Thomasberger triumphiert! Deutscher Meister mit Spitzenzeit - Postschwimmverein Leipzig e.V.
July 8 2019

So hat er sich das vorgestellt! Mit einem starken Rennen über die 200m Schmetterling hat sich David Thomasberger von der SSG Leipzig am Samstag den Titel bei den Deutschen Meisterschaften gesichert und die Messestadt damit nicht nur vor der ausverkauften Berliner Halle sondern auch vor hunderttausenden Zuschauern am TV-Gerät glänzend vertreten.

In 1:56,05 Minuten wackelte der Nationalschwimmer an seiner persönlichen Bestzeit und war auch deutlich schneller als noch bei den Weltmeisterschaften in der vergangenen Woche. „Ich bin gut durch gekommen und habe gemerkt, dass ich hinten raus noch Körner habe, so wie es sich in einem ordentlichen 200m-Schmetterling-Rennen gehört“, meinte Thomasberger, der auf der letzten Bahn seinen Verfolgern keine Chance ließ. „Das war eine lange Saison und ich bin mit dem Rennen zum Abschluss sehr zufrieden.“ Der Erfolg gibt Motivation für die kommende Saison und die dann anstehende Olympia-Qualifikation. „Nächstes Jahr wird neu angegriffen“, so die Ansage von Thomasberger, der mit seiner heutigen Zeit im WM-Finale unter den besten acht Schwimmern der Welt gestanden hätte. Abgerundet wurde das starke Ergebnis der Leipziger Schmetterlinge von Tim Wilsdorf (2:00,76), der Platz fünf im A-Finale belegte sowie Thomas Rohmberger, der in 2:00,60 Minuten den B-Endlauf mit dominanten dreieinhalb Sekunden Vorsprung gewann.

Einen vollen Nachmittag hatte sich Marie Pietruschka vorgenommen. Insgesamt für drei Finals konnte sie sich qualifizieren Zunächst schlug die WM-Staffel-Siebte über die 200m Freistil in 1:59,10 auf Platz fünf an. Ihre Teamkollegin Lia Neubert (2:00,99) wurde hier Achte. Nur zwei Läufe bzw. fünf Minuten später stand Pietruschka schon wieder auf dem Block und musste ausgelaugt vom Kraulfinale über die 200m Lagen (2:25,99) mit Platz acht vorlieb nehmen. Zum Vergleich: Im B-Finale war ihre SSG-Kameradin Lea Marsch auf Gesamtplatz elf in 2:21,60 Minuten mehr als vier Sekunden schneller.

Trotz des harten Programms hätte es beinahe noch mit einem Podestplatz geklappt. Über die 50m Freistil verfehlte Pietruschka die Bronzeplakette in 25,74 Sekunden nur um sieben Hundertstel. „Es wäre schon schön gewesen, wenn heute zumindest eine Medaille rausgesprungen wäre“, meinte sie nach dem letzten Finale. „Das war schon brutal. Aber ich hab das ja selbst so gewollt“, so die Psychologiestudentin, die das Programm nicht auf Vorgabe von Coach Frank Embacher sondern auf eigenen Wunsch so gestaltet hatte. Nachdem sie bereits am Donnerstag mit der Leipziger 4x200m-Silberstaffel auf dem Podest stehen durfte, hat Pietruschka morgen noch eine weitere Chance, die Medaillen anzugreifen. Mit den 100m Freistil gehen die Deutschen Meisterschaften für sie am Sonntag zu Ende.

Bildnachweis: „thesportpicturepage / SSG Leipzig“

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