SSG-Schwimmer starten mit Rückenwind international durch
Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. So geht es auch den Spitzenschwimmern der SSG Leipzig, die gerade erst die anstrengende Qualifikationsphase für die Höhepunkte des Schwimmkalenders hinter sich gebracht haben und sich nun schon wieder fleißig fit machen für die internationalen Bühnen. Um ihnen hier etwas zusätzliche Motivation mit auf den Weg zu geben, wurde am Wochenende dann doch mal kurz inne gehalten. Unter strahlendem Sonnenschein und mit leuchtenden Blumen hat die SSG Leipzig am Samstag ihre „Internationalen“ geehrt.
„Dass unsere Besten nach so einer harten Wettkampfphase eine solche Aufmerksamkeit erfahren, zeigt natürlich die Wertschätzung für die Sportler“, freut sich Coach Frank Embacher über die Ehrung seiner Athleten. Marek Ulrich, der die Messestadt in wenigen Wochen bei den Europameisterschaften in Budapest vertreten wird, pflichtet bei: „Es zeigt, dass wir auch in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten und dass hinter dem Erfolg von uns Sportlern ein tolles Team an Trainern und Funktionären steht.“
Dicke Blumensträuße gab es auch für Youngster Timo Sorgius, der im Juli bei den Junioren-Europameisterschaften in Rom auf den Block steigt, und natürlich für Rekordschwimmer David Thomasberger. Der 25-Jährige erfüllte sich nicht nur mit dem Ticket für die Olympischen Spiele einen Traum, sondern ließ mit der Zeit von 1:55,04 Minuten über die 200m Schmetterling auch einen Knoten platzen. „Es ist schön, endlich diese 1:56er Marke durchbrochen zu haben“, erklärt er. „Schon als der Rekord noch von Michael Groß gehalten wurde, war es mein Ziel den zu knacken.“ Dass die ersehnte Bestmarke, die sich zwischenzeitlich der gebürtige Leipziger Ramon Klenz geschnappt hatte, nun im Besitz von Thomasberger ist, heißt noch lange nicht, dass er sich auf seinen Lorbeeren ausruhen möchte: „Ich blicke optimistisch in Richtung Tokio und hoffe, mich dort noch ein paar Zehntel zu verbessern.“ Dann könnte sogar eine 1:54er Zeit winken – und damit hätte er auch gute Chancen auf einen Finalplatz bei Olympia.
Im Flieger nach Tokio wird mit Marie Pietruschka auch ein zweites Mitglied der SSG-Familie sitzen. Auch die in Neckarsulm trainierende, aber weiterhin für Leipzig startende Nationalschwimmerin wurde natürlich gebührend gefeiert. Für sie organisierte die SSG-Crew extra eine Blumenübergabe in der neuen Trainingsheimat. Bei der Ehrung durch den SSG-Vorstand per Videoschalte soll auch die eine oder andere Träne der Rührung geflossen sein.
Man sieht: Leipzigs Schwimmfamily steht zusammen, egal wie viele Kilometer gerade dazwischen liegen. Das werden wir auch in den kommenden Wochen und Monaten unter Beweis stellen, wenn die SSG-Asse in Budapest, Rom und natürlich Tokio die internationalen Bühnen des Schwimmsports erobern.
Der Landessportbund Sachsen (LSB) kritisiert die „Bundes-Notbremse“. Die neue Corona-Regelung beinhaltet deutschlandweit einheitliche Beschränkungen, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100 liegt – ein harter Schlag für den organisierten Sport und besonders für sächsische Vereine ein großer Rückschritt.
Konkret soll bei einer Überschreitung des kritischen Inzidenzwertes nur noch kontaktloser Individualsport alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes erlaubt bleiben. Ausnahmen gibt es lediglich für Berufs- und Leistungssportler. Kinder und Jugendliche dürfen bis zum Alter von 14 Jahren mit ausreichend Abstand draußen Sport machen – allerdings nur in Gruppen von bis zu fünf Personen. Die sächsische Corona-Schutz-Verordnung erlaubte bisher kontaktlosen Gruppensport im Freien und auf Außensportstätten mit maximal 20 Teilnehmenden im Alter von bis zu 18 Jahren.
