News Archives - Postschwimmverein Leipzig e.V.

Wenn Schwimmer bei Staffeln von einem Sportler zum nächsten übergeben, muss das perfekt abgestimmt sein. Ein zu früher Wechsel führt zur Disqualifikation. Ein zu später Start vergeudet wichtige Sekundenbruchteile und verschenkt damit Potential. Und so wie die Übergabe bei den Athleten laufen soll, will auch der Wechsel bei den Verantwortlichen außerhalb des Beckens gestaltet sein: Fliegend, mit gutem Timing und auf der Leistung der Vorderleute aufbauend.

Wie so etwas gehen kann, haben am Montag die alten und neuen Vorstände der Schwimm-Startgemeinschaft Leipzig gezeigt. Bei der ersten Vereinssitzung nach und während der Corona-Pandemie wurde zwar im Saal großer Sitzabstand zueinander gehalten, aber im Geiste feste Geschlossenheit für Leipzigs Schwimmer an den Tag gelegt. Einstimmig haben die Vertreter der Mitgliedsvereine den neue Vorstand mit Thomas Schneiderheinze, Matthias Macht und Katja Kühn ins Amt gewählt. Alle waren bereits zuvor bei der SSG Leipzig engagiert und wollen nun den eingeschlagen Weg fortschreiten. „Was wir in zurückliegenden Jahren erreicht haben, ist eine große Motivation weiterzumachen und uns für unsere Kinder und Jugendlichen einzusetzen“, meint Thomas Schneiderheinze, der bisher den Posten als Vorstand Sport bei der SSG inne hatte und nun das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Jörg Dreßler übernimmt. Sechs Jahre lang hatte der Architekt an der Spitze der Startgemeinschaft gestanden und die SSG auch durch unruhige Zeiten gesteuert. Zuletzt hatte sich der Aufwärtskurs immer weiter gefestigt, sowohl sportlich mit WM-Teilnehmern, Bundesligaaufstiegen und starken Nachwuchsergebnissen für die SSG-Schwimmer als auch bei der Arbeit im Hintergrund. Im zurückliegenden Jahr konnte die SSG den SC DHfK Leipzig und den SSV Leutzsch in seinen Reihen zurück und den SV Zwickau in der Startgemeinschaft neu begrüßen. Mit des Weiteren den Gründungsmitgliedern SV Handwerk und Post SV Leipzig sowie dem SV Miltitz und dem SC Riesa gehören der SSG Leipzig nun sieben Vereine an. Ein festes Fundament für den neuen Vorstand und ein guter Moment, um das Ruder zu übergeben. „Diese breite Basis hat uns Gehör verschafft“, erklärt Thomas Schneiderheinze. „Wir werden wahrgenommen als eine Sportart, die geschlossen für sich kämpft.“  Das Wort „Gemeinschaft“ im Vereinsnamen wird gelebt. Auch Sponsoren überzeugt dies zusehends. In der Saison 2019/2020 konnte die KSW Gruppe als neuer Gold Sponsor gewonnen werden und zahlreiche Eventsponsoren unterstützen die Leipziger Leistungsschwimmer zielgerichtet bei Wettkampfhöhepunkten. Maßgeblichen Anteil daran hatte Sponsoringreferent Matthias Macht, der nun die Rolle des Sportvorstands bei der SSG bekleiden wird. Den Part Finanzen im Vorstand übernimmt die gelernte Bürokauffrau und Bilanzbuchhalterin Katja Kühn, deren Tochter Lucie zwar mittlerweile am Bundesstützpunkt Hamburg trainiert, aber weiterhin für die SSG bei Wettkämpfen an den Start geht. Kühn tritt die Nachfolge von Angelika Willner an, die im Team fortan als Kassenprüferin weiter mitwirken wird.  

