Aaliyah Schiffel, Jonas Clauß & Luis Baumeister gewinnen DJM-Medaillen in Berlin

Auch am dritten Tag der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin sammelten die Leipziger Talente wieder Medaillen. Drei Podestplätze fuhren die jungen Schwimm-Asse ein und schraubten die Edelmetallausbeute damit auf nun schon 15 Plaketten. 

Einen starken Auftritt legte über die 100m Brust Aaliyah Schiffel hin. In 1:10,40 Minuten steigerte sie nicht nur ihre eigene Bestzeit um mehr als eine Sekunde und holte damit die Silbermedaille im Jahrgang 2006. Aaliyah unterbot sogar die Normzeit für die Junioren-Europameisterschaften. Der Wermutstropfen: Nicht nur die vor ihr platzierte Magdeburgerin Laura Feldvoss, sondern auch deren ein Jahr jüngere Vereinskollegin Jette Koch knackten ebenfalls die Norm und waren dabei schneller als unser SSG-Ass. Da eigentlich nur zwei Athletinnen pro Strecke für die Junioren-EM mitgenommen werden sollen, bleibt nun abzuwarten, wie die Nachwuchsbundestrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes sich entscheiden. Egal, was diese am Ende sagen: Aaliyah hat heute gezeigt, dass sie das Zeug fürs Junioren-Nationalteam hat!

Eine weitere Medaille gab es am Donnerstag auch für Jonas Clauß, der über die 400m Lagen in 4:33,51 Minuten Silber im Jahrgang 2004 erschwamm. Mit vier Podestplätzen ist er derzeit der fleißigste Medaillensammler im Leipziger Team. Den Sprung aufs Treppchen schaffte zudem Luis Pepe Baumeister, der damit von seiner Meisterschaftspremiere ebenfalls eine Medaille mit nach Hause bringen wird. Er belegte über die 100m Brust bei den 2009ern in 1:14,75 Minuten Rang drei. 

Nicht viel fehlte heute bei Sophie Luschnitz, die über die 100m Brust in 1:14,10  Minuten als Vierte im Jahrgang 2008 nur um knapp drei Zehntel am Podium vorbei schrammte. Über die 100m Brust stand zudem Luise Kotte (6. – 2007 – 1:14,73) im Finale. In den weiteren Endläufen waren über die 400m Lagen Olivia Nala Wenzl (5. – 2008 – 5:11,91), Karl von Thun (7. – 2005 – SV 1919 Grimma – 4:43,20),  Janek Thorben Reyher (8. – 2007 – 4:50,36) und Ben Bodusch (8. – 2008 – 5:00,16) am Start. Über die 200m Freistil hatten Selina Müller (7. – 2006 – 2:06,91),  Arnim Hesse (7. – 2009 – 2:09,74) und Kristian Kyziridis (8. – 2007 – 2:01,90) den Sprung unter die Top Acht geschafft.

In der Teamwertung rangiert die SSG Leipzig weiterhin auf einem Podestplatz. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die letzten beiden Wettkampftage entwickeln.

Bildnachwies: SSG Leipzig

Liebe Mitglieder des Postschwimmverein Leipzig e.V.,

wir möchten Euch hiermit recht herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung einladen.
Die Mitgliederversammlung wird wie folgt stattfinden:

Wann: Dienstag, 28. Juni 2022
18.30 Uhr

Wo: Uni Schwimmhalle
Mainzer Straße
04109 Leipzig
Seminarraum im Keller

Vorläufige Tagesordnung:

  1. Begrüßung/Genehmigung der Tagesordnung
  2. Bericht des Vorstandvorsitzenden
  3. Bericht Vorstand Sport
  4. Bericht Vorstand Finanzen
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Diskussion zu den Berichten
  7. Entlastung des Vorstandes
  8. Ausblick 2022 und Sonstiges

Mit sportlichen Grüßen

Der Vorstand

Die Schwimm-Talente der SSG Leipzig werden schon nach zwei Tagen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin zu Stammgästen auf dem Siegerpodest. Fünf weitere Medaillen gab es heute, womit das erste Dutzend an DJM-Plakette in diesem Jahr voll gemacht ist. Gleich zweimal durfte Jonas Clauß aufs Treppchen steigen.

