26.10.2011 – Olympia-Hoffnung trifft Olympia-Helden
Olympia-Hoffnung trifft Olympia-HeldenAls die MDR-Jump-Reporter Sarah von Neuburg und Lars-Christian Karde Leipzigs Schwimm-Talent Juliane Reinhold fragten, was ihr an Michael Phelps besonders gefällt, da rutschte der 17-Jährigen entwaffnend ehrlich heraus: „Er hat ’nen geilen Arsch." Diese Natürlichkeit imponierte den Morningshow-Moderatoren, genauso hatten die MDR-Zuschauer die mehrfache Junioren-Europameisterin im Sommer bereits in der Doku-Reihe „Jule am Start" kennengelernt. Letzten Freitag weckte das Jump-Team die Polizeischülerin und überraschte sie mit einem Treffen mit Franziska van Almsick beim Weltcup in Berlin. Zwei Stunden nahm sich die Ex-Weltmeisterin Zeit für Jule, beide schwatzten über Gott und die Welt. Am Ende brach Franzi eine Lanze für den Schwimmsport an der Pleiße: Leipzig habe Top-Bedingungen, Jule mit Oliver Trieb einen sehr guten Trainer. Und dass Jule sich zuerst auf ihre Ausbildung und dann wieder auf den Profisport konzentriert, sei genau richtig. Als der weltbeste Schwimmer aller Zeiten nach seinem Lagen-Triumph lächelnd an Jule vorbeiging, da packte sie die einmalige Gelegenheit beim Schopfe: Sie bekam eine ganze Foto-Serie mit dem 14-fachen Olympiasieger, was nur wenigen mit Michael Phelps gelingt. Das Wichtigste am Berlin-Ausflug: Die zuletzt gestresst wirkende Leipzigerin ist neu motiviert. Und Franzi schrieb ihr aufs Autogramm: „Ich glaube an dich!"LVZ2011-10-26
Der Postschwimmverein Leipzig trauert um
Jutta Weiß. Das Ehrenmitglied unseres Vereins ist vor wenigen Tagen im Alter
von 73 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Jutta hatte über Jahrzehnte
eine enge Bindung zu uns Post-Schwimmern. Die Ehefrau unseres im Jahr 2001 früh
verstorbenen Cheftrainers Hans-Georg Weiß hielt ihrem Mann in allen Lebenslagen
den Rücken frei, so dass er sich mit seinem beispielhaften Engagement um sein
größtes Hobby, den Schwimmsport, kümmern konnte. Oft begleitete und
unterstützte sie Hans auf den Wettkampfreisen der Post-Schwimmer und hatte so
stets engen und liebevollen Kontakt zu den Aktiven. Ihr Enkel Dirk Schlegel
gehört zu den engagiertesten und erfolgreichsten Masters-Schwimmern unseres Vereins.
Wir werden Jutta und Hans-Georg Weiß stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Herbst steht zweimal im Weltcup-FinaleSein Wochenend-Fazit fiel gut einen Monat vor den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften erwartungsgemäß aus. „Ich habe gemerkt, dass ich in den nächsten vier Wochen noch sehr viel tun muss. Vor allem die Qualität im Training reicht bislang noch nicht", sagte Stefan Herbst nach seinem Weltcup-Auftritt in Berlin, der zwei positive Überraschungen brachte. Denn entgegen seiner eigenen Vorhersage erreichte der Vorzeige-Schwimmer und Vorsitzende der SSG Leipzig zweimal das Finale, war über 100 m Rücken als Sechster sogar bester Deutscher.
In 52,87 s (Vorlauf-Dritter) und 52,82 s kam er bis auf neun Zehntel an seine elf Monate alte Bestzeit heran. „Das hat mich echt überrascht. Dennoch taten die letzten Meter sehr weh", sagte Leipzigs Sportler des Jahres 2010, der auf der halben Distanz in 24,30 s Siebter wurde. Seine Freistil-Auftritte über 100 und 200 m mit den Plätzen 19 und 14 unterstrichen den Nachholbedarf. Auf den Rückenstrecken fehlte der Magdeburger Helge Meeuw, zudem gilt für Herbst auch der Spruch von Paul Biedermann: „Die Kurzbahn kaschiert Defizite."
Unmittelbar nach seiner sechswöchigen Bundeswehr-Grundausbildung war der in Warendorf stationierte SSG-Kollege Tony Wiegmann mit den Plätzen 28 und 33 auf den Bruststrecken zufrieden. Über 50 m habe er mit neuer Bestzeit (28,76 s) ein Zeichen für die DM-Lagenstaffel der SSG gesetzt.LVZ2011-10-24
Nach erfolgreicher Sanierung öffnet die Schwimmhalle
Grünauer Welle am 1. November 2011 wieder für den Vereinssport.
Alle Trainingsgruppen die aufgrund der Sanierung derzeit in
anderen Schwimmhallen trainieren mussten, werden ab diesen Zeitpunkt wieder zu
ihren ursprünglichen Trainingszeiten trainieren.
