AK 120-159). Katrin Fritsche, Reinhard Maiwald, Doris Grießhammer und Sven Guske sicherten sich in der Zeit von 02:02,56 die Goldmedaille. Bronze gab es für die 4x50m Lagen Staffel der Männer (AK 120-159) in 01:55,53 (in der Besetzung Jarno Wittig, Reinhard Maiwald, Uwe Bodusch und Sven Guske). Sven Guske komplettierte seinen Medaillensatz mit Silber über 100m Freistil in 00:53,44 und Bronze über 50m Brust in 00:30,31, sowie 50m Rücken in 00:29,58.

Beim EKU-Cup in Kulmbach konnte zum sechsten Mal in Folge der Gewinn des kleinen EKU-Cups gefeiert werden.

Bei den Sachsenmeisterschaften in Dresden siegten Marcel Schneider und Sina Scharfe. Bei den 11. Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Leipzig gewinnt Marcel Schneider Silber und Bronze. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Wuppertal belegte er den 4. Platz über 400m Lagen. Bei der DMS-Landesliga wurden die Männer Landesmeister und die Frauen belegten den 2. Platz.

Die 10. Teilnahme am Internationalen Herbstmeeting in St. Johann in Tirol (Österreich) ergab 20xGold; 20xSilber, 10xBronze und Siege in allen Staffeln. Mehrkampfgewinner wurden Sven Guske, Anna-Marie Macht und Marcel Schneider.

b. Das Jahr 2004

Das Jahr 2004 ist sicher das bedeutendste Jahr in der jüngeren Geschichte gewesen und stand ganz im Zeichen der Deutschen Jugendmeisterschaften vom 1. bis 4. Juli in der Universitäts-Schwimmhalle. Über 755 Athleten starten an fünf Tagen bei 2543 Starts in 80 Entscheidungen und holten 240 Medaillen. An diesen Tagen waren 237 Vereine zu Gast in Leipzig, es kamen 2392 Zuschauer und über 100 Helfer aus ganz Leipzig versorgten die Gäste mit 750 Liter Bier, 2000 Bratwürsten, 2500 Steaks und knapp 50 Blechen Kuchen. Das alles markiert das Ergebnis einer fast einjährigen Vorbereitungsphase und gipfelte in bundesweitere Anerkennung für den Post SV Leipzig als Ausrichter.

Intern fanden erstmals die in 2003 konzipierten Trainer-Seminare statt, bei denen sich über 40 Trainer austauschten und an Themen arbeiteten, die teilweise durch fachlichen Input von Dr. Cathleen Saborowski unterstützt wurden und so die Qualität der Trainer- und Trainingstätigkeit erhöhte. In Folge dieser Veranstaltungen entstand ein Trainer-Handbuch, welches jährlich erneuert wird und seitdem die wesentlichen Unterlagen organisatorisch wie didaktisch für die Trainer des Post SV bereit hält.

Am Ende des Jahres 2004 hatte der Post SV 500 Mitglieder.
Nach zweijähriger Selbständigkeit konnten trotz der Schließung zweier wichtiger Schwimmhallen (Arno-Nitzsche-Straße sowie Antonienstraße) auch sportliche Erfolge erzielt werden.

So ist die Kaderanzahl wieder gestiegen und zwei Sportler (Anna-Marie Macht und Philip Großmann) konnten auf das Sportgymnasium sowie Jordy Monimambu auf die Sportmittelschule delegiert werden.

Anne Becker nahm an den Deutschen Meisterschaften in Berlin teil. Beim 24. Internationalen Raiffeisen-Herbstmeeting in St. Johann schnitt der Post SV abermals sehr gut ab. Mehrkampfsieger waren Anna-Marie Macht, Anne Becker, Marcel Schneider und Wilko Kleemann.

