News Archives - Postschwimmverein Leipzig e.V.

Liebe Mitglieder der Bäderallianz,

die Lage für unsere Bäder wird von Tag zu Tag prekärer, eine wirkliche Aussicht auf eine zeitnahe Wiederinbetriebnahme unter wirtschaftlichen Bedingungen ist nicht erkennbar. Daher starten wir heute unsere Aktion “Wir sitzen auf dem Trockenen: Leere Becken – leere Kassen”, mit der wir die Vertreterinnen und Vertreter der Politik und der Medien auf unsere Situation aufmerksam machen wollen.

Im Zentrum der Aktion steht das beigefügte Motiv.

Mit diesem Motiv wollen wir auf die Nöte unserer Bäderbetriebe und der von ihnen abhängigen Zulieferer und Dienstleister aufmerksam machen: Solange wir keine realistische Perspektive für eine Wiederinbetriebnahme unter sowohl kontrollierten als auch wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen haben, müssen die öffentlichen Bäder und Kureinrichtungen mit wirksamen Hilfsprogrammen am Leben gehalten werden. Diese müssen sofort greifen und auch langfristig angelegt sein. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob es sich um einen kommunalen oder staatlichen Betrieb handelt, ein Verbundunternehmen, das zum Beispiel in einen Stadtwerkekonzern integriert ist, oder einen privaten Betreiber. Unsere Betriebe sind alle gleichermaßen von den Schließungen betroffen und die existentielle Bedrohung wird von Tag zu Tag größer. Es wird höchste Zeit, dass die Politik handelt und ein Hilfsprogramm für die öffentlichen Bäder und Kureinrichtungen auf den Weg bringt!

Es wäre prima, wenn Sie auch Ihre Mitgliedsbetriebe bitten, die Kampagne zu unterstützen und die beiden Dateien an diese weiterleiten. Das Motiv ist bewusst neutral gehalten, also ohne ein Logo unseres Verbandes.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr. Klaus Batz
Geschäftsführer

EWA – European Waterpark Association e.V.

Tokio, Budapest – oder doch Rom?! Leipzigs Schwimmer sind auf dem Weg, sich auf der internationalen Bühne des Schwimmsports breit zu machen. In der zurückliegenden Woche zerschmetterte David Thomasberger mit Deutschen Rekorden die Olympianorm und auch Marie Pietruschka sowie Marek Ulrich stehen mit einem Fuß im Nationalteam. Nun zog auch Nachwuchstalent Timo Sorgius nach.

Beim Qualifikationswettkampf in Magdeburg gelang es dem 17-Jährigen, der im Sommer 2020 nach Leipzig wechselte, sowohl über die 100m Freistil (50,63 Sekunden) als auch die 200m Freistil unter der Norm zur Qualifikation für die Junioren-Europameisterschaften zu bleiben. Die Titelkämpfe finden im Juli in Rom statt, doch vielleicht kommt Sorgius schon eher zum Einsatz. Mit seiner Zeit von 1:49,51 Minuten auf der 200m-Distanz zählt er auch zu den Kandidaten für eine mögliche 4x200m Freistilstaffel bei der Schwimm-EM im Mai in Budapest. 

Einen weiteren Schritt in Richtung Tokio konnte Marie Pietruschka machen. Zwar gelang es ihr beim Meeting in Eindhoven trotz eines starken zweiten Platzes nicht, ihre vor einer Woche gezeigte Bestleistung über die 200m Freistil (1:58,33) zu steigern. Aber ihre Nationalteamkollegin Annika Bruhn leistete Schützenhilfe und verhalf mit einem Sieg der 4x200m-Staffel zur Olympianorm. Tags zuvor war das auch den Damen der 4x100m Freistilstaffel gelungen. Das heißt: Die jeweils besten vier Finalschwimmerinnen des Nominierungszeitraums über die 100 und 200m fahren sicher mit nach Tokio. Aktuell rangiert Marie Pietruschka in diesem Ranking über beide Strecken an zweiter Stelle und darf sich berechtigte Hoffnungen auf ein Ticket nach Tokio machen.

Auch Marek Ulrich schwimmt unverändert in Richtung internationaler Gewässer. Er gewann in Magdeburg die 100m Rücken in 54,88 Sekunden und führt damit weiterhin die deutsche Bestenliste des Qualifikationszeitraums an. Kann er diese Position behaupten bis sich das Nominierungsfensters schließt, fährt auch er mit zu Olympia. Und selbst wenn das nicht klappen sollte: Ulrich hat bereits die Einzelnorm für die Europameisterschaften erfüllt, wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf internationaler Bühne zu sehen sein.

