30.09.2004 – Leipzigs Schwimmer in Kulmbach erfolgreich
Leipzigs Schwimmer in Kulmbach erfolgreichBeim 36. Internationalen EKU-Cup in Kulmbach schwammen Leipziger Aktive vorn mit. Die Masters-Mannschaft des Postschwimmvereins siegte in der ?kleinen Pokalwertung zum siebenten Mal in Folge. Die Leutzscher Senioren kamen hingegen in der großen Wertung einen Platz vor dem Post SV auf Platz drei ein. Für eine Überraschung sorgte der Chemnitzer Top-Athlet Steve Theloke. Der 26-jährige, der mit dem Schwimm-Team-Chemnitz seinen eigenen Verein gegründet hat, stellte in 25,05s in der AK 25 einen neuen Masters – Weltrekord über 50m Rücken auf.LVZ2004-09-30
Oldies glänzen bei Schwimm-WMBei der größten Schwimmsport-Veranstaltung der Welt mit 8200 Teilnehmern schrieben die Leipziger Masters eine wahre Erfolgsstory. Allen voran die Wasserballer des SSVLeutzsch, die in San Marino in der Altersklasse 55 und älter ihren WM-Titel von 1998 in Casablanca wiederholten. Im eine Autostunde entfernten Adria-Badeort Riccione errang der 30-jährige Post-Schwimmer Sven Guske jeweils Silber über 50 m Brust (30,18) sowieFreistil (23,79). Besonders glücklich über seine erste WM-Medaille war Jürgen Zimmermann vom VfK Blau-Weiß, der sich mit Bronze über 50 m Brust das schönste Geburtstagsgeschenk bereitete.
Der seit Montag 65-Jährige war mit 38,08 nur vier Sekunden langsamer als in seiner aktiven Zeit vor 45 Jahren, als er mit der DHfK-Lagenstaffel zwei Mal Deutscher Meister war. Seinen ersten Erfolg bei denMasters feierte er 1999 inInnsbruck als EM-Dritter: "Das war für mich die Initialzündung. Da habe ich gemerkt, dass ich noch immer mehr kann als nur ein bisschen rumplätschern." Umso mehr ärgerte sich der Lößniger vier Jahre lang über seinen vierten WM-Platz 2000 in München. Vier Jahre später erreichte er nun in der höheren Altersklasse die gleiche Zeit und wurde unter 39 Startern mit Bronze belohnt. Außer im Schwimmbecken fühlt sich Jürgen Zimmermann auch auf der Tartanbahn wohl. Eine Woche vor der WM startete er für den SCDHfK in der Senioren-Bundesliga im 100-m-Lauf sowie im Hochsprung.
Ausgetragen wurde die Mammut-Veranstaltung in zwei 50-m-Becken. Zum Einschwimmen standen zwei weitere 20×25-m-Becken zur Verfügung. "Die nagelneue 50-m-Halle mit zehn Bahnen ist so einfach und zweckmäßig, wie wir es uns auch in Leipzig wünschen. Leider bekommen wir nur acht Bahnen", sagte Post-Teamchef Uwe Bodusch, der gleich errechnete: "Diese 35 000-Einwohner-Stadt hat mehr beheizte Wasserfläche als ganz Leipzig."
In San Marino mussten sich die Leutzscher Wasserballer – im Schnitt über 60 Jahre alt – mit einer deutlich jüngeren kalifornischen Auswahl auseinandersetzen. Letztlich bezwangen die Leipziger die "California Old Boys" dreimal deutlich mit 6:1, 9:4 und 6:3. Wobei es in der spannenden ersten Partie vor dem letzten Viertel nur 2:1 stand. "Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt, die Abwehr war unser Prunkstück", sagte Team-Manager Klaus-Peter Schulze. Ältester Spieler in den Leutzscher Reihen war Walter Lex, der in wenigen Monaten 70 wird. Bester Akteur war der Ex-Leipziger Frank Hesbacher, der jetzt in München lebt, aber den Leutzschern die Treue hält.
Internet: www.masters2004.itLVZ2004-06-14
Glückstag für Kolonko, nur Theloke geht leer ausLeipzig. Als kurz nach 11 Uhr die SMS des Teamchefs eintraf, war der Akku von René Kolonkos Handy fast leer. Doch für einen Rückruf bei Ralf Beckmann reichte der "Saft" noch. "Er fragte mich, ob ich etwas dagegen einzuwenden habe, mit nach Athen zu kommen", schildert der Schwimmer vom SCRiesa das Gespräch. Hatte der 22-Jährige natürlich nicht. "Aber die positive Nachricht hat mich nach den Gesprächen der letzten Tage total überrascht", sagte der Vizemeister über 100 m Brust, der jahrelang inLeipzig bei Lok Mitte und SSVLeutzsch geschwommen war.