Direkt zum Auftakt des Finaltages lieferte er über die 800m Freistil in 8:13,58 Minuten eine bärenstarke Leistung ab und krönte sich damit zum neuen bundesweiten Champion im Jahrgang 2004. Seine erst im April aufgestellte persönliche Bestleistung pulverisierte er dabei um brutale 13 Sekunden! Damit nicht genug: Wenig später stand er auch über die 200m Lagen (2:09,04) auf dem Block und schwamm hier zu Bronze. Da Jonas am Dienstag bereits Silber über die 1500m eingefahren hatte, darf er nun bereits einen kompletten Medaillensatz sein Eigen nennen.

Die zweite DJM-Medaillen gab es heute für Louis Schubert (2004), der nach seinem gestrigen Triumph über die 200m Schmetterling diesmal in 24,86 Sekunden als Zweiter über die 50m-Strecke in dieser Schwimmart anschlug. Beeindrucken konnte auch Arnim Hesse, der bei seinen ersten Deutschen Jahrgangsmeisterschaften direkt bei den 2009ern über die 100m Rücken (1:04,39) aufs Podest schwamm und sich dort die Silbermedaille umhängen lassen konnte.

Auch für Sascha Macht  gab es heute Silber. Im Jahrgang 2006 belegte er in einem starken Finale über die 200m Lagen in 2:07,03 Minuten Rang zwei. Beinahe hätte es weiteres Edelmetall für das Multitalent gegeben, doch über die 100m Rücken schrammte Sascha in 58,89 Sekunden nur um drei Hundertstel am Podest vorbei. 

Mit Lius Pepe Baumeister (5. 200m Lagen – 2009 – 2:26,10), Paul Klass (5. 200m Lagen – 2004 – 2:10,88), Carlotta Waizmann (5. 50m Schmett. – 2009 – 29,47), Olivia Nala Wenzl (7. 100m Rücken – 2008 – 1:08,70), Selina Müller (7. 100m Rücken – 2006 – 1:06,78) sowie Janek Thorben Reyher (8. 800m Freistil – 2007 – 8:52,79), Karl von Thun (8. 800m Freistil – SV 1919 Grimma – 8:43,08), Aaliyah Schiffel (8. 100m Rücken 2006 – 1:06,81) und Tessa Hamann (8. 50m Schmetterling – 2009 – 0:29,86) gelang heute acht weiteren Leipzigern der Sprung unter die Top Acht. 

Sie trugen damit ebenfalls Punkte für die Mannschaftswertung bei. In dieser belegt die SSG Leipzig derzeit einen beeindruckenden zweiten Platz nur knapp hinter dem Team vom Bundesstützpunkt aus Magdeburg und vor der Bundesstützpunktmannschaft aus Essen. Unsere Talente sind also auf dem besten Weg, auf nationaler Ebene mal wieder ein Achtungszeichen zu setzen!

Bildnachwies: SSG Leipzig

Was für ein fulminanter Auftakt der jungen Schwimm-Asse vom Leipziger Landesstützpunkt bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin. Beeindruckende sieben Medaillen fuhren sie am ersten Tag der Titelkämpfe ein. Zweimal glänzten die Plaketten goldfarben: Über die 50m Brust der Damen krönte sich Aaliyah Schiffel in einem packenden Finale bei den 2006ern nach 32,91 Sekunden zur Deutschen Jahrgangsmeisterin. Kurz zuvor hatte Louis Schubert das 2004er Finale über die 200m Schmetterling für sich entschieden. Der bereits für die Junioren-EM im kommenden Monat qualifizierte Leutzscher lieferte dabei in 2:01,39 Minuten die mit Abstand schnellste Zeit des gesamten Feldes ab.

Für den Auftakt des Medaillenregens hatte heute Jonas Clauß (2004) gesorgt, der über die 1500m Freistil in 15:41,21 Minuten Vize-Champion wurde. Mit einer starken letzten Bahn schwamm über die 200m Schmetterling auch Lilja Aline Hamann (2006 – 2:17,66) zu Silber. Gleiches gelang auf dieser Distanz Carlotta Waizmann (2009 – 2:28,21) und Kristian Kyziridis (2007 – 2:06,73). Komplettiert wurde die Silberausbeute durch Sophie Luschnitz, die bei den 2008ern über die 50m Brust nach 33,68 Sekunden als Zweite anschlug. 

