Ready 4 Tokyo! Marie Pietruschka bucht mit Bestzeit ihr zweites Olympia-Staffelticket

Endlich unter 55 Sekunden – und das sogar deutlich: Nachdem Marie Pietruschka in den vergangenen Wochen mehrfach an diese Marke heran geschwommen war, machte die SSG-Athleten heute beim Olympia-Qualifikationswettkampf in Berlin ernst: In 54,73 Sekunden stellte die 25-Jährige eine starke neue Bestzeit auf und empfahl sich damit auch für den erhofften zweiten Staffeleinsatz bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Mit ihrer Leistung aus Berlin nimmt Pietruschka in der Bestenliste für die 4x100m Freistilstaffel den dritten Platz ein, wird also voraussichtlich in Tokio auch dieses deutsche Quartett unterstützen. Bereits am Freitag hatte die in Neckarsulm trainierende Leipzigerin über die 200m Freistil ihr Ticket für die lange Kraulstaffel bei Olympia gebucht.  

Auch die vier weitere SSG-Asse waren am Samstag über die 100m Freistil im Einsatz. Mit einer erneuten Bestzeit unter der Norm für die Junioren-EM sorgte Timo Sorgius hier in 50,01 Sekunden für ein Achtungszeichen. Wir dürfen gespannt sein, ob die 50er-Barriere bei den Nachwuchs-Europameisterschaften im Juli in Rom fällt. Knapp dahinter schlug Marek Ulrich in 50,10 Sekunden an. Ihn werden wir voraussichtlich bei der Schwimm-EM im Mai in Budapest sehen. Der bereits über die 200m Schmetterling für die Olympischen Spiele qualifizierte David Thomasberger sprintete die 100m Kraul in neuer Bestzeit von 50,39 Sekunden und Lia Neubert schlug bei den Damen in 56,46 Sekunden an.

Damit neigt sich die Kräfte zehrende Qualifikationsphase für die internationalen Schwimm-Höhepunkte dem Ende entgehen. Am abschließenden Wettkampftag geht Marie Pietruschka morgen über die 200m Lagen an den Start und Lia Neubert springt im Kraulsprint über die 50m ins Becken. Spannend wird es zudem über die 200m Brust der Herren. In der vergangenen Woche lieferte Yannis Willim hier in 2:12,36 Minuten eine neue Bestzeit ab. Vielleicht kann er da im schnellen Berliner Becken noch ein paar Zehntel abknabbern.

Zweites Ticket nach Tokio für die Leipziger Schwimm-Asse: Nach den Finals des Qualifikationswettkampfes in Berlin am Freitag steht fest, dass auch die SSG-Athletin Marie Pietruschka bei den Olympischen Spielen im Sommer dabei sein wird. Die in Neckarsulm trainierende Leipzigerin wird als Teil der deutschen 4x200m Freistilstaffel nach Tokio fliegen.

Den Grundstein dafür hatte sie schon vor zwei Wochen beim Qualifikationswettkampf in Heidelberg mit einer persönlichen Bestleistung von 1:58,33 Minuten über die 200m Freistil gelegt. Im Finale des letzten Qualifikationsmeeting in Berlin war sie heute in 1:58,46 Minuten zwar nicht ganz so schnell. Da aber vor ihr nur drei Konkurrentinnen um die Staffeltickets schneller waren, konnte sie nicht mehr vom Staffelplatz verdrängt werden. „Ich war noch nie über einen Zeitraum von drei Wochen auf solch hohem Niveau gefordert“, erklärt die 25-Jährige. Nach der anstrengenden aber erfolgreichen Qualifikationsphase schaut sie mit Selbstbewusstsein in Richtung Tokio: „Ich denke, da ist noch mehr drin“, erklärt sie mit  Blick auf ihre persönliche Bestzeit.