„Diese Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sind eine Bankrotterklärung für den Breitensport“, kritisiert LSB-Generalsekretär Christian Dahms. „Gerade für Sachsen bedeuten die bundesweiten Regelungen einen deutlichen Rückschritt. Besonders ärgerlich ist das, weil es keine wissenschaftlich belegten Gründe gibt, kontaktlosen Sport im Freien zu verbieten. Entgegen der Ratschläge der Aerosolforschung wird hier wegen eines minimalen Corona-Ansteckungsrisikos die Gesamtgesundheit unserer Sporttreibenden aufs Spiel gesetzt! Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter der mangelnden Bewegung und vermissen die gemeinsame Freizeit im Sportverein. Auch ältere Menschen und den Rehasport treffen die Regelungen weiterhin hart.“
Sowohl bundesweit als auch in Sachsen sind seit Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Infektionsschutz-Richtlinien und Hygienekonzepte für den Sport entstanden. „Unsere Vereine und Verbände haben sich von Anfang an diszipliniert und engagiert gezeigt“, erklärt Dahms. „Im Sport gehören Regeln dazu, und so können gerade im organisierten Trainingsbetrieb Hygienemaßnahmen und Kontaktverfolgung sehr gut sichergestellt werden. Es kann nicht sein, dass der Sport immer noch als Teil des Problems und nicht als Teil der Lösung gesehen wird! Den Unmut unserer Ehrenamtlichen und Sporttreibenden teilen auch wir als Landessportbund – hier wird mit undurchsichtigen Regelungen gerade jahrelanges Engagement zermürbt und für die Zukunft nachhaltig geschwächt.“
Die „Bundes-Notbremse“ soll bis zum 30. Junigelten. Der Landessportbund fordert ein erneutes Überdenken der Maßnahmen und eine zeitnahe Rückkehr zum organisierten Sporttreiben.
Information
Landessportbund Sachsen e.V.
Nach dem letzten Tag des Qualifikationsmeetings in Berlin stehen die Starter für die anstehenden internationalen Großevents fest. Leipzig darf diesen mit gleich vier Schwimmern den Stempel aufdrücken! Zwei Athleten für Tokio, eine Qualifikation für die EM in Budapest und eine für die Junioren-EM in Rom – eine Wahnsinns-Bilanz für die Sportstadt an der Elster!
Trainer Frank Embacher kann sich nach dem Wochenende wohl nur schlecht das Lächeln verkneifen: „Mit zwei festen Startplätzen in Tokio und jeweils einem bei einer EM und JEM können wir sehr zufrieden sein. Zudem gab es einige gute Bestzeiten, zum Beispiel die von Yannis, die uns im Hinblick auf die Universiade im nächsten Jahr optimistisch stimmen. Ich freue mich auch über die sehr gute Entwicklung unseres Jungspunds Timo Sorgius, der sich von Wettkampf zu Wettkampf immer weiter steigern konnte“, fasst Embacher die ereignisreichen letzten Wochen zusammen.
Yannis Willim feierte zum Abschluss des Qualifikationsmeetings in Berlin am Sonntag eine erneute Bestzeit über seine Paradestrecke. In 2:12,22 Minuten schwamm er die 200m Brust nochmal gut eine Zehntel schneller als am vergangenen Wochenende. Damit blieb er nur sieben Zehntel über der EM-Norm und gerade einmal zwei Zehntel über der Qualifikationszeit für die Universiade im nächsten Jahr in Chengdu. Da diese auf 2022 verschoben wurde, sollte sich im nächsten Jahr aber noch die Chance für die Normierung bieten. Auf einen Stempel im Reisepass dürfen sich aber schonmal vier andere SSG-Schwimmer freuen!
Nach David Thomasbergers Deutschem Rekord (1:55,04), den er bereits vor zwei Wochen in Heidelberg schwamm, steht er nun über die 200m Schmetterling als Olympia-Starter für Tokio fest. Die in Neckarsulm trainierende SSG-Schwimmerin Marie Pietruschka qualifizierte sich für Staffeleinsätze über die 4x100m und 4x200m Freistil. Mit starken Bestzeiten über beide Strecken platzierte sie sich als Dritte (54,73) und Vierte (1:58,33) für beide Staffeln und kann nun ganz entspannt ihre Koffer für Japan packen. Für Marek Ulrich geht die Reise nach dem derzeitigen Stand zur Schwimm-EM nach Budapest und der Youngster Timo Sorgius schwamm in Berlin über die 100m (50,06) und 200m Freistil (1:49,00) zu sehr guten Bestzeiten und deutlich unter die Normen für die Junioren-Europameisterschaften. Besonders beeindruckend sind seine Leistungen auch insofern, dass er damit sogar schneller war, als Weltmeister Paul Biedermann in diesem Alter!