Man sieht: Es greift weiterhin ein Zahnrad in das andere und der nahtlose Übergang vom alten zum neuen Vorstand ist gewährleistet. Im Gegensatz zur Schwimmstaffel, die irgendwann einmal am Ziel anschlägt, geht es für das SSG-Führungsteam nun nicht darum, möglichst schnell ein bestimmtes Rennen abzuschließen, sondern aufbauend auf den Leistungen der Vorgänger Zug um Zug die Voraussetzungen für sportliche Erfolge der Leipziger Schwimmer weiter zu verbessern.

Bild 1: Thomas Schneiderheinze, Katja Kühn, Matthias Macht

Bild 2: Thomas Schneiderheinze, Jörg Dressler, Matthias Macht

Mehr als drei Monate mussten die Schwimmer des Leipziger Landesstützpunkts aufgrund der Corona-Pandemie eine Wettkampfpause einlegen und auf die in ihrem Sport so wichtigen Leistungsvergleiche verzichten. Am vergangenen Wochenende aber ging es endlich wieder los: Mit dem Sonnenwendschwimmen im heimischen Kulkwitzer See stand der erste Wettkampf seit Anfang März auf dem Programm.

 Statt Startblöcke und Bahnen gab es bei dem Freiwasser-Event Neoprenanzüge und Tracking-Chips für die sonst eher an den Komfort der Schwimmhalle gewöhnten Wasserratten. Dabei stellten Leipzigs Stützpunktschwimmer unter Beweis, dass sie auch im rauen Open Water vorn mitmischen können. Bei den Herren landeten die beiden 16-jährigen Jonas Clauß (SSG Leipzig / SV Handwerk) und Paul Polzin (SV Grimma) über die 3000m mit den Plätzen zwei und drei auf dem leider nur „imaginären“ Podium. Als Corona-Schutzmaßnahme wurde bei dem Wettkampf auf eine tatsächliche Siegerehrung verzichtet. 

Überzeugen konnte auch erst 14-jährige Paula Geschke (SSG / SC Riesa). Das junge SSG-Talent schwamm über die 3000m auf den dritten Platz und erreichte dabei mehr als 40 Sekunden vor der bereits für Olympia in Tokio qualifizierten Hallenserin Laura Riedemann das Ziel. Insgesamt kamen acht Schwimmerinnen der SSG Leipzig unter die besten zwölf Teilnehmerinnen. Der Anfang ist gemacht. Wie es nun weitergeht, werden die kommenden Wochen zeigen. Jeder geschwommene Meter ist derzeit wichtig für die jungen Leipziger Talente, um sich Stück für Stück wieder in Form zu bringen.

Ab sofort ist unsere Geschäftsstelle jeden Dienstag (außer an Feiertagen) in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr für Euch geöffnet.

Die bisherige Öffnungszeit montags entfällt ab sofort.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden zusehends gelockert, doch an einen regulären Trainingsbetrieb ist für die Schwimmer des Leipziger Landesstützpunktes noch lange nicht zu denken. Gut, dass zumindest die Temperaturen steigen und die umliegende Seenlandschaft den eigentlich durch geordnete Bahnenverhältnisse verwöhnten Wasserratten die Möglichkeit gibt, auch mal in raueren Bedingungen ihre Meter abzuspulen. Am Wochenende stand die erste Einheit im Cospudener See auf dem Programm. 

„Das Training war super, vor allem für die größeren Sportler“, meint Coach Mike Baumann, für dessen jüngste Athleten erstmal nur ein kurzes Anbaden zur Gewöhnung auf dem Programm stand. Abgesichert wurden die erfahreneren Schwimmer bei ihren Runden über den See von mehreren Trainern und Betreuern in Paddelbooten, zur Verfügung gestellt von der Universität Leipzig. „Wir wollen das jetzt regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche machen“, erklärt Trainer Baumann. „Die ‚Sauna im See‘ hat uns dafür ihre Tore geöffnet und ist nun so etwas wie unser Stützpunkt.“ Die beliebte Saunaanlage direkt am Ufer des Cospudener Sees musste in den vergangenen Wochen und Monaten ihren Betrieb aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend einstellen und ist erst seit Montag wieder geöffnet. Umso dankbarer sind die Schwimmer dafür, dass die Betreiber ihnen trotz dieser für sie selbst schwierigen Phase unter die Arme greifen. „Es ist super, dass die Sportler die Sauna im See zum Beispiel zum Umziehen und zur Aufbewahrung der Sachen nutzen können. Es ist sehr hilfreich, einen festen Ausgangspunkt für das Training zu haben“, so Mike Baumann über die durch die SSG Leipzig vermittelte Zusammenarbeit.  

