„Können stolz sein!“ SSG-Schwimmer wackeln als Aufsteiger am Bundesliga-Podest

February 6 2023

Leipzig in der Bundesliga! Das gibt’s nicht nur im Fußball oder Handball, sondern auch im Schwimmen mischt die Messestadt ganz oben mit! Am Wochenende legten sowohl die Damen als auch die Herren der SSG Leipzig in der obersten deutschen Klasse des Schwimmsports starke Auftritte hin. Mit Platz vier wäre den Männern, die als Aufsteiger neu mit in der 1. Bundesliga dabei waren,  sogar fast der Sprung aufs Podest gelungen und die Damen behaupteten den siebten Rang der zurückliegenden Bundesliga-Ausgabe.

„Darauf können wir stolz sein! Zumal unsere Mannschaften zu 75 Prozent aus Neulingen bestanden“, lautete dementsprechend auch das positive Fazit von Trainer Frank Embacher nach den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Essen. „Gerade bei den Jüngeren waren einige sehr gute Leistungen dabei, sodass das Ergebnis sogar stärker ausfiel, als wir vorab errechnet hatten.“

Besonders spannend machte es das Herrenteam. Marek Ulrich mit seiner Zeit von 23,33 Sekunden über die 50m Rücken und David Thomasberger mit seiner 1:58,11 über die 200m Lagen lieferten sogar die schnellsten Zeiten des gesamten Teilnehmerfelds am Wochenende ab. Der Aufsteigertruppe, die in den vorherigen Saisons der Mannschaftsmeisterschaften einen Durchmarsch von der Landesliga bis ins Oberhaus des Schwimmsports hingelegt hatte, fehlten bei ihrer Rückkehr in die 1. Bundesliga am Ende nur 184 Zähler aufs Podium. Ein Abstand, der nur einem Sekundenbruchteil bei jeder der insgesamt 34 auf dem Programm stehenden Strecken entspricht.

Das Ergebnis ist umso stärker einzuschätzen, wenn man berücksichtigt, dass die vor der SSG Leipzig liegenden Teams aus Frankfurt, Wiesbaden und München sich zu den Mannschaftsmeisterschaften gezielt mehrere internationale Top-Schwimmer eingekauft hatten. Im Schwimmsport gibt es hierfür keine Wechselfenster wie in anderen Sportarten, sondern einige der internationalen Athleten wurden punktuell nur für die Bundesliga herangeholt. Die Leipziger Teams hingegen setzten auf Aktive, die auch in der Messestadt beheimatet sind. „Unsere Philosophie sieht eher so aus, dass wir das Geld, welches bei anderen in den Start eines internationalen Sportlers gesteckt wird, unserem Nachwuchs zu Gute kommen lassen und wir über solche Wettkämpfe unseren eigenen Nachwuchs nach oben ziehen“, erklärt Frank Embacher.

Dass diese Philosophie aufgeht, zeigt sich nicht nur am starken vierten Rang des Herrenteams, sondern auch bei den durch die Bank weg überzeugenden Leistungen der Damen. Ihnen gelang es, den schon 2020 eingefahrenen siebten Platz zu wiederholen – ein Indiz für einen gelungenen Generationenwechsel. 

Bei der letzten Ausgabe der Schwimm-Bundesliga gehörte der SSG-Auswahl unter anderem noch die Olympiafinalistin Marie Pietruschka an, doch schon damals war das Team mit einem Altersschnitt von etwas über 17 Jahren die jüngste Truppe des Teilnehmerfeldes. Die Talente, die bereits vor drei Jahren dabei waren, haben sich seitdem weiterentwickelt und wurden auch diesmal von vielversprechenden Nachwuchskräften unterstützt. So waren sechs der zehn Schwimmerinnen der SSG-Bundesliga-Auswahl in der Woche zuvor noch bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend am Start, die mit mehreren Titeln beendet werden konnten.

Der Start ins Schwimmjahr 2023 ist somit gelungen und wir dürfen uns bereits auf die nächsten Auftritte der „blauen Wand“ freuen, als welche das Leipziger Team bundesweit bekannt ist, dank ihrer azurfarbenen T-Shirts. Diese zierten bei den Mannschaftsmeisterschaften der Erwachsenen und Jugend diesmal die Aufdrucke unseres Eventsponsoren Oberland Metallbau sowie der Goldsponsoren KSW Gruppe und Stiemer GmbH. Mit diesem Schwung der vergangenen Wochenende im Rücken können die nächsten Wettkämpfe also kommen!

Die Bundesligateams der SSG Leipzig:

Damen: Aaliyah Schiffel, Selina Müller, Sophie Luschnitz, Antonia Schirmer, Lilja Aline Hamann, Daniela Karst, Jeanna Vu, Hannah Vollmer, Luise Kotte, Nele Clauß

Herren: David Thomasberger, Timo Sorgius, Klemens Degenhardt, Marek Ulrich, Limaris Dix, Tim Wilsdorf, Louis Schubert, Julius Richard Schüller, Sascha Macht, Jonas Clauß, Janek Thorben Reyher

Bildnachwies: „SSG Leipzig“

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