23.11.2007 – Adonis – der Spätstarter
Adonis – der Spätstarter17 Jahre nach dem Titel des Bruders startet Jörg Färber erstmals bei einer Schwimm-DM
Wer mit 32 Jahren noch an Deutschen Meisterschaften teilnimmt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob es das letzte Mal ist. Jörg Färber gehört ab heute bei den Kurzbahn-Titelkämpfen in Essen zu den ?Schwimm-Opas?. Doch über die Eingangsfrage macht sich der Leipziger keine Gedanken. Der Berufs-Feuerwehrmann feiert mit 32 Lenzen Premiere auf der großen Bühne. Bislang ist die DDR-Spartakiade 1989 in Berlin sein größtes Schwimm-Event: ?Damals war ich schlecht, nachdem ich mir beim Fußball den Fuß verknackst hatte.? Sportlich untätig war Jörg Färber in der Zwischenzeit nicht, auch wenn der Beruf Vorrang hatte. Er bewältigte den Brocken-Marathon beim Harzgebirgslauf, lief den Supermarathon beim Rennsteiglauf, steigerte die Marathon-Bestzeit in Rom auf 3:21 Stunden, finishte den Ironman-Triathlon im österreichischen Klagenfurt in starken 10:16 Stunden, bewältigte mit dem Team Speiche die knochenharte Flandern-Rundfahrt, erklomm den Anstieg nach Alpe d?Huez. Doch nun konzentriert er sich wieder auf das, was er am besten kann ? Schwimmen. Nach seinem letzten Sachsenmeistertitel 1994 titelte die LVZ: ?Koch Färber lässt im Wasser nichts anbrennen.? Diese Schlagzeile ließe sich diese Woche fast wiederholen, denn in Riesa gewann er den Landesmeistertitel über 50 Meter Brust. Doch diesmal war es der Feuerwehrmann Färber, der nichts anbrennen ließ. Denn er stellte sein Leben um, wechselte den Beruf. Noch Mitte der 90-er Jahre arbeitete er an einer großen Karriere in der Küche. Er kochte in Italien, Kanada und Hamburg in Top-Häusern ? und in Leipzig in angesagten Restaurants wie Medici oder Piagor. In dieser Zeit arbeitete er nicht selten 15 Stunden täglich, fuhr den Sport auf Null, dafür sprang das Gewicht des 1,98 Meter großen Hühnen auf 115 Kilo. Seit sieben Jahren trainiert er wieder täglich, bei der Feuerwehrschule in Hoyerswerda begann er mit dem Schwimm-Comeback. Inzwischen zeigt die Waage ein ideales Wettkampfgewicht von 93,5 Kilo, seinen Spitznamen Adonis bekam er nicht von ungefähr verpasst. Morgen tritt Jörg Färber in die Fußstapfen des Bruders Ralph, der vor 17 Jahren Deutscher Meister über 100 Meter Brust war und in Perth an der WM teilnahm. Dass er an die Erfolge des vier Jahre Älteren nie heran kam, sieht er gelassen: ?Ralph war auch beim Ironman und Marathon schneller als ich. Darunter habe ich nie gelitten, ich habe eben nicht ganz sein Talent.? Färber junior weiß schon jetzt, dass morgen nach dem Vorlauf Endstation ist. Von 76 Startern über 50 Meter Brust erreichen nur die besten Sechs das Finale ? mit seiner Meldezeit liegt er an Position 29. Wenn Kruppa und Co. um Gold, Silber, Bronze kämpfen, ist der Leipziger Post-Schwimmer bereits auf dem Heimweg und fiebert dem nächsten Highlight entgegen ? dem Konzert der Fantastischen Vier. Nachdem er die Pflichzeit (30,0 Sekunden) im März geschafft hatte, wurde die Idee des DM-Starts geboren. Inzwischen kümmerte er sich auch um die kleinen Details, die ein, zwei Zehntelsekündchen ausmachen: Er kaufte sich für 250 Euro einen hautengen Schwimmanzug, den heutzutage schon die 14-Jährigen tragen. In Riesa steigerte er sich auf 29,44 ? eine Zeit, vor der auch der Bruder den Hut zieht. In Essen will Jörg Färber nicht nur die Atmosphäre genießen, sondern einen Schritt Richtung 29er-Grenze machen. Und er startet nicht als Nobody: Seit einigen Wochen ist er deutscher Rekordhalter der Masters-Altersklasse 30. In einer Zeit, vor der die Jugend Respekt hat.LVZ2007-11-23