Pietruschka fliegt damit an der Seite ihres SSG-Kollegen David Thomasberger, der heute über die 100m Schmetterling (53,83) Vierter wurde, nach Tokio. Thomasberger hatte sich über die 200m Schmetterling bereits sicher qualifiziert und drückte heute seinem besten Freund und Teamkollegen Marek Ulrich die Daumen, dass er es ihm gleichtun kann. Über die 100m Rücken lieferte Ulrich in 53,75 Sekunden zwar im Vorlauf eine starke persönliche Bestzeit ab, blieb aber um fünf Hundertstel über der vom Deutschen Schwimm-Verband geforderten Norm. Im Finale musste sich der Leipziger in ebenfalls beachtlichen 53,99 Sekunden dann Lokalmatador Ole Braunschweig (53,87) knapp geschlagen geben. Damit ist auch der Platz als Rückenschwimmer in der Lagenstaffel eigentlich „weg“, denn dafür berücksichtigt der DSV nur Finalleistungen.  Zum einen bleibt Marek Ulrich aber damit neben der neuen Bestzeit auch das Ticket zu den Schwimm-Europameisterschaften im Mai. Zum anderen ist der Zug nach Tokio vielleicht auch für ihn noch nicht ganz abgefahren. Um abzusichern, dass ein starker Rückenschwimmer für die Staffel dabei ist, könnten im Verbandsinteresse sowohl Braunschweig als auch Ulrich nominiert werden – zumal Marek Ulrich mit seiner Vorlaufzeit zwar nicht die DSV-Norm, aber die internationale Norm des Weltverbandes FINA unterboten hatte. Es bleibt also spannend und der Wettkampf in Berlin ist ja auch noch nicht zu Ende.

So schnell wie nie zuvor war heute auch der SSG-Youngster Timo Sorgius. Der 17-Jährige, der im Sommer nach Leipzig gewechselt war, schwamm über die 200m Freistil in 1:49,00 Minuten erneut unter die Normzeit für die Junioren-EM. Es geht intensiv weiter: Am Samstag will sich Marie Pietruschka auch für die deutsche 4x100m Freistilstaffel empfehlen und auch Lia Neubert, Marek Ulrich, David Thomasberger sowie Timo Sorgius sind über die 100m Freistil am Samstag am Start. Vielleicht kann ja einer von ihnen hier für eine Überraschung sorgen.

Von Freitag bis Sonntag wird es noch einmal ernst für Leipzigs Top-Schwimmer: Beim Qualifikationswettkampf in Berlin gibt es die letzten Chancen auf Plätze in der Nationalmannschaft. Auf die Reise in die Bundeshauptstadt macht sich auch einer, der die Koffer für Tokio bereits packen kann: David Thomasberger von der SSG Leipzig hat seinen Startplatz für die Olympischen Spiele 2021 schon sicher.

„Das Ticket sicher in der Hand zu haben, ist natürlich eine geile Sache“, freut sich der 25-Jährige. Da Thomasberger die Olympianorm über die 200m Schmetterling bereits erfüllt hat, pro Strecke bis zu zwei Athleten in Tokio starten können und in Berlin mit dem gebürtigen Leipziger Ramon Klenz nur ein Athlet über diese Strecke antritt, kann der SSG-Schwimmer nicht mehr aus dem deutschen Team verdrängt werden. „Der Traum von Olympia ist damit in Erfüllung gegangen“, meint Thomasberger stolz. 

Auch Deutschlands Bundestrainer Bernd Berkhahn zeigt sich positiv überrascht von der Leistungsexplosion des künftigen Olympiateilnehmers, der beim Qualifikationsauftakt in Heidelberg vor zwei Wochen in 1:55,04 Minuten einen Deutschen Rekord über die 200m Schmetterling aufstellte. „Das war nicht unbedingt absehbar“, erklärt Berkhahn im Vorfeld des Wettkampfes in Berlin. „Die Leipziger Trainingsgruppe wäre ja sehr gern in ein Höhentrainingslager geflogen, hat sich dann dagegen entschieden, um kein Risiko einzugehen. Trotzdem war David in der Lage, solch eine fantastische Zeit zu schwimmen. Das ist beachtlich.“

