Energie-Lockdown für den Sport muss verhindert werden
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) warnen eindringlich davor, in der sich abzeichnenden Energiekrise die Fehler aus der Corona-Pandemie zu wiederholen und Schwimmbäder und weitere Sportstätten erneut zu schließen. „Der vereinsbasierte und gemeinwohlorientierte Sport ist wesentlich mehr als eine Freizeitaktivität. Er ist unverzichtbarer Teil der sozialen Daseinsvorsorge und erfüllt wichtige soziale und gesundheitsfördernde Funktionen für die Gesellschaft. Dies muss bei allen Entscheidungen zur Gas- und Wärmeversorgung berücksichtigt werden“, sagt der DOSB-Vorstandsvorsitzende Torsten Burmester.
Das gelte insbesondere auch für den Schwimmsport, betont DSV-Präsident Marco Troll. „Schwimmen ist mehr als bloß Freizeitbeschäftigung, es ist ein Kulturgut. Schwimmen lernen rettet leben. Aber schon in den vergangenen beiden Corona-Jahren haben in Deutschland aufgrund geschlossener Schwimmhallen viele Kinder nicht mehr ordentlich schwimmen gelernt. Ein Energie-Lockdown würde diese Situation jetzt noch weiter verschärfen und einer ganzen Generation von Kindern die Chance rauben, schwimmen zu lernen und den Lebensraum Wasser ohne Gefahr für Leib und Leben zu nutzen.“
Der DSV hat sich mit dieser für den deutschen Schwimmsport existenziell wichtigen Thematik intensiv beschäftigt. Der DSV fordert gemeinsam mit dem DOSB die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, für das Schwimmen lernen geeignete Bäder bzw. Wasserflächen so lange wie möglich geöffnet zu halten. Sie stimmen der Empfehlung des Deutschen Städtetages keinesfalls zu, kurzfristig Hallenbäder (nicht Spaßbäder) zu schließen – was drastische Folgen für die Sicherheit und Lebensqualität der Bürger*innen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, in Kauf nimmt. „Rund 60 Prozent der Zehnjährigen sind keine sicheren Schwimmer*innen“, sagt Michaela Röhrbein, DOSB-Vorstand Sportentwicklung.
In einem gemeinsamen Brief mit der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) hat sich der DSV erst kürzlich auch direkt an die Bundesnetzagentur gewandt und die Wichtigkeit des Schwimmsports für die gesamte Gesellschaft deutlich gemacht.
Laut dem Expert*innenrat der Bundesregierung zu COVID-19 muss „die Sicherung der sozialen Teilhabe durch […] sportliche und kulturelle Aktivitäten weiterhin höchste Priorität genießen“. Diese Bewertung muss auch auf die Energiekrise übertragen werden.
Finanzielle Belastung der Sportvereine durch Preissteigerungen
Die deutschen Sportvereine werden von der aktuellen Krise nach der Coronavirus-Pandemie erneut auch finanziell getroffen. Neben Entlastungen für Privatpersonen und Unternehmen bedarf es auch direkter finanzielle Hilfen für Sportvereine. Beitragserhöhungen sind keine Option, da die Vereinsmitglieder auch privat massiv von den Preissteigerungen betroffen sind. Bund und Länder dürfen die Kommunen mit den Energiepreissteigerungen nicht allein lassen.
Sportstätten langfristig unabhängig von fossilen Brennstoffen machen
Langfristig gilt es, die Sportstätten von fossilen Energien unabhängig zu machen. Mit umfassenden energetischen Beratungen (Ökochecks/Energiechecks), darauf basierenden Investitionen und zusätzlichen Förderlinien (Investitionszuschüsse/zinslose Darlehen) kann die Umrüstung auf regenerative Energieträger vorangetrieben werden. Ein Beispiel: Die Dachflächen von rund 39.000 deutschen Sport- und Tennishallen bieten ein großes Potenzial für Kommunen und Sportvereine, Sportanlagen so schnell wie möglich weitgehend mit regenerativer Solarenergie zu versorgen.
