GOLD! SSG-Schwimmer Yannis Willim wird Deutscher Meister
Achtungszeichen zum Saisonauftakt! Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal hat sich Yannis Merlin Willim von der SSG Leipzig den Titel über seine Paradestrecke 200m Brust gesichert. Mit seiner Zeit von 2:10,11 Minuten hielt er am letzten Tag der Kurzbahn-DM den Rest des Feldes um mehr als anderthalb Sekunden hinter sich. Der 22-Jährige ist damit nun über die 200m Brust amtierender Deutscher Meister auf der Lang- und Kurzbahn. Im Juni hatte er auch bei der Schwimm-DM im 50m-Becken den Titel davon getragen.
„Wir hatten mit ihm ein heißes Eisen im Feuer und das hat sich bestätigt“, so Trainer Frank Embacher. „Das war natürlich ein toller Abschluss der Meisterschaften.“ Zuvor hatte Willim bereits über die 50m Brust im Finale gestanden und in 28,46 Sekunden den achten Platz belegt. Zudem entschied er in 1:00,87 Minuten das B-Finale über die 100m Brust für sich.
Aus dem kleinen vierköpfigen Leipziger Team durfte sich auch Louis Schubert im A-Finale präsentieren. Der Leutzscher wurde über die 200m Schmetterling (2:02,59) Sechster. Zudem belegte er Platz zehn über die 100m Schmetterling (55,33) und Platz 14 über die 50m Schmetterling (25,11).
Das junge SSG-Talent Jeanna Vu konnte sich in Wuppertal viermal in die B-Finals schwimmen. Über die 100m Lagen (12. – 1:05,31), 200m Schmetterling (13. – 2:20,13), 400m Lagen (15. – 5:04,19) und die 200m Lagen (16. – 2:22,97) war die 17-Jährige im Einsatz.
Erstmals zum Leipziger Team zählte in Wuppertal zudem Mateja Vasic. Der noch für die DLRG Wernigerode startende Neuzugang schwamm über die 100m Rücken (13. – 56,94) und die 100m Lagen (16. – 59,00) im B-Finale.
„Wir haben die Meisterschaften auch dazu genutzt, um den Neuen in der Trainingsgruppe die Gelegenheit zu geben, auf dieser Ebene Erfahrungen zu sammeln“, meint Coach Embacher. „Mit mehreren Finalteilnahmen war es ein ordentliches Ergebnis. Uns war aber klar, dass man nach dreieinhalb Wochen noch nicht dort sein kann, wo wir hin wollen. Wir haben unsere Reserven gesehen und wissen, woran wir jetzt arbeiten müssen.“
Bildnachwies: SSG Leipzig
Schwimmer steigen normalerweise höchstens mal auf den Startblock, für die Wasserratten vom Leipziger Stützpunkt ging es in dieser Woche aber etwas höher hinaus. Mit Sonne, Grillgenuss und einer Kletterpartie in der Boulderhalle BLOC NO LIMIT wurde die neue Saison eingeläutet – und einige neue Gesichter begrüßt.
Insgesamt 15 junge Talente der Schulklasse 5 stoßen zum Stützpunkt hinzu. Und für sie gibt es auch am Beckenrand einen Neuzugang: Mit dem Saisonstart hat die weltbekannte Olympiasiegerin Dagmar Hase die jüngste Trainingsgruppe des Leistungssportzentrums übernommen. „Ich freue mich auf die Herausforderung und die Zusammenarbeit mit dem Team hier in Leipzig“, schaut die einstige Starschwimmerin voraus. In den 90er Jahren bestimmte Hase die Weltspitze auf den Kraulstrecken mit und holte beeindruckende sieben Medaillen bei Olympischen Spielen. Ihren Erfahrungsschatz brachte sie bisher in Magdeburg ein. Dort trainierte Hase ebenfalls die Schwimmer der jüngeren Jahrgänge.