Mitten drin im Kampf um die Medaillen waren heute auch Nele Clauß (2008 – 2:26,65) und Hannah Vollmer (2005 – 2:21,66) über die 200m Schmetterling sowie Sascha Macht (2006 – 0:52,26) über die 100m Freistil, die am Ende jeweils vierte Plätze belegten. In den Jahrgangsfinals durften sich am Dienstag zudem Karl von Thun (6. 200m Schmetterling – 2005 – SV 1919 Grimma 2:08,88), Luise Kotte (8. 50m Brust – 2007 – 0:34,09) und Lius Pepe Baumeister (8. 50m Brust -2009 – 0:34,32) präsentieren. 

Der Start in die Meisterschaften ist also gelungen und unsere Talente können mit kräftigem Schwung in die weiteren Wettkampftage gehen!

Bildnachweis: Thesportpicturepage

Liebe Mitglieder des Postschwimmverein Leipzig e.V.,

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Die Mitgliederversammlung wird wie folgt stattfinden:

Wann:                  Dienstag, 28. Juni 2022

18.30 Uhr

Wo:                      Uni Schwimmhalle

                              Mainzer Straße 

                              04109 Leipzig

                              Seminarraum im Keller

Vorläufige Tagesordnung:

1.                          Begrüßung/Genehmigung der Tagesordnung

2.                          Bericht des Vorstandvorsitzenden

3.                          Bericht Vorstand Sport

4.                          Bericht Vorstand Finanzen

5.                          Bericht der Kassenprüfer

6.                          Diskussion zu den Berichten

7.                          Entlastung des Vorstandes

8.                          Ausblick 2022 und Sonstiges

Mit sportlichen Grüßen

Der Vorstand

Lange haben sie darauf hingearbeitet, etliche harte Trainingseinheiten abgespult und sich in Form gebracht. Nun ist es soweit: Am Dienstag beginnen in Berlin die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2022. Mit dabei sind auch 37 Talente des Leipziger Schwimmstützpunktes (auf dem zugehörigen Bild ist natürlich nur ein Teil des Teams zu sehen).

Die jungen Schwimm-Asse der Jahrgänge 2004 bis 2009 bilden damit eines der größten Teams bei den nationalen Nachwuchstitelkämpfen. Auf der Tribüne dürften die Messestädter, deren blaue Shirts schon zum Markenzeichen und als „Blaue Wand“ bekannt wurden, also nicht zu übersehen sein. Diesmal zieren die Trikots der Talente nicht nur die Goldsponsoren-Aufdrucke der KSW Gruppe und Stiemer GmbH. Unterstützung bekommt das DJM-Team erneut auch von der METEC GmbH, die wie schon bei zurückliegenden Wettkämpfen erneut als Eventsponsor mit an Bord ist.

Auch im Schwimmbecken wollen die Leipziger natürlich auf sich aufmerksam machen und haben einige heiße Eisen im Feuer. Unter ihnen sind mit Sascha Macht, Lilja Aline Hamann und Aaliyah Schiffel (alle SSG Leipzig) auch drei Titelverteidiger der zurückliegenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Zum Team gehört erneut auch Louis Schubert, der sich bereits für die Junioren-Europameisterschaften im Juli qualifizieren konnte. Vielleicht bekommt er dort sogar Gesellschaft vom heimischen Stützpunkt. Bei der DJM in Berlin gibt es erneut die Chance, sich für die Junioren-EM-Mannschaft zu empfehlen. Eine Kandidatin dafür ist Lilja Aline Hamann, die im Frühjahr bereits bis auf eine halbe Sekunde an die Normzeit fürs Nachwuchsnationalteam heran kam.