In Berlin verfehlte Kolonko die Pflichtzeit hauchdünn, worauf Trainer Uwe Neumann meinte: "Die achtHundertstel hat er jeden Morgen vor dem Training verloren, als er die Erwärmung vernachlässigt hat." Aktivensprecher Christian Keller aus Essen und viele andere setzten sich für den Ex-Leipziger ein, der von einer weiteren Steigerung überzeugt ist: "Bisher ist es mir immer gelungen, zwischen nationalem und internationalem Höhepunkt noch schneller zu werden."
Die Nominierungsrunde des Schwimm-Verbandes entschied sich dafür, alle sechs Staffeln doppelt abzusichern. Dadurch wurde die Olympiamannschaft von ursprünglich 32 auf 35 Schwimmer aufgestockt. Das Team muss vom NOK am 28. Juni noch bestätigt werden. Zusätzlich nominiert wurde auch der Uerdinger Rückenschwimmer Steffen Driesen. "Der Bundeswehr-Soldat hat von mir den vaterländischen Auftrag erhalten, die Lagenstaffel stark zu machen. Er hat diesen Auftrag mit zackigem Gruß freudig entgegengenommen", meinte Beckmann schmunzelnd. Driesen war in Berlin über 100 m Rücken hinter Stev Theloke nur Vierter geworden, der Chemnitzer hatte zudem vor drei Wochen inMadrid mit EM-Bronze geglänzt. Für Driesen spricht jedoch, dass er im Vorjahr als WM-Vierter in Barcelona die Olympia-Norm (55,0) unterbot sowie am Dienstag zum DM-Abschluss in der Staffel 55,19 s erzielte. Damit muss sich der Leutzscher Stefan Herbst bei Olympia doch keinen neuen Zimmergenossen suchen.
Über dieses Thema wollte sich Janina-Kristin Götz vom SCDHfK noch keine Gedanken machen. Als Kolonko gerade mitBeckmann telefonierte, saß sie zitternd in der Pressekonferenz zu den Deutschen Jugendmeisterschaften, die vom 1. bis 4. Juli in der Uni-Halle stattfinden. Bei jedem Anruf, den Trainer Jirka Letzin entgegen nahm, schlug ihr Herz höher. Denn die 23-Jährige wartete noch auf das Okay für Athen, zumal sie nach neuesten Gerüchten zu den Wackelkandidaten gehörte. Um 11.40 Uhr dann die erlösende Nachricht vonDSV-Pressesprecher Gerd Heydn: "Natürlich ist Janina dabei." Damit schwimmen erstmals nach der Wende fünf Sachsen (Sandra Völker, Janina Götz, Stefan Herbst, Jens Kruppa, René Kolonko) bei Olympia.
Während sie in Mallorca oder in der Höhe der Sierra Nevada fürAthen schwitzen, kämpfen ihre potenziellen Nachfolger in Leipzig um die Jugend-Titel. Marcel Schneider (15) vom gastgebenden Post SV erhielt von seinen Vorbildern gestern ein paar Tipps. DHfK-Spitzenschwimmer Toni Franz zeigte am eigenen Beispiel, dass man auch ohne Jugendtitel viel erreichen kann: "Ich war damals froh, wenn ich überhaupt ins Finale kam." Inzwischen ist er EM-Fünfter im Langstreckenschwimmen.
Internet: www.djmschwimmen.deLVZ2004-06-10
Schülerweltmeisterschaft: Leipziger Sportgymnasium triumphiertZwei Monate nach dem Erfolg der Handballerinnen feiert das Leipziger Sportgymnasium einen erneuten Triumph bei Schüler-Weltmeisterschaften. Bei den Titelkämpfen der Schwimmer in Brescia (Italien) siegten die Mädchen der Messestadt deutlich. Die Jungen waren zunächst Zweite hinter Frankreich, wurden aber nach einem Protest zum Sieger erklärt, weil die Franzosen Starter verschiedener Schulen eingesetzt hatten. In den einzelnen Disziplinen und Staffeln errangen die Leipziger 17 von 36 Medaillen. Italien und Frankreich kamen zu je sechsmal Edelmetall. Einzelsiege gingen auf das Konto von Hannes Heyl, Ricarda Schellenberg und Katrin Baumbach.