Wie es aussieht, werden wir also noch einiges zu berichten haben in den kommenden Wochen. Nun heißt es in den nächsten Tagen die Akkus schnell wieder zu aufzufüllen, um international dann vielleicht nochmal die ein oder andere Zehntel abzuknapsen. Wir drücken die Daumen.

Endlich unter 55 Sekunden – und das sogar deutlich: Nachdem Marie Pietruschka in den vergangenen Wochen mehrfach an diese Marke heran geschwommen war, machte die SSG-Athleten heute beim Olympia-Qualifikationswettkampf in Berlin ernst: In 54,73 Sekunden stellte die 25-Jährige eine starke neue Bestzeit auf und empfahl sich damit auch für den erhofften zweiten Staffeleinsatz bei den Olympischen Spielen in Tokio.
Mit ihrer Leistung aus Berlin nimmt Pietruschka in der Bestenliste für die 4x100m Freistilstaffel den dritten Platz ein, wird also voraussichtlich in Tokio auch dieses deutsche Quartett unterstützen. Bereits am Freitag hatte die in Neckarsulm trainierende Leipzigerin über die 200m Freistil ihr Ticket für die lange Kraulstaffel bei Olympia gebucht.
Auch die vier weitere SSG-Asse waren am Samstag über die 100m Freistil im Einsatz. Mit einer erneuten Bestzeit unter der Norm für die Junioren-EM sorgte Timo Sorgius hier in 50,01 Sekunden für ein Achtungszeichen. Wir dürfen gespannt sein, ob die 50er-Barriere bei den Nachwuchs-Europameisterschaften im Juli in Rom fällt. Knapp dahinter schlug Marek Ulrich in 50,10 Sekunden an. Ihn werden wir voraussichtlich bei der Schwimm-EM im Mai in Budapest sehen. Der bereits über die 200m Schmetterling für die Olympischen Spiele qualifizierte David Thomasberger sprintete die 100m Kraul in neuer Bestzeit von 50,39 Sekunden und Lia Neubert schlug bei den Damen in 56,46 Sekunden an.
Damit neigt sich die Kräfte zehrende Qualifikationsphase für die internationalen Schwimm-Höhepunkte dem Ende entgehen. Am abschließenden Wettkampftag geht Marie Pietruschka morgen über die 200m Lagen an den Start und Lia Neubert springt im Kraulsprint über die 50m ins Becken. Spannend wird es zudem über die 200m Brust der Herren. In der vergangenen Woche lieferte Yannis Willim hier in 2:12,36 Minuten eine neue Bestzeit ab. Vielleicht kann er da im schnellen Berliner Becken noch ein paar Zehntel abknabbern.

Zweites Ticket nach Tokio für die Leipziger Schwimm-Asse: Nach den Finals des Qualifikationswettkampfes in Berlin am Freitag steht fest, dass auch die SSG-Athletin Marie Pietruschka bei den Olympischen Spielen im Sommer dabei sein wird. Die in Neckarsulm trainierende Leipzigerin wird als Teil der deutschen 4x200m Freistilstaffel nach Tokio fliegen.
Den Grundstein dafür hatte sie schon vor zwei Wochen beim Qualifikationswettkampf in Heidelberg mit einer persönlichen Bestleistung von 1:58,33 Minuten über die 200m Freistil gelegt. Im Finale des letzten Qualifikationsmeeting in Berlin war sie heute in 1:58,46 Minuten zwar nicht ganz so schnell. Da aber vor ihr nur drei Konkurrentinnen um die Staffeltickets schneller waren, konnte sie nicht mehr vom Staffelplatz verdrängt werden. „Ich war noch nie über einen Zeitraum von drei Wochen auf solch hohem Niveau gefordert“, erklärt die 25-Jährige. Nach der anstrengenden aber erfolgreichen Qualifikationsphase schaut sie mit Selbstbewusstsein in Richtung Tokio: „Ich denke, da ist noch mehr drin“, erklärt sie mit Blick auf ihre persönliche Bestzeit.