Ein erfolgreiches Wochenende hatte auch Yannis Willim. Er gewann in Magdeburg die 200m Brust und unterbot dabei seine persönliche Bestzeit in 2:12,36 Minuten um genau eine Sekunde. Damit rückt auch die EM-Norm von 2:11,50 Minuten für ihn in Schlagweite. Über die 100m-Strecke kam er in 1:01,86 Minuten bis auf sieben Hundertstel an seinen in der Vorwoche aufgestellten Hausrekord heran.

Zwei Drittel der Qualifikationsphase für die internationalen Top-Events sind damit absolviert und die Spitzen-Asse der Leipziger Schwimmfamily liegen voll auf Kurs. Diesen gilt es zu halten: Erst mit dem abschließenden Nominierungswettkampf am kommenden Wochenende in Berlin entscheidet sich, welche Schwimmer die Tickets nach Tokio, Budapest und Rom erhalten.

Es geht Schlag auf Schlag für Leipzigs Spitzenschwimmer: Am vergangenen Wochenende sorgte besonders David Thomasberger mit seinem Deutschen Rekord und der Olympianorm über 200m Schmetterling für Furore. Und auch die beiden EM-Normen von Marie Pietruschka und Marek Ulrich haben dem Leipziger Team ordentlich Aufwind gegeben. Den gilt es nun direkt wieder zu nutzen, denn die Schwimmer aus der Messestadt haben am Wochenende in Magdeburg die Chance, zu weiteren internationalen Qualifikationen zu fliegen. „Nach dem vergangenen Wochenende habe ich überhaupt keinen Druck mehr. Jetzt kann ich einfach mit Spaß und frei in die anstehenden Wettkämpfe gehen. Mein Fokus liegt jetzt erst einmal auf meinem Team, was ich versuchen werde nun bestmöglich zu unterstützen“, sagt der frisch gebackene Deutsche Rekordhalter David Thomasberger. Er konzentriert sich jetzt auf die 100m Freistil und Schmetterling, bei denen es ihm vor allem um gute Rennen, Spaß und Bestzeiten geht. Abgeliefert hat er bereits, nun will er vor allem seinen besten Freund Marek jubeln sehen. 

Marek Ulrich empfahl sich in starken 54,27 Sekunden am Wochenende bereits über die 100m Rücken für die EM. Jetzt schielt er in Richtung Olympianorm, welche noch etwa eine halbe Sekunde entfernt ist. Die letzten Zehntel will er nun am Wochenende noch abzwacken: „Nach dem Laktat und der Aufregung vom Wochenende galt es erstmal sich wieder zu finden und etwas runter zu kommen. Wir haben die Woche zudem genutzt, um noch etwas an meiner Wasserlage zu feilen. So hoffe ich noch das eine oder andere Zehntel schneller an die Wand zu kommen am Sonntag.“  Auch der Brust-Spezialist Yannis Willim blickt mit Spannung nach Magdeburg. In Heidelberg schwamm er über die 100m bereits eine sehr gute Bestzeit. Nun gilt es die Grundgeschwindigkeit auf die doppelte Distanz mitzunehmen. Über die 200m hat Willim die Chancen sich ebenfalls für die EM in Budapest zu empfehlen. Ihm fehlen von seiner Bestzeit noch zwei Sekunden auf die geforderte Norm, was in Anbetracht seiner guten Form nicht außer Reichweite zu sein scheint.

Etwa 500km weiter westlich begann beim Qualifikationsmeeting in Eindhoven für Marie Pietruschka das Wettkampfwochenende schon heute. Über die 200m Lagen lieferte sie in 2:15,29 Minuten schon im Vorlauf eine beachtliche Leistung ab. Nachdem sie sich mit einer starken Bestzeit über die 200m Freistil bereits am zurückliegenden Wochenende an die deutsche Spitze geschwommen hat, kann sie am Sonntag nochmal nachlegen. Für die EM hat sie das Ticket schon in der Tasche. Um sich für die Olympiastaffel zu qualifizieren, müssen die vier schnellsten Damen mit ihren Finalzeiten allerdings zusammengerechnet unter 7:55,00 Minuten liegen. Bisher sind die Frauen noch etwa anderthalb Sekunden davon entfernt. Es gilt also nicht nur Marie die Daumen zu drücken am Wochenende.  Eine, die dabei ein Wörtchen mitreden will ist Lia Neubert. Immerhin hat sie über die Staffel die Chance mit in das EM-Team aufgenommen zu werden. Hierfür müsste sie sich mindestens auf Rang acht des nationalen Rankings wiederfinden, wo sie derzeit sogar schon ist. Dies gilt es in den kommenden Tagen zu verteidigen oder auszubauen. Timo Sorgius ist sogar noch etwas näher an der Chance, internationale Erfahrung sammeln zu dürfen. Ihm fehlt über die 200m Freistil gerade einmal eine halbe Sekunde auf die geforderte Norm für die Junioren-EM in Rom. Es dürfte also spannend werden, wenn die Elite der Schwimm-Family morgen nach Magdeburg reist. 