„Ich kann mir vorstellen, dass es sehr hart für die Kinder ist, wenn sie einfach so aus dem Training herausgerissen werden. Daher sind wir gern bereit, sie zu unterstützen und ihnen eine Ausweichmöglichkeit zu bieten“, erklärt Susanne Rudolph, die Geschäftsführerin der Sauna im See. „Außerdem freue ich mich natürlich immer, wenn ich neue Gesichter in unserer Anlage begrüßen kann“, meint die Sauna-Chefin, die erleichtert darüber ist, dass ihr Angebot seit Wochenbeginn auch wieder von Gästen genutzt werden kann. „Die Kunden freuen sich unheimlich, dass sie wieder herkommen können. Vielen hat das sehr gefehlt und uns haben unsere Besucher natürlich auch gefehlt.“

Einem Besuch der Sauna im See steht also nichts mehr im Wege. Und vielleicht können die Gäste beim Blick von der heißen Sauna auf den See hinaus in den kommenden Wochen auch mal selbst davon Zeuge werden, wie sich unsere Schwimmer in die kalten Fluten stürzen.

Am 15.06.2020 beginnt in den Schwimmhallen der Stadt Leipzig (außer Uni-SH) endlich das Training. Es gibt einige Einschränkungen, welche im Hygienekonzept der Sportbäder Leipzig klar beschrieben sind (siehe Anlage). Dieses Hygienekonzept ist dringend einzuhalten, damit wir kein Verbot der Trainingsstätten bzw. weitergehende Maßnahmen erdulden müssen.

Das Konzept der Sportbäder Leipzig, welches vom Gesundheitsamt genehmigt wurde, ist eines mit wenig „unsinnigen“ Maßnahmen. Danke an die Sportbäder Leipzig für die klare Formulierung und danke an das Gesundheitsamt Leipzig für die schnelle Prüfung/Genehmigung. Auch deswegen sollten wir uns strikt an das Konzept halten. 

D.h., dass ein Trainer/Verantwortlicher auch mal Sportler bittet/auffordert, die Schwimmhalle zu verlassen, wenn die Anzahl zu groß ist und ggf. eine andere Regelung vorschlägt (z.B. 30min Person 1/30min Person 2).

Hinweis: Am Montag beginnt die Einlasszeit (Masters) in der Schwimmhalle NordOst erst ab 19.00 Uhr Corona bedingt, statt 18.45 Uhr!

Ich wünsche uns einen guten Neuanfang! Die Planung für die Sommerferien steht auch schon, diese werden wir Euch zusenden, wenn die Absicherung mit den Trainern geregelt ist.

Training und Wettkämpfe in und auf Sportstätten werden im Freistaat Sachsen mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung ab dem 6. Juni 2020 für jede Sportart wieder möglich sein. Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich.

Darüber hinaus dürfen auch Hallenbäder wieder öffnen, wenn ein seitens der zuständigen kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Über diese geplanten weitreichenden Lockerungen der bisher geltenden Beschränkungen für das Sporttreiben in Zeiten der Corona-Pandemie hat Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller in Abstimmung mit dem Landessportbund Sachsen (LSB) die Öffentlichkeit in Dresden informiert.

