21.09.2009 – Schwimmer holen 21 EM-Medaillen
Schwimmer holen 21 EM-MedaillenDie Leipziger Seniorenschwimmer haben die Masters-Europameisterschaften in Cadiz mit der erfolgreichsten Bilanz aller Zeiten abgeschlossen. Insgesamt holten die Messestädter 21 Medaillen, davon sieben goldene. 19 Mal Edelmetall ging auf das Konto des Postschwimmvereins, der zum Abschluss den Titel über 4×50 m Lagen der Männer (160 Jahre) errang. Gregor Spengler, Jens Lutschin, Sven Guske und Jörg Färber krönten den souveränen Triumph mit Europarekordzeit. Der Post SV war zuvor bereits in der 4×50-m-Lagen-Mixedstaffel (160 Jahre) mit Gregor Spengler, Jens Lutschin, Antje Wippich und Heike Händel erfolgreich. Am Sonnabend hatte Guske zudem über 50 m Freistil der AK 35 in 23,53 s seinen zweiten Einzelsieg errungen.LVZ2009-09-21
Senioren-Schwimmer im MedaillenrauschDie Leipziger Senioren-Schwimmer haben ihr Medaillenkonto bei den Masters-Europameisterschaften im spanischen Cadiz auf 17 aufgestockt. Jürgen Zimmermann vom VfK Blau-Weiß errang seinen zweiten Titel. 24 Stunden nach dem Triumph über 50 m Brust siegte der 70-Jährige auch auf der doppelten Distanz dank einer überragenden zweiten Bahn in 1:27,73 min. Auf der gleichen Strecke sicherte sich Dirk Schlegel vom Postschwimmverein in der jüngsten Altersklasse (AK 25) in 1:07,56 die Silbermedaille. Sven Guste (Post SV) gewann ebenfalls einen Einzeltitel. Der 36-Jährige erzielte in 25,52 s über 50 m Schmetterling zugleich die schnellste Zeit aller Altersklassen. Die Freistil-Mixed-Staffel der Postler (160 Jahre) verpasste Gold um winzige drei Hundertstel.
Weitere Medaillen, Männer, 400 F: 3. Bodusch (Post SV) 4:27,73. Lagen-Mixed, AK 120: 2. Post (Busch, Färber, Guske, Saborowski), Männer, 4×50 F, AK 160: 2. Post (Färber, Spengler, Köpping, Guske), AK 120: 3. Post (Schlegel, M. Severyuk, D. Severyuk, Bodusch), 4×50 m Freistil mixed, 160 Jahre: 2. Post (Färber, Händel, Saborowski, Spengler), 100 Jahre: 3. Post (Schlegel, Wippich, Busch, Guske).LVZ2009-09-19
Doppel-Gold für Brust-Asse in CadizSieben Medaillen fischten die Leipziger Masters-Schwimmer zum Auftakt der Europameisterschaften aus dem 50-m-Becken im spanischen Cadiz, sechs gingen auf das Konto des Postschwimmvereins. Allein über 50 m Brust dominierten die Pleißestädter das Geschehen mit zwei Titeln und drei weiteren Medaillen. Jürgen Zimmermann vom VfK Blau-Weiß wiederholte seinen Sieg von 2005 in Göteborg. Diesmal triumphierte er in der Altersklasse 70 in 38,56 s. Wenige Minuten später schlug auch Feuerwehr-Weltmeister Jörg Färber in der AK 30 in 29,41 s als Erster an. Jens Lutschin (AK 45) blieb sogar unter dem Weltrekord und erstmals unter 30 Sekunden, doch seine 29,90 s reichten knapp hinter einem Russen „nur“ zu Silber. Bronze erkämpften sich die Post-Asse Sven Guske (AK 35/30,07) sowie Dirk Schlegel (AK 25/30,44). Tags zuvor hatte mit Uwe Bodusch der zweite Feuerwehr-Weltmeister für einen bronzenen Auftakt über 800 m Freistil gesorgt, er erzielte 9:14,61 min. Und bei den Frauen jubelte Heike Händel (AK 45) nach großem Kampf über die Silbermedaille in 1:10,13 Minuten über 100 m Schmetterling. Die Lehrerin musste nur einer Italienerin den Vortritt lassen.
