07.02.2011 – Deutsche Rekorde bei Schwimm-Länderkampf

Deutsche Rekorde bei Schwimm-LänderkampfDie Leipziger SSG-Schwimmer Lisa Graf, Juliane Reinhold und Stefan Herbst hatten einigen Anteil am klaren Länderkampf-Erfolg der DSV-Auswahl in Essen gegen Großbritannien. Lisa Graf und Stefan Herbst erzielten dabei sogar jeweils einen deutschen Rekord mit den 4×50-m-Staffeln. Die 18-jährige Graf durfte gestern das Lagen-Quartett anschwimmen, weil sie am Sonnabend überraschend in 29,3 s die 50 m Rücken für sich entschieden hatte. „Leider war ich dabei nur außer Wertung eingesetzt. Aber es lief sehr gut, nicht nur ich war erstaunt." Innerhalb der Wertung kam sie über 100 m Rücken auf Platz drei. Der 32-jährige Herbst steuerte über 50 m Schmetterling in 24,9 s einen zweiten Platz bei. Nach recht schwachen Trainingszeiten konnte sich der Altmeister im Wettkampf wie gewohnt steigern. „Im Trainingslager auf den Kanaren habe ich quantitativ gut trainiert, aber mit der Qualität war ich nicht zufrieden", so der Kurzbahn-Europameister. Die deutsche Meisterin Juliane Reinhold war vor allem mit ihrem vierten Platz über 400 m Lagen (4:54) recht zufrieden. Am Ende triumphierte die deutsche Mannschaft in Abwesenheit von Britta Steffen und Paul Biedermann mit 240:195 Punkten.Frank SchoberLVZ2011-02-07

Drei SSG-Schwimmer beim LänderkampfVor einer Woche kehrte er vom vierwöchigen Trainingslager auf Teneriffa und Lanzarote zurück, wurde tags darauf erstmals Sportler des Jahres in Leipzig. An diesem Wochenende steht Stefan Herbst vor der ersten Wettkampf-Bewährungsprobe des WM-Jahres 2011. Der 32-Jährige startet in Essen beim Schwimm-Länderkampf gegen Großbritannien. Nach der Absage von Weltmeister Paul Biedermann soll Herbst für den DSV auf fünf Strecken Punkte einheimsen, darunter sind drei Staffeln. Ihren ersten DSV-Einsatz bei den Erwachsenen hat Lisa Graf, die ebenfalls den kompletten Januar auf den Kanaren trainierte und in Essen die drei Rücken-Distanzen absolviert. Als dritte Leipzigerin ist die deutsche Meisterin Juliane Reinhold (alle SSG) über 200 und 400 m Lagen gemeldet.Frank SchoberLVZ2011-02-05

Totgesagte schwimmen längerLVZ-Sportlerumfrage 2010: Stefan Herbst erstmals und die Titelverteidiger Tina Dietze sowie HCL wieder vorn

Der Spätherbst seiner Karriere ist ein goldener Herbst: Seit 13 Jahren schwimmt Stefan Herbst fast jährlich bei Welt- und Europameisterschaften sowie bislang drei Olympischen Spielen. Nie zuvor schaffte es der 32-Jährige vom SSV Leutzsch bei der Sportlerumfrage aufs Treppchen. Doch am Sonnabend wurde er beim Ball des Sports in der Glashalle der Neuen Messe von Chefredakteur Bernd Hilder mit dem Goldenen Bleistift der LVZ geehrt. Die beiden anderen Kategorien gewannen die Titelverteidiger: Rennkanutin Tina Dietze (SG LVB) sowie die Handballerinnen. 4500 Leser hatten sich an der Wahl beteiligt.