„Die gegenwärtige Entwicklung der Pandemie ermöglicht uns diese Lockerungen. Auch im Bereich des Sports setzen wir nun noch stärker auf die Eigenverantwortung der Sportler und Vereine. Wir geben die Hygieneregeln nicht mehr pauschal vor, sondern erwarten von den Fachverbänden die Erstellung sportartspezifischer Hygienekonzepte“, sagte Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller. „Vereine sowie Veranstalter von Wettkämpfen sollen darauf aufbauend dann eigene Konzepte erstellen. Damit ermöglichen wir unseren Sportlerinnen und Sportlern bestmögliche Trainings- und Wettkampfbedingungen und tragen der fortdauernden Pandemie Rechnung. Dies ist insbesondere ein wichtiges Signal für den Kinder- und Jugendsport “, so Wöller.

LSB-Präsident Ulrich Franzen: „Wir freuen uns über diese weiteren Lockerungen für den Sport in Sachsen. Gerade Mannschafts- und Kontaktsportarten können somit wieder regulär trainieren. Die neue Regelung bringt aber nicht nur mehr Freiheiten mit sich, sondern verpflichtet den Vereinssport auch weiterhin, Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu treffen. Wir appellieren deswegen an unsere Mitgliedsorganisationen und alle Sporttreibenden im Freistaat: Bitte halten Sie sich auch weiterhin an die gültigen Hygieneauflagen!“

Quelle: https://www.sport-fuer-sachsen.de/sportnachrichten/detail/staatsregierung-und-landessportbund-planen-gemeinsam-weitere-lockerungen-im-sport/

Der Sächsische Schwimmverband hat wie schon in den zurückliegenden Jahren die besten Schwimmer des Freistaats in sein „Team Sachsen“ berufen. In der kommenden Saison 2020/2021 werden auch 13 Schwimmer des Leipziger Stützpunktes mit dabei sein.

Berufen wurden die beiden Nationalschwimmer Marie Pietruschka und David Thomasberger, Comeback-Schwimmer Marek Ulrich, der Deutsche Vizemeister auf der Kurzbahn Yannis Merlin Willim (alle SSG / Post-SV) sowie der DKM-Dritte Jeremy Colin Pfeiffer und DM-Finalist Tim Wilsdorf (beide SSG / SV Handwerk).

Die Zukunftshoffnungen Lia Neubert (SSG / Post -SV) und Louis Dramm (DD Delphine) sowie der Jugend-Nationalschwimmer Louis Schubert (SSG / SSV Leutzsch) wurden ebenfalls nominiert und auch Jeanna Vu, Antonia Schirmer, Hannah Vollmer (alle SSG / SV Handwerk) und Lisa Marie Berentzik (SSG / SSV Leutzsch), die im Januar gemeinsam Deutscher Mannschaftsvizemeister in der B-Jugend wurden, sind Teil des Team Sachsen 2020/2021.

Die Leipziger Schwimmer im Team Sachsen 2020 / 2021:
Thomasberger, David 1996 SSG Leipzig
Willim, Yannis Merlin 1999 SSG Leipzig
Wilsdorf, Tim 1999 SSG Leipzig
Pfeiffer, Jeremy Colin 2001 SSG Leipzig
Ulrich, Marek 1997 SSG Leipzig
Schubert, Louis 2004 SSG Leipzig
Pietruschka, Marie 1995 SSG Leipzig
Neubert, Lia 2000 SSG Leipzig
Vu, Jeanna 2004 SSG Leipzig
Schirmer, Antonia 2004 SSG Leipzig
Vollmer, Hannah 2005 SSG Leipzig
Berentzik, Lisa Marie 2005 SSG Leipzig

 

