Juliane Reinhold schwimmt voll auf Angriff – und wird mit Bronze belohnt

Juliane Reinhold schwimmt voll auf Angriff – und wird mit Bronze belohntBerlin. Die Emotionen mussten raus: Nach ihrem beherzten Finalrennen über 400 m Lagen ließ Juliane Reinhold ihren Tränen erst einmal freien Lauf. Nicht aus Ärger, weil sie auf der letzten Bahn vom ersten auf den dritten Platz zurückgefallen war. Sondern, weil ihre Mühen belohnt wurden und sie sich nach fünf schweren Jahren eindrucksvoll in der deutschen Spitze zurückgemeldet hat.
Die Bronzemedaille der 21-Jährigen von der SSG Leipzig über 400 m Lagen zum DM-Auftakt beeindruckte viele in der Berliner Halle, zumal sich diese Leistung am Morgen noch nicht angedeutet hatte. „Da war ich sehr aufgeregt. In Brust und Freistil lief es noch nicht so gut. Aber vor dem Finale sagte ich mir: Du hast nichts zu verlieren."
Zum ersten Mal seit ihrem Überraschungstitel von 2010 schwamm die angehende Landespolizistin am späten Nachmittag wieder befreit auf. Auf den beiden Schmetterling-Bahnen hielt sie sich taktisch klug noch ein wenig zurück, doch auf der Rückenstrecke ging Jule in die Offensive: Ihre Attacke katapultierte sie vom dritten auf den ersten Platz, sie hielt die Spitze bis zur letzten Wende mit mehr als einer Sekunde Vorsprung, ehe die Arme schwer wurden. Dennoch steigerte sich Juliane Reinhold gegenüber dem Vorlauf um fast fünf Sekunden.
Dass sie noch von zwei Kontrahentinnen abgefangen wurde und die verschiedenen WM-Normen um fünf Zehntel im Vorlauf sowie rund eine Sekunde im Finale verpasste, spielte für Trainer Dirk Franke keine Rolle: „Das ist mir im Moment völlig egal. Entscheidend ist die Zeit und die Medaille, die sie sich redlich verdient hat." Denn in 4:43,75 Minuten kam Jule Reinhold bis auf wenige Hundertstel an ihre Bestzeit von 2010 heran. In den Jahren 2011 bis 2014 hätte ihre gestrige Zeit stets zu Gold gereicht, diesmal zu Bronze. Siegerin Franziska Hentke aus Magdeburg unterbot in 4:42,73 knapp die WM-Norm.
90 Minuten später gab es noch mal Bronze für die SSG Leipzig: In der Freistil-Mixed-Staffel schlugen Tommi Wolst, Marie Pietruschka, Jule Reinhold und Tobias Horn hinter den Teams aus Dortmund und München an.
Frank Schober
Frank SchoberLVZ2015-04-10

25 Titel an Leipzigs Schwimm-OldiesDie Leipziger Schwimmer haben bei den deutschen Masters-Meisterschaften mal wieder groß abgeräumt. Unter 1142 Startern aus 296 Vereinen gehörten die Messestädter zu den fleißigsten Medaillensammlern. Im Stadionbad Hannover errangen die Leipziger 25 Titel sowie 21 Silber- und 15 Bronzemedaillen.
In der jüngsten Altersklasse (AK 20-24) glänzte Karl-Richard Hennebach vom Postschwimmverein mir vier Einzeltiteln. Über 50 m Schmetterling (25,15 s) und 50 m Rücken (26,93 s) erzielte der 22-Jährige deutsche Masters-Rekorde. Der ehemalige SSG-Schwimmer studiert und trainiert derzeit auf Hawaii und nutzte die Sommerferien für seinen ersten Auftritt bei den Masters. Dabei schwamm er unter anderem mit seinem Vater Niels-Torsten Hoedt in einer Staffel – beide holten gemeinsam mit Gregor Spengler und Marco Meißner Gold über 4×50 m Lagen. Überhaupt trumpften die Post-Schwimmer mit acht Einzel- und sechs Staffelerfolgen besonders auf. Für Heike Händel, Ria Hennebach und Niels-Torsten Hoedt war der Auftritt in Niedersachsen die perfekte Einstimmung auf die Masters-WM im August in Montreal, wo die AK 25 die jüngste Altersklasse sein wird.
Gewohnt stark präsentierten sich auch der SSV Leutzsch mit zehn Titeln sowie Ex-Weltmeister Jürgen Zimmermann vom VfK Blau-Weiß mit einer Goldmedaille.
Frank SchoberLVZ2014-07-02