Bildnachweis: „SSG Leipzig“

 Liebe Mitglieder,

seit nunmehr fast sechs Monaten sind die Schwimmhallen in Leipzig für den Vereinssport und somit auch für die Mitglieder des Post SV geschlossen. Leider gibt es bis zum heutigen Tag auch keine Öffnungsperspektive, so dass wir nicht wissen, wann wir Euch wieder am Beckenrand begrüßen können. Bis heute haben wir leider knapp 20 Prozent unserer Vereinsmitglieder verloren. Laut Bestandserhebung des Landessportbundes Sachsen hat es die Schwimmvereine besonders hart getroffen und sie haben sportartenübergreifend den größten Mitgliederschwund zu verzeichnen.

Wir möchten an dieser Stelle allen Mitgliedern herzlich danken, die unserem Verein auch ohne Wassertrainingszeiten die Treue halten.

Gemeinsam mit unserem Ausrüster, der Firma Teamfreaks, haben wir uns eine kleine „Solidaritäts-Aktion“ überlegt:

“Nie ohne mein Team” T-Shirt oder “Nie ohne mein Team” Hoodie  

Zusammenstehen – auch in schwierigen Zeiten! Das ist Teamgeist. Ihr bekommt ein hochwertiges T-Shirt oder Hoodie, mit denen WIR unseren Zusammenhalt zeigen wollen.

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Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

Mit sportlichen Grüßen

Uwe Bodusch

Vorsitzender

Die Leipziger Spitzenschwimmer sind auf bestem Weg, die Messestadt in diesem Jahr gleich mehrfach international zu vertreten. Nachdem am Samstag bereits David Thomasberger eindrucksvoll mit Deutschem Rekord die Olympianorm über die 200m Schmetterling knacken konnte, ließen am Sonntag seine Vereinskollegen Marie Pietruschka und Marek Ulrich aufhorchen.

Über die 200m Freistil zauberte Marie Pietruschka wie schon tags zuvor über die 100m-Distanz eine neue Bestzeit ins Becken. In 1:58,30 Minuten gab die WM-Finalistin dabei ein dickes Empfehlungsschreiben für die 4x200m-Staffel bei Olympia ab. Zwar muss das Quartett zunächst noch die vom Verband vorgegeben Norm erfüllen und Pietruschka ist nur dann mit dabei, wenn sie auch bis Ende des Qualifikationszeitraums am 18. April unter den Top Vier über die 200m Freistil steht. Die Chancen, dass diese beiden Voraussetzungen erfüllt werden, sehen aber recht gut aus. 

Zudem unterbot Pietruschka heute damit problemlos die Norm für die Schwimm-Europameisterschaften, die im Mai in Budapest über die Bühne gehen. Sollte es also mit der Olympiastaffel nix werden, könnten wir sie bei der EM in internationalen Gewässern sehen. Gleiches gilt für Marek Ulrich. Der SSG-Schwimmer stellte über die 100m Rücken in 54,27 Sekunden seine persönliche Bestzeit ein und knackte die Norm für die Europameisterschaften. Auch sein Blick dürfte aber auf Tokio gerichtet sein. Aktuell führt er das Ranking der potentiellen Rückenschwimmer für die deutsche Lagenstaffel bei Olympia an.

David Thomasberger war einen Tag nach seinem Rekorddoppelschlag in Heidelberg ebenfalls noch einmal im Einsatz. Über die 100m Schmetterling stellte er erneut seine starke Form unter Beweis und schlug in 52,84 Sekunden mit persönlicher Bestzeit auf Platz eins an.

