News Archives - Postschwimmverein Leipzig e.V.

(more…)

Liebe Mitglieder, 

ein ungewöhnliches und ereignisreiches Jahr 2020 geht zu Ende. Für jeden von uns hat es aufgrund der Situation schwere Einschnitte gebracht. Auch für unseren Verein bedeutete das Jahr 2020 lange Pausen im regelmäßigen Übungsbetrieb, ausgefallene Wettkämpfe, Trainingslager und andere Veranstaltungen sowie natürlich auch ein kompliziertes Vereinsleben. Besonders schmerzlich ist der Wegfall des Beginns der Schwimm-Anfängerkurse in diesem Jahr. Damit sind die Kleinsten besonders von der Situation betroffen. Der Vorstand hat die Situation regelmäßig in gebotenen Abstand besprochen und geprüft und sich kontinuierlich mit den aktuellen rechtlichen Bestimmungen und seinen Konsequenzen für unseren Verein befasst. Wir danken allen Mitgliedern im Verein, die sich auf unterschiedlichen Ebenen – in den Gremien und am Beckenrand- für die Fortsetzung des Übungs- und Wettkampfbetriebes stark gemacht haben. Unser Verein beendet das Jahr organisatorisch, mitgliedermäßig und finanziell in einer guten und stabilen Verfassung. In Einschätzung der aktuellen Situation werden wir unsere satzungsmäßig für das 1.Quartal 2021 vorgesehene Mitgliederversammlung verschieben müssen. Ziel ist es, einen Termin im zweiten Quartal zu finden, um die Mitgliederversammlung durchführen zu können. Der Vorstand wünscht Euch in dieser Situation ein trotzdem schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr, indem wir uns hoffentlich bald möglichst am und im Wasser treffen können. 

Bleibt Gesund! 

Euer Vorstand

(more…)

In schwierigen Situationen nicht einfach den Kopf in den Sand zu stecken, sondern nach kreativen Lösungen zu suchen, gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten von Leistungssportlern. In diesem Jahr war diese Eigenschaft gefordert wie selten zuvor und auch die Schwimmer des Leipziger Landesstützpunktes (LSP) gehen neue Wege, um trotz aller Widrigkeiten voranschreiten zu können.

Vorgemacht haben es die Top-Stars: Im November waren mehr als 300 Spitzenschwimmer in Budapest in der internationalen Schwimmliga am Start und jagten für Profi-Teams mit strengen Hygienemaßnahmen Rekorde. Inspiriert von diesem Konzept dachten sich die Verantwortlichen in Leipzig: „Das können wir auch.“ Innerhalb weniger Wochen war eine eigene ISL geboren: Die Ideelle Schwimmliga Leipzig.

„Es ist eine gute Lösung in dieser ungewöhnlichen Situation. Wie haben etwas Positives für alle am Stützpunkt gefunden, von klein bis groß“, freut sich Landestrainer Frank Embacher über das Konzept, das seine Coaches mit viel Liebe zum Detail erarbeitet haben und das es den Schwimmern am Stützpunkt in den zurückliegenden Wochen endlich wieder ermöglichte, Wettkampfluft zu schnuppern.

Dafür wurde nicht weit gereist, sondern die ohnehin zur Verfügung stehenden und genehmigten Trainingszeiten in der heimischen Uni-Schwimmhalle wurden in kleine interne Wettkämpfe umgewandelt. An diesen „Race Days“ traten die Schwimmer des LSPs für drei eigens geschaffene Teams an. Die „Dragons“ mit WM-Teilnehmer David Thomasberger, die „Panthers“ mit Comeback-Schwimmer Marek Ulrich und die „Golden Gators“ mit den Youngsters Louis Schubert und Timo Sorgius bestehen sowohl aus Schwimmern der Top-Trainingsgruppe von Frank Embacher als auch aus den jungen Kaderathleten der weiteren Trainingsgruppen am Stützpunkt.