Pietruschka fliegt damit an der Seite ihres SSG-Kollegen David Thomasberger, der heute über die 100m Schmetterling (53,83) Vierter wurde, nach Tokio. Thomasberger hatte sich über die 200m Schmetterling bereits sicher qualifiziert und drückte heute seinem besten Freund und Teamkollegen Marek Ulrich die Daumen, dass er es ihm gleichtun kann. Über die 100m Rücken lieferte Ulrich in 53,75 Sekunden zwar im Vorlauf eine starke persönliche Bestzeit ab, blieb aber um fünf Hundertstel über der vom Deutschen Schwimm-Verband geforderten Norm. Im Finale musste sich der Leipziger in ebenfalls beachtlichen 53,99 Sekunden dann Lokalmatador Ole Braunschweig (53,87) knapp geschlagen geben. Damit ist auch der Platz als Rückenschwimmer in der Lagenstaffel eigentlich „weg“, denn dafür berücksichtigt der DSV nur Finalleistungen. Zum einen bleibt Marek Ulrich aber damit neben der neuen Bestzeit auch das Ticket zu den Schwimm-Europameisterschaften im Mai. Zum anderen ist der Zug nach Tokio vielleicht auch für ihn noch nicht ganz abgefahren. Um abzusichern, dass ein starker Rückenschwimmer für die Staffel dabei ist, könnten im Verbandsinteresse sowohl Braunschweig als auch Ulrich nominiert werden – zumal Marek Ulrich mit seiner Vorlaufzeit zwar nicht die DSV-Norm, aber die internationale Norm des Weltverbandes FINA unterboten hatte. Es bleibt also spannend und der Wettkampf in Berlin ist ja auch noch nicht zu Ende.
So schnell wie nie zuvor war heute auch der SSG-Youngster Timo Sorgius. Der 17-Jährige, der im Sommer nach Leipzig gewechselt war, schwamm über die 200m Freistil in 1:49,00 Minuten erneut unter die Normzeit für die Junioren-EM. Es geht intensiv weiter: Am Samstag will sich Marie Pietruschka auch für die deutsche 4x100m Freistilstaffel empfehlen und auch Lia Neubert, Marek Ulrich, David Thomasberger sowie Timo Sorgius sind über die 100m Freistil am Samstag am Start. Vielleicht kann ja einer von ihnen hier für eine Überraschung sorgen.

Von Freitag bis Sonntag wird es noch einmal ernst für Leipzigs Top-Schwimmer: Beim Qualifikationswettkampf in Berlin gibt es die letzten Chancen auf Plätze in der Nationalmannschaft. Auf die Reise in die Bundeshauptstadt macht sich auch einer, der die Koffer für Tokio bereits packen kann: David Thomasberger von der SSG Leipzig hat seinen Startplatz für die Olympischen Spiele 2021 schon sicher.
„Das Ticket sicher in der Hand zu haben, ist natürlich eine geile Sache“, freut sich der 25-Jährige. Da Thomasberger die Olympianorm über die 200m Schmetterling bereits erfüllt hat, pro Strecke bis zu zwei Athleten in Tokio starten können und in Berlin mit dem gebürtigen Leipziger Ramon Klenz nur ein Athlet über diese Strecke antritt, kann der SSG-Schwimmer nicht mehr aus dem deutschen Team verdrängt werden. „Der Traum von Olympia ist damit in Erfüllung gegangen“, meint Thomasberger stolz.