Weitere Medaillen, 200 B, AK 25: 2. D. Schlegel 2:30,90. 50 F, AK 30: 3. J. Färber (beide Post SV) 24,41.LVZ2009-09-17
Mutig losgelegt, mit Bestzeit und Silber belohntNach dem atemberaubenden Finish gingen die Blicke zur Anzeigetafel. Bronze hatte die deutsche 4×200-m-Freistilstaffel mit der Leipziger Schwimmerin Juliane Reinhold bei der Junioren-EM in Prag sicher. Aber war es am Ende doch noch Silber? Die Anzeige gab fast wieder ihren Geist auf, erst nach bangem Warten war klar: Silber hinter Großbritannien und vor Schweden!
Es war die zweite Medaille für die 15-Jährige von der SSG Leipzig, die am Donnerstag bereits Gold mit dem 4×100-m-Quartett geholt hatte. Diesmal war sie als Startschwimmerin eingesetzt, ging das Rennen beherzter an als sonst und wurde mit persönlicher Bestzeit (2:01,87 min) belohnt. „Ich habe einfach versucht, gleich an der schnellen Schwedin neben mir dranzubleiben. Und ich bin froh, dass so eine tolle Zeit herausgesprungen ist“, sagte die Schülerin, die mit den ungewohnten Hightech-Anzügen noch nicht so vertraut ist: „Ich habe wieder Wasser in den Anzug bekommen. Das ist ein blödes Gefühl, doch diesmal habe ich darüber einfach nicht mehr nachgedacht.“
Trotz der schwierigen Start-Position sei sie nicht ganz so aufgeregt gewesen wie vor der kurzen Freistilstaffel am Donnerstag. Am gestrigen Sieg der Lagenstaffel hatte sie ebenfalls Anteil. Hier war die Leipzigerin imVorlauf auf der Freistil-Position zum Einsatz gekommen – und sie erhält im Nachhinein ebenfalls eine Goldmedaille. Insgesamt holte der DSV-Nachwuchs in der tschechischen Hauptstadt sechs Titel.
Für nächstes Jahr haben das vielseitige Talent und ihr Trainer Oliver Trieb bereits in Prag neue Ziele formuliert. Da Juliane Reinhold in diesem Jahr als jüngerer Jahrgang teilnahm, ist sie 2010 noch einmal bei den Junioren-EM startberechtigt. „Schön wäre es, wenn Jule dann auch im Finale in die Lagenstaffel kommt“, sagte der Coach und dachte dabei an die 100 m Schmetterling, die in diesem Jahr von der überragenden Lena Kalla dominiert wurden. Die Würzburgerin schwamm in 58,76 s Junioren-Europarekord und rückt im kommenden Jahr zu den Erwachsenen auf.
Zum anderen möchte die Leipzigerin in Zukunft auch auf Einzelstrecken noch weiter vorn landen. Diesmal hatte sie es mehrfach mit den Hundertsteln: Um eine Winzigkeit verpasste sie über 100 m Freistil als Vierte das Podest. Über 50 m Schmetterling sowie 50 und 200 m Freistil verfehlte sie hauchdünn das Finale. Oliver Trieb rechnete aus, dass sein Schützling mit der jeweiligen Bestzeit gut und gern in zehn Einzelfinals hätte stehen können. Jedoch setzt der übervolle Zeitplan mit zahlreichen Halbfinals sowohl bei der nationalen Qualifikation als auch bei der JEM die Grenzen. Zudem mussten die Deutschen in Prag generell im Vorlauf schon alles geben. Denn meist traten vier DSV-Schwimmer an, doch nur die beidenBesten durften ins Halbfinale. „Schade, dass ich die 400 m Lagen hier nicht schwimmen konnte“, sagte die dreifache deutsche Jahrgangsmeisterin, die eine Woche vor der JEM mit Angina flach lag: „Auch über 200 m Schmetterling hätte ich mir einiges ausgerechnet.“
Letztlich hatten die Staffeln Priorität in diesen erwiesen sich die deutschen Mädchen als Medaillen-Garant. Juliane hatte sich seit Monaten trotz diverser Krankheits-Rückschläge ganz auf das Ziel Junioren-EM fokussiert. Zum Muttertag kam sie mit leeren Händen, aber einer tollen Bestzeit über 200 m Schmetterling nach Hause und meinte zu Mutter Uta: „Mutti, ich schenke dir meine 2:17.“ Heute feiert Vater Hannes seinen runden Geburtstag – die beiden Medaillen von Prag gehören garantiert zu den schönsten Geschenken.LVZ2009-07-13