Die HCL-Frauen legten eine Punktlandung hin. Nach der Bundesliga-Schlappe in Bad Langensalza und einer Verzögerung bei der Dopingkontrolle betraten sie just in dem Moment die Halle, als die drei besten Teams geehrt wurden. Dass die LVZ-Sportredaktion die Niederlage vorhergesehen und vorab in die Moderation eingearbeitet hatte, verschwieg Bernd Hilder lieber. Der herzliche Empfang der 500 Gäste baute Katja Schülke und ihre Kolleginnen wieder ein wenig auf. „Das Spiel ist schon fast abgehakt, wir schauen nach vorn", sagte die noch etwas geknickt wirkende Torfrau. Kollegin Ania Rösler blieb sogar bis ganz zum Schluss und fungierte als Tombola-Glücksfee.

Frohe Gesichter gab es bei den JCL-Judoka, die dem HCL dicht auf die Pelle rückten und für dieses Jahr den Generalangriff ankündigten. Und auch die DHfK-Handballer waren sehr gut drauf: Platz fünf bei der Umfrage fanden sie als (Noch-)Drittligist absolut okay. Dass Spitzenreiter Münden aber am Samstag verlor und die Leipziger nach Minuspunkten nun vorn liegen, sorgte für beste Laune am DHfK-Tisch.

Als bei der Männer-Ehrung die Plätze drei (Jan Benzien) und zwei (Stephan Feck) bekannt waren, akzeptierte Schwimm-Trainerin Eva Herbst innerlich schon, dass für Sohnemann Stefan mal wieder Rang vier oder fünf geblieben ist. Aber nein. Die nun folgende Laudatio stand unter dem Motto „Totgesagte schwimmen länger" und sorgte für frenetischen Jubel im Lager der vielen anwesenden Schwimmer. So viel Lob auf einmal hat der Top-Athlet und Startge- meinschaft-Vorsitzende Stefan Herbst wohl noch nie bekommen. „Wenn wir uns in 40 Jahren hier wieder treffen", sagte Bernd Hilder, „wird er sicher fürs Lebenswerk geehrt."

Herbst wirkte ebenso erfreut wie sprachlos, auch die Mutter war perplex. „Damit hatte ich nie gerechnet. Ich habe auch nichts gewusst", sagte die 59-Jährige, die mit ihrer Trainingsgruppe gerade braungebrannt aus Lanzarote heimgekehrt war. Das Umfrage-Ergebnis kannten in der Stadt nur eine Handvoll Leute, die alle dichthielten.

Zur Geheimnisträgerin wurde 48 Stunden vor dem Ball auch LVB-Kanutin Tina Dietze: Sie strahlte übers ganze Gesicht, als sie ihre Trophäe vorab beim Besuch in der LVZ in den Händen hielt. Der Grund: Am Freitag düste sie für drei Wochen ins Trainingslager nach Florida, der Goldene Bleistift war für sie ein schönes Geschenk zum 23. Geburtstag.

Was fiel sonst auf bei der 20. Auflage des Leipziger Balls des Sports? Die Video-Botschaft des abwesenden OBM kam etwas müde daher. Traditionell froren viele Damen in der eher kühlen Glashalle, und die meisten Athleten verschwanden recht schnell zum Fasching.Frank SchoberLVZ2011-01-30


Beim diesjährigen 20. Ball des Sports der Stadt
Leipzig und des Stadtsportbundes Leipzig standen erstmalig gleich zwei
Vereinsmitglieder im Rampenlicht.

Zunächst
wurde Jarno Wittig, Vereinsvorsitzender des Post SV bis zum 31.12.2010,
für seine Verdienste im Ehrenamt mit der Ehrenmedaille der Stadt
Leipzig ausgezeichnet.

Bei
der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2010 konnte sich Juliane Reinhold
gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen und landete auf einem sehr guten
dritten Platz.

Herzlichen Glückwunsch!

Vielen Dank auch an alle Mitglieder, die mit ihrer Stimme zu diesem Ergebnis beigetragen haben.




In der Trainingswoche vom 14. – 18. Februar 2011 gelten folgende geänderte Trainingszeiten.