Gleichzeitig sieht sich der gemeinwohlorientierte Sport unter dem Dach des DOSB auch selbst in der Verantwortung, Energie- und Gasverbräuche zu reduzieren. In Abstimmung mit der Bäderallianz wird ein Drei-Stufen-Plan für den Betrieb der überwiegend gasbetriebenen Bäder für den Fall einer Gasnotlage, insbesondere für Schulen und Vereine, vorgeschlagen:
Stufe 1: Abschaltung der hochtemperierten Außenbecken, und ggf. zusätzlich Freibäder unbeheizt bis zum Saisonende weiter betreiben
Stufe 2: Alle freizeitaffinen Becken und Saunen (alles außer Sportbecken und Lehrschwimmbecken) außer Betrieb nehmen
Stufe 3: Wassertemperatur in den verbleibenden Sport-/Lehrschwimmbecken auf 26 Grad absenken
Der DSV-Vorstand hat sich auf seiner letzten Sitzung am 13. Juli 2022 mit den Positionspapieren von DOSB und Bäderallianz inhaltlich auseinandergesetzt und befürwortet diese ausdrücklich. Das Positionspapier der Bäderallianz ist im fachlichen Austausch mit Wolfgang Hein entstanden, der die DSV-Position in diesem Gremium vertreten hat.
>> Positionspapier Bäderallianz
Fakten zur Situation der deutschen Sportstätten:
In Deutschland existieren etwa 230.000 Sportstätten, darunter 9.340 Bäder. Insgesamt übernehmen für etwa zwei Drittel der Sportstätten Kommunen die Trägerschaft, bei dem verbleibenden Drittel sind Sportvereine die Eigentümer. Der Sanierungsstau bei den Investitionen für Sportstätten verursacht vor allem beim Thema Energie negative Folgen: Da viele Sportstätten im Zuge der „Goldenen Pläne“ gebaut wurden und seither nicht mehr großflächig saniert wurden, dominieren bei der Wärmeversorgung vor allem fossile Energieträger wie Ölheizungen, Gasheizungen oder sogar Nachtspeicheröfen. Die Verwendung von regenerativen Energiequellen zur Wärmeversorgung stellt die Ausnahme dar. Das gleiche gilt für die regenerative Energieversorgung durch Photovoltaik-Anlagen (PV). Die unzureichende Gesetzeslage zur Finanzierung und zum Betrieb von PV-Anlagen schreckt viele Sportvereine vor diesem Investment ab.
Schwimmbäder sind besonders betroffen. Mehr als 90 Prozent der Schwimmbäder werden aktuell mit Gas beheizt. Das Schwimmbad ist diejenige Sportanlage, die den höchsten Energiebedarf aufweist. Sie werden fast ausschließlich durch Kommunen oder private Betreiber betrieben. Nur wenige Sportvereine besitzen ein vereinseigenes Schwimmbad.
Quellennachweis: https://www.dsv.de/der-dsv/verband/aktuelles/lesen/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=6151&cHash=8eb26dca80792a42bfc19d0910f003b2
Hinweise:
– das 1. Training nach der Ferienzeit ist Montag, 29.08.2022!
– Kadersportler haben das Recht, in den Zeiten von Wk-Sport und Masters zu trainieren!
Die SSG Leipzig wird in dieser Saison auch im Nachwuchsschwimmsport auf der internationalen Bühne vertreten sein. Mit Louis Schubert und Sascha Macht wurden zwei Talente der Schwimmstartgemeinschaft für die Jugend-Höhepunkte des Sommers nominiert.
Für Louis Schubert geht die Reise bereits am Samstag los: Er gehört zum deutschen Aufgebot für die in der kommenden Woche vom 5. bis 10. Juli anstehenden Junioren-Europameisterschaften in Rumänien. Es ist bereits die dritte Berufung in die Nachwuchsnationalmannschaft für den Leutzscher. Schon im zurückliegenden Jahr gehörte er dem JEM-Team an. Zudem startete der 18-Jährige beim European Youth Olympic Festival 2019.