Uns erwarten also ein paar spannende Tage in der Bundeshauptstadt, die das Leipziger Team bei den Jahrgangsmeisterschaften 2021 mit 30 Medaillen verließ. Am Samstag werden wir wissen, wie viel Edelmetall, Bestzeiten und Erfahrungen diesmal mit im Gepäck nach Hause sind.

Bildnachwies: SSG Leipzig

Gut, dass der Anfahrtsweg für die Talente der SSG Leipzig nicht allzu weit war, denn von den Süddeutschen Meisterschaften am Wochenende brachten sie reichlich Zusatzgepäck mit nach Hause. Bei den älteren Jahrgängen und in der offenen Klasse, deren Titelkämpfe in Riesa ausgetragen wurden, gab es insgesamt neun Titel und 28 Medaillen zu verbuchen – davon konnten sechs Plaketten sogar in der offenen Klasse erschwommen werden. 

Für das Highlight des Wochenendes sorgte Jasmin Fischeder, die im offenen Finale über die 50m Brust in 33,75 Sekunden hauchdünn als Erste die Hände an der Wand hatte und sich damit zur neuen Süddeutschen Meisterin krönte. Über die doppelte Strecke gelang es ihr zudem die Altersklassenwertung im Jahrgang 2004 für sich zu entscheiden. 

Bei den zwei Jahre jüngeren Athletinnen tat es ihr Aaliyah Schiffel über die 100m Brust gleich und sicherte sich ebenfalls den Jahrgangstitel. Später legte sie im Finale sogar noch eine Schippe drauf und wurde in 1:13,18 Minuten Zweite in der offenen Klasse. Zudem holte sie Bronze im „großen“ Finale über die 200m Lagen (2:27,01). Auch Louis Schubert sicherte sich einen Podestplatz im offenen Finale. Über die 100m Schmetterling wurde er in 55,76 Sekunden Süddeutscher Vizemeister. Zuvor hatte er bereits die Jahrgangswertung bei den 2004ern über diese Distanz für sich entschieden. 

Jeweils Bronze in der offenen Klasse gab es für Lilja Aline Hamann (200m Schmetterling, 2:21,24) und Antonia Schirmer (200m Rücken / 2:22,93), die zudem den Titel im Jahrgang 2004 davontrug. Auch über die 200m Lagen und 100m Rücken war Antonia schneller als alle Altersgenossinnen. In die Meisterinnenliste trug sich zudem Jeanna Vu doppelt ein, die im selben Jahrgang die 100 und 200m Schmetterling gewann. 

Einige Kilometer elbaufwärts ging es in Dresden bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften für die jüngeren Talente rund. Hier konnten das Leipziger Team 18 Podestplätze feiern. Besonders stark präsentierte sich Arnim Hesse, der im Jahrgang 2009 das Triple über die 50, 100 und 200m Rücken holte. Titel gab es zudem für Elias Himmelsbach (2010 – 50m Schmetterling) und Kim Carlo Fischer (2006 – 200m Schmetterling). Bereits in zwei Wochen sind viele der jungen SSG-Asse erneut gefordert: Vom 24. bis 28. Mai stehen in Berlin die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf dem Programm.

Bildnachweis: SSG Leipzig

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat die beiden Leipziger Olympiateilnehmer Marek Ulrich und David Thomasberger ins Nationalteam für die Schwimm-Europameisterschaften 2022 berufen. Die Spitzenschwimmer der SSG Leipzig werden die Messestadt bei den vom 11. bis 13. August in Rom stattfindenden Titelkämpfen auf der internationalen Bühne vertreten.

Obwohl beide zum festen Kreis der deutschen Spitze zählen, war der Sprung ins EM-Team für keinen von ihnen eine Selbstverständlichkeit. David Thomasberger musste in dieser Saison lange Zeit verletzungs- und krankheitsbedingt pausieren, meldete sich aber in der Qualifikationsphase vor wenigen Wochen eindrucksvoll zurück. Über seine Paradestrecke 200m Schmetterling gelang es ihm, die vom DSV geforderte EM-Normzeit zu unterbieten und sich damit sein Ticket nach Rom zu sichern. „Die Saison war bis jetzt alles andere als einfach für mich, umso glücklicher bin ich über diese Nominierung“, teilt Thomasberger mit.