Jahresauftakt der PostschwimmerDie Weihnachts-Feier der Post-Schwimmer wurde wegen Ter-min-Not in diesem Winter zum entspannten Neujahrs-Treff umfunktioniert. Der -langjährige Vereins-Chef Jarno -Wittig hatte nicht nur symbolisch, -sondern -tatsächlich einen Staffelstab mitgebracht, den er seinem Nachfolger Uwe Bodusch überreichte. Wittig lebt jetzt in Berlin und arbeitet bei einer PR-Agentur in Potsdam. Doch der 33-Jäh-rige versprach, dem Postschwimmverein treu zu bleiben. Mit besonderem Inte-resse -verfolgt er natürlich die Ent-wicklung von Junioren-Europameisterin Juliane Reinhold, die wie ihr Trainer Oliver Trieb und ihre ehemalige Trai-nerin Anne-Katrin Neumann im Lokal „Hopfen-speicher" zu Gast war. Auch Stadtsportbund-Präsident Uwe Gasch und Sportbäder-Chef Joachim Helwing -verabschiedeten Jarno Wittig. Der neue Vereinspräsident Uwe Bodusch will 2011 bei den Feuerwehr-Weltspielen in New York selbst wieder an seine Erfolge der -vergangenen Jahre anknüpfen. Und er hofft, dass die Pechsträhne der Masters-Schwimmer endlich zu Ende ist. 2010 erwischte es mit Cathleen Saborowski (Achillessehne), Andreas Köpping (Fuß) sowie Jörg Färber und Gregor -Spengler (Schulter) gleich vier Post-Asse.Kerstin FörsterLVZ2011-01-19

Sportbürgermeister Heiko Rosenthal über die gefährdeten Hallen-Neubau-Projekte am Rabet und auf der Alten Messe„Es liegt allein am Freistaat Sachsen"

Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) äußert sich im LVZ-Interview zur Sportförderung, zur Hallenproblematik und zu fehlenden Großveranstaltungen.

Frage: Wie zufrieden sind Sie mit dem Sportjahr 2010?

Heiko Rosenthal: Ich bin sehr zufrieden. Wir konnten im letzten Jahr mehr Finanzmittel zur Verfügung stellen, haben die städtischen Förderungen um 250 000 Euro aufgestockt, in der investiven Förderung 50 000 Euro mehr ausgeben und damit die Vereine in den baulich-technischen Investitionen stärker unterstützen können. Außerdem haben wir mehr Geld für Übungsleiter und zur Förderung des Kinder- und Jugendsports bereitgestellt. Durch die Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket gelang ein Riesenschritt in der Infrastruktur.

Ist das nicht ziemlich überzogen?

Ich orientiere mich an den Vorjahren. Die Maßnahmen sind auch noch nicht abgeschlossen, ich erinnere an die Radrennbahn, an das Stadion des Friedens und an einzelne Sporthallen wie in der Raschwitzer und Lauchstädter Straße. Das Mängel-Abstellprogramm läuft ja parallel, in diesem Jahr vor allem in Grünau in der Mannheimer Straße und An der Kotsche. Insofern bin ich erst einmal zufrieden, auch wenn mir bewusst ist, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.

Wie realistisch sind Pläne des HC Leipzig noch, der auf der Alten Messe bauen will und auf Unterstützung von Stadt und Land hofft?

Leider wurde hierfür eine Förderung durch den Freistaat Sachsen verwehrt. Das ist das große Problem, auch für die Sporthalle Rabet. Vom Freistaat wird in diesem Jahr überhaupt kein Geld zur Verfügung stehen. Wir als Stadt haben uns zur Ballspielhalle bekannt. 2010 wurden drei Millionen Euro im Haushalt eingestellt. Da der HCL seinen Finanzierungsanteil offensichtlich geklärt hat, liegt es allein am Freistaat Sachsen. Wenn die Co-Finanzierung durch das Land geklärt wird, stehen wir zu unserem Wort.

Warum hat die Stadtverwaltung nicht auch für die Schwimmbäder die entsprechenden Gelder bereitgestellt?