Schiemenz und Prietzsch überzeugenWährend die sächsischen Top-Schwimmer in Berlin die Gelegenheit nutzten, sich mit der Weltelite zu messen, kämpfte die zweite Reihe um die Landesmeistertitel auf der Kurzbahn. In guter Verfassung präsentierte sich Rückenspezialistin Kristin Schiemenz. Die am Leipziger Stützpunkt trainierende Hoyerswerdaerin triumphierte souverän auf allen drei Distanzen und hätte es mit ihren Zeiten sogar beim Weltcup unter die Top Ten geschafft. Nicht schlecht staunte Trainerin Eva Herbst, als sie in Berlin eine MMS ihres Schützlings erhielt: 29,57 Sekunden über 50 m Rücken war auf der fotografierten Urkunde zu sehen. Damit hat die 18-jährige Kristin Schiemenz am Wochenende bei den nationalen Titelkämpfen in Essen gute Finalchancen. Auch bei den Männern war das Niveau auf den Rückenstrecken hoch: Riccardo Prietzsch (Lok Mitte) steigerte sich über 100 m auf gute 56,57 Sekunden. Mit fünf Medaillen gehörte er in Riesa zu den erfolgreichsten Teilnehmern. Etwas überraschend triumphierte über 50 m Brust der 32-jährige Jörg Färber (Post SV) in 29,44 Sekunden knapp gegen die jüngere Konkurrenz. Seine Vereinskollegin Juliane Reinhold sah am Sonnabend ihren Vorbildern beim Weltcup zu. Am Sonntag griff die 13-Jährige in Riesa ins Geschehen ein und sorgte mit 57,30 Sekunden über 100 m Freistil für ein Top-Resultat. Insgesamt gingen zwölf Finalsiege nach Leipzig, über 100 m Rücken gab es bei Frauen und Männern sogar einen Dreifach-Triumph für die Messestädter.LVZ2007-11-20
13-Jähriger gewinnt StundenschwimmenIn Abwesenheit der Spitzenathleten gewann Daniel Weiß vom SV Automation das diesjährige Leipziger Stundenschwimmen. Bei der 15. Auflage auf der 25-m-Bahn der Halle Kirschbergstraße schaffte der 13-Jährige 4523 Meter. Bei den Frauen siegte die 15-jährige Luisa-Maria Brock (VfK Blau-Weiß) mit 4363 Metern. Rekordhalter Toni Franz (SC DHfK) bereitet sich derzeit auf seine 200-m-Starts beim Weltcup in Berlin sowie den Deutschen Meisterschaften in Essen vor. Starke Leistungen zeigten die 81-jährige Gisela Schöbel-Graß (MoGoNo) und Meinhard Lindner (73/Post) ? beide überboten die 2-km-Marke deutlich. Schwimmwart Holger Maiwald (Post) musste nach gut 54 Minuten mit Krämpfen aufgeben ? und schaffte trotzdem Platz elf unter 31 Startern.LVZ2007-11-15
Leutzsch in Aufstiegsrunde Schwimmen: Post SV räumt in der Landesliga abErstmals seit dem Abstieg der Leutzscher Frauen im Jahr 2004 klopft ein Leipziger Schwimm-Verein wieder an die Tür zur Bundesliga. Die Leutzscher Männer kamen im Vorkampf der 2. Bundesliga Süd in Fulda auf den dritten Rang und belegen nach der Vorrunde einen starken vierten Platz unter allen 36 Zweitliga-Mannschaften. Beim Aufstiegskampf in Baunatal geht es wieder bei null los, die Leutzscher messen sich mit Wiesbaden, Chemnitz, Hamburg, Halle und Berlin-Spandau. ?Wir wollen uns zwar noch ein wenig verstärken, aber ein richtiges Ass können wir nicht aus dem Ärmel ziehen?, meinte Kapitän Stefan Herbst, der nach überstandener Nasennebenhöhlen-Entzündung erstaunlich gut in Schuss war. Bei vier seiner fünf Starts überbot der 29-Jährige auf der 1000-Punkte-Tabelle die 900er-Marke. Über 50 m Rücken besiegte er im Fernduell den Chemnitzer Spezialisten Stev Theloke. ?Vor allem freue