Zwei SSG-Schwimmer beim Weltcup in BerlinDer dreifache Olympiateilnehmer Stefan Herbst und der deutsche Vizemeister Tony Wiegmann vertreten die Leipziger Farben an diesem Wochenende beim Kurzbahn-Weltcup der Schwimmer in Berlin. Beide SSG-Asse dämpften aber im Vorfeld die Erwartungen. Altmeister Herbst konnte im Vorfeld der Kurzbahn-Saison wegen eines Infektes zehn Tage kaum trainieren, er startet über 50 und 100 m Rücken sowie 100 und 200 m Freistil. Sportsoldat Wiegmann hat erst vor einer Woche seine Bundeswehr-Grundausbildung beendet. Rücken-Ass Lisa Graf (Trainingslager) und Lagenspezialistin Juliane Reinhold (Polizei-Ausbildung) verzichten auf einen Start.LVZ2011-10-22
Gute Stimmung beim SchwimmertreffenZum 7. Traditionstreffen des Leipziger Schwimmsports tauchten wieder viele bekannte Gesichter auf. Unter der Federführung des Förderkreises des SC DHfK wurde dieses Jahr besonders der 85. Geburtstag von Günter Knobloch – einer der erfolgreichsten deutschen Trainer – gefeiert. Er ebnete den Weg, dass Leipzig vor mehr als 40 Jahren zur europäischen Schwimm-Hochburg aufstieg und diesen Titel bis zur Wende verteidigte. Von seinen über vier Jahrzehnten Trainertätigkeit wirkte er von 1955 bis 1968 in Leipzig und anschließend in Rostock. Zu den bekannten Sportlern und Wegbegleitern seiner Zeit, die am Samstag im „Wasserfall" am Olympiastützpunkt mit ihm feierten, gehörten Gisela Engelhardt-Weiß, Jürgen Dietze, Jochen Herbst, Martina Abresch-Grunert, Peter Pohl, Manfred König und Uwe Neumann. Auch der schon verstorbene Horst-Günter Gregor und die nicht anwesende Heidi Pechstein entwickelten sich unter „Knobs" Fittichen zur Weltklasse. Die Gratulation nahm Förderkreis-Chefin Gerlind Braunsdorf vor. Darüber hinaus waren unter den 130 Gästen weitere bekannte Gesichter zu sehen wie Eva-Maria Hartmann-ten Elsen, Eva Herbst-Wittke, Elke Sehmisch, Roger Pyttel, Silke Morgenstern-Hörner, Anne-Katrin Neumann-Schott, Stefan Hetzer sowie vom Wasserspringen Uwe Fischer, Karsten Dornick und viele mehr. Wie jedes Jahr wurde viel gelacht: So sind die Schwimmer und Schwimmerinnen damals gleich als Trainingsgruppen zur Tanzstunde gegangen. Schließlich wollten sie sich ja beim umfangreichen Wassertraining keine Flossen wachsen lassen Allerdings sah das Tanzen „an Land" dann oft etwas schwerfällig aus und hatte so manche Lacher zur Folge.LVZ2011-10-12
Förderverein Vesch mit GeschäftsführerDer Leipziger Förderverein Vesch, der sich die Lobby-Arbeit für den Schwimmsport sowie die Akquise von Spendern und Sponsoren auf die Fahnen geschrieben hat, geht künftig mit einem Geschäftsführer in die Offensive. „All unsere Vorhaben im Ehrenamt zu stemmen, hat uns manchmal an die Grenzen gebracht", sagte der wieder gewählte Vorsitzende Thomas Buchmann. Als Geschäftsführer wurde daher Dennis Willkommen eingesetzt. Der 29-Jährige stammt aus Dresden und ist Inhaber einer Werbeagentur. Er steht kurz vor dem Abschluss seines Sportmanagement-Studiums und sammelte im Leipziger Sport unter anderem Erfahrungen im Organisations-Team des Volleyball-Events „Sachsen Beach" auf dem Augustusplatz.
Der Förderverein stellte seit 2005 für den Schwimmsport einiges auf die Beine. Ob Neujahrs- und Medaillenempfang, Verabschiedung der Athleten zu internationalen Wettkämpfen, Unterstützung von Trainingslagern und mit Trainingsmitteln – Vesch war stets mit von der Partie.LVZ2011-10-12
SSG-Sprinter in Findungsphase – Schwimmer Serghei Golban kämpft um Weltspitze, Staatsbürgerschaft und KonzentrationsfähigkeitSerghei Golban hat erstmals den KSW-Sprintcup des 22. internationalen DHfK-Schwimmfestes gewonnen. Der 18-Jährige setzte sich im wichtigsten Herrenwettbewerb in der Uni-Schwimmhalle mit einer Hundertstel Sekunde Vorsprung gegen den WM-Teilnehmer Martin Verner aus Tschechien durch. Laut Trainerin Eva Herbst ist das SSG-Talent auf gutem Weg in die Weltspitze. Bislang kämpft der Schüler des Sportgymnasiums vor allem mit der Ausländerbehörde und seiner mangelnden Konzentrationsfähigkeit.