„Die Kleinen sind sehr motiviert, weil sie mit den Großen zusammen in Mannschaften starten können und die Großen übernehmen die Vorbildrolle für die Jüngeren“, freut sich Embacher und sein Schützling Marek Ulrich ergänzt: „Es macht sehr viel Spaß, weil es auch schön ist, dass man die Kleineren besser kennen lernt.“

Das Kennenlernen beschränkt sich nicht nur auf den Beckenrand, wo natürlich Abstands- und Maskenpflicht herrschen. Auch im Wasser bekommen Groß und Klein bei der Leipziger ISL etwas mehr voneinander zu sehen, als es im normalen Trainingsbetrieb üblich ist. Pro Strecke können bis zu zwei Schwimmer eines Teams für ihre Mannschaft auf Punktejagd gehen. Dabei treffen die „Stars“ wie Thomasberger und Ulrich auch im direkten Duell auf die „Jungstars“ ab der Altersklasse 10. Möglich wird dies, weil die geschwommenen Zeiten nach dem Anschlag in Punkte umgerechnet werden, die auch die Altersklassen berücksichtigen. Da ist Spannung und Stimmung am Beckenrand garantiert. Bei den ersten Wettkämpfen lieferten sich die drei Teams intensive Kopf-an-Kopf-Rennen.

Auch optisch stehen die Leipziger ISL-Schwimmer den Athleten der „großen“ Profi-Liga in nichts nach. Für die Teams wurden eigens Logos entworfen und die Sportler mit passenden Shirts und Badekappen ausgestattet. Ermöglicht wurde das durch engagierte Sponsoren. Neben dem Goldsponsor der SSG Leipzig, der KSW Gruppe, unterstützen auch für das ISL-Projekt gewonnene Eventsponsoren das innovative Konzept. Mit Ausbau Liebertwolkwitz, fischerbalkone, der METEC GmbH, dem Sanitätshaus Wolf sowie dem Ingenieurbüro Stamm und der Stiemer Gebäudemanagement GmbH konnten insgesamt sechs Unternehmen gefunden werden, die sich für die Leipziger Schwimmer im Rahmen der ISL einbringen und unter anderem auch die Finanzierung der Hygienemaßnahmen ermöglicht haben.

Das ist natürlich ein wichtiger Rückenwind und im Schwimmbecken sorgt ein weitere Punkt im ISL-Konzept für Motivation: Für persönliche Bestzeiten gibt es Sonderpunkte und diese Bestleistungen purzelten vor allem bei den Jüngeren wie am Fließband. Schon mehr als 250 Verbesserungen gab es an den bisherigen vier Renntagen zu verbuchen. Einige davon können sogar Einzug in die offiziellen deutschen Bestenlisten finden, denn dank engagierter ehrenamtlicher Helfer, die extra getestet wurden und unter Hygienemaßnahmen das Event betreuen, wurden die letzten Leipziger Race Days auch als offizielle Wettkämpfe gewertet, was unter anderem für Kaderstatus und ähnliches durchaus wichtig sein kann.

„Es ist ein Wettkampf und das brauchen wir derzeit auf jeden Fall“, so Frank Embacher, der scherzhaft anmerkt: „Nur vom Training bekommt man mit der Zeit ja einen kleinen Rappel.“ Auch die Athleten seiner Spitzengruppe konnten durchaus überzeugenden Leistungen abliefern. Marek Ulrich zum Beispiel kam über die 100m Rücken in 55,01 Sekunden bis auf wenige Zehntel an seine Saisonbestleistung heran und schlug im Rückenprint in 25,45 Sekunden mit der deutschlandweit in diesem Jahre zweitbesten Zeit an. „Ich muss noch an der Ausdauer für die letzten Meter arbeiten. Da fehlt vielleicht doch mal ein Höhentrainingslager“, so die Einschätzung der mehrfachen Nationalschwimmers. „Es gilt einfach durchzuhalten und dranzubleiben.“

Ein Motto, das sich auch alle anderen Athleten auf die Fahne geschrieben haben. Deutschland fährt in den kommenden Tagen wieder herunter, doch die Leipziger Schwimmer haben ihre Zeit genutzt. Mit einem innovativen Konzept sind sie in diesen schwierigen Zeiten mit aller Vorsicht und trotz Abstand und Maske noch enger zusammengewachsen.

