10.10.2011 – Doppelsieg für SSG Leipzig

Doppelsieg für SSG LeipzigDie SSG Leipzig hat die beiden wichtigsten Entscheidungen beim 22. Internationalen Schwimmfest des SC DHfK für sich entschieden. Serghei Golban setzte sich in der Universitätssporthalle im KSW-Sprintcup der Herren durch. Der 18-Jährige sicherte sich nach vier Läufen über die 50-m-Freistildistanz im Ausscheidungsmodus die Prämie von 300 Euro. Bei den Damen schlug Lisa Graf im Finale des Primacom-Sprintcups als Erste an. Insgesamt nahmen 305 Athleten aus vier Ländern und 32 Vereinen teil. Wettkampfleiter Karsten Matthes verzeichnete 1669 Starts. Vor allem für die Landesstützpunkte in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie den hiesigen Bundesstützpunkt Nachwuchs gilt der Wettkampf als erste Standortbestimmung für die anlaufende Saison. „Die Beteiligung ist hervorragend. Wir erleben Schwimmsport auf höchstem Niveau", sagte Matthes. Einziger Wermutstropfen für den ehemaligen DDR-Vizemeister: Die Miete für die Hallennutzung wurde in diesem Jahr verdreifacht.Daniel KaiserLVZ2011-10-10

Benefizschwimmen ein großer Erfolg"Einer von uns wird schon bis ins Ziel kommen", sagte Michael Fischer-Art, als er sich diesmal nicht auf die Marathon-Strecke begab, sondern in der Uni-Schwimmhalle ins Wasser stürzte. Gleich hinter ihm sprangen seine Kinder Charlotte (9) und Artur (11) in die Fluten, die ihrem Vater beim „Verfolgungsrennen“ mächtig einheizten. Am Ende der 50-m-Bahn hopste auch noch das zweijährige Nesthäkchen Elisabeth zu Papa ins Wasser. Der Leipziger Künstler gehörte zu den Unterstützern des 1. Leipziger Benefiz-Schwimmens, das 3750 Euro für die Elternhilfe für krebskranke Kinder und die Sächsische Krebsgesellschaft einbrachte. Die Idee hatten die Trainer und Eltern des SV Handwerk um Andreas Bobrzik im Vorjahr, kurz nachdem sie ihren Schützling Philipp Döring mit 14 Jahren zu Grabe tragen mussten. „Viele haben unser Vorhaben unterstützt, durch das Projekt sind die Leipziger Schwimmvereine noch enger zusammengerückt“, freute sich Bobrzik. Die Kampfrichter verzichteten auf ihr Honorar, die Universität auf die Hallenmiete. Dies ist für Landesverbands-Präsident Wolfram Sperling eine wichtige Grundlage, damit das Benefizschwimmen zu einer Tradition im Leipziger Schwimmkalender wird.Frank SchoberLVZ2011-10-05

Juliane Reinhold trainiert mit Hawaii-TriathletZu den Unterstützern des Benefizschwimmens gehörte auch Junioren-Europameisterin Juliane Reinhold, die nicht so richtig ausgeschlafen wirkte. Grund für ihre Augenringe: Die Nacht ist für die 17-Jährige momentan kurz nach 5 Uhr zu Ende. Danach hat sie bei ihrer Polizei-Ausbildung und dem anschließenden Training einen 15-Stunden-Tag. „Aber es macht Spaß“, sagte die Lagenspezialistin, die nach wie vor ein sehr vielseitiges Training absolviert. Dafür holte ihr Trainer Oliver Trieb neue Partner ins Boot: Mit Christoph Erdmann vom LAZ unterstützt ein echter Spezialist Jule im Krafttraining, außerdem gab ihr Geschäftsführer Steffen Matthes grünes Licht, das Fitness-Studio des SC DHfK kostenlos zu nutzen. Und Hawaii-Triathlet Kersten Adler gab ihr eine Einweisung im Skiking – das sind Skiroller, die im Wald und Park bestens funktionieren. So muss die begeisterte Skifahrerin nicht auf den Schnee warten. Wenn die Zusammenarbeit im hiesigen Sport überall so gut funktionieren würde, wäre Leipzig einen großen Schritt weiter.Frank SchoberLVZ2011-10-05