Den Wettkampf am Wochenende will Thomasberger nun noch so gut wie möglich absolvieren. Über die 100m Schmetterling und die 100m Freistil peilt er seine Bestzeiten an. „Außerdem will ich natürlich meine Teamkollegen unterstützen.“ Neben Thomasberger liegen auch seine SSG-Gefährten Marek Ulrich und Marie Pietruschka aktuell auf Kurs in Richtung Tokio. Für beide geht es darum, am Wochenende die Olympiatickets abzusichern. Direkt am Freitag wird es ernst: Marie Pietruschka will über die 200m Freistil ihren Platz für die deutsche Staffel verteidigen. Marek Ulrich ist über die 100m Rücken gefordert. Aktuell liegt er an der Spitze des nationalen Rankings und darf sich Hoffnungen auf die Nominierung für die Lagenstaffel machen. Doch es warten mit dem Berliner Ole Braunschweig und Routinier Christian Diener starke Konkurrenten auf ihn. Der Plan B für Pietruschka und Ulrich lautet: Schwimm-EM. Beide haben für die im Mai in Budapest stattfindenden Titelkämpfe bereits die Normen geknackt. Mit dem 17-jährigen Youngster Timo Sorgius liegt ein weiteres SSG-Ass auf Kurs in Richtung internationaler Gewässer. Er hat bereits die Normen für die Junioren-EM in Rom erfüllt. Leipzigs Schwimmer können also mit viel Selbstbewusstsein in das finale Qualifikationswochenende gehen. Mal schauen, wer anschließend gemeinsam mit David Thomasberger im Flieger nach Tokio sitzen darf.

Liebe Mitglieder der Bäderallianz,

die Lage für unsere Bäder wird von Tag zu Tag prekärer, eine wirkliche Aussicht auf eine zeitnahe Wiederinbetriebnahme unter wirtschaftlichen Bedingungen ist nicht erkennbar. Daher starten wir heute unsere Aktion „Wir sitzen auf dem Trockenen: Leere Becken – leere Kassen“, mit der wir die Vertreterinnen und Vertreter der Politik und der Medien auf unsere Situation aufmerksam machen wollen.

Im Zentrum der Aktion steht das beigefügte Motiv.

Mit diesem Motiv wollen wir auf die Nöte unserer Bäderbetriebe und der von ihnen abhängigen Zulieferer und Dienstleister aufmerksam machen: Solange wir keine realistische Perspektive für eine Wiederinbetriebnahme unter sowohl kontrollierten als auch wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen haben, müssen die öffentlichen Bäder und Kureinrichtungen mit wirksamen Hilfsprogrammen am Leben gehalten werden. Diese müssen sofort greifen und auch langfristig angelegt sein. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob es sich um einen kommunalen oder staatlichen Betrieb handelt, ein Verbundunternehmen, das zum Beispiel in einen Stadtwerkekonzern integriert ist, oder einen privaten Betreiber. Unsere Betriebe sind alle gleichermaßen von den Schließungen betroffen und die existentielle Bedrohung wird von Tag zu Tag größer. Es wird höchste Zeit, dass die Politik handelt und ein Hilfsprogramm für die öffentlichen Bäder und Kureinrichtungen auf den Weg bringt!

Es wäre prima, wenn Sie auch Ihre Mitgliedsbetriebe bitten, die Kampagne zu unterstützen und die beiden Dateien an diese weiterleiten. Das Motiv ist bewusst neutral gehalten, also ohne ein Logo unseres Verbandes.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr. Klaus Batz
Geschäftsführer

EWA – European Waterpark Association e.V.

Tokio, Budapest – oder doch Rom?! Leipzigs Schwimmer sind auf dem Weg, sich auf der internationalen Bühne des Schwimmsports breit zu machen. In der zurückliegenden Woche zerschmetterte David Thomasberger mit Deutschen Rekorden die Olympianorm und auch Marie Pietruschka sowie Marek Ulrich stehen mit einem Fuß im Nationalteam. Nun zog auch Nachwuchstalent Timo Sorgius nach.

Beim Qualifikationswettkampf in Magdeburg gelang es dem 17-Jährigen, der im Sommer 2020 nach Leipzig wechselte, sowohl über die 100m Freistil (50,63 Sekunden) als auch die 200m Freistil unter der Norm zur Qualifikation für die Junioren-Europameisterschaften zu bleiben. Die Titelkämpfe finden im Juli in Rom statt, doch vielleicht kommt Sorgius schon eher zum Einsatz. Mit seiner Zeit von 1:49,51 Minuten auf der 200m-Distanz zählt er auch zu den Kandidaten für eine mögliche 4x200m Freistilstaffel bei der Schwimm-EM im Mai in Budapest. 

Einen weiteren Schritt in Richtung Tokio konnte Marie Pietruschka machen. Zwar gelang es ihr beim Meeting in Eindhoven trotz eines starken zweiten Platzes nicht, ihre vor einer Woche gezeigte Bestleistung über die 200m Freistil (1:58,33) zu steigern. Aber ihre Nationalteamkollegin Annika Bruhn leistete Schützenhilfe und verhalf mit einem Sieg der 4x200m-Staffel zur Olympianorm. Tags zuvor war das auch den Damen der 4x100m Freistilstaffel gelungen. Das heißt: Die jeweils besten vier Finalschwimmerinnen des Nominierungszeitraums über die 100 und 200m fahren sicher mit nach Tokio. Aktuell rangiert Marie Pietruschka in diesem Ranking über beide Strecken an zweiter Stelle und darf sich berechtigte Hoffnungen auf ein Ticket nach Tokio machen.