Eben dort, beim „EYOF“, wird Sascha Macht in wenigen Wochen sein Debüt auf der internationalen Bühne geben. Der 16-Jährige nimmt als einer von nur acht deutschen Jungen an den Schwimmwettkämpfen des Multisportevents teil, bei dem mehr als 3600 Nachwuchsathleten aus ganz Europa in zehn Sportarten ihre Champions ermitteln. Von dem Olympia-Flair, was dabei aufkommt, dürfte auch Saschas Schwester Anna berichtet haben. Sie war 2007 ebenfalls Teil der deutschen Mannschaft beim European Youth Olympic Festival in Belgrad.
Die SSG und das gesamte Team des Leipziger Schwimmstützpunktes setzen damit den eingeschlagenen Erfolgsweg weiter fort. Dieser führt auch einige unserer Top-Athleten demnächst wieder auf die internationale Bühne. Bei den Schwimm-Europameisterschaften der Erwachsenen werden im August die beiden SSG-Schwimmer David Thomasberger und Marek Ulrich mit von der Partie sein.
Bildnachweis: „SSG Leipzig“

Auch zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften in Berlin gab es Medaillenglanz für das Leipziger Team. Mit Platz zwei über die 100m Freistil komplettierte Timo Sorgius von der SSG Leipzig seinen Medaillensatz bei den diesjährigen nationalen Titelkämpfen.
Nach 50,20 Sekunden musste der 18-Jährige nur dem direkt von den Weltmeisterschaften angereisten Nationalschwimmer Rafael Miroslaw den Vortritt überlassen. Vielleicht wird Sorgius, der in Berlin auch Bronze über die 200m Rücken holte, in einigen Wochen ebenfalls erstmals als Teil des deutschen Nationalteams sein. Bei seinem gestrigen Sieg über die 200m Freistil unterbot er auch die U21-Norm für die Europameisterschaften im August, zudem wäre der SSG-Youngster ein Kandidat für die 4x200m Freistilstaffel. Am Dienstag entscheidet der Deutsche Schwimm-Verband über die finalen Nominierungen für die Schwimm-EM.
Bereits sicher im EM-Team steht David Thomasberger. Nachdem er am Samstag in Berlin den Titel über die 200m Schmetterling geholt hatte, griff er heute über die 200m Lagen erneut nach den Medaillen. In 2:03,06 Minuten musste er sich aber nur 2,4 Zehntel hinter dem gebürtigen Leipziger Ramon Klenz mit Platz vier zufrieden geben.
Kräftig Leipziger Beteiligung gab es am letzten Tag der Deutschen Meisterschaften auch in den B-Finals. Über die 200m Schmetterling waren mit Jeanna Vu (13. – 2:23,01) und Hannah Vollmer (14. – 2:23,40) sogar zwei SSG-Schwimmerinnen dabei. Auch Sascha Macht (16. 200m Lagen – 2:08,64), Jonas Clauß (14. – 400m Freistil – 4:06,37), Luise Kotte (16. – 200m Brust – 2:38,42) und Antonia Schirmer (14. – 50m Rücken – 30,31) durften sich am letzten DM-Tag noch einmal in den B-Endläufen präsentieren.
Insgesamt gab es damit fünf Medaillen für die SSG Leipzig bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin, zwei Stück mehr als bei den Titelkämpfen im vergangenen Jahr. Die Blicke richten sich nun auf die internationale Bühne. Sowohl bei den Europameisterschaften der offenen Klasse als auch bei den kontinentalen Titelkämpfen der Nachwuchsschwimmer werden unsere Schwimm-Asse vertreten sein.
Bildnachwies: „SSG Leipzig / Rohmberger“


Für die Leipziger Schwimmer gab es bei den Deutschen Meisterschaften am Samstag keine Jubelpause: Zwei Titel und sowie eine Bronzemedaille fuhr die SSG-Crew bei den nationalen Titelkämpfen in der Bundeshauptstadt ein.