Einen neuen Hausrekord konnte auch SSG-Neuzugang Timo Sorgius verbuchen. Über die 200m Freistil holte er gemeinsam mit Louis Dramm (1:52,25 / Dresdner Delphine) einen Leipziger Doppelsieg und kam in 1:51,35 Minuten bis auf gut eine halbe Sekunde an die Norm zur Qualifikation für die Junioren-EM heran. In den weiteren Finals gab es für Yannis Willim über die 200m Brust (2:13,58) und Lia Neubert über die 50m Freistil (26,24) jeweils Rang zwei. 

Die Leipziger Wasserhelden haben am Wochenende nicht nur die heimische Schwimmfamily beeindruckt, sondern auch national und in Person von David Thomasberger sogar über die deutschen Grenzen hinaus von sich reden gemacht. Viel Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt aber nicht. Schon am kommenden Samstag geht die Jagd auf Tickets nach Tokio und Budapest weiter. Mit dem Wettkampf in Magdeburg steht dann die zweite Station des dreiwöchigen Qualifikationszeitraums im Kalender.

Bildnachweis: „SSG Leipzig / Alibek Käsler“

Besser hätten sich die Leipziger Schwimmer den Auftakt in die Olympiaqualifikation kaum erträumen können: Über die 200m Schmetterling knackte der Messestädter David Thomasberger (Post SV) nicht nur die Normzeit für die Spiele in Tokio. Der 25-Jährige verbesserte beim Meeting in Heidelberg auch den Deutschen Rekord – und das gleich doppelt!

Nachdem er schon im Vorlauf seine starke Form angedeutet hatte und in 1:55,51 Minuten die bisherige Bestmarke, gehalten vom einstigen Leutzscher Ramon Klenz, um 19 Hundertstel unterbot, legte Thomasberger im Finale kräftig nach. In 1:55,04 Minuten drückte er den Deutschen Rekord noch einmal deutlich nach unten. Eine echte Weltklasseleistung: Bei der Schwimm-WM 2019 hätte die Zeit im Finale zum sechsten Platz gereicht und in diesem Jahr waren weltweit gerade einmal zwei Athleten schneller als Thomasberger.

Der Leipziger hat damit zwar das Ticket nach Tokio in der Hand. Die Koffer kann er aber noch nicht ganz packen. Sollten bis zum Ende des Qualifikationszeitraums am 18. April noch zwei andere Deutsche schneller sein als er, würden diese ihn vom Olympiastartplatz verdrängen. Das muss aber erst einmal jemand schaffen: Mit seinen heutigen Leistungen hat Thomasberger im Kampf um die Tickets bärenstark vorgelegt.

Einen gelungenen Einstand in die Olympiaqualifikation legte auch Marie Pietruschka (Post SV) hin. Die Leipziger WM-Finalistin schwamm in Heidelberg über die 100m Freistil in 55,01 Sekunden auf Platz zwei eine neue persönliche Bestleistung und zeigte, dass man sie auch für die Olympiastaffel auf dem Zettel haben sollte. Ihre Vereinskollegin Lia Neubert schlug in 56,88 Sekunden als Sechste an.

Auch in den weiteren Events überzeugten die Leipziger Schützlinge von Coach Frank Embacher. Über die 400m Freistil sicherte sich Louis Dramm (Dresdner Delphine) in 3:58,25 Minuten klar den Sieg in Heidelberg und Timo Sorgius (SV Handwerk) gewann in 51,10 Sekunden die 100m Freistil, über die sein Teamkollege Marek Ulrich im Vorlauf in 50,06 Sekunden die schnellste Zeit abgeliefert hatte. Für Yannis Willim (Post SV) gab es über die 100m Brust in 1:01,79 Minuten Platz drei mit starker neuer Bestzeit.

Bildnachweis: „SSG Leipzig / thesportpicturepage“

Es war ein hartes Jahr für Schwimmer und auch die Spitzenathleten vom Leipziger Landesstützpunkt bekamen das zu spüren: Einschränkungen beim Training, kaum Wettkämpfe und auf gewohnte Höhentrainingslager musste verzichtet werden. Doch all das gilt es jetzt abzuhaken, denn ab dem kommenden Wochenende sind Top-Leistungen gefordert.