Benefizschwimmen für krebskranke KinderIn der Leipziger Uni-Schwimmhalle wird am Sonntag ab 10 Uhr (Einlass 9 Uhr) erstmals ein Benefiz-Schwimmen zugunsten krebskranker Kinder ausgerichtet. Parallel zu einem Wettkampf im Schwimmen, Behindertenschwimmen und Flossenschwimmen besteht auch die Möglichkeit für Kurzentschlossene, sich über eine Bahn (50 Meter) an der Benefizaktion zu beteiligen. Dabei beträgt der Mindesteinsatz zehn Euro. Der Erlös des Schwimmfestes und weitere Spenden kommen der Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig und der Sächsischen Krebsgesellschaft zu Gute. Teilnehmen werden die Spitzenschwimmer Juliane Reinhold und Stefan Herbst, die Flossen-Welt- und Europameister Sandra Pilz, Max Lauschus und Christoph Oefner. Neben Wolfram Sperling, Präsident des Sächsischen Schwimm-Verbandes, haben die Künstler Michael Fischer-Art und Hans Aichinger zugesagt. Unter anderem wird auch T-Shirt mit Unterschriften der DSV-Schwimm-Auswahl (u.a. Britta Steffen und Paul Biedermann) versteigert.Frank SchoberLVZ2011-09-29

Tolle SachsenmeisterschaftenDeutscher Junioren-Rekord von Lisa Graf, Bundeskader-Norm von Stefan Herbst, tolle Bestzeiten von Philipp Sikatzki und Karl-Richard Hennebach und viele Top-Leistungen mehr: Dass die SSG-Schwimmer bei den Sachsenmeisterschaften in der Uni-Halle zum Saisonabschluss so hervorragend unterwegs waren, lag zum Großteil auch an der hervorragenden Organisation. Dabei setzte das Ausrichter-Team des SV Handwerk um Org-Chef Andreas Bobrzik Maßstäbe. Ob Meisterschafts-Homepage, T-Shirts, Einmarsch-Musik oder hochwertige Ehrenpreise des Ausrüsters Arena – die „Handwerker" hatten an alles gedacht. Der Clou: Erstmals wurde in Kooperation mit der Uni-Klinik ein Massage-Service angeboten, der von fast 100 Athleten zwischen Vor- und Endläufen genutzt wurde. Und nachdem bei den Landesjugendspielen vor Wochenfrist der letzte Tag ins Wasser gefallen war, wurden die Wettkämpfe der sächsischen Talente nun kurzerhand mit eingebaut und nachgeholt.Frank SchoberLVZ2011-07-13

Luft bei SSG-Schwimmern noch nicht raus – Starke Vorstellung bei den Sachsenmeisterschaften in Leipzig sowie der Junioren-EM in BelgradDeutscher Altersklassenrekord, eine Bundeskader-Norm und jede Menge Bestzeiten: Leipzigs Schwimmer haben kurz vor dem Saisonende noch einmal zugeschlagen. Während Tobias Horn und Serghei Golban bei der Junioren-EM in Belgrad eine gute Vorstellung lieferten, kämpften die anderen SSG-Schwimmer auf heimischer Bahn bei der offenen Sachsenmeisterschaft in der Uni-Halle.

Sensationell war der Auftritt von Lisa Graf über 50 m Rücken: Nach 29,12 Sekunden schlug die 18-Jährige an und stellte damit einen neuen deutschen Juniorenrekord auf. „Super, ich bin sehr zufrieden. Mit der Zeit wäre ich bei der Deutschen Meisterschaft auf Platz drei gekommen." Zudem schlug sie am Samstag die Vizemeisterin Isabell Fischer vom SC Magdeburg – eine ehemalige Leipzigerin – im direkten Vergleich. „Vor den Sachsenmeisterschaften hatte ich etwas mehr Ruhe. Die brauche ich auch, um gut zu schwimmen", begründete der Schützling von Eva Herbst die Steigerung gegenüber der DM in Berlin.

Über das ganze Gesicht strahlte auch Stefan Herbst, wenn auch mit kurzer Verzögerung. „Länger hätte die Tauchphase nicht sein dürfen. Auf dem Video habe ich aber gesehen, dass alles perfekt gepasst hat." Über 50 m Rücken – davon wie erlaubt 15 Meter unter Wasser – erfüllte er in 25,44 s die B-Kadernorm. „Bei den Deutschen bin ich auf Sicherheit geschwommen, hier auf Risiko", so der 33-Jährige. Trainingsmäßig ist er die Landesmeisterschaft etwas ruhiger angegangen. Wichtiger als die 50 seien für ihn die olympischen 100 m Rücken. Die Norm will der Bundeswehr-Soldat vom SSV Leutzsch bei der Militär-WM schaffen. Bis Donnerstag heißt es Tasche packen für Rio de Janeiro.