Über die 200m Freistil gelang Timo Sorgius in einem Herzschlagfinale die Titelverteidigung. Mit neuer Bestzeit von 1:48,31 Minuten setzte er sich haarscharfe sechs Hundertstelsekunden vor dem Olympia-Teilnehmer Poul Zellmann durch. Für Sorgius war es nach Bronze über die 200m Rücken bereits die zweite Plakette in Berlin.
Eine dominante Vorstellung hatte wenige Minuten zuvor der WM- und Olympiateilnehmer David Thomasberger abgeliefert. Bei seinem Titelgewinn über die 200m Schmetterling hatte er in 1:57,17 Minuten mehr als zweieinhalb Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes, in dem mit Louis Schubert (2:02,55) und Tim Wilsdorf (2:02,72) auf den Plätzen fünf und sechs zwei seiner Trainingskollegen ebenfalls im A-Finale mit von der Partie waren. Für die Europameisterschaften im August kann Thomasberger also den goldenen Schwung als Deutscher Meister mitnehmen.
Auf dem Podest durfte am Samstag auch Yannis Merlin Willim stehen. Der seit kurzem in Bochum trainierende SSG-Schwimmer holte über die 200m Brust die Bronzemedaille beim Sieg des einstigen Weltmeisters Marco Koch. In 2:14,81 Minuten hatte Willim beim Anschlag das glückliche Händchen mit nur fünf Hundertsteln Vorsprung auf Rang vier.
Der Sprung unter die Top Acht gelang wie schon über die 800m Freistil heute auch auf der 1500m-Distanz dem 18-jährigen Jonas Clauß. In 16:01,92 Minuten schwamm er auf der „langen Kante“ zu Platz sechs. Einen Sieg in den B-Finals durfte am Samstag Aaliyah Schiffel (2:21,42) feiern, die damit als Gesamt-Neunte unter Deutschlands Top Ten landete. Mit dabei war in diesem Rennen mit Jeanna Vu (2:23,26) eine weitere Leipzigerin, die Gesamtplatz zwölf belegte.
Im B-Finale über die 200m Rücken schlug Antonia Schirmer (2:19,70) als Zweite an und wurde damit Gesamt-Zehnte. Auch Tom Thiele (SV Grimma) durfte sich am Samstag in den B-Finals präsentieren. Er schwamm über die 200m Schmetterling (2:06,23) auf den 14. Platz des Feldes.
Insgesamt hat das Leipziger Team bei den Deutschen Meisterschaften damit nun bereits vier Medaillen auf dem und zahlreiche starke Einzelleistungen vorzuweisen. Am Sonntag kann die jetzt schon glänzende Bilanz noch einmal ausgebaut werden.
Bildnachweis: „SSG Leipzig / Thomasberger“


Am zweiten Tag der Deutschen Meisterschaften in Berlin konnte Jonas Clauß mit einem fünften Platz über die 800m Freistil für das Ausrufezeichen des Tages aus Leipziger Sicht sorgen. Zudem setzte sich Yannis Willim auf Rang 6 über die 100m Brust und auch die jungen Damen Aaliyah Schiffel und Antonia Schirmer zeigten in ihren Finals eine kämpferische Leistung.
Jonas Clauß hat in diesem Jahr einen echten Lauf. Nachdem er bereits bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft vor ein paar Wochen zu starken Zeiten flog, verkaufte er sich nun in der offenen Klasse ebenfalls teuer. Über die 800m Freistil schwamm der 18-Jährige in 8:20,76 Minuten zu einem starken Platz fünf. Wenn man bedenkt, dass er in diesem Jahr sogar schonmal schneller unterwegs war, kann man sehr gespannt sein, was sich der junge Mann in Zukunft eventuell noch um den Hals hängen lassen kann – auch wenn es heute selbst mit Bestzeit nicht zu eine Medaille gereicht hätte.
Über die 100m Brust machte Yannis Willim ein überzeugendes Rennen und schwamm sich in 1:03,27 Minuten auf Rang sechs. Über seine Paradestrecke, die 200m Brust, wird er morgen auf den Block steigen. Seine Leistung über die 100m lassen bereits Gutes ablesen auf dem Form-Barometer. Daher schauen wir uns morgen gespannt an, was er nach Wende zwei und drei noch aus sich raus holen wird.