Auch Deutschlands Bundestrainer Bernd Berkhahn zeigt sich positiv überrascht von der Leistungsexplosion des künftigen Olympiateilnehmers, der beim Qualifikationsauftakt in Heidelberg vor zwei Wochen in 1:55,04 Minuten einen Deutschen Rekord über die 200m Schmetterling aufstellte. „Das war nicht unbedingt absehbar“, erklärt Berkhahn im Vorfeld des Wettkampfes in Berlin. „Die Leipziger Trainingsgruppe wäre ja sehr gern in ein Höhentrainingslager geflogen, hat sich dann dagegen entschieden, um kein Risiko einzugehen. Trotzdem war David in der Lage, solch eine fantastische Zeit zu schwimmen. Das ist beachtlich.“
Den Wettkampf am Wochenende will Thomasberger nun noch so gut wie möglich absolvieren. Über die 100m Schmetterling und die 100m Freistil peilt er seine Bestzeiten an. „Außerdem will ich natürlich meine Teamkollegen unterstützen.“ Neben Thomasberger liegen auch seine SSG-Gefährten Marek Ulrich und Marie Pietruschka aktuell auf Kurs in Richtung Tokio. Für beide geht es darum, am Wochenende die Olympiatickets abzusichern. Direkt am Freitag wird es ernst: Marie Pietruschka will über die 200m Freistil ihren Platz für die deutsche Staffel verteidigen. Marek Ulrich ist über die 100m Rücken gefordert. Aktuell liegt er an der Spitze des nationalen Rankings und darf sich Hoffnungen auf die Nominierung für die Lagenstaffel machen. Doch es warten mit dem Berliner Ole Braunschweig und Routinier Christian Diener starke Konkurrenten auf ihn. Der Plan B für Pietruschka und Ulrich lautet: Schwimm-EM. Beide haben für die im Mai in Budapest stattfindenden Titelkämpfe bereits die Normen geknackt. Mit dem 17-jährigen Youngster Timo Sorgius liegt ein weiteres SSG-Ass auf Kurs in Richtung internationaler Gewässer. Er hat bereits die Normen für die Junioren-EM in Rom erfüllt. Leipzigs Schwimmer können also mit viel Selbstbewusstsein in das finale Qualifikationswochenende gehen. Mal schauen, wer anschließend gemeinsam mit David Thomasberger im Flieger nach Tokio sitzen darf.

Liebe Mitglieder der Bäderallianz,
die Lage für unsere Bäder wird von Tag zu Tag prekärer, eine wirkliche Aussicht auf eine zeitnahe Wiederinbetriebnahme unter wirtschaftlichen Bedingungen ist nicht erkennbar. Daher starten wir heute unsere Aktion „Wir sitzen auf dem Trockenen: Leere Becken – leere Kassen“, mit der wir die Vertreterinnen und Vertreter der Politik und der Medien auf unsere Situation aufmerksam machen wollen.
Im Zentrum der Aktion steht das beigefügte Motiv.
Mit diesem Motiv wollen wir auf die Nöte unserer Bäderbetriebe und der von ihnen abhängigen Zulieferer und Dienstleister aufmerksam machen: Solange wir keine realistische Perspektive für eine Wiederinbetriebnahme unter sowohl kontrollierten als auch wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen haben, müssen die öffentlichen Bäder und Kureinrichtungen mit wirksamen Hilfsprogrammen am Leben gehalten werden. Diese müssen sofort greifen und auch langfristig angelegt sein. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob es sich um einen kommunalen oder staatlichen Betrieb handelt, ein Verbundunternehmen, das zum Beispiel in einen Stadtwerkekonzern integriert ist, oder einen privaten Betreiber. Unsere Betriebe sind alle gleichermaßen von den Schließungen betroffen und die existentielle Bedrohung wird von Tag zu Tag größer. Es wird höchste Zeit, dass die Politik handelt und ein Hilfsprogramm für die öffentlichen Bäder und Kureinrichtungen auf den Weg bringt!
Es wäre prima, wenn Sie auch Ihre Mitgliedsbetriebe bitten, die Kampagne zu unterstützen und die beiden Dateien an diese weiterleiten. Das Motiv ist bewusst neutral gehalten, also ohne ein Logo unseres Verbandes.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Klaus Batz
Geschäftsführer
EWA – European Waterpark Association e.V.

Tokio, Budapest – oder doch Rom?! Leipzigs Schwimmer sind auf dem Weg, sich auf der internationalen Bühne des Schwimmsports breit zu machen. In der zurückliegenden Woche zerschmetterte David Thomasberger mit Deutschen Rekorden die Olympianorm und auch Marie Pietruschka sowie Marek Ulrich stehen mit einem Fuß im Nationalteam. Nun zog auch Nachwuchstalent Timo Sorgius nach.