Die Schwimmwelt dreht sich in diesem Monat mal wieder etwas langsamer, doch am zurückliegenden Wochenende konnten die Schwimmer vom Leipziger Landesstützpunkt noch einmal ihre Qualitäten unter Beweis stellen.
Beim Vergleichswettkampf der sächsischen Landesstützpunkte in Dresden sorgte der Leipziger Comeback-Schwimmer Marek Ulrich (Post-SV) für überzeugende Achtungszeichen. Über seine Paradestrecke 100m Rücken war der mehrfache Deutsche Meister in 54,77 Sekunden eine Klasse für sich und bestätigte damit seine im Juli in Magdeburg gezeigte Leistung (54,71), mit der er aktuell die deutsche Jahresbestenliste auf den 100m Rücken anführt. Zudem präsentierte sich Marek über die 100m Freistil in 50,41 Sekunden in guter Form.

Sogar in Bestform trotz der schwierigen zurückliegenden Monate trat Yannis Merlin Willim (Post SV) auf. Der Deutsche Kurzbahnvizemeister war über die 100m Brust in 1:02,06 Minuten so schnell wie nie zuvor und kratzte über die 200m Brust in 2:13,42 Minuten um Hundertstelsekunden an seinem persönlichen Hausrekord. Auch der WM-Teilnehmer David Thomasberger (Post SV) war mit Zeiten von 23,47 Sekunden über die 50m Schmetterling und 1:57,86 Minuten über die 200m Schmetterling schnell unterwegs.

Doch nicht nur die „Großen“ aus der Spitzengruppe von Coach Frank Embacher glänzten am Wochenende. Die Leipziger Nachwuchstalente konnten beim Stützpunktvergleich satte 80 persönliche Bestmarken ins Becken bringen. Eine sehr starke Quote bei insgesamt 165 Einzelstarts. Besonders über die 400m Lagen waren hier Verbesserungen zu verbuchen, die zum Teil nicht mehr nur im Sekunden- sondern sogar Minutenbereich lagen.

Die nächsten Herausforderungen können also kommen. Das es aber mindestens im November und möglicherweise sogar noch länger keine offiziellen Wettkämpfe geben wird, arbeiten die Verantwortlichen des Leipziger Stützpunktes derzeit an einem eigenen internen Wettkampfformat. Das Ziel besteht darin, dass Talente und Top-Athleten weiterhin die Möglichkeit bekommen, ihre Form zu testen und dabei dank eines innovativen Konzepts in diesen schwierigen Zeiten noch enger zusammenwachsen.

Bildnachweis: SSG Leipzig

Die Schwimmhallen in Leipzig haben mit dem heutigen Tag ihren Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Ein sportlicher Übungsbetrieb kann daher nicht stattfinden.

Der Vorstand bemüht sich, Informationen über den weiteren Ablauf zu erhalten und wird informieren, wenn es Aussagen über die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes gibt.

Auch für den Leipziger Schwimmnachwuchs geht es wieder los! Zum Auftakt der neuen Saison konnten sich die Talente des Landesstützpunktes am Samstag und Sonntag beim traditionellen Plüschtierpokal in Dresden gegen bundesweite Konkurrenz behaupten.

Neben zahlreichen persönlichen Bestzeiten sprang dabei für die Athleten der SSG Leipzig sogar der dritte Platz in der Pokalwertung heraus und das, obwohl nur die älteren Sportler am Sonntag unter dem Dach der Startgemeinschaft antraten, während die jüngeren Schwimmtalente tags zuvor noch für ihre Stammvereine auf dem Startblock standen. Im Kampf um den „großen Pokal“ aller Teams mussten die Messestädter nur den Mannschaften von Aqua Berlin und vom Hofheimer SC den Vortritt überlassen und waren somit die stärkste sächsische Truppe. Ebenfalls bemerkenswert: In der „kleinen“ Pokalwertung der Vereine mit maximal 60 Einzelstarts sicherte sich der Post SV Leipzig einen starken fünften Platz von 24 Mannschaften.

„Der Wettkampf war eine erste Bestandsaufnahme nach der langen Corona-bedingten Pause. Dafür ist das Ergebnis positiv zu werten“, so das Fazit von Coach Mike Baumann, dessen Athleten ebenso wie Schwimmer der Trainingsgruppen von Bastian Schulte und Anne-Katrin Neumann in Dresden am Start waren.

