SSGeht nach Tokio – Teil 3: Sportliche Höhenflüge in den Bergen | mit David Thomasberger

David Thomasberger ist schnell unterwegs im Höhentrainingslager auf 2300m Höhe. In der dritten Folge unseres Projekts „SSGeht nach Tokio“ mit den Leipziger Olympia-Schwimmern erfahren wir, welche harten Schmetterling-Serien sich der 25-jährige Sportsoldat antut, um so fit wie möglich in Tokio auf den Block zu steigen. David befindet sich in den letzten Zügen des Höhentrainingslagers in der Sierra Nevada. Die härtesten Serien und Einheiten hat er bereits hinter sich. Moderator Thomas Rohmberger blickt dabei hinter die Kulissen des Trainings und will es genau wissen. Welche Zeiten schwimmt David, wenn es ernst wird im Training? Was war die härteste Einheit der vergangenen Wochen und was kann man nach all dem für seine Erholung tun?

Wir bedanken uns diesmal bei unserem Folgensponsor, dem Gasthaus Bayrischer Bahnhof, der dazu beigetragen hat, dieses Projekt möglich zu machen. Beim Thema Biergarten bekam David direkt Appetit auf eine deftige Schweinshaxe. Auf etwaige kulinarische Höhenflüge musste er in den letzten Wochen verzichten. Stattdessen ging es zusammen mit seinem Trainingspartner und Freund Marek Ulrich im Becken rund. David berichtet zum Beispiel von einer 5x200m Schmetterling Serie, die es in sich hatte. Der erste 200er wurde normal geschwommen. Sein Trainer Frank Embacher meinte vorher zu ihm: „Es wäre gut, wenn du unter 2:10 Minuten schwimmen würdest.“ Dass er das tatsächlich schaffen würde, bezweifelte er sehr. Mit langen, kraftvollen Zügen machte er sich auf den Weg und übertraf am Ende sogar alle Erwartungen:  2:07 Minuten sagte die Uhr. So eine Zeit einfach mal von unten im Training zu schwimmen ist sehr respektabel – und das in der Höhe! Und es ging direkt weiter. Die folgenden vier 200er wurden unterschiedlich gestückelt in 100ern und 50ern geschwommen. Der letzte Durchgang bestand nur noch aus vier 50ern, mit denen im Training die 200m-Renngeschwindigkeit ein wenig simuliert werden soll und bei denen David zusammengerechnet auf eine 1:53 kam! Zum Vergleich: sein Deutscher Rekord liegt bei 1:55,04 Minuten. Solche starken Leistungen ziehen sich durch die gesamten vergangenen Wochen. Das macht Mut im Blick auf das große Ziel Ende Juli. 

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte BeschreibungZudem hat David einige Anekdoten über frühere Trainingslager und seinen Werdegang parat. Zum Beispiel war seine längste Einheit von 10,6 Kilometern das Ergebnis einer harten Ruder-Session vor dem Wasser-Training und der darauf folgenden weniger guten Leistung im Becken. Trainer Frank Embacher schickte ihn und seine Teamkollegen daraufhin aus dem Wasser. Die Freude war natürlich sehr groß bis der Coach dann am Essenstisch verkündete, dass sie die fehlenden sechs Kilometer bei den folgenden Einheiten aufholen müssen. Da sie zu der Zeit eh schon Einheiten von acht bis neun Kilometern schwammen, rutschten sie schnell mal über die 10-Kilometer-Marke. 

Zudem erzählt Thomasberger, wie er sich nach seinem Deutschen Rekord wieder mental auf das harte Training einstellen konnte und, ob er bei der Eröffnung-Zeremonie in Tokio dabei sein wird. Das alles und einiges mehr erfahrt ihr in der neuen Podcast Folge von „SSGeht nach Tokio“!

Bis zur nächsten Woche!

