11.07.2012 – Vier Podestplätze für Juliane Reinhold

Vier Podestplätze für Juliane ReinholdDie Leipziger Spitzenschwimmerin Juliane Reinhold hat beim internationalen Meeting im 50-Meter-Freibad von Darmstadt einen starken Saison-Abschluss hingelegt. Der Schützling von Oliver Trieb kam bei allen vier Starts aufs Treppchen – ein Sieg blieb der angehenden Landespolizistin bei einer Silber- und drei Bronzemedaillen jedoch knapp versagt. Die 18-Jährige von der SSG war vor allem mit ihrem zweiten Rang über 200 m Freistil in 2:04,70 Minuten recht zufrieden: „Das war meine zweitbeste Zeit seit zwei Jahren." Über 50 m Rücken scheiterte sie in 30,33 knapp an der 30-Sekunden-Marke.Frank SchoberLVZ2012-07-11

Schwimmer Sikatzki Staffel-FünfterNach dem etwas enttäuschenden Start in die Junioren-EM der Schwimmer in Antwerpen gelang Philipp Sikatzki (SSG) ein versöhnlicher Abschluss. Mit persönlicher Bestzeit (26,27 Sekunden) belegte er am Sonnabend über 50 m Rücken einen guten sechsten Platz. Mit der Lagenstaffel wurde der 18-Jährige Rückenschwimmer gestern Abend Fünfter. Bei seinen ersten beiden Wettkämpfen über 100 und 200 Meter Rücken war der Leipziger im Vorlauf ausgeschieden.Joel StubertLVZ2012-07-09

Auftakt-Schlappe für Schwimm-Talent – Leipziger Philipp Sikatzki bei Junioren-EM in AntwerpenEtwas enttäuschend verlief gestern für den Leipziger Schwimmer Philipp Sikatzki der Start in die Junioren-Europameisterschaften m belgischen Antwerpen. Über 100 m Rücken schied er im Vorlauf aus, verpasste als bester Deutscher seine angestrebte Bestzeit um sieben Zehntel. Dabei hatte der Rückenspezialist der SSG sich gute Chancen ausgerechnet. „Er hat auf jeden Fall Medaillenchancen", schätzte Bundesstützpunkttrainer Oliver Trieb ein. „Aber auch mit einer Bestzeit wäre ich zufrieden." Sikatzki selbst hatte sich vor seinem Start die Finals über 50 und 100 m vorgenommen. "Über 200 Meter und in der Lagenstaffel muss ich erst mal sehen."

Rückblick. Die SSG-Hoffnung hatte sich im April einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen, musste im -Vorfeld der EM kürzer treten. „Aber dank des Höhentrainings kann man ihm doch einen guten Trainingszustand bescheinigen", weiß der Coach. Überhaupt hält dieser viel von seinem Schützling. „Meiner Meinung nach ist Philipp eines der größten Talente in Sachsen seit -längerer Zeit." Er trainiere nicht nur hart und zielstrebig, sondern könne die gegebenen Anweisungen schnell und gut umsetzen. „Das macht den Unterschied." Nicht nur die Bänder-Verletzung hinderte an der optimalen Vorbereitung. So lag Trainer Trieb im Clinch mit Funktionären, schien bereits von seinen Aufgaben entbunden, um nun doch seinen Vertrag bis zum 15. Juli zu erfüllen. „Dass er nicht weitermacht, finde ich nicht gut", sagt Philipp Sikatzki, der als einziger Leipziger in Antwerpen am Start ist.Joel StubertLVZ2012-07-05

Wenig Training, Top-Zeiten – Lisa Graf und Sergej Golban holen bei den Sächsischen Meisterschaften mehrfach GoldSSG-Schwimmerin Lisa Graf hat am Wochenende bei den Sächsischen Meisterschaften sich selbst und ihre Trainerin überrascht: „Sie hat seit den Deutschen Meisterschaften sehr wenig im Wasser trainiert und ist jetzt trotzdem fast so schnell gewesen wie bei den nationalen Titelkämpfen", staunte Eva Herbst.