Zur Mädchen-Mannschaft gehörten mit Juliane Maiwald und Wiebke Schwelnus (beide Postschwimmverein Leipzig e.V.) auch zwei ehemalige Bundeskader-Schwimmerinnen, die ihre Karriere im Schwimmen beendet haben. Die drei aktuell besten Schwimmerinnen des Sportgymnasiums fehlten sogar: Für Isabell Fischer, Michelle Matthes und Stefanie Drechsel geht es ab 4. Juni inBerlin um die Junioren-EM-Qualifikation. Dieses Ziel hat auch Franziska Gröppel, die das Evangelische Schulzentrum besucht.
Sportgymnasium: Ricarda Schellenberg, Anja Oberländer, KatrinBaumbach, Nicole Riedel, Juliane Maiwald, Wiebke Schwelnus, Hannes Heyl, Riccardo Prietzsch, Manuel Voigt, Benjamin Weidlich, Florian Ottenberg, Tony ThalmannLVZ2004-05-27
Deutsche Jugendmeisterschaften vom 1. bis 4. Juli in LeipzigKarten für Schwimm-Meisterschaft werden knapp
Die Eintrittskarten für die Deutschen Jugendmeisterschaften im Schwimmen, die vom 1. bis zum 4. Juli in der Leipziger Uni-Schwimmhalle stattfinden, werden langsam knapp. Nach Angaben der Ausrichter vom Postschwimmverein Leipzig e.V. sind bislang 60 Prozent der täglich 550 Steh- und Sitzplätze gebucht. Vor allem Leipziger Schwimm-Fans sind nunmehr aufgerufen, sich Karten zum Preis von fünf Euro (je Tag/Sitzplatz) beziehungsweise drei Euro (je Tag/Stehplatz) zu sichern. Die Karten sind buchbar unter www.djmschwimmen.de oder unter Telefon 0341-9809311. r.
Infos zur DJM 2004: www.djmschwimmen oder www.postsvleipzig.deLVZ2004-05-13
Anna-Maria Macht – Talent des Jahres im SchwimmenEigentlich erfolgte die Auszeichnung der "Talente des Jahres" bereits im Dezember. Doch da Anna-Maria Macht beim Christstollenschwimmen in Dresden nicht dabei war, verschwand die Urkunde zunächst in der Mappe des Leipziger Schwimmwarts Holger Maiwald. Doch am Sonnabend wurde die verdiente Ehrung der Zehnjährigen beim Messesprintpokal ihres Postschwimmvereins nachgeholt. Und kein geringerer als Stefan Herbst, Europameister und WM-Dritter, überreichte dem Schützling von Trainer Rolf Dube die Auszeichnung. Herbst konnte wegen seiner Schulterverletzung nicht selbst mitschwimmen, sein Leutzscher Vereinskollege Christoph Schrader gewann souverän den Mehrkampf.LVZ2004-04-07
23 Titel und Kampf gegen "Todesplan"Elf Wochen vor der Olympia-Qualifikation tauchten die besten Leipziger Schwimmer bei den Sachsenmeisterschaften in der Uni-Schwimmhalle noch einmal im Wettkampf auf, ehe sie für mehrere Wochen im Trainingsbecken verschwinden. Der Leutzscher Stefan Herbst, sechsfacher Titelträger (u.a. 1:51,75 min über 200 m Freistil), will sich in Sachsen auf demRabenberg fit machen. Janina-Kristin Götz (SC DHfK), die mit hervorragenden 2:01,34 min über 200 m Freistil (ihre beste Zeit seit 1997) nun erst recht eine Anwärterin für die hoch gehandelte Staffel mitFranzi van Almsick ist, wird sich in der Höhe von Mexiko quälen, um ebenfalls noch einmal rund zwei Sekunden schneller zu werden.
23 der 32 Titel blieben – in Abwesenheit der stärksten Riesaer – in der Messestadt. Mit Franziska Gröppel fehlte auch die beste Juniorin. Die Leutzscherin präsentierte sich beim Länderkampf in Italien in Bestform, wurde drei Mal Zweite, schwamm beispielsweise 2:17,10 min über 200 m Rücken.