„Wir freuen uns, mit ihr eine tolle Verstärkung unseres Trainerteams willkommen heißen zu dürfen“, kommentiert Matthias Macht, Sportvorstand der SSG Leipzig, die Verpflichtung von Dagmar Hase, die die sprichwörtliche Stoppuhr vom bisherigen Coach der Jüngsten, Mike Baumann, übernimmt. Wertschätzend meint Matthias Macht: „Mike Baumann hat in den zurückliegenden Jahren eine tolle Arbeit geleistet und die Kids mit viel Engagement, Kreativität und Kompetenz betreut. Dafür sind wir sehr dankbar.“
Diese Kreativität war besonders im zurückliegenden Jahr gefordert. Die Corona-Pandemie brachte vor allem für die ganz Jungen am Leipziger Schwimmstützpunkt immer wieder Einschränkungen mit sich. Dank toller Konzepte, wie der standort-internen Schwimm-Liga „ISL“ konnte dennoch für Motivation gesorgt werden und auch die ganz Großen haben gezeigt, dass sie Corona zum Trotz zu Spitzenleistungen fähig sind. „Wir blicken auf eines der erfolgreichsten Jahre für den Leipziger Schwimmsport in der jüngeren Vergangenheit zurück“, so Matthias Macht. Die SSG Leipzig hatte mit David Thomasberger, Marek Ulrich und der in Neckarsulm trainierenden Marie Pietruschka nicht nur drei Asse bei den Olympischen Spielen am Start. Auch im Anschlussbereich konnte man glänzen und mit Timo Sorgius sowie Louis Schubert zwei Athleten zu den Junioren-Europameisterschaften entsenden. Von dort brachte Timo, der zudem in der vergangenen Saison mehrfacher Deutscher Meister wurde, auch Edelmetall mit zurück nach Leipzig.
Die Schützlinge von Dagmar Hase dürften die Auftritte der Großen aufmerksam verfolgt haben und haben nun die Möglichkeit, sich am Stützpunkt von den Top-Athleten, aber auch von ihrer Trainerin einiges abzuschauen. Und vielleicht können Leipzigs Schwimmer so in Zukunft nicht nur an der Kletterwand, sondern auch im Schwimmbecken in neue Höhen vorstoßen.
Bildnachweis: SSG Leipzig
„Das waren jetzt nicht die Olympischen Spiele, die ich mein Leben lang im Kopf haben will. Deshalb heißt es jetzt, dass es weiter geht Richtung Paris.“ David Thomasberger hatte einiges zu verarbeiten nach seiner Olympiapremiere vor einigen Wochen. Über die 200m Schmetterling musste der Deutsche Rekordhalter bereits im Vorlauf die Segel streichen. Für ihn eine große Enttäuschung und nicht gerade das, was sich aus seinen Vorleistungen angedeutet hatte. Aber bereits mit dem Herausklettern aus dem Wettkampfbecken richtete er seine Augen auf die nächsten Spiele. Frisch aus dem Urlaub kommend, sprach das Schmetterling-Talent mit uns in der neuen Folge unseres Podcast „SSGehtnach Tokio“ über seine Erlebnisse in Tokio. Dabei erzählte er uns, welche Schritte er und sein Coach nun gehen werden, um in Paris 2024 unter den besten acht der Welt stehen zu können.