Die Weltmeisterschaften der Masters fanden im italienischen Riccione statt. Sven Guske (AK 30) sicherte sich über 50m Freistil in 00:23,79 die Silbermedaille, sowie über 50m Brust in 00:30,18 die Bronzemedaille.

c. Das Jahr 2005

Im Ergebnis der guten Zusammenarbeit aller Leipziger Schwimmvereine im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften initiierte der Post SV Leipzig am 27. November 2004 ein gemeinsames „Schwimmerfrühstück“ im Cafe Palü. Ziel der Veranstaltung war die Diskussion der Idee, einen Förderverein zu gründen. Dieser sollte die teilweise unharmonische Vereinszusammenarbeit systematisch verbessern, den geschlossenen Außenauftritt der Leipziger Schwimmer herstellen sowie diesen besser vermarkten. Unter dem Namen Verein zur Förderung des Schwimmsports und des Postschwimmvereins Leipzig – kurz Vesch e.V. – wurde dieser am 1. Mai 2005 gegründet. Im Jahre 2007 hatte sich die Arbeit des Vesch e.V. etabliert und die Förderer hatten zudem zusätzlich zum Post SV Leipzig weitere schwimmsportliche Aktivitäten in Leipzig unterstützt! Dieser Entwicklung wurde auch mit der Umbenennung zum Vesch e.V. (ohne den Zusatz Post SV) Rechnung getragen.

Diese Initiative des Post SV sollte im Jahr 2008 mit der Gründung der Schwimm-Startgemeinschaft Leipzig, kurz SSG, glückliche und weitreichende Folgen haben und greift Gedanken und Ansätze aus den Leipziger Schwimmgipfeln direkt auf.

Am Ende des Jahres 2005 hatte der Post SV 511 Mitglieder.

Nach drei Jahren Selbständigkeit blickt der Postschwimmverein Leipzig auf ein erfolgreiches Sport-Jahr zurück. In allen Bereichen: Breitensport, Wettkampfsport, Leistungssport und Seniorensport wurden Wettkämpfe durchgeführt und mit guten Ergebnissen abgeschlossen, wobei im Bereich Leistungssport mehr erwartet wurde. Die Leistungssportler Sina Scharfe, Marcel Schneider, Tanja Starke und Anne Becker mussten wegen Nichterfüllung der Kadernormen ihre leistungssportliche Laufbahn aufgeben. Umso erfreulicher hat sich das Niveau im Nachwuchsbereich entwickelt. Anna-Marie Macht hatte bereits die Normzeiten für die D-Kaderkriterien für das nächste Jahr erfüllt. Und mit ihr konnte der Post SV im Jahr 2005 einen Süddeutschen Meistertitel im Jahrgang 1994 über 100m Brust gewinnen. Mit Philipp Großmann und Jordy Monimambu stehen zwei Kandidaten für das übernächste Jahr als D-Kader bereit. Weiterhin konnten zwei weitere Sportlerinnen Caroline Zacharias und Annekatrin Willner auf das Sportgymnasium delegiert werden. Mit Tommy Wollst und Sabrina Winkler (4. Klasse) konnten sich zwei weitere Talente für den 7-Länderkampf der 4. und 5.Klasse in Berlin für die Auswahl von Sachsen qualifizieren.

Der größte Erfolg für den Nachwuchs stellte der Sieg im Kindgerechten Mannschaftswettbewerb in Sachsen Anfang Oktober dar. Unsere Mädchen und Jungen des Jahrganges 1996/97 siegten in neuer Rekordzeit vor Plauen und dem SC DHfK Leipzig. Trotz dieser guten Entwicklung im Bereich Nachwuchs muss eine kontinuierliche Sichtung und Delegierung von Talenten in den Talentestützpunkt von den Trainern der einzelnen Schwimmhallen unbedingt aufgebaut werden, damit weiter eine gesunde Nachwuchsbasis existiert.

Der Bereich Wettkampfsport ist die größte Stärke des Vereines. Kein Schwimmverein in Leipzig kann auf eine solch große Anzahl aktiver Wettkampfsportler zurückgreifen und kein anderer Verein hat diese Breite von 6 bis 80 Jahren. Insgesamt bestritten unsere Sportler mehr als 50 Wettkämpfe im Jahr. Dieses bedarf eines hohen Aufwands an Logistik der Trainer, aber auch eine termingerechte Zusammenführung aller Meldungen.

Beim Internationalen Herbstmeeting in St. Johann/Tirol konnte das bisher beste Mannschaftsergebnis erzielt werden. 33xGold; 28xSilber und 16xBronze bedeuteten ein eindrucksvolle Bilanz, die mit den Mehrkampfsiegen von Sven Guske; Marcel Schneider; Anne Becker; Anna-Marie Macht; Benjamin Reinhold und Tommy Wolst abgerundet wurde.