Die Schwimmer sind also – zumindest teilweise – auf dem Sprung zu alter Klasse. Die für Spätsommer geplante Schließung von drei 25-m-Hallen in Sachsens Hochburg Leipzig passt jedoch nicht ins Bild. Günter Fuchs, Vorsitzender des Leipziger Schwimm-Verbandes, zeigte sich durchaus kompromissbereit, stimmt sogar der dreifachen Hallenschließung zu, wenn eine neue 50-m-Anlage steht. Die Stadt will aber aufgrund der Haushaltslage so früh wie möglich drei Bäder dicht machen, laut Bürgermeister Holger Tschense betrifft dies aktuell eine Halle in Süd und beide Hallen in Südwest, während für die Kirschbergstraße eine Einigung mit den Alteigentümern bevor stehe. Doch Fuchs fordert: "Erst Neubau, dann Schließung. Sonst haben wir in ein paar Jahren zwar gute Bedingungen, aber unsere breite Basis ist bis dahin weggebrochen." Post-SV-Vorsitzender Jarno Wittig drückt es drastischer aus: "Was die Stadt vorlegt, ist kein Zeitplan, sondern ein Todesplan."
Andreas Bobcik (SV Handwerk) ist der Meinung, dass die Verwaltungsspitze die Stadträte bewusst falsch informiert: "Viele Stadträte, mit denen ich gesprochen habe, denken, dass nur der Badebetrieb betroffen wäre. Kaum einer weiß, dass es sich um 1200 Vereinssportler handelt, darunter 40 Landeskader, die unsere Hoffnungen für 2012 und danach sind."
Dass die Stadt die Pläne mit Haushaltslöchern begründet, treibt Dieter Reuter (VfK Blau-Weiß) Zornesröte ins Gesicht: "Die Stadt soll lieber aufhören, Geld aus dem Fenster zu werfen. Es ist unglaublich, was man Tag für Tag in der LVZ liest. Das ist bestimmt nur die Spitze des Eisberges." Auch Sven Kürschner und Jochen Herbst, Schwimm-Chefs der leistungsstärksten Vereine SC DHfK und SSV Leutzsch, zeigten sich am Wochenende kampfeswillig. Kürschner: "Selbst wenn die Leistungsgruppen in anderen Hallen unterkommen – wir können uns auch beim Breitensport und den Schwimmlernkursen keine Einschnitte leisten."
Im Mai kommt das Thema Bäder (Übernahme durch die Wasserwerke, teilweise Schließung) in den Stadtrat. PDS-Fraktionschef Lothar Tippach sagte vergangene Woche bereits bei der Stadtsportbund-Vollversammlung: "Mit der PDS wird es keine Bäderschließung geben." Ähnliche Signale empfingen die Schwimmer von Bündnis 90/Die Grünen. Günter Fuchs knüpft Hoffnungen an die Kommunalwahlen im Juni. Und er stellt die Gretchenfrage: Wie hält es Leipzig wirklich mit Olympia? Eine Kandidatur und das Schließen von Sportstätten passe einfach nicht zusammen.LVZ2004-03-22
Neujahrsempfang 2004Mit seiner Einladung zum Neujahrsempfang lag der Postschwimmverein Leipzig nicht unbedingt auf der Trend ? Welle. ?Im Januar finden genügend solcher Veranstaltungen statt. Wir sind jung, frech und gönnen uns den Februar?, verteidigte Präsident Jarno Wittig (26) den späten Termin. Dieser wurde jedoch gern angenommen, in der olympisch geschmückten Geschäftsstelle in der Mainzer Straße 17 drängelten sie Männer und Frauen aus dem Sport- und Geschäftsleben. Mittendrin stand Stadtsportbund ? Chef Uwe Gasch. Er freute sich besonders über das Engagement der Postler für die Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) in Leipzig. Vom 1.-4. Juli werden 1000 Nachwuchs-Schwimmer in der Uni-Halle erwartet. ?3000 Starts sind geplant. 450 Medaillen werden vergeben?, zählt Gesamtleider Wittig auf. Ihm zur Seite Stehen mit Holger Maiwald und Uwe Bodusch zwei fitte Organisations- ?Fische?. Eingangs der Neujahrsempfangs-Präsentation ertönte Beethovens Neunte, außerdem wurde das Meisterschafts-Logo vorgestellt, ?um alle auf das große Ereignis einzustimmen?, so Jarno Wittig. Finanziell werden die Wasserwerke als Hauptsponsor dafür sorgen, dass die DJM nicht baden geht. Außerdem überreichte Rupert Zwickl (Life Bauelemente GmbH) eine 3000-Euro-Spritze.LVZ2004-02-11
Schwimmstil wichtiger als die ZeitenSC DHfK, SSV Leutzsch, Postschwimmverein, Lok Mitte, SV Automation, VfK Blau-Weiß – die Anzahl der Leipziger Schwimm-Vereine mit engagierter Nachwuchsarbeit ist nach wie vor hoch. Sie alle waren beim traditionellen "Schwimmfest unterm Tannenbaum", dem sächsischen Nachwuchs-Sichtungswettkampf, mit ihren Talenten auf dem Siegerpodest vertreten. Und wenn dann noch der SCWurzen und der SV1919 Grimma in der Spitze mitmischen, ist der Schwimmbezirk Leipzig in Sachsen klar die Nummer eins. 29 der 45 möglichen Erfolge heimsten die jungen Athleten der Region ein. Mit der neunjährigen Anna-Marie Macht (Post) und der ein Jahr älteren Luise Tschense vom SC DHfK gab es sogar zwei Fünffach-Siegerinnen.