Die komplette neue Folge kann hier gehört werden:

Über den Bayerischen Bahnhof:

Mach „seinerzeit“ zu deiner Zeit! Weltoffenheit und Gastlichkeit im Herzen Leipzigs: das ist der Bayerische Bahnhof. Wer hier ankommt, spürt gleich, dass er willkommen ist. Und findet alles vor, was das Herz moderner Stadtnomaden begehrt. Für uns ist Gastronomie mehr als nur ein Beruf. Gastlichkeit ist unser Antrieb, gute Produkte unsere Basis. Wenn es Euch gut geht, sind wir zufrieden.

Handwerklich gebraute Biere von Menschen, für die Bierbrauen mehr ist als nur ein Beruf. Eine mehrere Jahrhunderte alte Tradition gepaart mit Innovation und manchmal auch ein bisschen Verrücktheit und Mut – das zeichnet uns als Macher aus und beschert uns immer wieder überraschte Gäste.

Denn wir servieren Euch in unserem Braugasthaus selbstverständlich nur die besten Biere und regionale Küche.


In der zweiten Woche unseres Projekts „SSGeht nach Tokio“ nimmt uns die EM-Medaillengewinnerin Marie Pietruschka mit auf 2300m Höhe, wo sie sich im Trainingslager auf die kommenden Olympischen Spiele vorbereitet. Ebenso wie David Thomasberger trainiert sie derzeit mit den besten Schwimmerinnen und Schwimmern Deutschlands im Trainingszentrum in der südspanischen Sierra Nevada. Wir haben uns per Video-Chat zu Marie auf den Berg geschaltet, um sie im Rahmen unseres wöchentlichen Podcasts ein wenig über ihre Gedanken und Erlebnisse auf ihrem Weg nach Tokio auszufragen. 

Wir bedanken uns hierbei sehr herzlich für die Unterstützung des Modehaus Fischer, die das hiesige Projekt mit ermöglichen! 

Als uns die lächelnde Schwimmerin per Video-Call empfängt, hat sie noch nasse Haare. Das liegt daran, dass sie sich auch am Sonntag, ihrem eigentlich freien Tag, noch einmal entschloss für zweieinhalb Kilometer ins Wasser zu springen. Diese hatten ihr nämlich noch gefehlt, um die 70 Wochenkilometer voll zu machen. Eine ehrgeizige Schwimmerin wie sie kann diese unrunde Zahl natürlich nicht einfach stehen lassen.  Doch nicht nur im Becken zeigt sich Maries Ehrgeiz. Als sie ihren Tag beschreibt, wird deutlich, dass sie neben den Einheiten an Land und im Wasser nicht nur das Bett hütet. Selbst im Trainingslager wird zwischen den Einheiten der Laptop aufgeklappt: 

„Ich glaube als Sportler hat man immer auch irgendwo die Angst, dass es im Sport einmal nicht mehr so gut laufen könnte. Da hilft es enorm, wenn man weiß, dass man da noch etwas anderes hat“, erzählt die Psychologiestudentin. Marie meint damit ihre Werkstudentenstelle bei Bechtle, einem großen Softwareunternehmen, in dem sie sich in der Unternehmenskommunikation einbringt. Weiter ergänzt sie:

„Ich habe immer versucht, etwas zu finden, das mich stabilisiert. Dieses zweite Standbein hat mir auch geholfen mich eben im Sport nochmal mehr zu fordern und zu fokussieren und im Training nochmal an Kleinigkeiten ranzugehen.“

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Durch den Rückhalt ihres Teams, des Vereins und der Abwechslung auf Arbeit schwimmt sie freier auf als jemals zuvor. Sie sieht sich selbst in einer aufsteigenden Form und fühlt sich sogar noch fitter als in der Vorbereitung auf die Qualifikationswettkämpfe im Frühjahr. Das hat sie vor allem ihrer Fähigkeit zu verdanken, Unwichtiges auszublenden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. „Für mich ist derzeit vor allem der Fokus auf den Tag wichtig und das was aktuell zählt z.B. die Bedingungen in Tokio oder was uns vor Ort erwartet“, meint sie. Alles andere kommt für Marie nach Olympia. Eine sehr reife Haltung, der sie wohl auch ihre Erfolge in der Vergangenheit zu verdanken hat. 