Die fünf Millionen Euro für die Bäder 2011 stehen natürlich zur Verfügung. Dabei hat es eine bemerkenswerte Entwicklung gegeben. 2004 wurden 4,3 Millionen Euro eingestellt, 2009 wurde auf 4,65 Millionen erhöht und im vergangenen Jahr auf 5,33 Millionen. In diesem Jahr stehen definitiv 5 Millionen Euro zur Verfügung. Es wird somit eine Kürzung geben. Wir setzen aber alle Anstrengungen daran, dass es uns mindestens gelingt, die Anzahl der Schwimmhallen aufrecht zu erhalten. Die Diskussion zu den Freibädern werden wir aber führen müssen.

Heißt das, es werden Freibäder geschlossen?

Wir haben Freibäder in der Stadt, die sich rechnen und wunderbar angenommen werden. Wir haben aber auch Freibäder, bei denen ist der Zuschuss pro Kopf fast nicht mehr vertretbar. Am schwierigsten gestaltet sich die Situation in Schönefeld und Lindenthal.

Werden diese beiden Bäder im Frühjahr eröffnet?

Das kann man jetzt nicht abschließend sagen. Aber in Lindenthal haben sich die Besucherzahlen mehr als halbiert. Das hängt vor allem mit den im Norden entstandenen Seen zusammen. Im Schreberbad dagegen haben wir steigende Besucherzahlen. Im Schönefelder Bad steht eine Sanierung in Größenordnung an. Das muss man einfach berücksichtigen.

In welchen Bereichen werden die Zuwendungen zurückgehen?

Wir haben 2010 laut Sportprogramm eine Festschreibung von 20 Euro pro Kopf vorgenommen, mussten jetzt aber aufgrund der kritischen Haushaltslage eine 15-prozentige Kürzung für alle Vereine und Verbände im städtischen Haushalt vornehmen. 2010 erhielten die Sportvereine 1,55 Millionen Euro, in diesem Jahr reichen wir 1,41 Millionen aus. Das sind im Vergleich zu 2009 100 000 Euro mehr. Ich gehe davon aus, dass es 2012 keine Kürzungen geben wird.

Warum gibt es 2011 in Leipzig nur wenig international bedeutsame Sportveranstaltungen?

Wir wollen und müssen solche Großveranstaltungen einwerben. In diesem Jahr war das leider aus vielerlei Gründen nicht möglich, das Leichtathletik-Meeting aufrecht zu erhalten. Das lag aber vor allem daran, dass zwei große Sponsoren ausgefallen sind. Aber wir haben die deutschen Hallen-Meisterschaften. Ich hoffe, dass es gelingt, künftig in jedem Jahr in Wechsel das Meeting und deutsche Meisterschaft durchzuführen. Ansonsten gilt 2011 die Konzentration auf den Kanuslalom-Weltcup in Markkleeberg. Außerdem bemühen wir uns noch um einen Judo-Weltcup. Wir freuen uns sehr auf das All Star Game der Handballer und hoffen, dass es in den nächsten Jahren regelmäßig in Leipzig stattfindet.

Warum haben Sie das Weltcup-Finale im Reiten jetzt nicht genannt?

Weil es keinen unmittelbaren Zuschuss durch die Stadt gibt. Ich gebe Ihnen natürlich Recht, dass es eine ganz wichtige Sportveranstaltung ist, die sich hervorragend entwickelt hat. Wir führen derzeit sehr gute Gespräche mit der Leipziger Messe. Wir wollen die dortige Infrastruktur für Sportveranstaltungen nutzen, ohne dass wir zusätzlich immer anmieten müssen. So könnten wir zielgerichteter Veranstaltungen einwerben, für die uns bisher auch die Infrastruktur gefehlt hat oder die Arena, die wir nur viermal mietkostenfrei nutzen können.

Wollen Sie sich jetzt um Klitschko-Kämpfe bemühen?