Staffel-Gold in PragSchwimmerin Juliane Reinhold Junioren-Europameisterin Goldener Jubel in der Goldenen Stadt: Die Leipziger SSG-Schwimmerin Juliane Reinhold errang gestern in Prag mit der deutschen 4×100-m-Freistilstaffel den Junioren-Europameistertitel. In 3:45,27 min hatte das DSV-Quartett, zu dem mit Lina Rathsack (Riesa) eine weitere Sächsin gehört, 1,3 s Vorsprung auf Italien. Zugleich unterboten die Siegerinnen den JEM-Rekord einer französischen Staffel um eine halbe Sekunde. Die 15-jährige Leipzigerin war an zweiter Position ins Wasser gesprungen und hatte den anfänglichen Rückstand auf die Italienerinnen entscheidend verkürzt. Genau 70 Minuten vorher hatte Juliane Reinhold über 100 m Freistil in 55,99 s Rang vier belegt. „Auch hier ist Jule sehr gut geschwommen. Innerlich hat sie sich über den Platz sicher etwas geärgert, aber das hat sie super weggesteckt“, sagte Trainer Oliver Trieb, dessen Schützling um zwölf Hundertstel an Bronze vorbei schrammte. Die Schülerin der Sportmittelschule war in Britta-Steffen-Manier etwas verhalten angegangen und hatte bei der Hälfte noch auf Rang sieben gelegen. Siegerin Silke Lippok aus Pforzheim unterbot in 55,02 s den 17 Jahre alten JEM-Rekord von Franziska van Almsick, die damals ohne Hightech-Anzug ins Wasser gesprungen war. Apropos: Auch die aus Jena stammende Juliane Reinhold war bis zur JEM-Qualifikation Ende Mai in Hamburg in normalem Badeanzug geschwommen – sie hob sich diese Reserve für die wichtigen Wettkämpfe auf. Doch im Halbfinale am Mittwoch in Prag bereitete ihr ein nagelneuer enger Anzug Probleme. Sie fühlte sich wie eingeschnürt, war heilfroh über den Finaleinzug. „Außerdem hatte Jule vergessen, ihre Akkreditierung zum Start mitzunehmen. Dadurch war alles etwas hektisch“, so Trainer Trieb. Gestern steigerte sich das Talent vom Post SV mit etwas mehr Ruhe und einem anderen Anzug – dem italienischen Fabrikat Jaked – um rund eine Sekunde, auch wenn sie ihre Bestzeit knapp verpasste. Unklar bleibt, wie viel Kraft und Wassergefühl die Angina der vergangenen Woche gekostet hat. Durch die Krankheit konnte sie sieben Tage lang nicht ins kühle Nass springen.LVZ2009-07-10
Juliane Reinhold steht in Prag im FinaleSchwimmerin Juliane Reinhold von der SSG Leipzig steht heute ab 17 Uhr bei den Junioren-Europameisterschaften in Prag im Finale über 100 m Freistil. Im gestrigen Vorlauf wurde die 15-Jährige in 56,33 s Zweite, im Halbfinale kam der Schützling von Oliver Trieb in 56,97 s auf Rang sechs. In der 4×100-m-Freistilstaffel besteht heute Abend eine zweite Medaillenchance für die Messestädterin.LVZ2009-07-09
Volle Konzentration auf Freistil SchwimmerinJuliane Reinhold bei der Junioren-EM in Prag
Vor zwei Jahren brachte sie bereits eine Staffel-Goldmedaille vom europäischen Jugendfestival aus Belgrad heim. Doch heute beginnt für Schwimmerin Juliane Reinhold bei den Junioren-Europameisterschaften in Prag ein noch härterer Kampf um internationale Meriten. Die 15-jährige Post-Schwimmerin, die für die Startgemeinschaft SSG Leipzig antritt, will im Vorlauf gleich zwei bange Fragen positiv beantworten: Wie kommt sie mit den ungewohnten Freiluft-Bedingungen im Podoli-Schwimmstadion auf der Moldau-Insel zurecht? Und wie hat sie die Angina verkraftet, die sie vergangene Woche für drei Tage ans Bett fesselte? Trainer Oliver Trieb zeigte sich gestern optimistisch: „Sie sieht im Wasser schon wieder ganz gut aus, auch wenn die Zeiten noch nicht optimal sind. Ich denke aber, ihr neuer Schwimmanzug gibt ihr noch einen Schub.