Höhepunkte für die Senioren waren in diesem Jahr die Europameisterschaften, die im schwedischen Stockholm stattfanden. Sven Guske (AK 30) war mit 1xGold, 3xSilber und 3x Bronze bester sächsischer Teilnehmer. Europameister wurden unsere Masters über 4x50m Freistil Mix (AK 100-119). In der Zeit von 01:49,06 gewannen Sven Guske, Cathleen Saborowski, Denis Sewerjuk und Antje Wippich. Weitere Bronzemedaillen gab es in folgenden Staffeln: 4x50m Freistil Männer (AK 160-199) in 01:44,04 (in der Besetzung Andreas Köpping, Thomas Buchmann, Jens Lutschin und Sven Guske); 4x50m Lagen Männer (AK 120-159) in 01:52,80 (in der Besetzung Andreas Köpping, Jens Lutschin, Denis Sewerjuk und Sven Guske) und über 4x50m Lagen Mix (AK 120-159) in 02:01,87 (in der Besetzung Antje Wippich, Jens Lutschin, Heike Händel und Sven Guske).
Weiterhin gewannen unsere Masters Anfang Oktober in Kulmbach den EKU-CUP in der kleinen Mannschaftswertung zum siebten Mal in Folge.

d. Das Jahr 2006

Im Jahr 2006 hat sich die Vereinsentwicklung weiter stabilisiert und gewohnte Traditionen wie Neujahrsempfang, Sommerfest wurden durchgeführt.

Zudem organisierte 2006 der Vorstand erstmals eine Trainerfahrt auf den Rabenberg. Dort wurden in einer Klausur alle offenen Fragen und Themen in großer Runde sowie in Kleingruppen diskutiert und auch eigene sportliche Ertüchtigungen in der Schwimmhalle und auf der Kegelbahn standen auf dem Programm. Im Ergebnis der Trainerfahrt gründet sich 2007 ein Trainerrat.

Außerdem musste 2006 die Geschäftsstelle in der Mainzer Straße aufgegeben werden. Aufgrund neuer Eigentümer konnte der Post SV nicht länger den Ort vieler Vereinsfeste, Vereinsgrillen oder den Stützpunkt der Deutschen Jugendmeisterschaften bewirtschaften. Im Jahr 2007 zog die Geschäftsstelle dann in das Verwaltungsgebäude am Zentralstadion um und der Post SV hat dort mit vielen anderen Vereinen eine neue Heimat für die Verwaltung gefunden.

Weiterhin stand die Neuwahl des seit 2002 aktiven Vorstands an. Angelika Otto, Jarno Wittig, Uwe Bodusch, Holger Maiwald und Reinhard Maiwald wurden bei der Jahreshauptversammlung für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

Am Ende des Jahres 2006 hatte der Post SV 520 Mitglieder.

Erstmals hat der Post SV 2006 einen bestätigten D-Kader mit Anna-Marie Macht. Sie gewann in Berlin zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften die Goldmedaille über 100m Brust und den 3. Platz im Mehrkampf. 2006 konnten zudem doppelt soviel Sportler/Innen wie im letzten Jahr auf das Sportgymnasium (Tommi Wolst, Olivia Zacharias und Jaqueline Patzsch) und auf die Sportmittelschule (Sabrina Winkler) delegiert werden. Anna-Marie Macht schwamm Ende Dezember 2006 in Dresden über 50m Brust in 00:35,45 und 200m Brust in 02:44,94 zwei deutsche Altersklassenrekorde.

Erarbeitet wurde in intensiven Gesprächen mit Trainern und Vorstand ein Arbeitspapier zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Nachwuchsbereich. Auf der Trainertagung auf dem Rabenberg vom 3. November bis 5. November wurden diese Strukturen diskutiert, verändert und verabschiedet. Ein Trainerrat mit Rolf Dube, Hendrik Löschner, Angelika Otto, Jeannette Busch und Markus Buck wurde gebildet.