In Sachsen sind weitere Lockerungen der Corona-Restriktionen geplant: Ab Mitte Mai dürfen Innensportanlagen sowie Fitness- und Sportstudios, Tanzschulen und Gastronomie wieder öffnen. Bedingung für die Rückkehr zum Sport in geschlossenen Räumen sind weiterhin Hygieneauflagen wie beispielsweise die Einhaltung eines Mindestabstandes.
Die Mitglieder des sächsischen Kabinetts haben weitere Lockerungen der Maßnahmen zum Corona-Infektionsschutz beschlossen. Die Nutzung von Sportstätten im Innen- und Außenbereich ohne Publikum ist allerdings nur zulässig, wenn die durch Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgegebenen Hygienevorschriften beachtet werden. Dies gilt auch für die Vorbereitung und Durchführung von Wettkämpfen. Der Landessportbund Sachsen hat unter www.sport-fuer-sachsen.de Hygiene-Empfehlungen für die Wiederaufnahme des Vereinssports gesammelt.
Sächsische Freibäder dürfen ab 15. Mai ebenfalls wieder Gäste empfangen. Voraussetzung ist hier allerdings ein vom jeweiligen Gesundheitsamt genehmigtes Hygienekonzept. Ein Termin für die Öffnung von Hallenbädern ist noch nicht bekannt.
Auch die Gastronomie im Freistaat darf wieder öffnen – das betrifft auch Vereinsgaststätten und ähnliche Einrichtungen. Nähere Informationen und Auflagen dazu werden unter www.dehoga-sachsen.de veröffentlicht.
Der Präsident des Landessportbundes Sachsen, Ulrich Franzen, kommentiert die neuen Regelungen: „Wir freuen über diese weitere Lockerung der Restriktionen für den organisierten Sport. Damit auch die noch bestehenden Einschränkungen zeitnah aufgehoben werden können, appelliere ich an alle sächsischen Vereine: Halten Sie sich an die aktuellen Hygiene-Regeln! Nur wenn wir alle diszipliniert und verantwortungsvoll zu einem momentan noch etwas eingeschränkten Vereinsleben zurückkehren, können wir die Infektionszahlen weiterhin niedrig halten und gemeinsam gute Bedingungen für weitere Öffnungen schaffen. Mein großer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die den Sport gerade jetzt und auch unter erschwerten Bedingungen am Laufen halten!“
Voraussetzung für die aktuellen Lockerungen der Maßnahmen zum Infektionsschutz ist eine weiterhin niedrige Zahl von Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus. Für den Fall, dass auf 100.000 Einwohner eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt mehr als 50 Neuerkrankungen kommen, ist eine sogenannte „Notfallbremse“ geplant, die bisher erlaubte Lockerungen wieder außer Kraft setzt. Die neuen Vorgaben gelten vorerst bis zum 5. Juni.

Information
Landessportbund Sachsen e.V.

Ab dem heutigen Montag, 04.05.20 darf in sächsischen Vereinen wieder Sport getrieben werden. Unter Beachtung verschiedener Vorgaben zum Infektionsschutz kann der Trainingsbetrieb zunächst im Freien wieder anlaufen.
Darauf verständigten sich die Mitglieder der Staatsregierung in ihrer heutigen Kabinettssitzung. Die Regelung schließt keine Sportarten aus, macht aber unter anderem zur Bedingung, dass alle Teilnehmenden jederzeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Zudem soll das Training in kleinen Gruppen stattfinden und die aktuellen Hygienevorschriften eingehalten werden, sei es beim Händewaschen oder der regelmäßigen Reinigung von Sportgeräten. Innensportstätten und Schwimmbäder bleiben weiterhin geschlossen.
Der Präsident des Landessportbundes Sachsen, Ulrich Franzen, begrüßt die Entscheidung der Landesregierung: „Wir freuen uns, dass unsere Vereine wieder loslegen dürfen. Die Infektionsschutzmaßnahmen rund um die Corona-Pandemie sind ein großer Einschnitt in das Leben vieler Menschen. Gerade jetzt kann der organisierte Sport deswegen als wichtiger Ausgleich dienen.“
„Die aktuelle Regelung ist ein wichtiger erster Schritt zur Wiederaufnahme des Vereinslebens“, so Franzen weiter. „Der LSB wird sich dafür einsetzen, dass sukzessive weitere Lockerungen zugelassen werden. Auf lange Sicht muss – soweit die Entwicklung der Corona-Infektionen das zulässt – auch der Vereinssport in Hallen- oder Zweikampfsportarten sowie der Wettkampfbetrieb wieder möglich sein. Dafür vertrauen wir auf den Teamgeist und die Fairness der sächsischen Sportfamilie. Bitte bemühen Sie sich um die Einhaltung der Hygieneauflagen, um die bisherigen Erfolge im Kampf gegen das Virus nicht zu gefährden.“

Information
Landessportbund Sachsen e.V.