In ihren B-Finals schwammen sich heute Aaliyah Schiffel und Antonia Schirmer jeweils auf den 14. Rang. Für Antonia stand nach ihren 100m Rücken eine schöne Bestzeit von 1:04,76 Minute zu Buche. Aaliyah Schiffel konnte ihre Zeit aus dem Vorlauf noch ein kleines bisschen steigern. Am Ende steht bei ihr ein ordentliches Rennen und eine Zeit von 1:12,48 Minuten zu Buche.
Morgen greift dann auch der Deutsche Rekordhalter David Thomasberger ins Wettkampfgeschehen ein. Über seine Paradestrecke, den 200m Schmetterling ist der Olympia-Schwimme
Ab morgen kämpfen die Leipziger Schwimm-Asse in Berlin bei den Deutschen Meisterschaften um Medaillen und Finalplätze. Da die DM wie bereits 2019 im sportartübergreifenden Rahmen der „Finals 2022“ ausgetragen werden, haben die Wettkämpfe in diesem Jahr eine besondere Strahlkraft. Die 15 mitgereisten SSG-Schwimmer können sich also auf deutlich mehr Rummel am Beckenrand freuen, als noch im vergangenen Jahr. Die zwei Leipziger Yannis Willim und Timo Sorgius fahren als Titelverteidiger in die Hauptstadt und dürfen sich auch in diesem Jahr gute Chancen ausrechnen, wieder ganz oben auf dem Podest jubeln zu können. Der Deutsche Rekordhalter David Thomasberger sieht sich über seine 200m Schmetterling ebenfalls in einer sehr guten Ausgangsposition für Gold. Zudem schicken sich zahlreiche junge Leipziger Talente an, erstmals den Sprung in die vordere Reihe der offenen Klasse zu schaffen.
Timo Sorgius sorgte im vergangenen Jahr in Berlin mit zwei fulminanten Rennen und Gold über die 200m Rücken und Freistil für eine riesige Überraschung. Ab morgen wird er an gleicher Stelle ins Wasser gehen und alles geben, um seine beiden Titel zu verteidigen. Der seit einigen Wochen in Bochum trainierende SSG-Schwimmer Yannis Willim sieht sich ebenso in der Rolle des Titelverteidigers. Über die 200m Brust hatte er sich im vergangenen Jahr gegen das Teilnehmerfeld durchsetzen können.
Nachdem David Thomasberger in dieser Saison bereits mit einigen Ausfällen zu kämpfen hatte, sieht er sich nun in aufsteigender Form. Ab Samstag wird der 26-jährige Olympiateilnehmer ins Geschehen im Berliner SSE-Becken eingreifen. Über seine Paradestrecke, den 200m Schmetterling, sieht er sich ganz klar in der Favoritenrolle, zumal sein langjähriger Konkurrent Ramon Klenz über diese Strecke nicht an den Start gehen wird. „Ich freue mich nach dieser für mich sehr harten schwierigen Saison endlich wieder mal sehr gut vorbereitet auf den Block steigen zu können und bin sehr gespannt über meine Leistungen und die des Teams“, sagt Thomasberger. Sein Trainingskollege und bester Freund Marek Ulrich wird sie die Wettbewerbe jedoch leider von der Couch aus ansehen müssen. Aufgrund einer Corona-Infektion musste er seine Teilnahme in Berlin absagen.