Höhepunkte für die Post-Masters waren in diesem Jahr die Weltmeisterschaften, welche in Stanford/USA stattfanden. Jens Lutschin (AK 40) belegte dort den 4. Platz über 50m Brust in 00:31,32 und verpasste nur knapp eine Medaille. Heike Händel (AK 40) erreichte den 6. Platz über 100m Schmetterling in 01:12,10.

e. Das Jahr 2007

Das Jahr 2007 war gekennzeichnet von Kontinuität und sich verschärfenden Rahmenbedingungen. Konkret erhöhten sich die Ausgaben für Wasserfläche und Fahrtkosten weiter erheblich und führten bereits 2007 zur Ankündigung, dass mittelfristig die seit 2002 geltenden Beiträge angehoben werden müssen.

Das Sommerfest 2007 war mit einer Rekordbeteiligung von über 300 Mitgliedern, Gästen und Freunden das bisher am besten besuchte, bevor die Veranstaltung 2008 ein Jahr pausieren sollte.

Am Ende des Jahres 2007 hatte der Post SV 530 Mitglieder.

Sportlich trug die Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre weiter Früchte. Im Juni gewann Anna-Marie Macht über 100m Brust die deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund und qualifizierte sich für das Olympische Sommerfestival der Europäischen Jugend in Belgrad. Dort stand sie im Finale des 100m Brust Wettbewerbes und gewann in der Lagenstaffel Bronze.
Mit Olivia Zacharias, Jaqueline Patzsch, Tanja Johne, Jenny Günther, Vanessa Schumann, Tatjana Macht, Tommi Wolst, Alexander Sing, Eric Vogt, Felix Schneider, Nico Rudolph, Gregor Spott sowie Sebastian Stehr stehen eine große Zahl talentierter E-Kader zur Verfügung. Gregor Spott und Sebastian Stehr konnten auf das Sportgymnasium delegiert werden. Besonders Tommi Wollst zeigte im vergangenen Jahr exzellente Ergebnisse. So sein Sieg über 100m Brust sowie der zweite Platz in der Gesamtwertung bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Darmstadt.
Im Wettkampfsport ist vor allem die DMS Landesliga erwähnenswert. Hier gewann der Post SV jeweils den Titel bei den Frauen und den Männern. Die Männer gewannen mit 19 832 Punkten vor dem Dresdner SC mit 1 312 Punkten Vorsprung. Die Frauen gewannen noch deutlicher. Mit 1 932 Punkten Vorsprung erzielten sie 18 401 Punkte. Juliane Reinhold, welche im Oktober zum Postschwimmverein wechselte, verstärkte die bereits gute Damenmannschaft.

Im Masterssport war der Höhepunkt die Europameisterschaften in Kranj/Slowenien. Hier gab es Gold in der 4x50m Lagen Mix Staffel (AK 100-119). In der Zeit von 02:06,59 gewannen Cathleen Saborowski, Uwe Bodusch, Anje Wippich und Denis Sewerjuk. Silber gab es für die 4x50m Freistil Mix Staffel (AK 100-119) in 01:50,58 (in der Besetzung Sven Guske, Denis Severjuk, Katrin Fritsche, und Anje Wippich). Über Bronze konnten die Post-Masters in der 4x50m Freistil und 4x50m Lagen Staffel der Männer (AK 120-159), sowie der 4x50m Lagen Mix Staffel (AK 120-159) jubeln. Sven Guske, Jens Lutschin, Uwe Bodusch und Denis Sewerjuk schwammen in der Freistilstaffel 01:42,50, Jarno Wittig, Jens Lutschin, Denis Sewerjuk und Sven Guske in der Lagenstaffel 01:52,09. In der Lagen Mix Staffel schwammen Katrin Fritsche, Jens Lutschin, Heike Händel und Sven Guske 02:01,37. Einzelmedaillen gab es für Jens Lutschin (AK 40) Silber über 50m Brust in 00:30,95, Heike Händel (AK 45) Silber über 100m Schmetterling in 01:12,96 und Bronze über 50m Schmetterling in 00:32,27, sowie Sven Guske (AK 30) Silber über 50m Freistil in 00:24,08 und Bronze über 50m Brust in 00:30,61.

f. Das Jahr 2008

Traditionen verändern sich – so beispielsweise der Neujahrsemfang der Postschwimmer, der in diesem Jahr in Kooperation mit dem SSV Leipzig e.V. und dem Vesch e.V. veranstaltet wurde und die größere Geschlossenheit von Leipzigs Schwimmern dokumentiert.