Beim Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird derzeit intensiv der mögliche Wiedereinstieg in den organisierten Sportbetrieb vorbereitet. Seit der vergangenen Woche erarbeiten verschiedene Experten einen Leitfaden, in dem für die im DSV beheimateten Sportarten wie Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen und Synchronschwimmen eine Vielzahl an Vorgaben, aber auch praktische Hinweise und Materialien bereitgestellt werden. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit allen Landesverbänden bundesweit möglichst einheitliche Regelungen für die Rückkehr in das geliebte Wasser unter Einhaltung des besonderen Gesundheitsschutzes während der Coronavirus-Pandemie samt Zustimmung der Behörden zu ermöglichen. Grundlage für die räumlichen Hinweise bildet dabei übrigens der Pandemieplan Bäder der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. (DGfdB).

„Die Schwimmvereine in ganz Deutschland wollen wir so aktiv bei der Rückkehr in das vereinsbasierte Sporttreiben auch abseits des Leistungssports unterstützen“, erklärt DSV-Vizepräsident Wolfgang Hein. Noch in dieser Woche soll die finale Abstimmung mit den Landesschwimmverbänden erfolgen, danach ist alsbald auch die Veröffentlichung des sportartspezifischen Leitfadens geplant. Wolfgang Hein erklärt: „Natürlich bleibt Abstand das Gebot der Stunde, die Zahl der zugelassenen Badegäste muss in Zeiten der Coronavirus-Pandemie entsprechend absinken. Die Nutzung der Freibäder in der anstehenden Badesaison kann ich mir derzeit nur unter einem solch klaren Ordnungsmuster wie dem unseren vorstellen, daher sollten die Vereine auch besonders im Fokus stehen bei der Vergabe der Nutzungszeiten der vorhandenen Wasserflächen. Denn unsere Sportlerinnen und Sportler sind das Befolgen klarer Regeln gewohnt, auch haben die Vereine mit ihren Trainerinnen und Trainern ausreichend geschultes Personal, um durchgehend für die konsequente Einhaltung der zum Schutz der Gesundheit notwendigen Regeln zu sorgen.“ Lockerungen sollen erst einmal nur im Freien gelten.

Nach der vollständigen Einstellung des Sportbetriebs und Schließung aller Sportstätten aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde im Schulterschluss mit dem DOSB und den 16 Landessportbünden nun der Wunsch nach Aufhebung bestimmter Beschränkungen für den Vereinssport an die politischen Verantwortungsträger in Bund und Ländern herangetragen. Die Sportministerkonferenz der Länder hat angesichts des aktuellen Pandemie-Verlaufs zu Wochenbeginn bereits Unterstützung für diesen Weg signalisiert, nun sollen am Donnerstag (30. April) beim nächsten Gipfeltreffen der Spitzen von Bund und Ländern entsprechende Beschlüsse folgen. Das Betreiben bestimmter Einzelportarten könnte schon also schon im Mai wieder erlaubt sein.

Lockerungen sind dabei vorerst nur für Bewegungsangebote im Freiluftbereich zu erwarten, bei denen natürlich auch weiterhin umfassende Regelungen wie Mindestabstand und Hygienevorgaben zu beachten sein werden. Die Anzahl der Sportler*innen, die gleichzeitig eine Sportstätte nutzen können, wird dadurch natürlich deutlich niedriger sein können als gewohnt. Alle Hallen, deren Umkleiden sowie Sportheime samt Gastronomiebereich bleiben vorerst weiter geschlossen. Bei positivem Verlauf könnten aber bald weitere Schritte zur Öffnung erfolgen.

Information
Deutscher Schwimm-Verband e.V.