Neben den gestandenen Leistungsträgern könnten in diesem Jahr besonders die jüngeren Leipziger Sportler Ausrufezeichen setzen und in den Top-Kreis der Deutschen Schwimmer aufsteigen. Athleten wie Jonas Clauß, Aaliyah Schiffel oder Sascha Macht haben mit ihren Leistungen bei den unlängst ausgetragenen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften gezeigt, dass man sie über Jahrgangsfinals hinaus auf dem Zettel haben sollte. Der 16-jährige Sascha Macht ist mit sieben Strecken der Vielstarter im Leipziger Kader. Er geht über alle Schmetterling-Events sowie die 200m Lagen und Freistil an den Start. Da das nicht reicht, hat er sich auch noch für die 100m und 200m Rücken in die Meldeliste schreiben lassen. Ebenso viele Wettkampf-Meter wird der Langstrecken-Aspirant Jonas Clauß sammeln. Er geht über die 400m Lagen, die 400m, 800m und die 1500m Freistil an den Start und hat sehr gute Chancen sich mehrfach unter die Top-Fünf des Landes zu schwimmen. Vielleicht gelingt es aber auch anderen jungen Elster-Schwimmern, die gestandenen Routiniers in Deutschland ein wenig zu ärgern und in die Endläufe vorzustoßen.
Leipziger, die bei der Schwimm-DM 2022 an den Start gehen:
Jonas Clauß, Sascha Macht, David Thomasberger, Hannah Vollmer, Antonia Schirmer, Louis Schubert, Timo Sorgius, Jeanna Vu, Yannis Merlin Willim, Luise Kotte, Aaliyah Schiffel, Selina Müller und Tim Wilsdorf (alle SSG Leipzig), Karl von Thun, Tom Thiele (beide SV Grimma)
Direkt zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften in Berlin kann die SSG Leipzig das erste Edelmetall für sich verbuchen. Timo Sorgius holt Bronze über die 200m Rücken und setzt sich damit wie schon im vergangenen Jahr über diese Strecke aufs Podest. Zudem konnten einige jüngere Sportler in die erste Gilde der Schwimmnation aufrücken und ihre Premiere in den A-Final-Shows feiern.
Über die 200m Rücken bewies Timo Sorgius mit dem schnellsten Finish des Feldes nicht nur auf dem Podest Steherqualitäten. In 2:01,71 Minuten schnappt sich Sorgius Bronze und holt somit die erste Medaille für Leipzigs Schwimmer bei den „Finals 2022“. Auch wenn der 19-Jährige als Titelverteidiger angereist war, ist Sorgius sehr zufrieden mit seiner Leistung. „Nach einer durch Verletzungen und Krankheiten geprägten Saison war der Sprung aufs Treppchen hier alles andere als selbstverständlich“, sagte Coach Frank Embacher glücklich über Timos Platzierung. Im selben Finale wie Timo schwamm sich Tom Thiele (SV Grimma) in seinem ersten A-Finale bei den „Großen“ in 2:07,91 Minuten auf den siebten Platz. Über diese Distanz kann man seine Vorstellung also durchaus mit dem Begriff „vorrücken“ beschreiben.
Jonas Clauß schaffte es ebenfalls, sich erstmals unter die Top Acht des Landes zu schwimmen. Über die 400m Lagen setzte er sich dabei direkt mal auf den fünften Platz des Feldes. In 4:32,21 Minuten verbesserte er nicht nur seine Bestzeit, sondern konnte sich auch noch einen Rang verbessern im Vergleich zum Vorlauf.
Zum ersten Mal überhaupt bei einer Deutschen offenen Meisterschaft dabei ist derzeit der 16-jährige Sascha Macht. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften war er mit seinen Leistungen bereits ins Auge der Fachwelt gesprungen. Heute sprang er über die 200m Rücken direkt mal als Zehnter aus dem Wasser. Im B-Finale setzte sich Macht in 2:07,19 Minuten auf Rang zwei seines Finals. Auch Karl von Thun (SV Grimma) durfte sich in den B-Finals präsentieren und wurde über die 400m Lagen in 4:47,55 Minuten 15. des Gesamtfeldes. Coach Frank Embacher sieht den ersten Wettkampftag als sehr guten Auftakt. Wir können also gespannt sein auf die kommenden Tage.
Bildnachweis: „SSG Leipzig / Rohmberger“


Ein erfolgreiches Wettkampfwochenende liegt hinter den jüngsten Top-Talenten des Leipziger Schwimmstützpunktes. Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Dresden behaupteten sie sich gegen die Konkurrenz aus dem gesamten Bundesgebiet – zwei von ihnen gelang sogar der Sprung aufs Podest.