19 Medaillen bei Schwimm-TitelkämpfenDie Leipziger Schwimmer errangen bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin vier Mal Gold, vier Mal Silber und acht Mal Bronze. Der Bundes-Nachwuchsstützpunkt kam mit den Leistungen der Dresdner Athleten sogar auf insgesamt 19 Medaillen. Tommi Wolst (SSG), der für die Junioren-EM in Holland nominiert wurde, überragte mit sieben Medaillen. Zwei Titel heimste Michael Schäffner (SC DHfK) ein. Zum Abschluss am Wochenende erkämpften Lisa Marie Päßler, Michelle Zehmisch (beide SSG) und Paul Friedrich Müller (Post SV) ihr erstes Edelmetall. Zum Auftakt hatte Tommi Wolst (18) über 100 m Rücken in 56,96 Sekunden Rang zwei belegt und die Norm für die Junioren-EM um vier Hundertstel untervoten. Michael Schäffner errang bei den 14-Jährigen den Titel über 100 m Schmetterling, Charlotte Osmers sicherte sich bei den 15-jährigen Mädchen Silber auf der doppelten Distanz. Gold holte auch der Ex-Leipziger Ramon Klenz (Hamburg) über 100 m Schmetterling der AK 16. Einen Tag nach seinem zweiten Platz über 100 m Rücken erfüllte Schwimmer Tommi Wolst von der SSG Leipzig bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin auch im Vorlauf über 200 m Lagen in 2:05,83 Minuten die Norm für die Junioren-EM. Diese Zeit verfehlte er im Finale um 26 Hundertstel – damit holte der Sportgymnasiast Silber. Gold mit der dritten JEM-Norm sicherte sich der 18-Jährige über 200 m Rücken (2:03,35). Zweiter wurde Michael Schäffner in der AK 14 über 100 m Rücken. Bronze holte Bianca Bogen über 50 m Rücken.fsLVZ2014-06-20

Tommi Wolst bei JEMSchwimmer Tommi Wolst von der SSG Leipzig hat bei den Junioren-Europameisterschaften im niederländischen Dordrecht bei vier Einzelstarts einmal das Halbfinale erreicht. Über 50 m Rücken glänzte der Sportgymnasiast mit Platz zwölf in neuer Bestzeit (26,55 s). Weniger zufrieden war er mit den 100 und 200 m Rücken. Über 200 m Lagen kam er nach einer ordentlichen Leistung in der Nähe seiner Bestzeit auf Platz 17. Das DSV-Team wurde mit vier Gold-, acht Silber-, und fünf Bronzemedaillen zweitbeste Nation hinter Russland. Für Wolst begann die Junioren-EM mit einem 26. Platz über 100 m Rücken in 57,88 Sekunden.fsLVZ2014-07-11

SSG-Schwimmer in den USA auf dem PodestPortland. SSG-Schwimmer Tommi Wolst hat beim internationalen Junioren-Meeting in Portland im US-Bundesstaat Oregon mit den DSV-Freistilstaffeln Gold errungen. Über 50 und 200 m Freistil schwamm der 18 Jahre alte Schützling von Dirk Franke in 23,25 s und 1:52,90 min Bestzeiten. Über 50 m Rücken und 100 m Lagen kam er auf die Plätze drei und vier. „Auf den Rückenstrecken lief es nicht so gut, aber ich konnte meine Vielseitigkeit unter Beweis stellen", sagte der Sportschüler, der ab Sommer in den USA studieren will.Frank SchoberLVZ2014-12-16

Mehrkampf-Erfolge beim Tannenbaum-SchwimmfestBeim Schwimmfest unterm Tannenbaum, dem traditionellen Sichtungswettkampf für sächsische Talente in der Uni-Halle, gab es in der begehrten Mehrkampfwertung zwei Leipziger Erfolge. Beide gingen in der Uni-Halle an Post-Schwimmer: Sophie Knauf (11) gewann nach viermal 50 und einmal 200 Metern hauchdünn vor Gina Semsroth vom SSV Leutzsch. Bei den achtjährigen Jungen war Sascha Macht der Konkurrenz klar überlegen. Mit drei Mehrkampf-Siegen hatte der SC Chemnitz knapp die Nase vorn. Am Start waren fast 500 Talente aus 27 Vereinen.Frank SchoberLVZ2014-12-10