Die Gründung der SSG Leipzig am 25. September 2008 markiert den zwischenzeitlichen Höhepunkt der Mitwirkungen des Postschwimmverein Leipzig beim Schwimmgipfel, den DJM 2004 sowie der Gründung des Vesch e.V., auf dessen Plattform und Initiative hin letztlich die erste einheitliche Mannschaft der Nachwendezeit nunmehr für Leipzig an den Start geht.

Eine herausragende Auszeichnung für die seit 2002 beachtliche Entwicklung erfuhr der Post SV im Januar 2008 mit der Auszeichnung zum Verein des Jahres der Stadt Leipzig. Während der halbmetergroße Pokal weitergegeben werden musste, bleibt die Dotierung von 500 Euro bei den Nachwuchsschwimmern und die Auszeichnung ein Qualitätssiegel für die erfolgreiche Vereinsarbeit.

Nach sechs Jahren Postschwimmverein Leipzig e.V. können wir auf das erfolgreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte zurückblicken.

Am Ende des Jahres 2008 hatte der Post SV Leipzig 531 Mitglieder.

Zudem blickte der Verein nach sechs Jahren auf das sportlich erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte zurück.

Im Nachwuchs- und Leistungssport markieren die Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin den Höhepunkt. Hier nahmen Lisa Atlas, Juliane Reinhold, Anna-Marie Macht, Annekatrin Willner, Olivia Zacharias und Robert Winkler teil. Mit vier Gold- und einer Silbermedaille kehrte Juliane Reinhold (Jahrgang 1994) aus Berlin zurück und war damit erfolgreichste sächsische Nachwuchsathletin. Auch ihre Zeiten (200m Freistil 02:07,00; 400m Freistil 04:25,49; 200m Rücken 02:20,05; 200m Lagen 02:19,74, 400m Lagen 04:59,49) konnten sich sehen lassen und bedeuteten gleichzeitig neue Vereinsrekorde. Den Medaillensatz für unseren Verein komplettierte Robert Winkler mit seiner Bronzemedaille über 50m Rücken in 00:27,35, was gleichzeitig ein neuer Vereinsrekord bedeutete. Sechs Sportler wurden in die 5. Klasse des Sportgymnasiums bzw. der Sportmittelschule 2008 durch den Post SV delegiert: Christian Schneiderheinze, Karim Fouad, Eric Voigt, Tanja Johne, Jenny Günther, Nico Rudolph (Sportmittelschule). Dies entsprach 50% Prozent aller Delegierungen in Leipzig für die Schwimmer!
Im Wettkampfsport ist das 28. Internationale Herbstmeeting in St. Johann in Tirol zu nennen. Der Post SV als größte Mannschaft mit 65 Teilnehmern gewann 33x Gold, 22x Silber und 23x Bronze. Es gab neun Mehrkampfpokale für Annekatrin Willner, Sebastian Stehr, Tommi Wolst, Philipp Großmann, Robert Winkler, Marvin Lanzke, Christian Schneiderheinze, Olivia Zacharias und Juliane Reinhold. Bei der DMS Landesliga gewannen die Männer des Post SV mit 20926 Punkten vor dem Dresdner SC und erreichte die bislang beste Punktzahl bei einer DMS.