Marek Ulrich musste mit dem Koffer packen bis zur heutigen Nominierung warten. Der mehrfache Deutsche Meister hatte über die 100m Rücken die EM-Norm um eine hauchdünne Hundertstelsekunde verpasst. Die Verbandsverantwortlichen drückten dennoch ein Auge zu und beriefen ihn ins Team für die Europameisterschaften. „Mit Marek Ulrich wurde ein weiterer Rückenschwimmer zur Absicherung der Lagen- und Lagen-Mixed-Staffel nominiert, mit denen wir uns mit Blick auf Paris 2024 olympische Finalchancen erarbeiten wollen“, erklärte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann die Nominierung des SSG-Schwimmers.

Damit richtet sich der Blick von Ulrich und Thomasberger nun voll auf die EM im Sommer. „Jetzt heißt es weiter im Wasser sowie an Land hart zu trainieren, um mich dann überraschen zu lassen, was alles noch nach drei Monaten möglich ist“, meint Marek Ulrich, für den ebenso wie für David Thomasberger Ende Juni die Deutschen Meisterschaften als Formtest auf dem Weg nach Rom im Kalender stehen.

Auch in diesem Jahr wird die SSG Leipzig auf der internationalen Bühne des Schwimmsports vertreten sein! Bei den Swim Open in Berlin konnte sich der Olympiateilnehmer David Thomasberger das Ticket zu den im August in Rom stattfindenden Europameisterschaften sichern. Über die 200m Schmetterling holte der mehrfache Deutsche Meister in 1:57,13 Minuten klar den Sieg und blieb damit auch unter der EM-Norm. 

„Ich weiß gar nicht so richtig, woher das denn kam“, meint David lachend zur Normerfüllung, mit der er sich selbst wohl am meisten überraschte. Die Qualifikation fürs Nationalteam war in dieser Saison alles andere als selbstverständlich für ihn. Mehrer Monate lang fiel er aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen aus, verbrachte mehr Tage außerhalb des Beckens als im Trainingspool. „Ich konnte nur 6 Wochen am Stück trainieren und da auch meist nicht allzu intensiv. Daher bin ich selbst überwältigt und begeistert, dass es geklappt hat.“ 

Möglicherweise half es, dass er sich selbst ein wenig den Druck von den Schultern nahm. „Mitte Februar hatte ich die Saison eigentlich bereits abgehakt und habe versucht, mich schon auf die kommende zu konzentrieren.“ Dies habe ihm mental gut getan und die Erleichterung war deutlich zu spüren. „Ich habe die sechs Wochen dann einfach gut genutzt und je näher es auf den Wettkampf zuging, umso besser fühlte ich mich.“ Die Kunst, dieses gute Gefühl auch ins Wettkampfbecken zu bringen, ist ihm am Samstag bestens gelungen.

Und er wird nicht der einzige „Internationale“ Leipziger in diesem Jahr sein. Im Fahrwasser von Thomasberger durfte sich auch sein Trainingskollege Louis Schubert freuen. Zwar schrammte er im Finale über die 200m Schmetterling auf Platz vier knapp am Podest vorbei. In 2:01,02 Minuten erfüllte er aber die Normzeit für die Junioren-Europameisterschaften, die im Juli in Otopeni, einem Vorort der rumänischen Hauptstadt Bukarest, stattfinden werden. Ein weiteres Aushängeschild der Trainingsgruppe von Coach Frank Embacher darf noch hoffen: Marek Ulrich verfehlte zwar bereits in der vergangenen Woche in Heidelberg über die 100m Rücken die EM-Norm um nur eine Hundertstel und hatte in Berlin im Rennen um den Platz als Startschwimmer der deutschen Lagenstaffel das Nachsehen gegenüber dem Lokalmatadoren Ole Braunschweig. Am Montag startet Ulrich aber noch einen weiteren Qualifikationsversuch. Dazu sind er und Thomasberger heute extra direkt aus der Bundeshauptstadt zu den Swim Open nach Stockholm gereist. In einem mit Weltklasseschwimmer gespickten Feld werden die SSG-Asse dann noch einmal ins Wettkampfbecken gehen. Sollte es Ulrich hier gelingen, schneller als Ole Braunschweigs bisherige Leistungen zu sein, winkt ihm sogar die Nominierung für die Weltmeisterschaften als Startschwimmer der deutschen Lagenstaffel.