Auch Marek Ulrich schwimmt unverändert in Richtung internationaler Gewässer. Er gewann in Magdeburg die 100m Rücken in 54,88 Sekunden und führt damit weiterhin die deutsche Bestenliste des Qualifikationszeitraums an. Kann er diese Position behaupten bis sich das Nominierungsfensters schließt, fährt auch er mit zu Olympia. Und selbst wenn das nicht klappen sollte: Ulrich hat bereits die Einzelnorm für die Europameisterschaften erfüllt, wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf internationaler Bühne zu sehen sein.

Ein erfolgreiches Wochenende hatte auch Yannis Willim. Er gewann in Magdeburg die 200m Brust und unterbot dabei seine persönliche Bestzeit in 2:12,36 Minuten um genau eine Sekunde. Damit rückt auch die EM-Norm von 2:11,50 Minuten für ihn in Schlagweite. Über die 100m-Strecke kam er in 1:01,86 Minuten bis auf sieben Hundertstel an seinen in der Vorwoche aufgestellten Hausrekord heran.

Zwei Drittel der Qualifikationsphase für die internationalen Top-Events sind damit absolviert und die Spitzen-Asse der Leipziger Schwimmfamily liegen voll auf Kurs. Diesen gilt es zu halten: Erst mit dem abschließenden Nominierungswettkampf am kommenden Wochenende in Berlin entscheidet sich, welche Schwimmer die Tickets nach Tokio, Budapest und Rom erhalten.

Es geht Schlag auf Schlag für Leipzigs Spitzenschwimmer: Am vergangenen Wochenende sorgte besonders David Thomasberger mit seinem Deutschen Rekord und der Olympianorm über 200m Schmetterling für Furore. Und auch die beiden EM-Normen von Marie Pietruschka und Marek Ulrich haben dem Leipziger Team ordentlich Aufwind gegeben. Den gilt es nun direkt wieder zu nutzen, denn die Schwimmer aus der Messestadt haben am Wochenende in Magdeburg die Chance, zu weiteren internationalen Qualifikationen zu fliegen. „Nach dem vergangenen Wochenende habe ich überhaupt keinen Druck mehr. Jetzt kann ich einfach mit Spaß und frei in die anstehenden Wettkämpfe gehen. Mein Fokus liegt jetzt erst einmal auf meinem Team, was ich versuchen werde nun bestmöglich zu unterstützen“, sagt der frisch gebackene Deutsche Rekordhalter David Thomasberger. Er konzentriert sich jetzt auf die 100m Freistil und Schmetterling, bei denen es ihm vor allem um gute Rennen, Spaß und Bestzeiten geht. Abgeliefert hat er bereits, nun will er vor allem seinen besten Freund Marek jubeln sehen. 

Marek Ulrich empfahl sich in starken 54,27 Sekunden am Wochenende bereits über die 100m Rücken für die EM. Jetzt schielt er in Richtung Olympianorm, welche noch etwa eine halbe Sekunde entfernt ist. Die letzten Zehntel will er nun am Wochenende noch abzwacken: „Nach dem Laktat und der Aufregung vom Wochenende galt es erstmal sich wieder zu finden und etwas runter zu kommen. Wir haben die Woche zudem genutzt, um noch etwas an meiner Wasserlage zu feilen. So hoffe ich noch das eine oder andere Zehntel schneller an die Wand zu kommen am Sonntag.“  Auch der Brust-Spezialist Yannis Willim blickt mit Spannung nach Magdeburg. In Heidelberg schwamm er über die 100m bereits eine sehr gute Bestzeit. Nun gilt es die Grundgeschwindigkeit auf die doppelte Distanz mitzunehmen. Über die 200m hat Willim die Chancen sich ebenfalls für die EM in Budapest zu empfehlen. Ihm fehlen von seiner Bestzeit noch zwei Sekunden auf die geforderte Norm, was in Anbetracht seiner guten Form nicht außer Reichweite zu sein scheint.