Gewisse Sehnsüchte hat sie natürlich dennoch. Während in Deutschland die Bordsteine langsam wieder herunter klappen, blickt sie mit großen Augen aus dem Höhenlager, in der Vorfreude endlich auch mal wieder durch die Läden zu streifen und auf Shoppingtour zu gehen. Unser Folgensponsor, das Modehaus Fischer, empfängt sie dabei sicherlich sehr gern!

Wir danken noch einmal unserem Folgensponsor Modehaus Fischer und den weiteren Eventsponsoren sowie unserem Goldsponsor KSW Gruppe für die großzügige Unterstützung!

Der Link zur Folge:

https://podcasts.apple.com/de/podcast/fokus-für-die-zielgerade-mit-marie-pietruschka/id1571093687?i=1000525357097

Über das Modehaus Fischer: 

„MEIN FISCHER SEIT 1832“ ist seit über 185 Jahren im Trend. Das Unternehmen bietet in seinen 16 Standorten in Mitteldeutschland und im Onlineshop ein umfangreiches Sortiment aus Mode und Lifestyleprodukten gepaart mit einem erstklassigen Service. Kompetente Berater, einfallsreich inszenierte Events und individuelle Stylingberatungen in den liebevoll konzipierten Filialen schaffen ein Einkaufserlebnis mit qualitativem Mehrwert.“

Liebe Mitglieder,

ab dem 14.06.2021 ist das Schwimmen im Verein wieder entsprechend der bisher bekannten Zeiten möglich.

Wir bitten alle, das Hygienekonzept genau  einzuhalten!

Das wichtigste für uns:

Der Mundnasenschutz wird im Eingangs- und Umkleidebereich getragen;

Keine Gruppenbildung;

Die Anwesenheit wird dokumentiert;

Die Anzahl ist wie im vorigen Jahr auf 7 pro Bahn in den 25m Hallen und 14 in der 50m-Halle begrenzt.

Wir wünschen allen einen guten Start!

In der zurückliegenden Woche lieferten Timo Sorgius und Louis Schubert bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin starke Auftritte ab. Nun gibt es für beide offiziell die Nominierung für die internationale Bühne: Das Duo der SSG Leipzig wird in wenigen Wochen bei den Junioren-Europameisterschaften in Rom an den Start gehen.

Vom 6. bis 11. Juli sind die besten Nachwuchsschwimmer des Kontinents in der italienischen Hauptstadt im Einsatz. Timo Sorgius hatte sich bereits mit seinem Auftritten bei den Qualifikationsmeetings im April für die Junioren-EM empfohlen. In der zurückliegenden Woche bestätigte er seine aufsteigende Form noch einmal mit Titeln über die 200m Rücken und 200m Freistil bei der Schwimm-DM in Berlin. Mit seiner neuen Bestzeit von 1:48,75 Minuten ist der Youngster, der am Tag vor JEM-Beginn seinen 18. Geburtstag feiert, bereits schneller als der spätere Weltrekordhalter Paul Biedermann es im selben Alter war. Beide eint der Trainer: Leipzigs Coach Frank Embacher führte einst auch Biedermann zu internationalen Erfolgen.

Dementsprechend selbstbewusst reist Timo Sorgius nach Italien. „Auf 200m Freistil liege ich momentan auf Platz drei in Europa. Ich versuche auf jeden Fall, in Rom eine Medaille im Einzel zu holen“, erklärte er im Anschluss an seinen Sieg bei den Deutschen Meisterschaften.

Bei der Schwimm-DM in Berlin sorgte auch Louis Schubert für ein Achtungszeichen. Der Leutzscher schrammte zwar über die 200m Schmetterling auf Platz vier knapp am Podest vorbei, trotzdem war der Jubel bei ihm groß. In 2:01,05 Minuten stellte er eine bärenstarke neue Bestzeit auf, mit der er sich für die Junioren-Europameisterschaften qualifizierte. Für Schubert ist es bereits das zweite Mal, dass er Teil der Nachwuchsnationalmannschaft ist. Schon 2019 war er Mitglied der deutschen Auswahl beim European Youth Olympic Festival in Baku.