Neben unseren Athleten sorgt auch der heutige Podcast-Sponsor, die Reglerbau Klaus Fischer GmbH, für herausragende Leistungen. Das mittelständige Familienunternehmen baut nämlich Balkone. Der schönste Balkon, auf dem David Thomasberger in den vergangenen Wochen stand, war wohl der im Zimmer des Olympischen Dorfs. Die Eindrücke aus Tokio waren für ihn überwältigend. Die Sportanlagen, insbesondere das neu errichtete Tokyo Aquatics Centre ließen keinerlei Wünsche offen. Zumindest, wenn man von dem Wunsch absieht, dieses voll mit Zuschauern zu sehen. Unbeeindruckt von den Umständen konzentrierte sich David voll auf das, wofür er nach Japan gereist war – seine optimale Leistung auf den Punkt abzurufen. Das gelang dem Leipziger Schmetterling jedoch nicht ganz so wie geplant. Der Sprung ins Halbfinale blieb dem 25-jährigen als 17. knapp verwehrt. „Es war ein schönes Erlebnis, aber ich bin nicht zufrieden mit der Leistung“, konstatierte David im Podcast. Schon während des Rennens merkte er, dass es nicht so gut rutschte wie im Frühjahr in Heidelberg, wo er seinen Deutschen Rekord aufstellen konnte. Schon nach 100m wurde es schwer, die Frequenzen und den Abdruck hochzuhalten. Die letzte Bahn, die eigentlich zu seinen großen Stärken gehört, wurde dann leider mehr zu einer Qual, als zu einer Flugschau. Woran es gelegen hat, konnte er noch nicht genau sagen. Er und sein Trainer Frank Embacher vermuten, dass das Grundlagen-Ausdauer Training eventuell ein wenig zu früh herunter gefahren wurde und so zwar die nötige Lockerheit da war, der Körper jedoch hinten raus einfach nicht mehr die nötigen Reserven hatte. Bei zukünftigen Events wollen er und sein Trainer deshalb mit unterschiedlichen Vorbereitungen spielen und experimentieren. „Mir ist es egal, wenn dabei mal die eine oder andere Meisterschaft in die Hose geht. Ich will einfach wissen, was ich brauche, um international gut abzuschneiden“, erklärte Thomasberger optimistisch.
Nun steht für ihn aber erstmal ein vierwöchiger Bundeswehr-Lehrgang in Hannover an, bei dem er das Becken wohl nicht so häufig von innen sehen wird. Er freut sich auf die etwas anderen Herausforderungen, die ihn dort erwarten werden, bevor es danach wieder in die reguläre Vorbereitung geht. Wie ein Tag in der Kaserne üblicherweise aussieht und was sich die Bewohner seines Heimatortes Unterwellenborn als Würdigung für den Olympioniken noch ausgedacht haben, erfahrt ihr in der aktuellen Folge von „SSGeht nach Tokio“. Diese könnt ihr wie immer auf Spotify und ITunes hören.
Link Spotify: https://open.spotify.com/episode/0pw9O5p3XVs7xGQ8IgH5bw?si=zbt8UadNRryby2bKmLpiTg&dl_branch=1
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Zum Sponsor:
Die Reglerbau Klaus Fischer GmbH ist ein mittelständiges Familienunternehmen mit modernster Produktionsstrecke für hochwertige Balkonanlagen. Wir setzen auf flexible Lösungen, die genau auf die Wünsche unserer Kunden zugeschnitten sind, und dabei durch einen hohen Qualitätsanspruch bestechen. Bauvorhaben mit Aluminium & Aluminium-Betonbalkonen werden von uns ab der Planung bis zur Montage betreut. Ein zuverlässiger Service und regelmäßige Wartung runden unsere Dienstleistung kompetent ab. Mit unserer langjährigen Erfahrung sind wir einer der führenden Balkonhersteller in Deutschland
Nachdem die Olympischen Spiele in Tokio Millionen von Sportfans rund um den Globus begeistert habe, gab es am Wochenende auch ein wenig Sommerspiele-Flair in Leipzig. Mehr als 320 Gäste, darunter etliche Spitzensportler aus der Messestadt, Vertreter aus Sportpolitik und der Vereine sowie Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft empfingen beim 27. Olympiaball die Leipziger Tokio-Teilnehmer.