“ An den ersten beiden Tagen konzentriert sich die sechsfache Medaillengewinnerin der deutschen Jugendmeisterschaften von Hamburg auf die 100 m Freistil und die 4×100-m-Freistilstaffel. Aufgrund der gerade überstandenen Krankheit verzichtet sie auf die 400 m Lagen. Zwar stellte sie auf dieser Strecke im Mai einen deutschen Jugendrekord auf, doch sechs Kontrahentinnen sind in der Meldeliste vor ihr platziert.LVZ2009-07-08
Post-Schwimmer und Behinderte mit starker Leistung im SundWie jedes Jahr waren die Leipziger beim Sundschwimmen vor Stralsund auch am Wochenende wieder stark vertreten. Die Post-Schwimmer Uwe Bodusch, Jörg Färber und Henry Zacharias kamen unter mehr als 1000 Startern auf die Gesamtränge 6, 8 und 14. Das Trio von der Leipziger Berufsfeuerwehr bereitet sich derzeit auf die Feuerwehr-Weltspiele im August in Kanada vor. Bodusch bewältigte die 2315 Meter in 26:42 min und erreichte den Strand drei Minuten nach dem Sieger Jörn Malich aus Potsdam. Eine starke Leistung zeigte Daniel Clausner. Der mehrfache Weltmeister und Paralympics-Finalist bei den Sehbehinderten hat seit Peking mit dem Training ausgesetzt. Er schwamm die 2,3 km aber im Schlepptau seines BVL-Kollegen Martin Schulz, dem diesjährigen EM-Teilnehmer bei den Körperbehinderten, zwei Minuten schneller als letztes Jahr. Schulz kam auf Platz 16, Clausner auf Platz 17. „Letztes Jahr musste ich mich erst einmal zurechtfinden. Da habe ich mich von Boje zu Boje gehangelt. Diesmal war es schon besser, dass wir zu zweit geschwommen sind“, sagte Clausner.LVZ2009-07-07
Ehrgeiz fast wie bei Britta SteffenLeipziger Schwimmer für DM-Medaillen geehrt / Talent aus Neubrandenburg steigert sich in einem Jahr enorm
Ehre, wem Ehre gebührt. 33 Medaillen errangen die Leipziger Schwimmer in den vergangenen fünf Wochen bei den deutschen Meisterschaften der Jugend und Erwachsenen. Dies war für den Förderverein Vesch und die neu gegründete Schwimm-Startgemeinschaft SSG Anlass, die 16 Medaillengewinner und ihre Trainer auszuzeichnen. Neben vielen Eigengewächsen und dem Moldawier Serghei Golban wurde gestern auch eine kleine Neubrandenburgerin geehrt, die vor einem knappen Jahr bei ihrem Wechsel nach Leipzig nie mit einem solchen Leistungssprung gerechnet hatte. „Über 200 Meter Brust habe ich mich um 17 Sekunden verbessert“, sagte Marie Pietruschka mit großen leuchtenden Augen und voller Stolz. Eigentlich hat die 14-Jährige seit Freitag Ferien, doch den gestrigen Empfang wollte sie nicht verpassen. In ihrer Heimat besuchte sie zwar auch das Sportgymnasium, aber dort ist Schwimmen eher Randsportart. Die Triathleten hatten mehr als ein Auge auf die gute Schwimmerin und Läuferin gelegt. Doch Marie fühlt sich im Wasser am wohlsten, absolvierte ein Probetraining in Berlin und Leipzig und entschied sich für Sachsen. Aber nicht, weil die Eltern aus Leipzig stammen. „Hier hat es mir besser gefallen, weil sich Schule, Internat und Schwimmhalle fast auf einem Fleck befinden.“ Dieses Top-Umfeld hob Schulleiter Dieter Rädler in seiner Laudatio hervor und meinte: „Mit Elite-Bedingungen sind auch Erwartungen an Elite-Leistungen verbunden.