Insgesamt sehen wir in diesem Jahr damit fünf Leipziger Schwimmer bei internationalen Höhepunkten. Bereits im Mai war Marek Ulrich bei den Europameisterschaften der Profis in Budapest am Start. Anfang Juli warten die Junioren-EM auf Sorgius und Schubert. Und Ende Juli steht dann das große Highlight auf dem Programm: Die Olympischen Spiele in Tokio mit den SSG-Assen Marie Pietruschka und David Thomasberger!

Bildnachweis: „SSG / thesportpicturepage“

Liebe Mitglieder, 

wir haben nach der sehr großen Resonanz auf unseren Aufruf für den Schwimmsport einen Brief an Frau Köpping geschrieben. 

Dieser fasst die Gedanken, Gefühle und Forderungen zusammen, die unsere Mitglieder aller Altersstufen in unterschiedlichster Form zum Ausdruck gebracht haben. Wir haben unter Hinweis auf diese Reaktionen eine repräsentative Auswahl an Schreiben als Anlage mitgeschickt, um einen Eindruck zu vermitteln, was uns bewegt. Dies scheint uns der gegenwärtig beste Weg zu sein, unsere Ansichten zu kommunizieren.

Wir werden darüber hinaus auch weiter versuchen, persönlich mit verschiedensten Verantwortlichen in Kontakt zu treten und die schriftlichen Gedanken unserer Mitglieder als Grundlage für unsere Stellungnahmen mit einbringen. 

Wir danken Euch für Eure Unterstützung, alles Gute und bleibt gesund!


Aufruf für den Schwimmsport – Bilder unserer Kinder.

Wer Lust hat, uns zu unterstützen, der kann sich an unserer Aktion beteiligen, malt uns ein Bild und schickt es an info@postsvleipzig.de.


Bildnachweis: Amelie

Bildnachweis: Charlotte

Bildnachweis: Milina (4)

Bildnachweis: Mara

Bildnachweis: Lennart

Traurige Tasche  – Ein Gedicht von Claudia Steinberg

Nun steh ich hier schon seit mehr als einem halben Jahr im Keller rum und frage mich, ist das denn jetzt echt wahr?

Wie sehne ich mich nach den Zeiten, in denen ich mehrmals in der Woche, durfte meine Claudia in die Schwimmhalle begleiten.

Schön war’s und immer interessant schließlich kamen ja auch die anderen Schwimmer gern angerannt.

Drum bitt´ ich Euch Ihr Politiker gebt Euch einen Ruck und seid nicht nur Kritiker.

Die Schwimmer sind besonders sauber und veranstalten keinen übermäßigen Kontaktzauber.

Jeder ist geduscht und rein, so sollte das Schwimmen in der Schwimmhalle nun endlich auch wieder möglich sein


Alltag ohne Training – ein Gedicht von Antonia und Felix Köhler

Ich habe heut für mich beschlossen,

Homeworkouts zu machen, ganz entschlossen,

In Sportklamotten vorm TV,

schau ich gerne auf diese Frau.

Es gibt allerlei moves und steps,

doch irgendwie fehlt mir der pepp,

komme dem Programm kaum hinterher,

die Corona-Kilos wiegen schwer.

Arme hoch und wieder runter,

ich hänge durch wie eine Flunder,

sie lächelt nur, sagt „noch 10“,

Ich glaub ich kann gar nicht mehr steh´n.

Wie gerne denke ich zurück an Zeiten,

da konnte ich noch durchˋs Wasser gleiten.


Kurzgedicht Schwimmen – ein Gedicht von Antonia und Felix Köhler

Ehne mene muh,

die Schwimmhallen sind zu.

Das geht schon fast ein ganzes Jahr,

das ist gar nicht wunderbar.

Wir riechen längst nicht mehr nach Chlor,

sondern singen jetzt im Kirchenchor.

Im Sommer hört man Vogelstimmen

und möchte auch so gerne schwimmen.

Wir wollen unsere Freunde seh´n,

doch dürfen nicht zum Training geh´n.

Schwimmen macht uns froh und munter,

mittlerweile haben wir Angst wir gehen unter.