ich mich, dass ich über 100 Meter Freistil unter 49 Sekunden geblieben bin?, ergänzte er. Dies gelang dem Sportsoldaten in 48,71 Sekunden genau zum 27. Mal in seiner Karriere, erst ein Mal schlug er unter 48 Sekunden an. Eine Mannschaftsleistung hängt bei 34 Starts nicht vom besten Schwimmer des Teams, sondern von der Qualität der anderen Athleten ab. Deshalb lobte Herbst vor allem seine Trainingskollegen Tom Beißengroll und Florian Ottenberg für deren Steigerungsraten. Achtbar schlug sich auch Christian Otto, der als Triathlet des Stadtwerke-Teams bereits erstklassig ist. Die Frauen des SSV Leutzsch steuern als Zwölfte unter 36 Teams in Richtung Klassenerhalt. Zeitgleich feierten die Frauen und Männer des Postschwimmvereins in der Grünauer Welle einen souveränen Doppelsieg in der Landesliga. Dies gelang ihnen vor sieben Jahren schon einmal am Grünen Tisch, weil einige Kontrahenten nicht startberechtigt waren. Zur Vereins-Philosophie gehören Talente und Masters gleichermaßen ? so kämpften nicht von ungefähr die zwölfjährige Annekatrin Willner und die 33 Jahre ältere EM-Medaillengewinnerin Heike Händel erfolgreich in einem Team. Leipzigs Top-Talent Juliane Reinhold sammelte bei ihrem ersten Start für Post die meisten Punkte. Packende Duelle der Generationen lieferten sich Anna-Marie Macht (13/Post) und Sabine Klenz (33/Leutzsch) über 200 und 400 m Lagen ? beide siegten je einmal. Bei den Männern überzeugten Sven Guske und Jörg Färber (beide Post).LVZ2007-11-06
Schwimm-Nachwuchs in Bayreuth starkWährend Spitzenschwimmer Stefan Herbst bei der Militär-WM in Indien vier Medaillen errang, startete auch der Leipziger Nachwuchs erfolgreich in die Saison. Beim Meeting auf der 25-m-Bahn in Bayreuth kam die 13-jährige Juliane Reinhold neben ihren Erfolgen im Jahrgang auch in der offenen Klasse zu einem Sieg und vier zweiten Plätzen. Der Erfolg gelang ihr über 200 m Lagen in 2:23,41 min. Die deutsche Jahrgangsmeisterin bestritt in Bayreuth ihren letzten Wettkampf für den SC DHfK, inzwischen ist sie zum Postschwimmverein gewechselt. Bei den Erwachsenen schwammen auch Carolin Sperling (SC DHfK) und Anna-Marie Macht (Post/13) aufs Treppchen. Weitere Top-Platzierungen in der offenen Klasse schafften Philipp Sikatzki (DHfK) sowie Karl-Richard Hennebach, Tobias Horn (bd. Leutzsch). Der nächste Test findet an diesem Wochenende beim traditionellen DHfK-Meeting in der Uni-Schwimmhalle statt.LVZ2007-10-24
Masters-Schwimmer vom Post SV topEine kleine Delegation der Schwimmer des Leipziger Post SV hat bei den internationalen luxemburgischen Masters abgeräumt. Das fünfköpfige Team erkämpfte sich gegen Teilnehmer aus den Vereinigten Staaten bis Ägypten den dritten Platz in der Mannschaftswertung. Mit zwei Staffelsiegen und zahlreichen Einzelerfolgen hatten die Messestädter allen Grund zu feiern. Dirk Schlegel war mit sechs Siegen erfolgreichster Starter. ?Am 3. November startet die Landesliga. Dort treffen wir auf die jungen sächsischen Leistungssportler. Vielleicht können wir von unseren internationalen Erfahrungen profitieren?, hofft der 25-Jährige.LVZ2007-10-24
Schmetterlinge im EM-RauschHeike Händel und Wolfgang Sieber räumen im slowenischen Kranj ab