Überaus zufrieden war Eva Herbst auch mit Tony Wiegmann. Der DM-Zweite gewann alle drei Bruststrecken. „Tony ist in etwa so schnell wie bei den Deutschen geschwommen. Das ist ein stabiles Niveau", freute sich die Trainerin über die Leistung des 20-Jährigen.

Gleich zwei Bestzeiten stellte Karl-Richard Hennebach auf. „Er hat sich am Wochenende richtig gut verkauft", lobte Coach Oliver Trieb. Über 50 m Freistil als Sieger und 100 m Brust „legte er klasse Zeiten hin. Und das nach einem miserablen Jahresbeginn, als er aufgrund Pfeifferschen Drüsenfiebers zwei Monate nicht trainieren konnte", betonte Trieb. Zukünftig will sich der SSG-Athlet auf die Lagen konzentrieren.

Einen Aufwärtstrend zeigte auch Juliane Reinhold. „Gerade über 200 m Freistil hat sie am Ende ihre alte Stärke bewiesen und noch einmal richtig Gas gegeben", analysierte Trieb. Nächste Woche ist für die 17-Jährige Ruhe angesagt, um sich auszukurieren. Doch die Olympia-Saison beginnt früh.

Gut 1000 Kilometer entfernt schwammen Tobias Horn und Serghei Golban bei der JEM um Bestzeiten. Sprinter Golban belegte für Moldawien die Plätze 12 und 33. Horn errang am gestrigen letzten Tag Platz acht im Einzel, nachdem er zuvor mit der Staffel Fünfter war. „Da schwamm er anderthalb Sekunden schneller als sonst. Dies bestätigte er auch im Einzel-Halbfinale", zollte Eva Herbst dem 18-Jährigen Respekt: „Er ist immer für eine Überraschung gut." Dass er über 200 m Freistil als einziger Deutscher das Finale erreichte, erfülle sie mit Stolz. „Das war sein Traum, im Endlauf dabei zu sein. Absolut spitze war auch, dass Tobi im Vorlauf und Halbfinale seine Bestzeit um 1,15 Sekunden unterbieten konnte", freute sich Vater Silvio Horn, der seinen Sohn vor Ort anfeuerte.Annett BöhmLVZ2011-07-11

Tobi und Jule sind hart im NehmenTobias Horn hat Wort gehalten. Der SSG-Krauler schwamm gestern bei der Junioren-EM in Belgrad das beste Rennen seiner Karriere. Als Schluss-Schwimmer und bester Deutscher wuchs der Leipziger im 4×200-m-Finale über sich hinaus. Er erzielte in 1:50,25 min die sechstbeste Zeit aller 32 Finalisten. Zu Edelmetall reichte es für den Schützling von Eva Herbst aber nicht. Am Ende landete das DSV-Quartett auf Platz fünf. Die Medaillen gingen nach England, Russland und Polen.

Zur gleichen Zeit in Leipzig ist auch eine SSG-Teamkollegin hart im Nehmen: Ihre Verschnaufzeit nach den 400 m Lagen ist kurz. Es folgt die Videoauswertung. Juliane Reinhold analysiert mit Trainer Oliver Trieb alle vier Schwimmarten. Beim Auftakt der Sachsenmeisterschaft gewann die 17-Jährige souverän in 4:57,69 min. „Unter fünf Minuten war mein Ziel, die Zeit ist okay", sagte sie geschafft. Doch beide sind nicht voll zufrieden. Der linke Fuß schmerzte beim Brustschwimmen. „Das ist eine Sehnenscheidenentzündung", meinte die gebürtige Jenaerin. Zuletzt hatte sie Beschwerden an beiden Bizeps-Sehnen und trainierte vorrangig Beine.

Gestern hatte Juliane Reinhold kaum Konkurrenz. „Es ist schwer, allein vorneweg zu schwimmen", erklärte der Coach. Den Wettkampf schwamm sie aus dem Training heraus. „Er dient schon als Aufbau für die neue Saison", fügte Trieb hinzu. Mit dieser Zeit wäre die Leipzigerin vor gut einem Monat bei den deutschen Meisterschaften auf Platz sechs gelandet, aber sein Schützling musste die Teilnahme krankheitsbedingt absagen. Von solchen Zeit-Vergleichen hält Trieb nicht viel: „Zumindest nicht unter diesen Voraussetzungen."

