22.02.2001 – Leipziger Talente und Senioren erfolgreich
Leipziger Talente und Senioren erfolgreichParallel zu den Deutschen Meisterschaften waren auch Leipzigs jüngste und älteste Leistungsschwimmer in Aktion. Bei der Talentiade in Dresden gingen 18 der 60 Siege an den Nachwuchs der Region. Landestrainer Jens Graumnitz lobte vor allem den neunjährigen Florian Kritzler vom SSV Leutzsch, der tolle Zeiten in der Beinbewegung erzielte. Insgesamt beteiligten sich 1200 Schwimmer aus 27 Vereinen, wobei die Tendenz wegen der geburtenschwachen Jahrgänge leicht rückläufig war.
Das 41. Seniorenschwimmfest in der Leipziger Kirschbergstraße stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die Europameisterschaften im Juli auf Mallorca. Gudrun Vollstädt, Gisela Schöbel – Grass (beide MoGoNo), Wolfgang Sieber, Martin Klink, Walter Lex (alle Leutzsch), und die Postschwimmer um Heike Händel, Andreas Köpping und Jan Schnabel gehörten zu den Seriensiegern ihrer Altersklassen. Insgesamt nahmen Masters aus 16 Vereinen teil.LVZ2001-02-22
Sven Guske feiert EM-Premiere mit 27 Jahren
Drei Leipziger schwimmen ab morgen in Valencia um Kurzbahn-MedaillenLeipzig/Valencia. Doppelte Premiere morgen bei der Kurzbahn-EM der Schwimmer in Valencia: Sven Guske hat nach vielen Anläufen endlich den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft. Er startet über 4×50 m Freistil und sorgt zugleich dafür, dass erstmals ein Schwimmer des Post SV Leipzig an einer großen internationalen Meisterschaft teilnimmt.
Das 19-köpfige Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gilt als "blutjunge Teenie – Truppe". Doch Neuling Guske hebt mit seinen 27 Lenzen das Durchschnittsalter (21,2) an. Eigentlich könnte der bei einer Krankenversicherung angestellte Schwimmer locker und leicht Titel in der Seniorenklasse ab 25 sammeln. Doch noch immer sucht der aus Pirna stammende Zwei-Meter-Mann die echte Herausforderung: "Als ich 1995 nach fünfjähriger Pause wieder anfing, wollte ich unbedingt einmal für die Nationalmannschaft starten. Ob der Höhepunkt Valencia für mich auch der Schlusspunkt wird, darüber mache ich mir über Weihnachten Gedanken." Dass Guske 1999 bei einem Meeting in Rom bereits für den DSV im Einsatz war, zählt er nicht mit: "Das war nur ein Trostpflaster. Eigentlich wollte ich zur EM nach Istanbul. Doch da war ich als einziger deutscher Meister nur als Tourist dabei."
Eigentlich bildet Guske mit dem Olympia-Neunten Jirka Letzin (SC DHfK) eine (Mini-) Gruppe bei Göran Sell. Doch beide Schwimmer sind grundverschieden, vor und nach Sydney hätte Guske ohnehin allein trainieren müssen. So entwickelte Maren Witt vom Institut für Angewandte Trainingswissenschaften (IAT) im Sommer einen speziellen Plan für den Sprinter mit Schwerpunkt Krafttraining. Das Konzept ging auf. Mit freiem Kopf ("Den habe ich, seit Schwimmen nicht mehr das wichtigste ist in meinem Leben") und etwas Glück (Favorit Carsten Dehmlow wurde wegen Fehlstarts disqualifiziert) qualifizierte sich der Post-Schwimmer als Vierter für die EM-Staffel, obwohl ihn zwei Wochen vor den nationalen Kurzbahn-Titelkämpfen mal wieder ein Infekt erwischte. Doch mit Wehwehchen weiß er umzugehen. Dass ihm nun vier Tage vor dem Abflug nach Valencia ein vereiterter Backenzahn gezogen und die Wunde genäht werden musste, wird er ebenfalls wegstecken.
Guske und seine 18 DSV-Kollegen betreiben in Spanien die erste Wiedergutmachung für Olympia. Zum Sydney-Abschneiden sagt der Leipziger: "Es gab viele Fehler, jeder soll sich da an die eigene Nase fassen. Das grundsätzliche Problem des deutschen Sports ist, dass mit wenig Aufwand das Maximale erreicht werden soll." Als Fehler des DSV betrachtet er, dass der Nachwuchs kaum motiviert wird. So könne er nicht verstehen, dass René Kolonko als deutscher Vizemeister im Sommer nicht zur EM durfte, dass Sindy Buckmann (beide SSV Leutzsch) trotz erfüllter Norm aus dem Bundeskader flog. Was auch immer in Valencia heraus kommt es wird schon bald vergessen und als "nur kurze Bahn" abgetan sein. Auch das findet Guske nicht okay: "Schwimmen findet nicht nur alle vier Jahre statt. Nur über die Meisterschaften dazwischen können wir uns hoch arbeiten, um bei Olympia zu bestehen."LVZ2000-12-13
Schwimmer sprinten in der "Grünauer Welle"Leipziger für Sächsische Kurzbahnmeisterschaft gerüstet
Peter Stephanie (Post SV; Jg. 87), Wiebke Schwelnus (SC DHfK; Jg. 89) und Franziska Gröppel (SSV Leutzsch; Jg. 88) waren bei der jüngsten Leipziger Bezirkssprintmeisterschaft die herausragenden Schwimmer. Denn die drei Sportler schafften das Kunststück, in ihren Jahrgängen jeweils alle vier 50-m-Strecken zu gewinnen.