Ganz sicher nicht, dies ist keine städtische Angelegenheit. Boxen kann jedoch durchaus ein interessantes Thema sein, genauso wie eine Turngala. Die letzte Standardtanz-Veranstaltung hat gezeigt, dass das Interesse groß ist. Aber man muss sich immer fragen, ob die Ausgaben gerechtfertigt sind. Die Veranstaltung muss natürlich Effekte haben, sportliche, ökonomische und sozioökonomische.

War die Fecht-EM in Leipzig unter diesem Gesichtspunkt gerechtfertigt?

Auf jeden Fall. Sie hat uns als Stadt große Aufmerksamkeit gebracht. Es wurde sehr guter Sport geboten und viele Hotels waren ausgelastet.

Welche Sportart hat in Leipzig die größten Fortschritte gemacht?

Ich bin sehr zufrieden mit den Kanuten und den Schwimmern. Bei den Leichtathleten hatte ich mehr erwartet, es fehlt an Spitzenleistungen und auch an Nachwuchs. Und der HCL ist natürlich ein Verein, der die Stadt seit Jahren hervorragend repräsentiert.

Das wollen die DHfK-Handballer demnächst auch.

Was mich sehr freuen würde. Auch wenn die Entwicklung der DHfK-Handballer rasant ist, muss diese nachhaltig sein. Dann ist es aus meiner Sicht gut vorstellbar, dass Handball männlich zukünftig eine Schwerpunktsportart wird. Zur Zeit sind unsere Schwerpunktsportarten Handball weiblich, Volleyball männlich, Hockey männlich und weiblich und Fußball weiblich. Fußball männlich ist rausgefallen.

Ändert sich das, wenn RB Leipzig ein großes Trainingszentrum errichtet?

Diese Investition ist großartig für Leipzig. Wir haben bis heute keinen öffentlichen Cent in die sportliche Entwicklung des Vereins und seine Nachwuchsarbeit gegeben. Durch sehr enge Abstimmung mit RB Leipzig weiß ich, dass dies bis dato einer der Grundsätze des Vereines ist. Insofern werden wir mit den Verantwortlichen von RB Leipzig, wie mit allen anderen Vereinsverantwortlichen auch, im ständigen Gespräch bleiben und die städtischen Entscheidungen auch an den sportlichen Entwicklungen ausrichten. Dies liegt ja in der Natur der Sache.Winfried WächterLVZ2011-01-13



Am vergangenen Wochenende war es nun soweit. Die
Sächsischen Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften des Jahres 2010
wurden geehrt. Mit dabei auch unser Aushängeschild Juliane Reinhold, die
es als einzige Nachwuchssportlerin bis in den sächsischen Endausscheid
geschafft hat und mit knapp sieben Prozent der abgegebenen Stimmen einen
respektablen Siebten Platz belegte.

Bei
der Wahl zur sächsischen Nachwuchssportlerin des Jahres 2010 stand sie
dann aber ganz oben und konnte sich über die sächsische Sportkrone in
dieser Kategorie freuen.

Herzlichen Glückwunsch!!!

Wir
möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Mitgliedern
bedanken, die mit ihrer abgegebenen Stimme diese Wahl unterstütz haben.

Claudia Nystad holt sich die Krone – Matthias Steiner und Erzgebirge Aue weitere Sportler des Jahres in SachsenGute Laune herrscht am Tisch der HCL-Handballerinnen, die mit dem zweiten Platz gut leben können. Foto: Lutz Hentschel

Dresden. Skilanglauf-Olympiasiegerin Claudia Nystad, Gewichtheber-Weltmeister Matthias Steiner und Erzgebirge Aue, Aufsteiger in die zweite Fußball-Bundesliga, sind Sachsens Sportler des Jahres 2010. Am Samstagabend wurden die Umfrage-Sieger auf der Gala des Landessportbundes Sachsen in Dresden gekürt.