Die erste Standortbestimmung des Trainingsjahres bringt erfahrungsgemäß Erleuchtung. Trainerin Eva Herbst hatte jede Menge auszuwerten, signalisierte überwiegend positive Erkenntnisse. Die gute Leistung des Sprintcup-Siegers Golban überraschte sie nicht. Der 18-Jährige glänzte über 50 m Freistil vor allem dank seiner perfekten Tauchphase. Es ist die Stärke des gebürtigen Moldawiers, der seit vier Jahren in Deutschland lebt und am Wochenende zehn Starts absolvierte. Er nutzte die Abwesenheit seines langjährigen WG-Kumpels Stefan Herbst, der einen kleinen Infekt auskurierte, aber beim Weltcup in zwei Wochen in Berlin in die Saison einsteigt.
Eva Herbst sieht in Golban ein „Riesen-Talent", aber auch jede Menge Nachhol-Bedarf an intensivem Training. Kritikpunkte: Schlechte Atmung, fehlender Siegeswille auf der Zielgeraden, mangelnde Kaltschnäuzigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Beispiel: Im Rücken-Vorlauf springt Golban am Startbereich mit einer Bombe ins Wasser. „So etwas macht ein Profi nicht", rügt Herbst. Sie verlangt seine „naive Lockerheit" nicht am Beckenrand, sondern im Wasser.
Gelungen ist Golban all das im Sprintcup-Finale. Lag womöglich an der zusätzlichen Motivation von (für den Schwimmsport exorbitanten) 300 Euro Preisgeld? „Ja. Auch ein wenig", gab er zu, „ich wollte unbedingt gewinnen." Über das Achtel-, Viertel- und Halbfinale hatte sich der SSG-Sprinter mit je nur dreiminütiger Pause ins Duell gegen Verner gearbeitet. Die Muskeln brannten, die Knie zitterten. „Es tat alles weh", gestand Golban. Genau vor solchen Momenten hat er Angst, wird angesichts dieser Tatsache von seiner Trainerin öfters „Weichei" genannt. „Da gebe ich meistens auf." Diesmal nicht. Mit Unnachgiebigkeit peitschte sich der Leipziger durch die Bahn, schlug mit dem Wimpernschlag von einer Hundertstel Vorsprung an und freute sich über den Heimsieg beim DHfK-Schwimmfest.
Für Eva Herbst ist der Erfolg der erste Schritt in die richtige Richtung. Auf welchen Strecken der Allrounder künftig ins internationale Geschehen eingreifen soll, ist noch offen: „Wir sind noch in der Findungsphase. Er hat viele Möglichkeiten." Bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im November in Wuppertal will Golban über 100 m Rücken eine Medaille erschwimmen – zuvor stehen zähe Behördengänge an. Derzeit wartet er mit seiner Anwältin auf einen Termin bei der Ausländerbehörde und die deutsche Staatsbürgerschaft.
„Ich stehe vor einem entscheidenden Schritt in meiner Karriere", sagt der Sportgymnasiast, der für sein Heimatland an mehreren Welt- und Europameisterschaften teilgenommen hat und mit der SSG-Staffel deutscher Meister ist. Sein Traum lautet Profisportler. Für dieses Ziel möchte er seine psychischen Probleme im Wasser mit Hilfe eines Mentaltrainers in den Griff bekommen. Ob er in Deutschland bleibt, ist allerdings offen. Ein Stipendium in den USA, wo er auf einem Collage trainieren könnte, steht im Raum. „Serghei muss sich für den besten Weg entscheiden", sagt Eva Herbst, die ihn gern in ihrer Obhut behalten würde. Denn: „Ein solches Talent gibt man nur ungern aus der Hand."LVZ2011-10-11
In der Woche 17.-23. Oktober 2011 kommt es auf Grund der Schulferien zu veränderten Trainingszeiten.
Diese findet Ihr in der Anlage. Alle anderen Trainingszeiten fallen ersatzlos aus.
Doppelsieg für SSG LeipzigDie SSG Leipzig hat die beiden wichtigsten Entscheidungen beim 22. Internationalen Schwimmfest des SC DHfK für sich entschieden. Serghei Golban setzte sich in der Universitätssporthalle im KSW-Sprintcup der Herren durch. Der 18-Jährige sicherte sich nach vier Läufen über die 50-m-Freistildistanz im Ausscheidungsmodus die Prämie von 300 Euro. Bei den Damen schlug Lisa Graf im Finale des Primacom-Sprintcups als Erste an. Insgesamt nahmen 305 Athleten aus vier Ländern und 32 Vereinen teil. Wettkampfleiter Karsten Matthes verzeichnete 1669 Starts. Vor allem für die Landesstützpunkte in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie den hiesigen Bundesstützpunkt Nachwuchs gilt der Wettkampf als erste Standortbestimmung für die anlaufende Saison. „Die Beteiligung ist hervorragend. Wir erleben Schwimmsport auf höchstem Niveau", sagte Matthes. Einziger Wermutstropfen für den ehemaligen DDR-Vizemeister: Die Miete für die Hallennutzung wurde in diesem Jahr verdreifacht.LVZ2011-10-10