Mit einer Länge Vorsprung schlug die Athletin mit der weißen, mit Deutschlandfahne und ihrem Namen bedruckten Badekappe nach 100 Metern Rücken im A-Finale an. Auf der Anzeigentafel über ihr leuchteten 1:02,73 Minuten auf, gut zwei Sekunden Vorsprung auf die Chemnitzerin Nadine Ludwig als Zweite. „Das war unerwartet gut", freute sich Lisa Graf. Dabei sei sie in der vergangenen Woche nur einmal am Tag im Wasser gewesen. „Ich habe mehr Wert aufs Krafttraining gelegt – mein Defizit", erklärte die Leipzigerin. „Ich dachte, es wird schwer, die neue Kraft im Wasser umzusetzen", sagte sie. Aber da hatte sie sich offenbar getäuscht.

Überhaupt war dieses Jahr das erfolgreichste in ihrer bisherigen Sportlerkarriere. Sie schaffte den Sprung in die Nationalmannschaft, startete in der Staffel erstmals bei den Europameisterschaften und wurde mit ihrem Team auch noch Erste. „Das ist nicht zu vergleichen mit normalen Wettkämpfen in Deutschland. Das war der Wahnsinn", schwärmte sie auch noch Wochen nach dem Ereignis. Für die Olympischen Spiele hat es für die angehende Sportsoldatin zwar noch nicht gereicht, das steckt sie aber gut weg. „Ich habe in diesem Jahr mein Abitur gemacht, was viel Zeit kostete. Außerdem habe ich noch zu viele Defizite", meinte sie. Verglichen beispielsweise mit einer Britta Steffen, die mit 28 Jahren noch zu Olympia fährt, hat sie mit ihren 19 Lenzen aber auch noch ein paar Jahre Zeit.

Ebenfalls die Erwartungen übertroffen hat Sergej Golban (SSG Leipzig). Der Blondschopf holte über 50 Meter Freistil und Schmetterling den Landesmeistertitel. „Dafür, dass er so gut wie nichts gemacht hat, ist es sehr gut. Er ist ein Edelsprinter", lobte Eva Herbst.„Besonders schnell und mit einem sehr guten Wassergefühl. Davon gibt es nur wenige." Längere Strecken wollte sie ihrem Schützling aber nicht zumuten, der dafür dankbar war. "100 oder 200 Meter zu schwimmen wäre unmöglich gewesen. Mein Puls raste schon auf 50 Metern", schilderte er.

Seit November plagt ihn eine Schulterverletzung. „Ich habe gehofft, dass es von allein heilt", sagte der 18-Jährige. Das war aber nicht der Fall. Seit zwei Monaten trainiert er nicht mehr, lässt sich physiotherapeutisch behandeln. „Der Schmerz hat nachgelassen, es tut aber immer noch weh", ärgert er sich. Durchwachsen fiel deshalb auch sein Fazit des Wochenendes aus: „Von nichts kommt eben nichts. Aber ich bin ganz zufrieden, die Zeiten waren okay." Dafür, dass er nichts gemacht habe, seien sie sogar richtig gut. Golban hadert aber mit seiner gesamten Saisonleistung: „Wenn die Schulter in Ordnung wäre, hätte ich vielleicht die Olympianorm für mein Heimatland Moldawien geschafft. Aber die Gesundheit geht vor. Ich hoffe, dass ich im September wieder gesund und voll belastbar bin."

Insgesamt standen Leipziger SSG-Schwimmer 98 mal auf dem Podest. Damit belegt die Schwimmstartge-meinschaft im Medaillenspiegel Rang eins.Frauke SieversLVZ2012-07-03

Masters holen Gold in ItalienAn der italienischen Adria-Küste schwimmende Rentner zu finden, ist nicht schwer. Doch Jürgen Zimmermann (73) und Günter Kallenbach (70) hatten in Riccione weniger den Badespaß im Meer im Sinn. Die beiden Leipziger fischten bei den Weltmeisterschaften der Freizeitschwimmer, die mit knapp 13000 Teilnehmern eines der größten Sportereignisse der Welt sind, Edelmetall aus dem Wasser. In der Kategorie AK 70 (70-74 Jahre) holte Kallenbach zweimal Gold über 200 und 400 Meter Freistil, Zimmermann erreichte Silber und Bronze über 50 und 100 Meter Brust. Um ganz vorne mitzuschwimmen, musste hart gearbeitet werden. „Ich trainiere jeden Tag, dreimal in der Woche sogar zweimal", sagt Zimmermann. „Und außerdem mache ich noch Leichtathletik und Fitness". Der frühere Leistungsschwimmer möchte die Versäumnisse der Jugend nicht wiederholen. „Damals fehlte mir die Athletik, um ganz nach oben zu kommen", erklärt er. Auch Weltmeister Kallenbach verbringt pro Woche mehrere Stunden im Wasser. „Ich habe sogar meine Zeiten von vor zehn Jahren geknackt", freut sich der Schützling von Trainer Günter Fuchs. „Aber die Kameradschaft mit den anderen macht das Trainieren auch etwas leichter", ergänzt er. Auch wenn die mit den Westdeutschen nach der Wende nicht ganz so einfach gelang. „Aber nachdem ich sie dann geschlagen hatte, haben sie mich doch gegrüßt", erzählte Zimmermann beim Medaillenempfang des Fördervereins Vesch für die jüngsten und älteren Schwimmer herzhaft lachend.Frauke SieversLVZ2012-06-27