Insgesamt nahmen es 45 Leipziger Youngsters bei mehr als 230 Einzelstarts mit der Konkurrenz aus insgesamt 38 Vereinen auf. Mit fast 2000 Einzelstarts war der Wettkampf in Dresden bundesweit eines der größten Schwimm-Events überhaupt in den zurückliegenden sechs Monaten. Fast 60 Podestplätze sprangen dabei für die Leipziger heraus. Neben den Einzelsiegen von Kristian Kyziridis, Arnim Hesse, Lilja Aline Hamann, Niels Hacker, Olivia Nala Wenzl, Aaliyah Schiffel, Adriana Wolf, Lius Pepe Baumeister, Luise Kotte und Lisa Mudryk war dabei besonders erfreulich, dass alle Leipziger Staffeln auf das Podest schwimmen konnten.

Und es geht direkt weiter: „Interessant wird es in der kommenden Woche, wenn erneut in Dresden die drei sächsischen Landesstützpunkte zum Vergleich antreten“, blickt Mike Baumann voraus. Wie die Leipziger Wasserraten am Wochenende gezeigt haben, müssen sie sich vor ihren Mitschwimmern aus Chemnitz und Dresden nicht verstecken.

Liebe Mitglieder,

anbei übermitteln wir Euch die Trainingszeiten für die am 31. August 2020 beginnende neue Saison 2020/2021 in der Sortierung nach Tagen.

Zudem verweisen wir noch einmal auf das aktuelle Hygienekonzept der Sportbäder Leipzig GmbH, in der noch immer gültigen Fassung vom Juni 2020.

Wir wünschen Euch einen guten Start in die neue Saison.

Der Vorstand

Hygienekonzept für die Schwimmhallen

Trainingszeiten Saison 2020-2021 sortiert nach Tagen

Im August 2020 bleibt die Geschäftsstelle geschlossen.

Wir bleiben aber jederzeit per E-Mail für Euch erreichbar.

Die Leipziger Spitzenschwimmerin Marie Pietruschka wird zur neuen Saison (2020/2021) ihren Trainingsstandort nach Neckarsulm verlegen, um sich dort auf die bevorstehende Olympiaqualifikation vorzubereiten.

Durch die Corona-Pandemie wurde auch die Lebensplanung der WM-Staffelfinalistin gehörig durcheinandergebracht, welche eigentlich nach Olympia 2020 das Karriereende vorsah. Ein Auslandspraktikum und die Anfertigung der Bachelorarbeit sollten den Einstieg ins Berufsleben einläuten. Nun kam alles anders und die Olympischen Spiele von Tokio sollen 2021 stattfinden. Das Praktikum macht die Psychologiestudentin jetzt in Neckarsulm und wird sich dort am Landesstützpunkt auch auf alle sportlichen Hürden vorbereiten, um die Qualifizierung für Olympia in Angriff zu nehmen. 

„Wie viele andere Olympiakader habe ich ein Phase der Suche nach neuer Motivation infolge der Absage der Spiele in 2020 durchgemacht“, erklärt Marie. „In den vergangenen Wochen habe ich gespürt, dass ich nach 12 Jahren in Leipzig eine Veränderung benötige, um die Kraft für dieses zusätzliche Jahr zu finden. Mit neuen Trainingspartnern und der Möglichkeit auch über die Zeit nach dem Sport hinaus zu planen, habe ich diesen Schub bekommen, welchen ich unbedingt benötigte.“

Olympiastützpunkt, Landesschwimmverband und Trainer sind sehr überrascht von dieser Entscheidung, da sich die 25-Jährige unter dem Training von Coach Frank Embacher vom Landeskader zum Olympiakader und einem festen Mitglied der Nationalmannschaft entwickelt hat. Trainer Embacher bedauert verständlicherweise die Entscheidung seines Schützlings, meint aber mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben kämpferisch, es gelte nun: „Volle Konzentration auf meine Trainingsgruppe, denn da werden wir noch einige sehr positive Überraschungen in den nächsten Jahren erwarten können!“

Ihrem Verein (Post SV) bleibt Marie Pietruschka weiterhin treu und auch das Startrecht für die SSG Leipzig wird sie behalten. Das ist ein positives Treuebekenntnis und Dankeschön an ihren Verein, der sie jahrelang so unterstützt hat, dass sie diesen erfolgreichen Weg gehen konnte.