"Wichtig sind in dem Alter nicht allein die Zeiten, sondern, dass die Besten auch technisch sauber schwimmen. Das sah größtenteils recht gut aus", unterstrich Landesstützpunkttrainerin Anne-Katrin Neumann. Dies stimmt unter anderem auch im Hinblick auf Olympia 2012 optimistisch. In gut acht Jahren geht es schon um die Olympiatickets (in Leipzig?). Das ist nicht viel Zeit. Dann sind die Starter des vergangenen Wochenendes zwischen 17 und 21 Jahren alt. Angesichts des immer weiter nach hinten verlagerten Hochleistungsalters müssen sich die hiesigen Talente also ganz schön ins Zeug legen, um in achteinhalb Jahren bereits die Spitze zu erreichen. Luise Tschense beispielsweise muss sich über 50 Meter pro Jahr um mehr als eine Sekunde steigern.
Anne-Katrin Neumann, vor 30 Jahren unter ihrem Mädchennamen Schott selbst Weltrekordlerin, sieht seit einigen Monaten einen deutlichen Aufwärtstrend in der Nachwuchsarbeit: "Die Vereine ziehen zurzeit endlich alle an einem Strang – für Leipzig. Die Übungsleiter treffen sich jetzt regelmäßig, reden über Trainingsinhalte." Dies ist das wichtigste Ergebnis des ersten Leipziger Schwimm-Gipfels von Ende August. Die Post-Schwimmer und die Wurzener sind so stark wie nie, letztere kommen sogar einmal wöchentlich nach Leipzig zum Stützpunkttraining. Sachsens Schwimmwart Lothar Matthes aus Leipzig sieht trotz schlechter Finanzlage die vielen (jungen) Übungsleiter als wichtigstes Pfund.
Die hiesigen Talente besitzen auch national eine gute Ausgangsposition, wie Rang zwei bei einem Sieben-Bundesländer-Vergleich hinter Berlin vor Wochenfrist verdeutlicht. "Leider war Anna-Marie Macht krank. Mit ihr hätten wir sogar gewonnen", meint Post-Übungsleiter Rolf Dube, der nach zehnjähriger Pause wieder am Beckenrand steht.
Übrigens gehörten am Wochenende zahlreiche Schwimmer zu den Besten, deren Eltern selbst erfolgreiche Leistungssportler waren. Unter anderem Maximilian Dietz (Grimma), Sohnemann des Ex-Radprofis Bert Dietz, und Carolin Sperling (Leutzsch), Tochter des sächsischen Schwimm-Präsidenten und Ex-DDR-Spitzenschwimmers Wolfram Sperling. Fünffachsiegerin Luise Tschense ist indes nicht mit dem Leipziger Bürgermeister verwandt. Schade, sagen manche in der Szene. Denn der Schwimmsport hat es in der Stadt in Zeiten knapper Kassen besonders schwer, wenn man nur an geplante Schwimmhallen-Schließungen und das Fehlen eines städtischen 50-m-Beckens denkt.LVZ2003-12-08
Post-Schwimmer holen EKU-Cup zum sechsten MalDie Senioren des Postschwimmvereins Leipzig haben zum sechten Mal in Folge den EKU- Cup in Kulmbach erkämpft. Mit 186 Punkten sicherten sie sich souverän den Sieg in der "Kleinen Wertung" bis 25 Starts und belegten den dritten Platz in der Gesamtwertung. Die Masters des SSV Leutzsch ereichten 177 Punkte und kamen auf Platz vier. Außerdem bescherten Sven Guske und Fanessa Ferrabone dem Post SV zwei neue Deutsche Kurzbahn-Rekorde bei den Masters. Über 50m Freistil stellte Guske mit 23,38 s die Bestmarke in der AK 30 auf, Ferrabone steigerte den Rekord in der AK 20 auf 27,10 s. Von den 25 Starts gewannen die Postler 21 und waren zudem die schnellsten in der Bierstaffel.LVZ2003-09-29