Die SSG-Kollegen der beiden rundeten derweil am Sonntag das starke Wettkampfergebnis in Berlin ab. In den zurückliegenden Tagen überzeugten auch die Youngsters mit Spitzenleistungen. So schwamm unter anderem Lilja Aline Hamann über die 200m Schmetterling in 2:15,95 Minuten bis auf eine halbe Sekunde an die Norm für die Junioren-EM heran. Dafür wurde sie mit Bronze in der offenen Klasse belohnt. Weitere Podestplätze in der offenen Wertung gab es für Yannis Merlin Willim (2. – 200m Brust – 2:13,95), Jasmin Fischeder ( beide SSG, 3. – 50m Brust – 33,23) und Louis Dramm (Dresdner Delphine, 3. – 800m Freistil – 8:13,44 / 400m Freistil – 3:55,20). In den A-Finals waren zudem Mateja Vasic (DLRG Wernigerode), Tim WilsdorfSascha MachtJonas Clauß und Aaliyah Schiffel  (alles SSG Leipzig) vertreten. Während sie allesamt nun die Heimreise antreten, wird es am Montag also nochmal ernst für Marek Ulrich. Die gesamte SSG-Crew wird fest die Daumen drücken.

Bildnachweis: „SSG Leipzig“


Lange mussten sie sich gedulden, doch am vergangenen Wochenende durften sich die jüngsten Talente des Leipziger Schwimmstützpunktes endlich erstmals auf nationaler Bühne beweisen. Bei den zuvor mehrfach coronabedingt verschobenen Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Dortmund konnten Carlotta Waizmann und Tessa Hamann von der SSG Leipzig sogar aufs Podest schwimmen. Im Jahrgang 2009 holte Carlotta Silber im Rückenmehrkampf und kam dabei sehr nah an den Gesamtsieg heran. Bei den „Schmetterlingen“ tat es ihr Tessa gleich und sicherte sich ebenfalls Platz zwei. Stark war hier auch Paulina Vogt, die Vierte wurde, ebenso wie Lius Pepe Baumeister bei den männlichen Brustspezialisten. 

Gefordert war dabei Vielseitigkeit, denn für den Kampf um die Meistertitel reichte es nicht, lediglich einmal schnell zu sein. Stattdessen mussten sich die Talente über die 50m-Beine sowie 100 und 200m ihrer favorisierten Schwimmart beweisen und zudem die 200m Lagen und 400m Freistil absolvieren. Die erzielten Punkte wurden am Ende addiert. Beeindruckend dabei: Bei den insgesamt 65 Einzelstarts der 13 jungen SSG-Asse gab es stolze 67 Bestzeiten. Eine eigentlich unmögliche Quote, die dadurch erreicht wurde, dass zum Teil sogar bei Zwischenzeiten neue persönliche Rekorde geschwommen wurden.  Das starke Abschneiden bedeutet übrigens nicht, dass sich die SSG-Talente nun zurücklehnen können. Die 2009er Jahrgänge sind Ende Mai erneut gefordert. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin dürften sie dann auf einige Konkurrenten des vergangenen Wochenendes treffen. Dass sie sich gegen diese behaupten können, haben sie in den zurückliegenden Tagen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

2010:2009:
Schmetterling (w): 8. Mercedesz LißnerSchmetterling (w): 2. Tessa Hamann
Rücken (w): 16. Maja Magdalena BergerSchmetterling (w): 4. Paulina Vogt
Brust: (w): 7. Ronja StodolkaRücken (w): 2. Carlotta Waizmann
Rücken (m): 8. Henry HarnischRücken (w): 11. Marie Luise Otto
Rücken (w): 16. Atiya Sophie Bolz
Schmetterling (m): 11. Marlon Jung
Rücken (m): 18. Arnim Hesse
Brust (m): 4. Lius Pepe Baumeister
Kraul (m): 15. Niels Hacker

Bildnachweis: „SSG / Annette Schultetus“