Alle haben wir ein wütendes Gesicht

und trotzdem öffnen sie die Hallen nicht.

Wir enden nun mit einem Reim,

lassen sie uns bitte wieder in die Schwimmhallen rein. 

Die Olympischen Spiele rücken näher und die Vorbereitung unserer qualifizierten SSG-Asse geht in die heiße Phase. Wie wäre es, wenn man in dieser spannenden Zeit die Sportler hautnah begleiten könnte? Der Deutsche Rekordhalter David Thomasberger und die EM-Medaillengewinnerin Marie Pietruschka geben in den kommenden Wochen exklusive Einblicke in das Leben eines Olympioniken – von der Einkleidung des Nationalteams bis zur Fahrt nach Japan. In unserem eigens dafür angelegten Podcast, den es ab sofort jeden Sonntag zu hören gibt, erzählen die beiden über ihr Leben im und um das Becken. Was war die härteste Einheit der Woche? Was lief besonders gut oder wie sitzt es sich eigentlich in einem Vorstartzelt bei der WM? Der ehemalige Trainingskollege und Moderator der Sendung, Thomas Rohmberger steht dabei am „Hörfunk-Beckenrand“, um den beiden auf den Zahn zu fühlen. 

Das gesamte Projekt fußt auf der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, für dessen Hilfe der Verein und besonders die Sportler sehr dankbar sind! Die Episoden werden in jeder Woche von einem Folgensponsor präsentiert. In der ersten Folge macht die Oberland Metallbau den Anfang. Ebenso eisern wie ihr Wille, die richtigen Lösungen für ihre Kunden zu finden, ist auch der von David alles zu geben in seinem derzeitigen Trainingslager. Der zwei Meter hoch gewachsene Schmetterling-Schwimmer berichtet in der ersten Folge über seine Anreise und die ersten Tage im Höhentrainingslager in der Sierra Nevada: „Nach so langer Zeit ohne ein Trainingslager, war es einfach so schön in ein Flugzeug zu steigen und hier hoch zu jetten. Ich bin mega froh die Möglichkeit zu bekommen endlich wieder ein Trainingslager zu absolvieren.“ 

Zusammen mit seinem besten Kumpel Marek Ulrich wird er in den kommenden Wochen im südspanischen Wasser des Höhen-Trainingszentrums die Grundlagen legen für die Spiele. Die beiden bilden zusammen eine kleine Trainingsgruppe, die von Trainer Frank Embacher geleitet wird. „Jetzt nur zu zweit, das ist schon nochmal was anderes. Der Trainer sieht einen quasi 24/7, da kann man sich im Training nicht einfach mal ein wenig hängen lassen“, lacht der Bundeswehr-Athlet. Im Rahmen des DSV-Lehrgangs trainieren sie aber nicht komplett allein. Sie gehen stets parallel mit anderen Hochkarätern des Schwimmsports ins Wasser wie Florian Wellbrock oder Sarah Köhler. Zusammen bilden die DSV-Athleten in den spanischen Bergen ihre eigene „Schwimmer-Bubble“. Die Sportler sind zwar alle geimpft, müssen jedoch für sich in einem abgetrennten Essensraum speisen und haben auch sonst keinen Kontakt zu anderen Sportlern vor Ort. 

Der Tag beginnt für David 6:30Uhr am Beckenrand, wo er sich nach einem kleinen Snack auf die erste Wassereinheit vorbereitet. Von 7 bis 9 Uhr geht es dann ins Wasser. Nach einer kleinen Nachbereitung am Beckenrand steht dann auch schon der persönliche Höhepunkt für den gebürtigen Saalfelder auf dem Plan – das Frühstück: „Es gibt nichts schöneres, als nach einer harten Einheit, ausgelaugt zum Frühstück zu gehen und sich alles aufs Tablett zu laden um gemütlich zu essen.“  In der Mittagspause können sich die Schwimmer dann von einer der beiden Physios vor Ort behandeln lassen, um sich so optimal auf die Einheit am Nachmittag vorzubereiten. Nach dem Mittagessen und dem obligatorischen Schwimmer-Nap geht es dann 14:15Uhr wieder an den Beckenrand. Nach der zweiten Wassereinheit steht dann noch eine Stunde Athletik auf dem Plan, bevor es letztlich zum gemütlichen Teil des Tages übergeht. Nach dem Abendbrot lassen er und Marek es sich nämlich gern bei einem Kartenspiel und einer warmen Honig-Milch gut gehen.