Erneut für Aufsehen sorgte auch "Quereinsteigerin" Teresa Köpping (Post SV). Denn die 15-jährige Synchronschwimmerinnen stellte ihre Schwimmkünste eindrucksvoll unter Beweis und konnte die 50 Freistil und 50 Rücken im Jahrgang 84/85 gewinnen. Ihre 50-m-Freistilzeit von 27,95 reichte in der offenen Wertung sogar aus, sich zwischen Vanessa Ferrabone (Post, 1. Platz) und vor Sabine Klenz (SSV Leutzsch) zu schwimmen.
Der Traditionswettkampf des Leipziger Schwimmsportverbandes wurde von Lok Mitte ausgetragen und war gleichzeitig der letzte Test für die Leipziger Sprinter. Denn bereits am Wochenende werden in der Schwimmhalle "Grünauer Welle" die sächsischen Kurzbahnmeisterschaften ausgetragen. Die Grünauer Schwimmhalle bleibt daher für die Öffentlichkeit an diesem Wochenende geschlossen.LVZ2000-11-17
Leutzscher vorn, doch Post schwimmt zum Pokal – Verschiedene Ziele beim nationalen Team-Wettbewerb.
Doppelsieg beim Landesfinale des Deutschen Mannschaftswettbewerbs, doch die Freude bei den Schwimmern aus Leutzsch hielt sich stark in Grenzen. Das zweite Damen- und Herrenteam des SSV waren am Wochenende in der Schwimmhalle Kirschbergstraße nicht zu stoppen. Zumindest der Herren-Pokal wird jedoch nächstes Wochenende (wieder) zum Titelverteidiger und Gastgeber Post SV Leipzig wandern, der in beiden Konkurrenzen Rang zwei erreichte.
In Leutzsch ist niemand traurig darüber, denn hier haben diese Titel den gleichen Wert wie eine goldene Ananas. Die Zähler, die ein Schwimmer bei den Landesfinals für das zweite Team erkämpft, werden wieder gelöscht, wenn der Aktive ein Wochenende später für die erste Mannschaft in der Bundesliga auf den Startblock steigt. Konkretes Beispiel: Sebastian Halgasch holte über 200 m Schmetterling und 200 m Freistil insgesamt 1456 Punkte. Diese werden den Leutzschern abgezogen, wenn Halgasch in den nächsten Tagen für die erste Mannschaft des SSV im Einsatz ist. Ob auch das Frauenteam von Punktabzügen betroffen ist, war noch nicht abzuschätzen.
Dies wussten die Leutzscher aber im Vorfeld und sie nahmen den bevorstehenden Titelverlust äußerst gelassen hin. "Unsere größte Aufgabe ist der Klassenerhalt der ersten Mannschaft", erklärte Andreas Knauf, Übungsleiter der "Reserve". Dieser Mannschafts-Wettbewerb sei ideal, um jene Schwimmer zu testen, die vor dem Sprung in den A-Kader stehen. "Wir probieren auch viel auf Nebenstrecken aus", machte Knauf klar.
Der SV Lok Leipzig-Mitte schickte nach dreijähriger Abstinenz wieder ein Team ins Rennen, doch der Gesamtsieg war nicht das geforderte Ziel. Die Standortbestimmung sei viel wichtiger, betonten die Lok-Verantwortlichen. "Wir legen ein höheren Wert auf Einzelmeisterschaften, und es sind viele persönliche Bestzeiten erzielt worden", freute sich Trainer Hubertus Frömter.
Richtig auf den Teamwettbewerb vorbereitet haben sich indes die Schwimmer des Post SV. "Für uns gehört diese Veranstaltung zu den wichtigsten des Jahres", meinte Kapitän Uwe Bodusch. "Von jung bis alt ist alles dabei. Geschwommen wird für die Mannschaft und nicht für sich", meinte er anschließend. Deswegen sind alle Post-Schwimmer nun in der Rolle des "lachenden Zweiten", wenn auch der Titel noch in Leutzsch ist. Dass der Post SV aber den Pokal wieder erhält und somit einen lupenreinen Hattrick schafft, daran zweifelt keiner mehr.Jeroen van der Hoef2000-01-24