Etwa 500km weiter westlich begann beim Qualifikationsmeeting in Eindhoven für Marie Pietruschka das Wettkampfwochenende schon heute. Über die 200m Lagen lieferte sie in 2:15,29 Minuten schon im Vorlauf eine beachtliche Leistung ab. Nachdem sie sich mit einer starken Bestzeit über die 200m Freistil bereits am zurückliegenden Wochenende an die deutsche Spitze geschwommen hat, kann sie am Sonntag nochmal nachlegen. Für die EM hat sie das Ticket schon in der Tasche. Um sich für die Olympiastaffel zu qualifizieren, müssen die vier schnellsten Damen mit ihren Finalzeiten allerdings zusammengerechnet unter 7:55,00 Minuten liegen. Bisher sind die Frauen noch etwa anderthalb Sekunden davon entfernt. Es gilt also nicht nur Marie die Daumen zu drücken am Wochenende.  Eine, die dabei ein Wörtchen mitreden will ist Lia Neubert. Immerhin hat sie über die Staffel die Chance mit in das EM-Team aufgenommen zu werden. Hierfür müsste sie sich mindestens auf Rang acht des nationalen Rankings wiederfinden, wo sie derzeit sogar schon ist. Dies gilt es in den kommenden Tagen zu verteidigen oder auszubauen. Timo Sorgius ist sogar noch etwas näher an der Chance, internationale Erfahrung sammeln zu dürfen. Ihm fehlt über die 200m Freistil gerade einmal eine halbe Sekunde auf die geforderte Norm für die Junioren-EM in Rom. Es dürfte also spannend werden, wenn die Elite der Schwimm-Family morgen nach Magdeburg reist. 

Bildnachweis: „SSG Leipzig“

 Liebe Mitglieder,

seit nunmehr fast sechs Monaten sind die Schwimmhallen in Leipzig für den Vereinssport und somit auch für die Mitglieder des Post SV geschlossen. Leider gibt es bis zum heutigen Tag auch keine Öffnungsperspektive, so dass wir nicht wissen, wann wir Euch wieder am Beckenrand begrüßen können. Bis heute haben wir leider knapp 20 Prozent unserer Vereinsmitglieder verloren. Laut Bestandserhebung des Landessportbundes Sachsen hat es die Schwimmvereine besonders hart getroffen und sie haben sportartenübergreifend den größten Mitgliederschwund zu verzeichnen.

Wir möchten an dieser Stelle allen Mitgliedern herzlich danken, die unserem Verein auch ohne Wassertrainingszeiten die Treue halten.

Gemeinsam mit unserem Ausrüster, der Firma Teamfreaks, haben wir uns eine kleine „Solidaritäts-Aktion“ überlegt:

„Nie ohne mein Team“ T-Shirt oder „Nie ohne mein Team“ Hoodie  

Zusammenstehen – auch in schwierigen Zeiten! Das ist Teamgeist. Ihr bekommt ein hochwertiges T-Shirt oder Hoodie, mit denen WIR unseren Zusammenhalt zeigen wollen.

Der Post SV übernimmt 50% der Kosten! (die Artikel sind auf der Bestellseite bereits reduziert)

https://teamfreaks.de/vereinsshops/postschwimmverein-leipzig/

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

Mit sportlichen Grüßen

Uwe Bodusch

Vorsitzender

Die Leipziger Spitzenschwimmer sind auf bestem Weg, die Messestadt in diesem Jahr gleich mehrfach international zu vertreten. Nachdem am Samstag bereits David Thomasberger eindrucksvoll mit Deutschem Rekord die Olympianorm über die 200m Schmetterling knacken konnte, ließen am Sonntag seine Vereinskollegen Marie Pietruschka und Marek Ulrich aufhorchen.

Über die 200m Freistil zauberte Marie Pietruschka wie schon tags zuvor über die 100m-Distanz eine neue Bestzeit ins Becken. In 1:58,30 Minuten gab die WM-Finalistin dabei ein dickes Empfehlungsschreiben für die 4x200m-Staffel bei Olympia ab. Zwar muss das Quartett zunächst noch die vom Verband vorgegeben Norm erfüllen und Pietruschka ist nur dann mit dabei, wenn sie auch bis Ende des Qualifikationszeitraums am 18. April unter den Top Vier über die 200m Freistil steht. Die Chancen, dass diese beiden Voraussetzungen erfüllt werden, sehen aber recht gut aus. 