Bei Wettkämpfen in Heidelberg (3./4.4.), Magdeburg (10./11.4.) und Berlin (16.-18.4.) nehmen die Schützlinge von Coach Frank Embacher die Tickets zu den Olympischen Spielen in Tokio und zur im Mai in Budapest stattfindenden Europameisterschaft ins Visier. Dabei ist direkt Vollgas angesagt. „Wir haben die Planung etwas umgestellt und werden versuchen, schon in Heidelberg schnell zu schwimmen“, erklärt Trainer Embacher. „Eigentlich sollte das nur der Einstiegswettkampf werden, aber aufgrund der Pandemie-Lage wollen wir jeden Wettkampf voll nutzen, um Leistungen zu zeigen.“

Die Leipziger Olympia-Hoffnungen ruhen vor allem auf dem weltmeisterschaftserfahrenen SSG-Trio Marie Pietruschka, David Thomasberger und Marek Ulrich (alle Post SV). Für Thomasberger liegt die Olympianorm (1:56,30) über die 200m Schmetterling sogar über seiner persönlichen Bestzeit von 1:56,01 Minuten. „Ich bin recht optimistisch und freu mich darauf, endlich mal wieder zu racen. Seit Jahresbeginn bin ich gut durchgekommen und das letzte Heimtrainingslager lief recht gut“, meint der 25-Jährige.

Bei Ulrich und Pietruschka geht der Blick neben den Einzelnormen auch auf die deutschen Staffeln. Für Marek Ulrich heißt das, er muss unter den deutschen Schwimmern in den kommenden drei Wochen die schnellste Zeit über seine Paradestrecke 100m Rücken abliefern. Selbst wenn er dann die Einzelnorm von 53,70 Sekunden nicht erreichen sollte, würde er sich so für die deutsche Lagenstaffel empfehlen. „Ich werde in Heidelberg direkt versuchen, eine ordentliche Zeit ins Becken zu bringen“, kündigt er an. Die mittlerweile in Neckarsulm trainierende aber weiterhin für die SSG Leipzig startende Marie Pietruschka tritt in Heidelberg über die 100 und 200m Freistil sowie die 200m Lagen an. Sowohl 2018 als auch 2019 gelang es ihr, sich über die Staffeln in die Nationalmannschaft zu schwimmen. Dieses Kunststück will sie in den kommenden Wochen wiederholen. 

Und die Leipziger Crew hat noch ein paar weitere Asse im Ärmel. So liebäugelt Yannis Willim (Post SV) mit der Olympianorm über die 200m Brust und sollte das nicht klappen, besteht in den kommenden Wochen auch die Möglichkeit, sich für die Europameisterschaften in Budapest zu qualifizieren. Für diese könnte auch Lia Neubert (Post SV) eine Kandidatin für die deutschen Staffeln sein, sollte der Deutsche Schwimm-Verband bei der EM nicht das Olympia-Quartett an den Start schicken. Zudem besteht für den Leipziger Neuzugang Timo Sorgius (SV Handwerk) die Chance, sich für die im Juli in Rom stattfindenden Junioren-Europameisterschaften zu empfehlen und auch Louis Dramm (Dresdner Delphine) will bei den Wettkämpfen in Heidelberg, Magdeburg und Berlin gegen die nationale Konkurrenz auf sich aufmerksam machen. Egal ob Olympia-, EM- oder JEM-Normen gejagt werden: Die Leipziger Schwimmer sind heiß darauf, sich endlich wieder im Wettkampfbecken beweisen zu dürfen.

Liebe Mitglieder,

wie Ihr aus der Presse erfahren habt, wurde am 23.03.2021 eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 18.04.2021 durch die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder vereinbart. Eine verlässliche Aussage für die Fortsetzung unseres Sportes ist nicht möglich. Zwar wurde auf der virtuellen Jahreshauptversammlung des Stadtsportbundes am 22.03.2021 den Vereinen eine gegenüber dem Vorjahr gleichbleibende finanzielle Unterstützung zugesagt, eine verlässlich Prognose und Planung von Training, Wettkämpfen, anderen Veranstaltungen und den damit verbundenen Ausgaben auch nach Ablauf des ersten Quartals des Jahres 2021 ist für uns auf dieser Grundlage jedoch nicht möglich. Bereits erfolgte Planungen sind damit bereits wieder Makulatur.

Wir werden daher in der Mitgliederversammlung unseres Vereins – voraussichtlich im Juni – einen Vorschlag zur zeitlich begrenzten Beitragsreduzierung für Bestandsmitglieder ab dem 2.Halbjahr 2021 erarbeiten und zur Abstimmung stellen. Voraussetzung dieser Reduzierung ist aber, das die Sportförderung nicht verletzt und die Gemeinnützigkeit nicht gefährdet wird. Dabei soll die Beitragsordnung selber nicht geändert werden.

Es ist für uns sehr bedauerlich, dass wir keine besseren Perspektiven aufzeichnen können.