Im Masterssport ist das 29. Internationale Masters Schwimmfest in Goslar mit zwei neuen deutschen Masters Rekorden in den Staffeln zu erwähnen. Über 4x50m Freistil Männer (AK 120-159) in der Zeit von 01:37,06 mit Sven Guske, Henry Zacharias, Dirk Schlegel und Jörg Färber sowie 4x50m Lagen Männer (AK 120-159) in der Zeit von 01:49,44 mit Henry Zacharias, Jörg Färber, Uwe Bodusch und Sven Guske. Bei den 40. Deutschen Meisterschaften der Masters in Sindelfingen gab es folgende Ergebnisse: Deutscher Meister mit Deutschen Rekord wurden Gregor Spengler (AK 45) über 100m Rücken in 01:05,08, Jens Lutschin (AK 40) über 100m Brust in 01:09,46, sowie die 4x50m Lagen Mix Staffel (AK 160-199) in 02:01,62 in der Besetzung Gregor Spengler, Jens Lutschin, Antje Wippich und Heike Händel. Deutsche Meister wurden Heike Händel (AK 45) über 100m Schmetterling in 01:11,49, Gregor Spengler über 50m Rücken in 00:30,48, sowie Jens Lutschin über 50m Brust in 00:30,75. Beim letzten Wettkampf des Jahres erzielte Jörg Färber in Kiel über 50m Brust in 00:28,76 einen neuen Europarekord in der Altersklasse 30 auf der kurzen Bahn.

Inzwischen trainierte der Post SV in der neuen und schönen 50m Schwimmhalle (Sportbad an der Elster), welche im April eröffnet wurde. Durch die Renovierung der Universitätsschwimmhalle trat ab August 2008 ein Notplan in Kraft, der innerhalb der einzelnen Strukturen im Verein gut kompensiert werden konnte.

g. Das Jahr 2009

Das Jahr 2009 stand vereinsorganisatorisch auch im Zeichen der Verwaltung des Talentestützpunktes Schwimmen in Leipzig. Der Post SV fungiert hier als Trägerverein, um die Auflagen des Sächsischen Schwimm-Verbandes zu erfüllen und damit weiter die Förderfähigkeit sicher zu stellen. Darüber hinaus fand nach einjähriger Pause wieder ein Sommerfest statt.

Beschlossen wurden in 2009 außerdem adäquate Beitragserhöhungen ab 2010. Zudem gab der Vorstand im Rahmen der Jahreshauptversammlung bekannt, dass einzelne Vorstandsmitglieder bei der turnusmäßigen Neuwahl Ende 2009 nicht mehr kandidieren und es damit zwangsläufig einen Umbau in der Vereinsführung geben wird.

Am Ende des Jahres 2009 hatte der Verein 540 Mitglieder.

In sportlicher Hinsicht zeigte sich der Post SV solide. Im Nachwuchs- und Leistungssport fanden die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg statt. Hier gewann Juliane Reinhold über 400m Lagen in 04:47,49, was gleichzeitig ein neuer deutscher Jugendrekord war und erreichte über 100m Freistil den 2. Platz in 00:55,75. Damit schaffte sie die JEM-Qualifikation. Marie Pietruschka überraschte mit einem zweiten Platz über 100m Brust in 01:15,12 und einem dritten Platz 200m Brust 02:44,07. Bei den Deutschen Meisterschaften und dem Jugendmehrkampf in Berlin belegte Tommi Wolst den 6. Platz im Jugendmehrkampf. In den 4x100m und 4x200m Freistil Staffeln holte sich Juliane Reinhold zweimal Bronze bei den Erwachsenen! In der Jahrgangswertung holte sich überraschend Norman Schmidt über 200m Brust in 02:20,85 die Bronze Medaille.

Zudem markierte Juliane Reinhold im Jahresverlauf den absoluten sportlichen Höhepunkt des Post SV.
In der 4x100m Freistilstaffel holte Juliane Reinhold den Junioren-Europa-Meistertitel in 03:45,27 min. Genau 70 Minuten vorher hatte sie über 100m Freistil in 00:55,99 Rang vier belegt. Zudem wurde sie in der 4x200m Freistilstaffel, die die Silbermedaille gewann, als Startschwimmerin eingesetzt und schwamm in 02:01,87 eine neue persönlicher Bestzeit.

Mit Vanessa Schumann (Jahrgang 1998); Josy Ebersbach (Jahrgang 1998); Laura Matei (Jahrgang 1999); Lydia Kummich (Jahrgang 1999) und Aileen Görgen (Jahrgang 1998) wurden 33% aller Sportler in Leipzig durch den Pos SV auf das Sportgymnasium delegiert.