“ Die wollen die zurzeit erkrankte Juliane Reinhold und Patricia Burkhardt noch in diesem Sommer bei Junioren-EM und Europäischem Jugendfestival erbringen. Für Marie Pietruschka geht es erst in fünf Wochen weiter. Ganz ohne Schwimmen wird sie die Ferien aber nicht verbringen. Zweieinhalb Wochen fährt sie zur Schwimm-WM nach Rom, wo sie über das DSV-Jugend-Camp Tickets für zehn Wettbewerbe erhält. Sie freut sich Michael Phelps und wird Britta Steffen die Daumen drücken: „Ihren Ehrgeiz finde ich toll.“ Da erkennt Mutter Susan durchaus Parallelen: „Marie war schon immer für ihren Kampfgeist bekannt. Wenn jemand vor ihr schwimmt, kämpft sie sich heran.“ Trainer Jirka Letzin ist von seinem Schützling überzeugt. Der ebenfalls aus Neubrandenburg stammende Coach fühlte schon vor den Meisterschaften in Hamburg, dass er mit Marie ein Trumpf im Ärmel hat. „Wartet mal ab, Marie wird sich gewaltig steigern“, sagte der frühere Weltklasse-Lagenschwimmer vorher. Prompt holte sie Silber und Bronze – mit ihrem typischen Kampfgeist.LVZ2009-06-30
Viele Medaillen, schnelle StaffelnLeipziger Schwimm-Nachwuchs holt in Berlin DM-Edelmetall
20 Medaillen hatte der Leipziger Nachwuchs bereits bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften erzielt, nun kamen in Berlin auch ohne den erkrankten Stefan Herbst noch einmal vier Bronzemedaillen bei den Frauen sowie neun Mal Edelmetall bei den Junioren hinzu. Lisa Graf sammelte die Medaillen gleich serienweise ein: Dreimal Gold und dreimal Bronze sowie zwei deutsche Altersklassenrekorde nimmt die 16-Jährige aus Berlin mit. Am wertvollsten sind ihre beiden dritten Plätze in der offenen Klasse. Über 200 m Rücken schlug sie am Samstag zunächst als Vierte an und profitierte später von der Disqualifikation einer Kontrahentin. Vor einem Jahr hatte Lisa Graf die Junioren-EM nur knapp verpasst, nun hat sie den Anschluss an die deutsche Spitze hergestellt. Von den WM-Normen ist der Schützling von Oliver Trieb aber noch weit entfernt, über 50 m Schmetterling fehlte eine Sekunde, auf den 100-m-Distanzen drei. Gestern kämpften die beiden Lagenquartetts der SSG nach zweimal Bronze in den Frauen-Freistilstaffeln noch einmal um eine Medaille. Letztlich reichte es für Riccardo Prietzsch, Norman Schmidt, Peter Dittrich und Tony Wiegmann zu Platz vier. Sechste wurden Lisa Graf, die erst 14-jährige Caroline Pohle, Patricia Burkhardt und Tina Abendroth. Juliane Reinhold musste in der Lagenstaffel wegen einer Erkältung passen. Sie schöpfte aber mit vielen guten Rennen Mut für die Junioren-EM in Prag. Nach acht Disziplinen beendeten gestern die 12-jährigen Mädchen und 13-jährigen Jungen ihren Jugendmehrkampf. Dabei platzierten sich die drei Leipziger im Vorderfeld: Von 51 Starterinnen wurde Alenka Crustewitz (SV Handwerk) Sechste. Ihre ganz große Stärke hatte der Schützling von Anne-Katrin Neumann über 50 m Kraulbeinbewegung. Hier siegte Alenka Crustewitz in 35,76 s mit fast zwei Sekunden Vorsprung. Beim Gleittest (Platz 45) büßte sie Punkte ein, in den olympischen Schwimmstrecken erreichte sie durchweg Top-Sechs-Platzierungen. Dies gelang auch ihrem Trainingskollegen Tommi Wolst (Post SV), der ebenfalls Sechster wurde und den vielseitigen Marius Schäffner (VfK Blau-Weiß) auf Rang sieben verwies. „Das schöne war, dass unsere Talente hautnah die Weltrekorde der Stars miterlebt haben. Das motiviert sie sehr“, sagte Anne-Katrin Neumann, die selbst vor 35 Jahren einen Weltrekord erzielt hatte.LVZ2009-06-29