Zu guter Letzt möchten wir Euch noch darauf hinweisen, dass es zwei neue Varianten von Badekappen unseres Vereins gibt.

Diese sind ab sofort unter https://teamfreaks.de/vereinsshops/postschwimmverein-leipzig/ erhältlich.

Wir wünschen Euch ein schönes Osterfest und bleibt Gesund!

Mit sportlichen Grüßen

Uwe Bodusch
Vorsitzender

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreudinnen und Sportfreunde,

vor ziemlich genau einem Jahr hat die Corona-Pandemie nicht nur den sächsischen Sport, sondern die ganze Welt erfasst. Ohne zu wissen, wie lange uns die Auswirkungen einschränken würden, appellierten wir bereits in einer unserer ersten Meldungen zu dem damals noch unbekannten Erreger an das Verantwortungsbewusstsein unserer Vereine: Denn neben Werten wie Gesundheit, Fitness und Leistung stehen gerade wir als Sport auch für Zuverlässigkeit, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

All das haben die Vereine im Freistaat in den vergangenen Monaten eindrucksvoll bewiesen. Hinter uns allen liegt eine anstrengende Zeit, voller gesundheitlicher, persönlicher und teilweise auch beruflicher Ungewissheit. Umso beachtlicher ist es, dass die sächsische Sportfamilie den Trainingsbetrieb auch unter ständig wechselnden Einschränkungen am Laufen hält: Mit durchdachten Hygienekonzepten, innovativen Angeboten zum kontaktfreien Sporttreiben und nicht zuletzt mit unermüdlichem Engagement und Ausdauer. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle persönlich meinen herzlichsten Dank aussprechen! Der Treue der Vereinsmitglieder und der Umsicht der Verantwortlichen in den Vereinen ist es zu verdanken, dass wir nach dem vergangenen Jahr zwar einen leichten Rückgang an Sporttreibenden vermelden mussten, aber bisher weder die an manchen Stellen befürchteten Massenaustritte noch ein großflächiges Vereinssterben zu beklagen haben.

Als Dachverband des organisierten Sports in Sachsen wissen wir sehr gut um die aktuell äußerst unbefriedigende Situation der Vereine und die zunehmende Ungeduld vieler Mitglieder. Wie in vielen anderen Lebensbereichen werden auch für den Sport ständig neue Verordnungen mit teilweise praxisfernen Auflagen erlassen. Mit einem kurzen Draht zur sächsischen Landespolitik und zahlreichen Wortmeldungen in den Medien treten wir deswegen als Lobbyist für unsere Vereine ein. Trotz überwiegend positivem Feedback aus Sport, Regierung und Öffentlichkeit ist es uns jedoch nicht immer gelungen, unsere Anregungen und Verbesserungsvorschläge in den entsprechenden Verordnungen zu verankern. Das ist auch für uns ernüchternd und unbefriedigend. Aber ich möchte Ihnen versprechen: Wir bleiben dran und kämpfen weiter für die sächsischen Sportler*innen!

Trotz widriger Pandemie-Bedingungen errang der Landessportbund im vergangenen Jahr auch einige Erfolge. So konnten wir trotz des noch nicht beschlossenen Staatshaushaltes die sächsische Sportförderung im Zuwendungsvertrag 2021/22 sicherstellen. Darin enthalten ist sogar eine Erhöhung der Förderung des regelmäßigen Übungs- und Trainingsbetriebs für die Vereine, die im Projekt Breitensportentwicklung einen Antrag stellen. Wir sehen darin eine Anerkennung des Freistaates Sachsen für Ihr unermüdliches Engagement. Zusätzlich konnten wir für die Vereine Erleichterungen bei der Mittelverwendung im Projekt Breitensportentwicklung erwirken. Seit diesem Jahr sind alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem regelmäßigen Übungs- und Trainingsbetrieb stehen, als zuwendungsfähig anerkannt. Das hilft gerade in Pandemiezeiten bei zusätzlichen Hygienekosten oder anfallenden Stornogebühren, gilt aber auch in Zukunft, beispielsweise für Betriebsausgaben, Mieten und Pachten.

Glücklicherweise für die meisten Vereine nicht relevant, aber für die Betroffenen doch hilfreich war zudem die Corona-Soforthilfe, die wir im ersten Lockdown im April 2020 kurzfristig und gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium des Innern (SMI) umgesetzt haben. Über 200 Sportvereine, die durch die Folgen der Corona-Pandemie unverschuldet in einen existenzbedrohenden Liquiditätsengpass geraten waren, erhielten einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro. Auch wenn durch vertiefte Prüfungen bei einigen Vereinen Rückforderungen gestellt werden mussten, wollen wir diese Unterstützungsmaßnahme in 2021 fortsetzen und stehen dazu derzeit in Verhandlungen mit dem SMI. Über unsere Webseite sowie unsere Social-Media-Kanäle informieren wir rechtzeitig über die Antragsmöglichkeiten.