Mit dabei waren auch unsere SSG-Olympioniken Marie Pietruschka und Marek Ulrich. Für den dritten im Bunde, David Thomasberger, überschnitt sich der Olympiaball mit dem wohl verdienten Urlaub. Die anderen beiden nutzten die Gelegenheit auch, um ein wenig die Erfahrungen von Tokio zu reflektieren. Unsere Staffel-Finalistin Marie Pietruschka, die es bedauerte, dass die Spiele ohne Zuschauer stattfanden, meinte so zum Beispiel: „Trotz des fehlenden Flairs hat es viel Spaß gemacht. Es war das Highlight meiner Karriere und ich bin stolz, ein Teil des Olympischen Teams in Tokio gewesen zu sein.“
Marek Ulrich brachte von den Olympischen Spielen nicht nur spannende Erfahrungen sondern auch eine starke neue Bestzeit über seine Paradestrecke 100m Rücken mit zurück nach Hause. Für den 24-Jährigen, der 2017 eigentlich seine Karriere bereits beendet hatte, war es eine Bestätigung seines Comebacks: „Für mich hat es sich definitiv gelohnt, 2019 nochmal zum Leistungssport zurückzukehren – ich konnte das zusätzliche Jahr durch die Verschiebung optimal nutzen“, erzählt der Olympia-Halbfinalist.
Der Abend war für die hart arbeitenden Sportlerinnen und Sportler auch eine Gelegenheit, sich mal zurückzulehnen und einfach zu genießen. Ein buntes Rahmenprogramm von Luftakrobatik über eine Halbmondshow bis hin zu Jongleurskünsten nahm die Gäste mit auf eine Reise durch Vergangenheit und Zukunft Tokios. Bei der anschließenden Auszeichnung „Leipziger Sporthelden“ ehrte Leipzigs Oberbürgermeister und Schirmherr des Olympiaballs Burkhard Jung die Tokio-Asse. Eine verdiente Würdigung, die für so manchen auch eine Bekräftigung auf dem Weg nach Paris sein dürfte, wo in drei Jahren erneut Olympia gefeiert wird.
Es war eine überzeugende Leistung, mit der Marie Pietruschka ihren Auftritt bei den Olympischen Spielen in Tokio beendete. Mit der deutschen 4x200m-Freistilstaffel schwamm die Athletin der SSG Leipzig am Donnerstag auf den sechsten Platz des Finals in Tokio – das beste Ergebnis, das ein deutsches Quartett in den zurückliegenden 17 Jahren erzielen konnte. Die in Neckarsulm trainierende SSG-Athletin hatte maßgeblichen Anteil daran.
„Sechster Platz der Welt!“, freut sich Marie. „Wir haben heute alles gegeben, was drin war.“ In 1:58,36 Minuten lieferte sie die zweitbeste Zeit des deutschen Teams ab und verbesserte ihre Leistung aus dem Vorlauf. Ein gelungener Abschied aus Tokio. „Ich bin happy, dass ich mich noch einmal steigern konnte, weil ich nach dem Vorlauf doch ein wenig verunsichert war“, meinte die 26-Jährige, die im Finale schon auf den ersten 100m einen sehr guten Eindruck machte. „Es hat auf jeden Fall mega Spaß gemacht!“
So ganz wird sich Marie noch nicht aus den internationalen Gewässern verabschieden. Ab Ende August startet sie in der International Swimming League, der neuen Profiliga des Schwimmens, für das Team der Titelverteidiger Cali Condors aus den USA. „Darauf freue ich mich jetzt total“, erzählt sie vorausblickend und muss sich dann auch bereits ans Kofferpacken machen.
Während die Olympiafinalistin bereits morgen aus Tokio abreist, steht für ihren SSG-Kollegen Marek Ulrich noch ein Staffeleinsatz bevor. Am Donnerstag durfte er bereits die gemischte deutsche Lagenstaffel anführen und verhalf dem Team in 53,82 Sekunden als Rückenschwimmer zu Platz zehn. Zwar gab es damit kein Ticket für das Finale, doch das Team kam in 3:44,19 Minuten bis auf wenige Hundertstel an den Deutschen Rekord heran. Trotzdem sehen wir Marek morgen Nachmittag um 14:15 Uhr noch einmal als Staffelschwimmer in der Lagenstaffel der deutschen Herren und – sollten sich die Männer gut schlagen – dann noch einmal im letzten Finale der Olympischen Spiele 2021 in der Nacht zu Sonntag. Leipzigs Schwimmfans sollten also bis zur letzten Sekunde der Schwimmwettbewerbe in Tokio die Daumen drücken!
Bildnachweis: SSG Leipzig