Ganz abgeschirmt von der Außenwelt sind die Schwimmer aber nicht. Die Deutschen Meisterschaften am Wochenende verfolgten die Athleten gespannt per Livestream. So konnte David hautnah bei den Erfolgen seiner Teamkollegen dabei sein: „Ich bin super stolz auf die Jungs und freue mich natürlich riesig, dass wir, auch wenn wir nicht alle vor Ort waren, trotzdem Titel und Medaillen erkämpfen konnten. Die Jungs können sehr stolz auf sich sein!“ Er meint dabei den Doppel-Erfolg des Leipziger Youngsters Timo Sorgius, der über die 200m Freistil und die 200m Rücken jeweils zum Titel schwamm. Auch für Yannis Willim freute er sich sehr, der über die 200m Brust zu Gold „brustete“. 

Weitere Anekdoten über Erlebnisse in der Höhe und welche Besonderheiten das Training auf über 2000m Höhe mit sich bringt, sind ab sofort auf Spotify und iTunes unter „SSGeht nach Tokio“ zu hören. Alle Interessierten und die, die im Auto mal keine Lust auf die Top-100 haben, sollten also auf jeden Fall einmal rein hören. Den einen oder anderen Schmunzler wird man sich dabei wohl nicht verdrücken können.  

Wir danken noch einmal unserem Folgensponsor Oberland Metallbau und den weiteren Eventsponsoren sowie unserem Goldsponsor KSW Gruppe für die großzügige Unterstützung!

Über die Oberland Metallbau:

Unter dem Motto METALLBAU MIT ZUKUNFT bieten wir unser vielfältiges Leistungsspektrum  für die Gestaltung der Gebäudehülle an, ob Fenster, Türen, Pfosten-Riegel-Fassaden oder Metallverkleidungen, sind wir der richtige Partner. Durch betriebsinterne Planung und Konstruktion sind wir in der Lage die Wünsche von Bauherren und Architekten Realität werden zu

Mit drei goldenen Medaillen im Gepäck kehren die Leipziger Schwimmer von den Deutschen Meisterschaften aus Berlin zurück. Nachdem Timo Sorgius (200m Rücken und Freistil) sowie Yannis Willim (200m Brust) in den zurückliegenden Tagen ganz oben auf dem Podest stehen durften, fehlte zum Abschluss der Schwimm-DM am Sonntag nicht viel zum vierten Edelmetall.

Über die 200m Lagen schrammte Louis Dramm (Dresdner Delphine) in 2:03,59 Minuten nur um 6,8 Zehntel an den Medaillen vorbei und musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Auch die frisch gebackenen Deutschen Meister Sorgius und Willim waren am Sonntag nochmal in den Finals zu sehen. Über die 50m Brust sprintete Yannis Willim (28,62) auf den siebten Platz. Timo Sorgius belegte über die 100m Freistil in 50,54 Sekunden Rang acht.

Einen Sieg gab es für das SSG-Team am Sonntag in den B-Finals. Über die 200m Schmetterling lieferte Jeanna Vu in 2:20,28 Minuten die schnellste Zeit des Laufes ab. Als Dritte schlug im selben Rennen ihre Teamkollegin Selina Celar (2:22,02) an. Im B-Finale über die 400m Freistil wurde Tim Wilsdorf (4:01,74) Gesamt-Elfter der Schwimm-DM. Leon Borkenhagen belegte mit seiner B-Finalleistung von 23,87 Sekunden über die 50m Freistil den Gesamtplatz 15 der Schwimm-DM.