Günter Kallenbach Doppel-WeltmeisterZum Abschluss der Weltmeisterschaften der Masters-Schwimmer an der italienischen Adria-Küste in Riccione errang Günter Kallenbach vom SSV Leutzsch seinen zweiten Titel. Nach seinem eher überraschenden Triumph über 100 m Freistil wurde der frühere Abteilungsleiter des Leipziger Sportamtes über 400 m Freistil der Altersklasse 70 seiner Favoritenrolle gerecht. Der mit der schnellsten Zeit gemeldete Leipziger setzte sich schon nach 100 Metern vom Feld ab, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und hatte im Ziel in 5:46,53 Minuten rund sechseinhalb Sekunden Vorsprung auf die Verfolger aus Spanien und Großbritannien. Mit zweimal Gold, zweimal Bronze und einem vierten Rang gehörte Kallenbach zu den erfolgreichsten Teilnehmern unter den insgesamt 12500 Startern. Bronze über 100 m Rücken der AK 50 holte am vorletzten Tag Gregor Spengler vom Post SV in 1:05,86 Minuten.Frank SchoberLVZ2012-06-18

Medaillenflut bei der Schwimm-WMDie Medaillenflut der Leipziger Masters-Schwimmer bei der WM in Riccione hält an. Günter Kallenbach (SSV Leutzsch) errang über 100 m Freistil (1:11,70 min) und 50 m Schmetterling (35,41 s) Gold und Bronze. Heute ist der 70-Jährige bei den 400 m Freistil mit der schnellsten Zeit gemeldet. Die 4×50-m-Lagenstaffel des Postschwimmvereins holte in der Besetzung Gregor Spengler, Jens Lutschin, Sven Guske und Jörg Färber Bronze. Das Quartett, das in der (addierten) Altersklasse 160 antrat, hatte rund drei Sekunden Rückstand auf Sieger Russland.Frank SchoberLVZ2012-06-16

WM-Silber und -BronzeAcht Jahre nach seinem WM-Titel an gleicher Stelle errang Post-Schwimmer Jens Lutschin bei den Masters-Welttitelkämpfen in Riccione Silber über 50 m Brust. Der 48-Jährige war in 30,98 s nur 15 Hundertstel langsamer als 2004. Jürgen Zimmermann (VfK Blau-Weiß) freute sich auf der gleichen Strecke über sein zweites Edelmetall in dieser Woche: Seine 40,12 s reichten in der AK70 hauchdünn zu Bronze.Frank SchoberLVZ2012-06-15

Juliane Reinhold Polizei-MeisterinHannover. Die Leipziger Schwimmerin Juliane Reinhold hat bei den deutschen Polizei-Meisterschaften auf der 25-m-Bahn in Hannover einmal Gold und zweimal Silber gewonnen. Bei ihrem Titel über 100 m Freistil war die Messestädterin fast schneller als die Polizei erlaubt: In 55,97 s stellte die 18-Jährige einen deutschen Polizei-Rekord auf.Frank SchoberLVZ2012-06-15

Vier WM-Medaillen für Masters-SchwimmerZum Auftakt der Masters-WM in Riccione (Italien) holten die Leipziger Schwimmer vier Medaillen. Gold und Bronze errang Sprintspezialist Sven Guske vom Post SV: Nach seinem Triumph über 50 m Schmetterling (26,51 Sekunden) gewann der 38-Jährige Silber über 50 m Freistil (24,36 s). Titelverteidiger Jürgen Zimmermann (VfK Blau-Weiß) wurde über 100 m Brust der AK 70 in 1:31,20 min hinter einem Brasilianer Vizeweltmeister. Günter Kallenbach (SSV Leutzsch/AK 70) lag 150 m lang auf Gold-Kurs und wurde letztlich Dritter über 200 m Freistil.Frank SchoberLVZ2012-06-14