Mixed-Staffel schwimmt Europarekord -Leipziger Masters räumen bei DM in Bremen abWelch erfolgreicher (Berufe-)Mix: Man nehme eine Lehrerin, eine Ärztin, einen Kranführer und einen Psychologen – und heraus kommt ein Europarekord über 4×50 Meter Lagen. Im wahren Leben geht diese Rechnung freilich nur nach jahrelangem Training auf. Und wenn das Quartett dann in den letzten Wochen vor den Deutschen Masters-Meisterschaften die Belastung noch einmal anzieht, zum Teil sogar den Urlaub in ein Trainingslager verwandelt, dann leuchtet im entscheidenden Moment Sensationelles auf der Anzeigetafel auf. Dann passiert sogar etwas, was im Leipziger Schwimmsport selten geworden ist: Dann kommen die Messestädter beim Medaillenzählen durcheinander.
Ria Hennebach (Rücken), Jens Lutschin (Brust), Heike Händel (Schmetterling) und Gregor Spengler (Freistil) vom Postschwimmverein gewannen bei den nationalen Kurzbahn-Titelkämpfen mit 1047 Startern in Bremen die Mixed-Staffel der (addierten) Altersklasse 200 in der Europarekordzeit von 2:03,46 Minuten. Lutschin – gerade erst in die AK 50 aufgestiegen – nutzte seine Glanzform gleich noch für eine europäische Einzelbestmarke: Die 50 m Brust waren für ihn bereits nach 30,76 Sekunden beendet.
Die Post-Schwimmer waren mit einem Großaufgebot nach Bremen gereist, besetzten allein 21 Staffeln und sammelten dabei neun Gold- und zehn Silbermedaillen sowie eine Bronzeplakette. Alle 23 Postler holten mindestens eine Medaille, ebenso der Starter des SSV Leutzsch und des VfK Blau-Weiß. Doppel-Gold im Einzel errangen Heike Händel, Jörg Färber und Gregor Spengler. Und auch Holger Maiwald, Chef des Leipziger Schwimmsportverbandes, legte ein starkes Sprint-Comeback hin. Der Spezialist fürs Sundschwimmen in der Ostsee holte dreimal Staffel-Gold.
Frank SchoberLVZ2014-12-04

SSG-Schwimmer in USA und im DVAG-JuniorteamLeipzig. Zwei Nachwuchsschwimmer der SSG Leipzig freuen sich über verschiedene Ehrungen: Der 18-jährige Rückenspezialist Tommi Wolst, der bereits im Sommer bei der Junioren-EM am Start war, wurde nach den Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal vom DSV für das internationale Meeting kommende Woche in Portland im US-Bundesstaat Oregon nominiert. Teamkollegin Michelle Zehmich (14) freut sich über die Berufung ins bundesweite Schwimm-Juniorteam der Deutschen Vermögensberatung. Paten des Teams sind die Europameister Marco Koch und Paul Biedermann.Frank SchoberLVZ2014-12-03

Sächsisches Schwimmteam mit starkem AuftrittDie Landesauswahl des Sächsischen Schwimm-Verbandes hat beim Neun-Bundesländer-Vergleich in Berlin hauchdünn hinter den Gastgebern, aber vor Niedersachsen und Sachsen-Anhalt den zweiten Platz belegt. Am Start waren auch zehn Leipziger Talente, die zu den siegreichen Staffeln gehörten und von denen Jasmin Fischeder vom SSV Leutzsch mit einem Einzel-Podestplatz glänzte.
Leipziger Starter: Jasmin Fischeder, Miriam Kürschner, Gina Semsroth (alle SSV Leutzsch), Helena Berg, Robert Clauß (beide SC DHfK), Josefine Fischer, Sophie Knauf, Seraphine Statovci, Toska Hartung (alle Post SV), Jeremy Pfeiffer (SV Handwerk).
Frank SchoberLVZ2014-12-02

Vereiterte Mandeln nach starkem AuftaktDas beste Rennen war das erste: Juliane Reinhold (20) von der SSG Leipzig hatte bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal über 400 m Lagen erstmals die 4:40-Minuten-Grenze unterboten und Platz sechs belegt. „Das war sehr stark, Jule war richtig gut drauf. Leider ist sie gleich danach mit vereiterten Mandeln krank geworden und musste wie Marie Pietruschka im Bett bleiben", bedauerte Trainer Dirk Franke. Tobias Horn schwamm über 200 und 400 m Freistil sowie 200 m Schmetterling Bestzeiten, verfehlte aber das A-Finale. Seine beste Platzierung war Rang neun. „Da war der Vorlauf nicht optimal." Da der 21-Jährige aber mitten in der Landespolizei-Ausbildung steckt, war er sehr zufrieden.
Tommi Wolst verpasste sein Ziel, bester Junioren-Rückenschwimmer zu werden, hauchdünn. „Aber mit meinen drei Bestzeiten bin ich sehr zufrieden, zumal die Vorbereitung durch eine Krankheitspause unterbrochen war", sagte der Sportschüler, der bei den Männern auf den Plätzen 12 sowie 13 landete und auf eine Nominierung durch den DSV für ein Junioren-Meeting in den USA hofft.
Höhepunkt der Titelkämpfe war der deutsche Rekord von Markus Deibler über 200 m Lagen, der gut acht Zehntel unter der alten Bestmarke blieb. Paul Biedermann wird auf die Kurzbahn-WM verzichten. Der Hallenser verlor über 400 m Freistil gegen Clemens Rapp.
Frank SchoberLVZ2014-11-24