Ohne Lothar Oelmann (ehemaliger DDR-Nationaltrainer Wasserball) würde der Schwimmer Wolfgang Sieber (SSV Leutzsch) wahrscheinlich ein ruhiges Rentnerleben führen. Stattdessen quält er sich noch immer durch die Leipziger Schwimmbecken. ?Der Lothar hat mich 1993 aus der Sauna geholt, weil er für einen Pokalwettkampf in Goslar noch einen guten Mann brauchte?, erzählt der inzwischen 70-Jährige, der mindestens zehn Jahre jünger wirkt. ?Ich hatte aber 30 Jahre lang keine Wettkämpfe mehr gemacht, deshalb war ich nach 35 Metern am Ende, hatte keine Kraft mehr.? Eine Woche Zeit blieb dem EM-Teilnehmer von 1962 (Leipzig), um sich vorzubereiten. Wolfgang Sieber hatte Glück: Die Bahn in Goslar war nur 25 Meter lang und seine Energie reichte, um auch auf der zweiten Bahn noch mal richtig anzugreifen. Seitdem ist der gebürtige Saalfelder aus der Leipziger Schwimmfamilie nicht mehr wegzudenken. Seiner Lieblingsdisziplin, dem Schmetterlingsschwimmen, ist er bis heute treu. Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften stellte der unter Schwimmerkollegen nur als ?Igel? bekannte Sieber gar einen neuen deutschen Rekord auf. Gleich zwei Goldmedaillen räumte er bei den Europameisterschaften im slowenischen Kranj ab. Über 50 Meter (34,88 Sekunden) schrammte er knapp an seinem Rekord vorbei, die 100-Meter -Zeit (1:32:30 min) behagte ihm jedoch gar nicht: ?Es fällt zunehmend schwerer, die Kraft für längere Strecken aufzubringen. Für die Kurzstrecken konnte ich mich früher nicht begeistern, heute liegen sie mir umso mehr.? Die Schmetterlingsdisziplin, meist als Delfin bezeichnet, gehört zu den kraftaufwändigsten und anspruchvollsten Stilarten. Umso beachtlicher ist Siebers Leistung einzuschätzen. Besonderer Augenmerk liegt beim Delfinschwimmen auf der Atemtechnik: ?Wer diese nicht beherrscht, bekommt ganz schnell Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System?, erklärt Heinz Wiedner. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des IAT (Institut für Angewandte Trainingswissenschaften) warnt ältere untrainierte Schwimmer vor solchen Anstrengungen. ?Für jeden anderen 70-Jährigen ist der Schmetterlingsstil aus sportmedizinischer Sicht abzulehnen.? Wolfgang Sieber will noch ein paar Jahre ?Kacheln zählen?. Neun EM-Titel hat Sieber auf seinem Konto, den zehnten möchte er ?mindestens noch hinzufügen?. Siebers Schwimmkollegin Heike Händel (Post SV) zählt erst 45 Lenze. Sie war in Slowenien ähnlich erfolgreich, kehrte als Vizeeuropameisterin (100 Meter Schmetterling) sowie zwei Bronzemedaillen zurück. Lieblingsdisziplin der Leipziger Sportlehrerin: ebenfalls Schmetterling. Heike Händel schwimmt seit Jahren beständig die gleichen Zeiten. Über die 100 m Schmetterling scheinen ihr immer wieder Flügel zu wachsen. Bei den Europameisterschaften der Senioren 1993 (Sindelfingen) schwimmt sie 1:12:27 Minuten. Vier Jahre später in Prag 1:12:62 Minuten. Und 2007 in Kranj mit 45 Jahren noch immer 1:12:96 Minuten. ?Mit hinteren Plätzen gebe ich mich nicht zufrieden. Nur als Garnierung möchte ich nicht dabei sein, unter die zehn ersten möchte ich immer kommen?, begründet sie ihre konstanten Leistungen. Allerdings trainiert sie neben dem Job zwei bis drei mal pro Woche. Heike Händel kann sich durchaus vorstellen auch in 25 Jahren, als dann 70-jähriger Schmetterling, noch immer aktiv und vor allem schnell zu sein.LVZ2007-10-11
Post-Schwimmer mit deutschen RekordBeim diesjährigen EKU-Cup im bayrischen Kulmbach feierten unsere Masters-Schwimmer bei ihrer 10. Teilnahme den 10. Sieg in Folge in der Mannschaftswertung um den kleinen EKU-Cup für Mannschaften mit weniger als 25 Meldungen. Garant für diesen Erfolg waren wie auch schon in den Jahren zuvor vor allem die Staffeln, die allesamt auf den vorderen zwei Plätzen landeten. Nachdem die Post-Schwimmer schon im letzten Jahr einen Deutschen Masters Rekord bejubeln konnten, erziehlte diesmal Jörg Färber die Rekordmarke in der AK 30 über 50m Brust in 29,46 s.LVZ2007-10-05