Auf diesem digitalen Weg finden Sie ebenfalls zeitnah nach jeder durch den Freistaat neu veröffentlichten Corona-Schutz-Verordnung unsere Corona-FAQ, in der wir die aktuell für den Sport geltenden Regelungen verständlich aufbereiten. Zusammen mit den Beratungsangeboten der Kreis- und Stadtsportbünde und den Umsetzungshilfen der Landesfachverbände zum Sport unter Corona-Auflagen – z.B. mit Musterhygienekonzepten – versuchen wir als Dachstrukturen auf diese Weise, alle Vereine in der Pandemiezeit und beim hoffentlich baldigen Neustart des Sports bestmöglich zu unterstützen. Um die sportliche Zwangspause zu verkürzen und weiterhin in Kontakt zu bleiben, bieten wir außerdem zahlreiche digitale Angebote zur Aus- und Fortbildung von Übungsleiter*innen, Trainer*innen und Vereinsverantwortlichen an.

Lassen Sie mich abschließend sagen, dass wir als Landessportbund Sachsen uns auch weiterhin mit aller Kraft für den sächsischen Sport stark machen werden. Immer mit dem Ziel, nach der Pandemie gemeinsam zu dem uns bekannten Vereinsleben zurückzukehren und gestärkt und für die Zukunft gerüstet aus der Krise hervorzugehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie der sächsischen Sportfamilie weiterhin gewogen bleiben. Bei Fragen oder Beratungsbedarf können Sie sich gerne an das Team unserer Geschäftsstelle oder an Ihre Ansprechpartner*innen in den Kreis- und Stadtsportbünden sowie den Landesfachverbänden wenden. 

Bleiben Sie gesund und engagiert!

Sportliche Grüße 

Ulrich Franzen 

Präsident

Landessportbund Sachsen

Hat der Lockdown endlich ein Ende oder wird wieder verlängert? In der Woche vor dem nächsten Corona-Gipfel wendete sich DSV-Präsident Marco Troll mit einem Brief und dringendem Appell im Namen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) an die Bundesregierung. Im Interview erzählt der Freiburger mehr zu seinen Beweggründen, den Problemen an der Basis und der Hoffnung auf mehr Vertrauen.

Die Bundeskanzlerin verhandelt mit den Regierungschef*innen der Länder am Mittwoch über den Fortgang des Lockdowns. Mit welchen Hoffnungen und Erwartungen verfolgen Sie das als DSV-Präsident und damit Interessenvertreter von fast 600.000 Mitgliedern?
Marco Troll: Kurzfristig freue ich mich natürlich, dass der Lockdown endlich die erhoffte Wirkung zeigt und der Inzidenzwert zuletzt deutlich gesunken ist. Und ich hoffe, dass sich dies auch in den Maßnahmen widerspiegeln wird. Was mir jedoch insbesondere als DSV-Präsident aktuell große Sorgen bereitet, sind die langfristigen Auswirkungen der Pandemie für unseren Sport und die Gesellschaft. Genau deshalb habe ich mich in der letzten Woche mit einem Brief an die Bundeskanzlerin und die Regierungschef*innen der Länder gewandt. In der aktuellen Situation reicht es nicht mehr, nur nach Sichtweite zu steuern. Es müssen schon jetzt Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, die uns davor bewahren, langfristig vor Problemen zu stehen, die wir nicht mehr lösen können.

