Leipzigs Schwimmer mit zehnmal Edelmetall unter Deutschlands Top Ten - Postschwimmverein Leipzig e.V.
July 22 2018

Die Leipziger Schwimmer kehren mit zehn Medaillen von den Deutschen Meisterschaften aus Berlin zurück. Am letzten Wettkampftag gab es noch einmal zwei Podestplätze für die Messestädter. Über die 200m Lagen wurde Marie Pietruschka von der SSG Leipzig in 2:15,03 Minuten wie schon tags zuvor über die 200m Freistil Deutsche Vizemeisterin. Ebenfalls über die 200m Lagen holte zudem Paul Hentschel (SC Chemnitz) in 2:02,95 Minuten die Bronzemedaille.

Mit insgesamt zehn Medaillen (2 / 5 / 3) in der offenen Klasse waren die Leipziger Schwimmer auf nationaler Ebene so erfolgreich, wie seit sechs Jahren nicht mehr. „Es war ein sehr gutes Ergebnis und wir sind damit in Deutschland unter die Top Zehn aufgerückt“, so das Fazit von Trainer Frank Embacher. „Das macht einen schon stolz.“

Für die Highlights in Berlin sorgten die Damen der SSG Leipzig mit dem Sieg über die 4x200m Freistil und Juliane Reinhold, die die 400m Lagen für sich entscheiden konnte. Am Sonntag hätte Reinhold beinahe ein weiteres Mal auf dem Podest gestanden, musste sich aber über die 200m Lagen mit dem vierten Platz zufrieden geben.

Für die langjährige Leistungsträgerin der SSG Leipzig könnte es das letzte Rennen ihrer Karriere gewesen sein. Da sie nach aktuellem Stand ihren Platz in der Sportfördergruppe der Polizei Sachsen verliert, wird sich das aufwendige Training für den Leistungssport nicht mehr mit dem dann aktiven Beamtendienst vereinbaren lassen. Derzeit laufen zwar noch Gespräche. Durch die Entwicklungen der vergangenen Monate, in denen es ihr persönlich gegenüber kaum Signale des Fürspruchs seitens der Verantwortlichen bei der Polizei gegeben habe, ist sich die 24-Jährige selbst im Unklaren darüber, ob sie ihre Karriere fortsetzen würde, sollte sich doch noch eine Lösung finden. „Ich bin gerade wirklich hin- und hergerissen“, meinte sie am Rande der Deutschen Meisterschaften. Dass sie ihren Platz in der Sportfördergruppe verlieren wird, weiß Reinhold seit Jahresbeginn. „Der Gedanke an das ‚was kommt danach‘ ist deshalb jetzt seit einem halben Jahr in meinem Kopf.“ Dass sie bei den Deutschen Meisterschaften trotzdem noch einmal so auftrumpfen konnte, ist umso bemerkenswerter. „Ich muss die vergangenen Tage jetzt auch erstmal sacken lassen und werde noch ein paar Gespräche mit Personen führen, die mir nahe stehen.“ Nicht nur für Leipzigs Schwimmfamilie sondern den gesamten Schwimmsport in Sachsen wäre ein Karriereende von Juliane Reinhold in jedem Fall ein Verlust.

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