Zudem unterbot Pietruschka heute damit problemlos die Norm für die Schwimm-Europameisterschaften, die im Mai in Budapest über die Bühne gehen. Sollte es also mit der Olympiastaffel nix werden, könnten wir sie bei der EM in internationalen Gewässern sehen. Gleiches gilt für Marek Ulrich. Der SSG-Schwimmer stellte über die 100m Rücken in 54,27 Sekunden seine persönliche Bestzeit ein und knackte die Norm für die Europameisterschaften. Auch sein Blick dürfte aber auf Tokio gerichtet sein. Aktuell führt er das Ranking der potentiellen Rückenschwimmer für die deutsche Lagenstaffel bei Olympia an.

David Thomasberger war einen Tag nach seinem Rekorddoppelschlag in Heidelberg ebenfalls noch einmal im Einsatz. Über die 100m Schmetterling stellte er erneut seine starke Form unter Beweis und schlug in 52,84 Sekunden mit persönlicher Bestzeit auf Platz eins an.

Einen neuen Hausrekord konnte auch SSG-Neuzugang Timo Sorgius verbuchen. Über die 200m Freistil holte er gemeinsam mit Louis Dramm (1:52,25 / Dresdner Delphine) einen Leipziger Doppelsieg und kam in 1:51,35 Minuten bis auf gut eine halbe Sekunde an die Norm zur Qualifikation für die Junioren-EM heran. In den weiteren Finals gab es für Yannis Willim über die 200m Brust (2:13,58) und Lia Neubert über die 50m Freistil (26,24) jeweils Rang zwei. 

Die Leipziger Wasserhelden haben am Wochenende nicht nur die heimische Schwimmfamily beeindruckt, sondern auch national und in Person von David Thomasberger sogar über die deutschen Grenzen hinaus von sich reden gemacht. Viel Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt aber nicht. Schon am kommenden Samstag geht die Jagd auf Tickets nach Tokio und Budapest weiter. Mit dem Wettkampf in Magdeburg steht dann die zweite Station des dreiwöchigen Qualifikationszeitraums im Kalender.

Bildnachweis: „SSG Leipzig / Alibek Käsler“

Besser hätten sich die Leipziger Schwimmer den Auftakt in die Olympiaqualifikation kaum erträumen können: Über die 200m Schmetterling knackte der Messestädter David Thomasberger (Post SV) nicht nur die Normzeit für die Spiele in Tokio. Der 25-Jährige verbesserte beim Meeting in Heidelberg auch den Deutschen Rekord – und das gleich doppelt!

Nachdem er schon im Vorlauf seine starke Form angedeutet hatte und in 1:55,51 Minuten die bisherige Bestmarke, gehalten vom einstigen Leutzscher Ramon Klenz, um 19 Hundertstel unterbot, legte Thomasberger im Finale kräftig nach. In 1:55,04 Minuten drückte er den Deutschen Rekord noch einmal deutlich nach unten. Eine echte Weltklasseleistung: Bei der Schwimm-WM 2019 hätte die Zeit im Finale zum sechsten Platz gereicht und in diesem Jahr waren weltweit gerade einmal zwei Athleten schneller als Thomasberger.

Der Leipziger hat damit zwar das Ticket nach Tokio in der Hand. Die Koffer kann er aber noch nicht ganz packen. Sollten bis zum Ende des Qualifikationszeitraums am 18. April noch zwei andere Deutsche schneller sein als er, würden diese ihn vom Olympiastartplatz verdrängen. Das muss aber erst einmal jemand schaffen: Mit seinen heutigen Leistungen hat Thomasberger im Kampf um die Tickets bärenstark vorgelegt.

Einen gelungenen Einstand in die Olympiaqualifikation legte auch Marie Pietruschka (Post SV) hin. Die Leipziger WM-Finalistin schwamm in Heidelberg über die 100m Freistil in 55,01 Sekunden auf Platz zwei eine neue persönliche Bestleistung und zeigte, dass man sie auch für die Olympiastaffel auf dem Zettel haben sollte. Ihre Vereinskollegin Lia Neubert schlug in 56,88 Sekunden als Sechste an.