Beim Qualifikationswettkampf in Magdeburg gelang es dem 17-Jährigen, der im Sommer 2020 nach Leipzig wechselte, sowohl über die 100m Freistil (50,63 Sekunden) als auch die 200m Freistil unter der Norm zur Qualifikation für die Junioren-Europameisterschaften zu bleiben. Die Titelkämpfe finden im Juli in Rom statt, doch vielleicht kommt Sorgius schon eher zum Einsatz. Mit seiner Zeit von 1:49,51 Minuten auf der 200m-Distanz zählt er auch zu den Kandidaten für eine mögliche 4x200m Freistilstaffel bei der Schwimm-EM im Mai in Budapest.
Einen weiteren Schritt in Richtung Tokio konnte Marie Pietruschka machen. Zwar gelang es ihr beim Meeting in Eindhoven trotz eines starken zweiten Platzes nicht, ihre vor einer Woche gezeigte Bestleistung über die 200m Freistil (1:58,33) zu steigern. Aber ihre Nationalteamkollegin Annika Bruhn leistete Schützenhilfe und verhalf mit einem Sieg der 4x200m-Staffel zur Olympianorm. Tags zuvor war das auch den Damen der 4x100m Freistilstaffel gelungen. Das heißt: Die jeweils besten vier Finalschwimmerinnen des Nominierungszeitraums über die 100 und 200m fahren sicher mit nach Tokio. Aktuell rangiert Marie Pietruschka in diesem Ranking über beide Strecken an zweiter Stelle und darf sich berechtigte Hoffnungen auf ein Ticket nach Tokio machen.
Auch Marek Ulrich schwimmt unverändert in Richtung internationaler Gewässer. Er gewann in Magdeburg die 100m Rücken in 54,88 Sekunden und führt damit weiterhin die deutsche Bestenliste des Qualifikationszeitraums an. Kann er diese Position behaupten bis sich das Nominierungsfensters schließt, fährt auch er mit zu Olympia. Und selbst wenn das nicht klappen sollte: Ulrich hat bereits die Einzelnorm für die Europameisterschaften erfüllt, wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf internationaler Bühne zu sehen sein.
Ein erfolgreiches Wochenende hatte auch Yannis Willim. Er gewann in Magdeburg die 200m Brust und unterbot dabei seine persönliche Bestzeit in 2:12,36 Minuten um genau eine Sekunde. Damit rückt auch die EM-Norm von 2:11,50 Minuten für ihn in Schlagweite. Über die 100m-Strecke kam er in 1:01,86 Minuten bis auf sieben Hundertstel an seinen in der Vorwoche aufgestellten Hausrekord heran.
Zwei Drittel der Qualifikationsphase für die internationalen Top-Events sind damit absolviert und die Spitzen-Asse der Leipziger Schwimmfamily liegen voll auf Kurs. Diesen gilt es zu halten: Erst mit dem abschließenden Nominierungswettkampf am kommenden Wochenende in Berlin entscheidet sich, welche Schwimmer die Tickets nach Tokio, Budapest und Rom erhalten.
Es geht Schlag auf Schlag für Leipzigs Spitzenschwimmer: Am vergangenen Wochenende sorgte besonders David Thomasberger mit seinem Deutschen Rekord und der Olympianorm über 200m Schmetterling für Furore. Und auch die beiden EM-Normen von Marie Pietruschka und Marek Ulrich haben dem Leipziger Team ordentlich Aufwind gegeben. Den gilt es nun direkt wieder zu nutzen, denn die Schwimmer aus der Messestadt haben am Wochenende in Magdeburg die Chance, zu weiteren internationalen Qualifikationen zu fliegen. „Nach dem vergangenen Wochenende habe ich überhaupt keinen Druck mehr. Jetzt kann ich einfach mit Spaß und frei in die anstehenden Wettkämpfe gehen. Mein Fokus liegt jetzt erst einmal auf meinem Team, was ich versuchen werde nun bestmöglich zu unterstützen“, sagt der frisch gebackene Deutsche Rekordhalter David Thomasberger. Er konzentriert sich jetzt auf die 100m Freistil und Schmetterling, bei denen es ihm vor allem um gute Rennen, Spaß und Bestzeiten geht. Abgeliefert hat er bereits, nun will er vor allem seinen besten Freund Marek jubeln sehen.