Von vielen Seiten wird bereits von der Angst vor der „verloren Corona-Generation“ gesprochen – im Schwimmen bezieht sich das unter anderem auf die Kinder, die 2020 nicht schwimmen lernen konnten. Was genau fordern Sie dazu in Ihrem Brief?
Marco Troll: Das Problem ist, dass selbst diese Einschätzung noch zu kurzfristig gegriffen ist. Wir steuern auf eine Situation zu, in der wir nicht nur einen Jahrgang verlieren, der im letzten Jahr aufgrund des Lockdowns nicht schwimmen lernen konnte, sondern auf die Tatsache, dass Generationen von Kindern in Deutschland überhaupt keine Chance mehr haben, Schwimmen zu lernen und den Lebensraum Wasser ohne Gefahr für Leib und Leben zu nutzen – weder jetzt noch zukünftig. Wasserfläche war schon immer knapp, doch durch die pandemiebedingten Sparmaßnahmen der Kommunen werden Schwimmbäder nun oftmals langfristig geschlossen, denn Schwimmbäder kosten Geld. Diese Entwicklung muss unter allen Umständen gestoppt werden. Schwimmbäder sind eine Investition in die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung, sie müssen also eher wie Schulen betrachtet werden. In unserem Brief stellen wir daher drei konkrete Forderungen – ein grundsätzliches Bekenntnis der Bundesregierung zum Kulturgut Schwimmen, die besondere Förderung des organisierten Vereinssports in Pandemiezeiten und das Vertrauen in den organisierten Schwimmsport als Teil der Problemlösung in Zeiten der Pandemiebekämpfung.

Nach einer langen Zeit sehnen sich die Menschen immer mehr nach einem Ende der Beschränkungen, die DSV-Mitglieder wollen endlich wieder in die Schwimmhallen. Die Unsicherheit über Verbreitung und Auswirkung neuen Virus-Mutationen könnte aber zu anhaltender Zurückhaltung in Sachen Lockerung führen. Haben Sie davor Angst?
Marco Troll: Nach fast einem ganzen Jahr in der Pandemie haben die Menschen kaum noch Kraft. Wir wissen, dass die Bevölkerung den Sport braucht – für den Körper, aber auch für die Seele. Die Virus-Mutationen sollten natürlich absolut ernst genommen werden. Das Letzte, was wir jetzt brauchen, ist ein ständiger Kreislauf von Öffnungen und Lockdown. Wir sind der Meinung, dass insbesondere der organisierte Vereinssport ein wichtiger Helfer in der Pandemiebekämpfung sein kann. Wir haben funktionierende Hygienekonzepte, und selbst wenn es zu einem Ausbruch kommen sollte, dann können die Kontaktketten innerhalb des Vereins viel besser nachverfolgt werden als zum Beispiel im privaten Raum. Dazu kommt, dass Chlor das Virus nachweislich abtötet. Wir hoffen, dass die Regierung hier ebenfalls erkennt, welchen Beitrag wir leisten können und dem Vereinssport das entsprechende Vertrauen entgegenbringt.

Wie groß ist denn der Druck an der Basis? 
Marco Troll: Wir bekommen fast täglich Hilferufe aus unseren Vereinen. Die Schwimmhallen schließen, Mitglieder brechen weg und damit fehlen die so wichtigen Einnahmen. Gemeinsam mit unseren Landesverbänden verschaffen wir uns gerade einen umfassenden Überblick, in welchem Ausmaß die Pandemie bereits zu Mitgliederschwund geführt hat. In Berlin sehen wir zum Beispiel schon jetzt knapp 13 Prozent weniger Mitglieder im Vergleich zu 2019 – und das betrifft vor allem Kinder. Auch im Bereich der Wettkampflizenzen müssen wir hohe Verluste ertragen. Der DSV konnte 2020 nur knapp 40 Prozent seiner geplanten Wettkämpfe durchführen. Ohne das Angebot von Wettkämpfen werden natürlich auch weniger Lizenzen erworben. All das wirkt sich negativ auf den Haushalt aus, und das bei immens steigenden Kosten für aufwendige Hygienekonzepte und Bubbles vor allem für die Olympia-Vorbereitung. Ganz Sportdeutschland kämpft gerade ums Überleben.

Wie sollte es ihrer Meinung nach weitergehen?
Marco Troll: Das Thema Eigenverantwortung ist und bleibt essenziell. Als Gesellschaft müssen wir uns noch einmal zusammenraufen und weiterkämpfen. Für unsere Mitglieder wünschen wir uns ein starkes Zeichen durch die Regierung. Das Bekenntnis zur enormen Relevanz unseres Sports und unserer Mitglieder. Es müssen jetzt kreative Lösungen gefunden werden, die die Sicherheit der Menschen gewährleisten und gleichzeitig eine Öffnung des Vereinssports ermöglichen. Es gibt bereits verschiedene Ansätze, von frühzeitiger Öffnung der Freibäder bis hin zu steuerlichen Erleichterungen für Vereine. Als Spitzenverband stehen wir der Regierung hier gern jederzeit beratend zur Seite, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Quelle:  Der DSV – Verband – Aktuelles | Deutscher Schwimm-Verband e.V.