Die HCL-Handballerinnen hatten es geahnt, dass sie ihren Titel nicht verteidigen würden. „Wenn eine so erfolgreiche Mannschaft wie Aue mit im Rennen ist, ist es immer schwer für uns", sagte Manager Kay-Sven Hähner. „Außerdem hatten wir im Umfrage-Zeitraum wenig Heimspiele, damit unsere Fans Stimmen sammeln konnten. Wir können mit dem Ergebnis leben." So herrschte gute Laune am Tisch des „Titelverteidigers", der fast zu spät gekommen wäre. Die Damen steckten einige Minuten im Fahrstuhl fest, der sie vom Parkhaus ins Congress Center bringen sollte, wurden aber in ihren schulterfreien Kleidern mit einem Bolero einer der Hingucker des Abends.

Das galt natürlich auch für Claudia Nystad. Die Siegerin bei den Damen trug ein schwarzes Abendkleid und strahlte über das ganze hübsche Gesicht, als sie die Sächsische Sportkrone entgegennahm. „Ich dachte, Vancouver wäre schon das Beste gewesen, aber nun noch diese Ehrung", sagte sie gerührt. Ihren Rücktritt hat sie nicht bereut, sie stellt sich neuen Herausforderungen, studiert in Leipzig Wirtschaftsinformatik und hat in der Stadt zuletzt beobachtet: „Leipzig kommt mit Schnee nicht zurecht." Der Beifall im Saal unterstrich, dass sie diese Erfahrung nicht allein gesammelt hatte.

Matthias Steiner und die Fußballer des FC Erzgebirge konnten ihre Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen. Doch der Gewichtheber und auch Aues Coach Rico Schmitt wurden live aus den Trainingslagern zugeschaltet. Steiner bat um Verständnis, dass er nicht nach Dresden kam, aber er will sich ganz der Vorbereitung auf die Höhepunkte widmen. Das Trainingslager sei zwar „ekelhaft", aber eben notwendig. Schmitt hielt sich zum Thema Aufstieg zurück, sagte nur: „Wir wollen auch im nächsten Jahr zweite Liga spielen."

Leipzig schnitt an diesem Abend auch ohne Einzelsiege in den drei Umfrage-Kategorien erfolgreich ab. Juliane Reinhold, die Schwimmerin vom Post SV, wurde als Talent des Jahres ausgezeichnet. „Ich bin einfach nur glücklich", sagte sie. Die 16-Jährige gilt als sächsischer Hoffnungsträger und eroberte das Publikum. Als sie die Namen ihrer elf Geschwister aufzählte, geriet sie allerdings ins Stocken. „Da war ich zu aufgeregt." Aber Christin und Holger werden das nicht übelnehmen, versicherte auch der ganz große Bruder Peter, der als Tischpartner fungierte. Uwe Fischer nahm die Auszeichnung zum Trainer des Jahres äußerlich gelassen entgegen. „Ich hatte mir gedacht, dass ich mal dran bin", gestand er ruhig. Die Ruhe sei ohnehin seine große Stärke, sagte sein Schützling Stephan Feck. „Andere reagieren anders, wenn ein Sprung danebengeht. Aber er überträgt seine Ruhe auf uns." Fischer lächelte und hatte vor allem zu tun, die vielen Glückwünsche entgegenzunehmen. Der Andrang an seinem Tisch und an dem von Juliane Reinhold zeigte, dass die Auszeichnung der beiden Leipziger große Zustimmung fand.
Winfried WächterLVZ2011-01-10


 

Am Wochenende fand zum wiederholten Male das Weihnachtsschwimmfest unseres Vereins statt.

 

Wir
möchten uns im Namen des Vorstandes bei allen Helfern und fleißigen
Kuchenbäckern bedanken die uns zum Gelingen dieses Wettkampfes
unterstützt haben.

 

Bedanken
möchten wir uns bei: Franka Dahlke, Thilo Brandenburg, Christoph
Wippich, Familie Otto, Familie Kluge,  Heike Händel, Bäckerei Schladitz,
Claudia Hille, Familie Kokott, Familie Wagner, Familie Feichtinger,
Familie Kromrey, Familie Schröder, Familie Helbig, Martin Kühn und
Familie Görgen.

 

Wie wünschen allen Mitglieder ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Der Vorstand