Das 29. Internationale Herbstmeeting in St. Johann in Tirol bedeutete die 16. Teilnahme mit 70 Teilnehmern und brachte 41xGold, 25xSilber und 23xBronze. Mehrkampfsieger wurden Sebastian Stehr, Christoph Schneiderheinze, Olivia Zacharias, Tommy Wolst, Juliane Reinhold, Isabell Ramolla, Michell Zehmisch, Marie Pietruschka und Norman Schmidt.

Die Masters-Sportler hatten ihren Höhepunkt bei den Europameisterschaften in Cadiz/Spanien. 16 Teilnehmer erreichten die beste Ausbeute aller Zeiten und machten den Post SV zum besten deutschen Verein bei diesen Meisterschaften. Der Post SV kehrte mit 5xGold, 7xSilber, 7xBronze sowie einem Europarekord und sechs Deutschen Rekorden nach Leipzig zurück. Den Europarekord erzielte die 4x50m Lagen Staffel der Männer (AK 160-199). Gregor Spengler, Jens Lutschin, Sven Guske und Jörg Färber gewannen Gold und Rekord in 01:48,43. Deutsche Rekorde gab es durch Sven Guske (AK 35) über 50m Schmetterling in 00:25,52 und 50m Freistil in 00:23,53; Jens Lutschin (AK 45) über 50m Brust in 00:29,90, sowie in den Staffeln über 4x50m Lagen Mix (AK 160-199) in 01:59,95 (in der Besetzung Gregor Spengler, Jens Lutschin, Antje Wippich und Heike Händel) und 4x50m Freistil Männer (AK 160-199) in 01:39,24 (in der Besetzung Jörg Färber, Andreas Köpping, Gregor Spengler und Sven Guske). Europameister wurden Jörg Färber (AK 30) über 50m Brust in 00:29,41 und Sven Guske (AK 35) über 50m Schmetterling und 50m Freistil. In den Staffeln wurde zudem Gold über 4x50m Lagen der Männer und 4x50m Lagen Mix jeweils in der AK 160-199 gewonnen.
Mit seiner Zeit von 00:30,31 über 50m Brust konnte Jens Lutschin (AK 45) bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Magdeburg erstmalig einen neuen Weltrekord bei den Masters aufstellen. Insgesamt gewannen die Masters bei den Deutschen Meisterschaften im Jahr 2009 10xGold, 14x Silber und 10xBronze

Ende 2009 ist die Startgemeinschaft Leipzig über ein Jahr alt. Sieben Sportler des Post SV sind Mitglied in der SSG. Allein 33 Medaillen errangen die Leipziger Schwimmer bei den deutschen Meisterschaften der Jugend und der Erwachsenen. Die beeindruckende Bilanz hat den deutlichen der Vorteil der Startgemeinschaft gezeigt.

6. Ausblick und Zukunft

Als einer der größten sächsischen Schwimmvereine und als Verein mit Geschichte wird der Post SV Leipzig auch in Zukunft seinen Platz in Leipzig, Sachsen und Deutschland haben. Ein Garant ist dabei sicher auch die Treue der Vereinsmitglieder, die in vielen Fällen vom Kindes- bis zum Rentenalter „Postler“ sind.

Durch die systematische Aufbauarbeit insbesondere in den Jahren ab 2002 ist zudem der Grundstein für die sportliche Entwicklung gelegt. Die hohe Dichte im D-Kader und E-Kader Bereich zeigt, dass der Post SV Leipzig auch Nachwuchs entwickeln kann und dies weiter tun wird. Darüber hinaus hat der Verein seine Spuren in sportpolitischer und struktureller Hinsicht hinterlassen. So ist es dem maßgeblichen Anteil der Post-Verantwortlichen zu verdanken, dass der Förderverein, die Schwimmstartgemeinschaft und ein gutes Klima der professionellen Zusammenarbeit zwischen den Leipziger Schwimmvereinen bestehen.

Für die Zukunft wird es daher wichtig sein, dass der Post SV immer wieder selbstkritisch seine eigene Rolle und Position überprüft und an die sich verändernden Rahmenbedingungen anpasst. Bewahrenswertes muss dabei bewahrt werden, Mängel müssen abgestellt werden und der Verein muss offen für neue, bessere Ideen und Konzepte bleiben, damit er als Organisation jung bleibt.

Dann ist auch gewährleistet, dass es auch weiter heißt: Post SV bleibt Post SV.