Für den 17-jährigen Timo Sorgius geht der Blick nun in Richtung internationaler Gewässer. Bei den Junioren-Europameisterschaften im Juli wird er in Rom als einer der Medaillenkandidaten über die 200m Freistil auf den Block steigen. Mit dabei sein darf hier voraussichtlich mit Louis Schubert ein weiterer SSG-Schwimmer. Der Leutzscher blieb am Samstag mit seiner Zeit von 2:01,05 Minuten über die 200m Schmetterling deutlich unter der geforderten Normzeit für die Junioren-Europameisterschaften. Heute konnte er zudem mit Platz zwei im B-Finale über die 50m Schmetterling (25,01) unter die Top Ten Deutschlands schwimmen.

Und dann sind da natürlich noch die Olympischen Spiele, bei denen Ende Juli mit Marie Pietruschka und David Thomasberger (mindestens) zwei Leipziger Asse an den Start gehen werden. Es dürfte also ein heißer Schwimm-Sommer für unsere Elsterstädter werden!

Leipzigs Schwimmer mischen bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin weiter kräftig vorn mit. Am Samstag sorgten die beiden SSG-Asse Yannis Willim und Timo Sorgius für Goldjubel und ließen dabei auch gestandene Nationalschwimmer hinter sich.

Über die 200m Freistil schockte der 17-jährige Youngster Timo Sorgius gleich drei Olympiateilnehmer! In neuer Bestzeit von 1:48,75 Minuten sicherte er sich nach dem Überraschungsgold der 200m Rücken bereits den zweiten Titel in Berlin. Das Tokio-Trio Henning Mühlleitner (1:48,91), Poul Zellmann (1:49,21) und Damian Wierling hatte dabei das Nachsehen.

„Unser Trainer ist Frank Embacher, zuvor auch Trainer von Paul Biedermann. Ich orientiere mich an den früheren Werten von Biedermann. Bei der Olympiaqualifikation war ich schon schneller als Paul damals, bei der Junioren-EM im Juli dann hoffentlich auch“, meinte Sorgius vorausschauend auf den nächsten großen Wettkampf. „Auf 200m Freistil liege ich momentan auf Platz drei in Europa. Ich versuche auf jeden Fall, in Rom eine Medaille im Einzel zu holen.“

Wie man sich gegen gestandene Nationalschwimmer durchsetzt, hatte Yannis Willim seinem Teamkollegen wenige Minuten zuvor gezeigt. Über die 200m Brust hielt er in 2:12,73 Minuten souverän den Essener EM-Teilnehmer Max Pilger (2:13,61) und den Deutschen Rekordhalter über die 100m und Olympiateilnehmer, Fabian Schwingenschlögl (2:14,65), hinter sich. Für Willim, der bereits bei der Kurzbahn-DM 2019 Silber geholt hatte, war es der erste Titel bei Deutschen Meisterschaften.

Beinahe hätte es für das Leipziger Team am Samstag sogar noch eine dritte Medaille gegeben. Über die 200m Schmetterling kratzte der Nachwuchs-Nationalschwimmer Louis Schubert auf Platz vier in 2:01,05 Minuten am Podest. Mit dabei war in diesem Endlauf auch sein SSG-Kollege Tim Wilsdorf, der in 2:01.83 Minuten Sechster wurde. Zudem gab es Starts in den B-Finals für Lilja Aline Hamann (11. 200m Rücken), Antonia Schirmer (14. 200m Rücken) und Anna Elisabeth Schneiderheinze (11. – 50m Brust).

Die Schwimm-DM ist für Leipzigs Athleten noch nicht beendet. Am Sonntag stehen noch einmal elf Events auf dem Programm. Timo Sorgius wird diesmal über die 100m Freistil die Favoriten angreifen.

Die für die Schwimm-DM 2021 gemeldeten Leipziger Schwimmer:

Leon Borkenhagen, Selina Celar, Lilja Aline Hamann, Antonia Schirmer, Anna Elisabeth Schneiderheinze, Louis Schubert, Timo Sorgius, Jeanna Vu, Yannis Merlin Willim, Tim Wilsdorf (alle SSG Leipzig), Louis Dramm (Dresdner Delphine)

Bildnachweis: SSG Leipzig