Im Jahrgang 2010 entschied Elias Himmelsbach vom SV Automation den Schmetterling-Mehrkampf mit deutlichem Vorsprung für sich. Der Leipziger Youngster stellte dabei seine Vielseitigkeit unter Beweis: Auf dem Programm standen in Dresden die 400m Freistil, die 200m Lagen sowie 50m Beine und die 100m- und 200m-Strecken in der Schwimmart, die die jeweiligen Sportler für sich gewählt hatten. Am Ende wurden die dabei erzielten Leistungen addiert. Es reichte also nicht, nur einmal schnell zu schwimmen, sondern es waren das gesamte Wochenende über schnelle Leistungen gefordert.
Besonders stark präsentierte sich Elias bei der wichtigen Schmetterling-Beinbewegung. Mehr als vier Sekunden Vorsprung hatte er auf der nur 50m langen Strecke auf die Konkurrenz. Beinahe hätten sogar zwei Leipziger auf dem Podest gestanden.
Als Vierter war auch Henry Harnisch in dieser Wertung nah dran an den Medaillenrängen.
Auch bei den Damen flog ein Leipziger Schmetterling zu Edelmetall. Anna Hunger wurde im Schmetterling-Mehrkampf des Jahrgangs 2011 starke Zweite. In der Freistil-Wertung wackelte zudem Helen Wehr als Vierte am Podest.
Leipzigs Nachwuchs stellte also mal wieder unter Beweis, dass der Stützpunkt der Messestadt national vorn mitmischen kann. Dies wollen Ende der Woche auch die „Großen“ untermauern. Für sie stehen von Donnerstag bis Sonntag in Berlin die Deutschen Meisterschaften der offenen Klasse auf dem Programm.
Die Ergebnisse der Leipziger Talente bei den Mehrkampfmeisterschaften in Dresden:
| Jahrgang 2010 | Jahrgang 2011 |
| 6. Mercédesz Lißner (SSG Leipzig) – Schmetterling 14. Maja Berger (SSG Leipzig) – Rücken 17. Ronja Stodolka (SSG Leipzig) – Rücken | 2. Anna Hunger (SSG Leipzig) – Schmetterling 4. Helen Wehr (SV Automation) – Freistil 9. Emma Färber (SSG-Leipzig) – Rücken 17. Mara Buchwald (SV Grimma) – Rücken |
| 1. Elias Himmelsbach (SV Automation) – Schmett. 4. Henry Harnisch (SSG Leipzig) – Schmetterling | 6. Hardy Frank (SSV Leutzsch) – Schmetterling 17. Matvey Leontyev (SC DHfK) – Rücken |
Bildnachweis: SSG Leipzig

Die Phase der Schwimm-Meisterschaften geht in die nächste Runde: Von Freitag bis Sonntag sind die jüngsten Top-Talente des Leipziger Schwimmstützpunktes in Dresden gefordert. Bei den Deutschen Meisterschaften im schwimmerischen Mehrkampf wollen sie sich nicht nur gegen die bundesweite Konkurrenz behaupten, sondern auch ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen.
Mit einem elfköpfigen Team, betreut von den Trainerinnen Dagmar Hase und Anne Neumann, reist die Leipziger Crew in die sächsische Landeshauptstadt. Unter den mehr als 100 Vereinen aus ganz Deutschland ist es eines der größten Teams.
Auf dem Programm stehen für die Youngsters der Jahrgänge 2010 und 2011 die 400m Freistil, die 200m Lagen sowie 50m Beine und die 100m- und 200m-Strecken in der Schwimmart, die der jeweilige Sportler für sich gewählt hat. Den Ausschlag für Titel und Medaillen geben nicht die Einzelstrecken, sondern es kommt auf die Gesamtleistung über alle Strecken einer Mehrkampfwertung an. Nach den 200m Lagen am Sonntag werden die Punkte der jeweiligen Events addiert und so für jede Schwimmart die Champions ermittelt. Vielleicht stehen da ja dann am Ende auch einige Leipziger Namen ganz weit oben im Ranking.