Freundschaftsboje als DankMehr als 750 Triathleten trotzen der Kälte und springen beim Beuchaer Triathlon Day ins kühle Nass Wie kalt war die ?Brühe? im Albrechtshainer See wirklich? Wie viele Meter mussten die Hartgesottenen tatsächlich schwimmen? Nico Skopnik, Gesamtleiter des Beuchaer Triathlon Days, beantwortete die Fragen halb lächelnd, halb schulterzuckend. ?Ich hatte nicht einmal Zeit, den großen Zeh ins Wasser zu halten?, sagte der Teamchef der rührigen Beuchaer Triathleten. Letztlich einigte er sich mit den Teilnehmern auf 17 Grad. Auch wenn der eine oder andere über ein Stechen in der Brust klagte ? alle zogen durch, was Skopnik begeisterte: ?Keiner hat gekniffen, alle Angemeldeten waren da.? Und vor allem nehme die Zahl der Frauen von Jahr zu Jahr zu. Mit 756 Teilnehmern wurde bei der 9. Auflage des Staffel-Wettkampfes sogar eines der besten Ergebnisse erzielt, einige schwammen ohne schützende Neopren-Haut. Moderator Andreas Clauß zog den Hut: ?Es ist erstaunlich, wie viele harte Menschen es gibt, ohne dass sie gleich Eisenmänner sind. Dagegen bin ich Schönwettersportler, ein richtiges Weichei.? Ob Leichtathlet, Schwimmer, Inlineskater, Radsportler ? die ganze Palette der Ausdauer-Asse der Region versammelte sich wie jedes Jahr in Beucha. Rad-Enthusiast Steffen Dörfer hatte bereits das Lützschenaer Kriterium in den Knochen, ehe er Teil zwei des sportlichen Samstags in Angriff nahm. Obwohl ein ausdrückliches Verbot für Rennräder bestand, war doch hier und da Hightec bis hin zu vollverkleideten Rückrädern vertreten. ?Das sind die Radläden, die zeigen wollen, was sie alles so haben?, zeigte sich Skopnik relaxt. Sein Team wolle nicht mit dem Bandmaß dastehen und Reifenstärke messen, immerhin sei diesmal niemand mit Rennlenker dabei gewesen. Richtig glücklich war Skopnik, dass die erste Männer-Mannschaft seines Bella-Vista-Teams von Lok Beucha den sieggewohnten Leipzigern den Erfolg im Team-Triathlon wegschnappten. Christian Hertel sowie die Brüder Christof und Tobias Schor ? alle Regionalliga-erfahren und im besten Alter zwischen 24 und 27 ? hatten sich gründlich auf das Heimspiel vorbereitet und waren happy. Als alle zufrieden und bis auf einen schwereren Sturz gesund nach Hause fuhren, lüftete Nico Skopnik noch ein Geheimnis: Für die 400 m Schwimmen sei als Dank für alle eine ?Freundschaftsboje? etwas näher am Ufer ins Wasser gefallen. Die 3:45 min der Post-Schwimmer Jörg Färber, Robert Winkler und Henry Zacharias sind also doch nicht ganz rekordverdächtig. Aber egal: Feuerwehr-Mann Färber genoss es sichtlich, endlich mal als Erster aus dem Wasser zu sprinten.LVZ2007-09-11
Post-Schwimmer in Tirol erfolgreichDie Schwimmer des Post SV Leipzig dominierten das 27. Herbstmeeting in St. Johann (Tirol). Im Vergleich mit 20 Vereinen aus drei Ländern holten die Messestädter mit 26 Goldmedaillen die meisten Siege. Die Mehrkampf-Pokale gingen an Karoline Specht, Anna-Marie Macht, Annekatrin Willner, Robert Winkler, Tommi Wolst, Sebastian Stehr und Johannes Deutloff. Die wertvollste Leistung ging auf das Konto von Dirk Schlegel, der auf der 50-m-Bahn die 100 m Brust in 1:09,29 min gewann.LVZ2007-09-08