Marek Ulrich empfahl sich in starken 54,27 Sekunden am Wochenende bereits über die 100m Rücken für die EM. Jetzt schielt er in Richtung Olympianorm, welche noch etwa eine halbe Sekunde entfernt ist. Die letzten Zehntel will er nun am Wochenende noch abzwacken: „Nach dem Laktat und der Aufregung vom Wochenende galt es erstmal sich wieder zu finden und etwas runter zu kommen. Wir haben die Woche zudem genutzt, um noch etwas an meiner Wasserlage zu feilen. So hoffe ich noch das eine oder andere Zehntel schneller an die Wand zu kommen am Sonntag.“ Auch der Brust-Spezialist Yannis Willim blickt mit Spannung nach Magdeburg. In Heidelberg schwamm er über die 100m bereits eine sehr gute Bestzeit. Nun gilt es die Grundgeschwindigkeit auf die doppelte Distanz mitzunehmen. Über die 200m hat Willim die Chancen sich ebenfalls für die EM in Budapest zu empfehlen. Ihm fehlen von seiner Bestzeit noch zwei Sekunden auf die geforderte Norm, was in Anbetracht seiner guten Form nicht außer Reichweite zu sein scheint.
Etwa 500km weiter westlich begann beim Qualifikationsmeeting in Eindhoven für Marie Pietruschka das Wettkampfwochenende schon heute. Über die 200m Lagen lieferte sie in 2:15,29 Minuten schon im Vorlauf eine beachtliche Leistung ab. Nachdem sie sich mit einer starken Bestzeit über die 200m Freistil bereits am zurückliegenden Wochenende an die deutsche Spitze geschwommen hat, kann sie am Sonntag nochmal nachlegen. Für die EM hat sie das Ticket schon in der Tasche. Um sich für die Olympiastaffel zu qualifizieren, müssen die vier schnellsten Damen mit ihren Finalzeiten allerdings zusammengerechnet unter 7:55,00 Minuten liegen. Bisher sind die Frauen noch etwa anderthalb Sekunden davon entfernt. Es gilt also nicht nur Marie die Daumen zu drücken am Wochenende. Eine, die dabei ein Wörtchen mitreden will ist Lia Neubert. Immerhin hat sie über die Staffel die Chance mit in das EM-Team aufgenommen zu werden. Hierfür müsste sie sich mindestens auf Rang acht des nationalen Rankings wiederfinden, wo sie derzeit sogar schon ist. Dies gilt es in den kommenden Tagen zu verteidigen oder auszubauen. Timo Sorgius ist sogar noch etwas näher an der Chance, internationale Erfahrung sammeln zu dürfen. Ihm fehlt über die 200m Freistil gerade einmal eine halbe Sekunde auf die geforderte Norm für die Junioren-EM in Rom. Es dürfte also spannend werden, wenn die Elite der Schwimm-Family morgen nach Magdeburg reist.
Bildnachweis: „SSG Leipzig“

Liebe Mitglieder,
seit nunmehr fast sechs Monaten sind die Schwimmhallen in Leipzig für den Vereinssport und somit auch für die Mitglieder des Post SV geschlossen. Leider gibt es bis zum heutigen Tag auch keine Öffnungsperspektive, so dass wir nicht wissen, wann wir Euch wieder am Beckenrand begrüßen können. Bis heute haben wir leider knapp 20 Prozent unserer Vereinsmitglieder verloren. Laut Bestandserhebung des Landessportbundes Sachsen hat es die Schwimmvereine besonders hart getroffen und sie haben sportartenübergreifend den größten Mitgliederschwund zu verzeichnen.
Wir möchten an dieser Stelle allen Mitgliedern herzlich danken, die unserem Verein auch ohne Wassertrainingszeiten die Treue halten.
Gemeinsam mit unserem Ausrüster, der Firma Teamfreaks, haben wir uns eine kleine „Solidaritäts-Aktion“ überlegt:
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Zusammenstehen – auch in schwierigen Zeiten! Das ist Teamgeist. Ihr bekommt ein hochwertiges T-Shirt oder Hoodie, mit denen WIR unseren Zusammenhalt zeigen wollen.
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Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!
Mit sportlichen Grüßen
Uwe Bodusch
Vorsitzender