Auch in den weiteren Events überzeugten die Leipziger Schützlinge von Coach Frank Embacher. Über die 400m Freistil sicherte sich Louis Dramm (Dresdner Delphine) in 3:58,25 Minuten klar den Sieg in Heidelberg und Timo Sorgius (SV Handwerk) gewann in 51,10 Sekunden die 100m Freistil, über die sein Teamkollege Marek Ulrich im Vorlauf in 50,06 Sekunden die schnellste Zeit abgeliefert hatte. Für Yannis Willim (Post SV) gab es über die 100m Brust in 1:01,79 Minuten Platz drei mit starker neuer Bestzeit.

Bildnachweis: „SSG Leipzig / thesportpicturepage“

Es war ein hartes Jahr für Schwimmer und auch die Spitzenathleten vom Leipziger Landesstützpunkt bekamen das zu spüren: Einschränkungen beim Training, kaum Wettkämpfe und auf gewohnte Höhentrainingslager musste verzichtet werden. Doch all das gilt es jetzt abzuhaken, denn ab dem kommenden Wochenende sind Top-Leistungen gefordert.

Bei Wettkämpfen in Heidelberg (3./4.4.), Magdeburg (10./11.4.) und Berlin (16.-18.4.) nehmen die Schützlinge von Coach Frank Embacher die Tickets zu den Olympischen Spielen in Tokio und zur im Mai in Budapest stattfindenden Europameisterschaft ins Visier. Dabei ist direkt Vollgas angesagt. „Wir haben die Planung etwas umgestellt und werden versuchen, schon in Heidelberg schnell zu schwimmen“, erklärt Trainer Embacher. „Eigentlich sollte das nur der Einstiegswettkampf werden, aber aufgrund der Pandemie-Lage wollen wir jeden Wettkampf voll nutzen, um Leistungen zu zeigen.“

Die Leipziger Olympia-Hoffnungen ruhen vor allem auf dem weltmeisterschaftserfahrenen SSG-Trio Marie Pietruschka, David Thomasberger und Marek Ulrich (alle Post SV). Für Thomasberger liegt die Olympianorm (1:56,30) über die 200m Schmetterling sogar über seiner persönlichen Bestzeit von 1:56,01 Minuten. „Ich bin recht optimistisch und freu mich darauf, endlich mal wieder zu racen. Seit Jahresbeginn bin ich gut durchgekommen und das letzte Heimtrainingslager lief recht gut“, meint der 25-Jährige.

Bei Ulrich und Pietruschka geht der Blick neben den Einzelnormen auch auf die deutschen Staffeln. Für Marek Ulrich heißt das, er muss unter den deutschen Schwimmern in den kommenden drei Wochen die schnellste Zeit über seine Paradestrecke 100m Rücken abliefern. Selbst wenn er dann die Einzelnorm von 53,70 Sekunden nicht erreichen sollte, würde er sich so für die deutsche Lagenstaffel empfehlen. „Ich werde in Heidelberg direkt versuchen, eine ordentliche Zeit ins Becken zu bringen“, kündigt er an. Die mittlerweile in Neckarsulm trainierende aber weiterhin für die SSG Leipzig startende Marie Pietruschka tritt in Heidelberg über die 100 und 200m Freistil sowie die 200m Lagen an. Sowohl 2018 als auch 2019 gelang es ihr, sich über die Staffeln in die Nationalmannschaft zu schwimmen. Dieses Kunststück will sie in den kommenden Wochen wiederholen. 

Und die Leipziger Crew hat noch ein paar weitere Asse im Ärmel. So liebäugelt Yannis Willim (Post SV) mit der Olympianorm über die 200m Brust und sollte das nicht klappen, besteht in den kommenden Wochen auch die Möglichkeit, sich für die Europameisterschaften in Budapest zu qualifizieren. Für diese könnte auch Lia Neubert (Post SV) eine Kandidatin für die deutschen Staffeln sein, sollte der Deutsche Schwimm-Verband bei der EM nicht das Olympia-Quartett an den Start schicken. Zudem besteht für den Leipziger Neuzugang Timo Sorgius (SV Handwerk) die Chance, sich für die im Juli in Rom stattfindenden Junioren-Europameisterschaften zu empfehlen und auch Louis Dramm (Dresdner Delphine) will bei den Wettkämpfen in Heidelberg, Magdeburg und Berlin gegen die nationale Konkurrenz auf sich aufmerksam machen. Egal ob Olympia-, EM- oder JEM-Normen gejagt werden: Die Leipziger Schwimmer sind heiß darauf, sich endlich wieder im Wettkampfbecken beweisen zu dürfen.