Am Wochenende folgen weitere Starts. Wichtiger als die 400 m Lagen seien die 200 m Freistil mit Blick auf die Staffel. "Über diese Strecke will ich mich nächstes Jahr für die Olympischen Spiele qualifizieren. Denn da werden die ersten Vier mitgenommen, über 400 m Lagen nur die Erste mit Norm", erklärte Juliane Reinhold, die im Hinblick auf den Neuaufbau auf die Junioren-WM im August in Peru verzichten will.bö/fsLVZ2011-07-09

Jule schwimmt Ihren WegEinen wahren Medien-Marathon absolviert in dieser Woche die Leipziger SSG-Schwimmerin Juliane Reinhold. Die erste Folge des Fernseh-Mehrteilers „Jule am Start" war am Montag ein voller Erfolg und bescherte dem MDR eine Traumquote. 500 000 Zuschauer verfolgten zum Auftakt die spannenden Geschichten aus dem Alltag des Teenagers – dies war nach den Nachrichten die zweithöchste Quote des Tages. Jule verfolgte die Auftakt-Sendung gemeinsam mit ihrer Familie, Freunden, Trainer Oliver Trieb und dem Produktionsteam in einem Leipziger Hotel. Heute läuft um 19.50 Uhr bereits der dritte Teil, zuvor tritt sie als Studiogast in „Hier ab 4" auf. Morgen hält die Sportmittelschülerin die Abschlussrede aller Zehntklässler, ab Freitag will sie bei den Sachsenmeisterschaften in der Uni-Schwimmhalle schnelle Zeiten ins Wasser „zaubern". Apropos: Zwischendurch erfüllte sie mit ihrem zauberhaften Lächeln und ihrer natürlichen Art Interview-Anfragen des Sachsenspiegels, von Jump-Radio und MDR Radio Thüringen. Und dann stand gestern auch noch die Dopingkontrolle vor der Tür. „Dennoch hat Jule diese Woche nie das Gefühl, dass ihr etwas zu viel wird", sagte Mutter Uta Reinhold, die sich den Erfolg der Sendung gut erklären kann: „Sie spiegelt das wahre Leben wider, da ist nichts verfälscht." Die nächste Staffel im Olympiajahr 2012 wird bereits geplant.Frank SchoberLVZ2011-07-06

Postschwimmer veranstalten Ihr eigenes SundschwimmenAlles im grünen Bereich gilt auch für die ehrgeizigen Post-Schwimmer – was die Badekappen-Farbe beim Sundschwimmen betrifft. Denn die wetterbedingte Absage der 47. Auflage der Traditionsveranstaltung lag den Leipzigern schon schwer im Magen. „Bei meinem Sieg im Jahr 1990 waren wesentlich schlechtere Bedingungen", ärgerte sich Holger Maiwald. Doch allen war klar: Heutzutage sind die Organisatoren von Großveranstaltungen so vorsichtig wie nie, wenn man allein an Todesfälle beim Zugspitz-Lauf vor drei Jahren denkt. Die Post-Schwimmer um Ex-Vereinschef Jarno Wittig trotzten dem Wetter, gingen trotz starker Strömung zu ihrem privaten Sundschwimmen in die 19 Grad warme Ostsee. Der ganze Ehrgeiz wurde dann am Abend ins Bowling gesteckt, das der neue Vorsitzende Uwe Bodusch vor Jörg Färber und meinem Kollegen Frank Schober gewann.Frank SchoberLVZ2011-07-06

Herbst Doppelmeister in Sachsen-AnhaltLeipzigs Vorzeige-Schwimmer Stefan Herbst (SSG) wurde bei den offenen -Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt in Magdeburg Titelträger über 50 und 100 m Rücken. In 25,69 und 55,58 s gewann der 33-Jährige ohne ernsthafte Konkurrenz mit Riesenvorsprung, er -verpasste aber in beiden Disziplinen die angestrebte Bundeskader-Norm. Bei den Sachsenmeisterschaften an diesem Wochenende in Leipzig sowie der Militär-WM in Rio folgen noch zwei weitere Chancen auf schnelle Zeiten. Medaillen in der offenen Wertung holten in Magdeburg auch die SSG-Teamkollegen Caroline Pohle, Alenka Crustewitz, Tommi Wolst und Marius Schäffner. Bei der -heute beginnenden Junioren-EM in Belgrad starten Tobias Horn und Serghei Golban.Frank SchoberLVZ2011-07-06