Uncategorized Archives - Postschwimmverein Leipzig e.V.

Liebe Sportler, liebe Eltern, liebe Trainer und Übungsleiter,


es ist eine verrückte, schwere und harte Zeit! Die Pandemie und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen betreffen nicht nur die Wirtschaft, die Kultur und das gesellschaftliche Miteinander, sondern auch den Sport. Welchen Stellenwert der Sport eigentlich hat, kann man jetzt gut erkennen, wenn man sich die Ausnahmeregelungen des Fußballs und des absoluten Spitzensportes in diesen Tagen anschaut. Er dient als „Ventil“, welches die gestressten Gemüter wieder etwas mehr ins Gleichgewicht kommen lässt. Das wird uns jetzt allen bewusst, wie angenehm ein Spieltag der Bundesliga uns vom Alltagsstress ablenkt und die liebe Seele vieler sportbegeisterter Zuschauer besänftigt. Leider hat Schwimmen noch nicht diese Funktion und Außenwirkung wie es z.B. Biathlon oder die Ballsportarten haben, aber unserer „Schwimmfamilie“ fehlt das Wasser, die Wettkämpfe, die Trainingslager, das Vereinsleben und das „Zwischenmenschliche“, was den Alltag so interessant und spannend macht.

Was können wir tun? Wollen wir unsere Sportart langsam sterben lassen oder halten wir dieser Schwimmfamilie die Treue? Na klar, lasst uns diese Zeit gemeinsam durchstehen. Ich glaube, wir haben schon über zwei Drittel dieser entbehrungsreichen Zeit geschafft. Auch wenn uns vielleicht noch ein sehr harter Abschnitt bevor steht, werden wir es schaffen.

Ich bin überzeugt, dass es ein guter Sommer wird, weil viele Menschen die Schutzmaßnahmen akzeptieren und es immer mehr Möglichkeiten der Bekämpfung durch Impfungen verschiedener Hersteller und Produzenten gibt. Wenn sich die Herstellung der Impfstoffe drastisch erhöhen lässt und die Impfbereitschaft sich auch noch weiter verbessert, werden wir das Virus besiegen und damit die verbundenen Einschränkungen beenden können.

Wie ist die derzeitige Situation und warum schreibe ich euch diese Zeilen? Es herrscht Verunsicherung, Zweifel, Motivationsverlust bei den Sportlern, Eltern aber auch bei den Trainern! Aber wir werden für euch da sein, wenn ihr weiter mitzieht, euch schindet und euch quält im Training. Eine sportliche Karriere hat immer „Höhen und Tiefen“, so haben viele Sportler schwere Verletzungen zu überstehen, die auch mehrere Monate dauern können. Wer das durchsteht, geht gestärkt in die Zukunft. Und so sehe ich es auch jetzt! Haltet durch, bleibt dabei, nehmt den Karriereweg weiter oder beginnt ihn auch erst, wie unsere jetzigen Viertklässler, die bestimmt verunsichert sind, ob sie den Weg an die Sportschule gehen sollen? Ja, geht ihn, denn wir sind optimistisch, dass es wieder normale Zeiten werden und wir unseren Weg gemeinsam gehen können! Schwimmer sind die Härtesten und darum versucht mit euren Trainern diese entbehrungsreiche Zeit gut zu überbrücken. Haltet euch fit und versucht euch gegenseitig zu motivieren. Jeder kann jetzt aufmunternde Worte gut vertragen!

Mit sportlichen Grüßen

Frank Embacher
Landestrainer Schwimmen des Sächsischen Schwimmverbandes e.V.

Quelle: https://www.lsv-sachsen.de/news/sportarten/schwimmen/991-corona-und-schwimmsport-ein-weckruf-des-landestrainers-schwimmen

In schwierigen Situationen nicht einfach den Kopf in den Sand zu stecken, sondern nach kreativen Lösungen zu suchen, gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten von Leistungssportlern. In diesem Jahr war diese Eigenschaft gefordert wie selten zuvor und auch die Schwimmer des Leipziger Landesstützpunktes (LSP) gehen neue Wege, um trotz aller Widrigkeiten voranschreiten zu können.

Vorgemacht haben es die Top-Stars: Im November waren mehr als 300 Spitzenschwimmer in Budapest in der internationalen Schwimmliga am Start und jagten für Profi-Teams mit strengen Hygienemaßnahmen Rekorde. Inspiriert von diesem Konzept dachten sich die Verantwortlichen in Leipzig: „Das können wir auch.“ Innerhalb weniger Wochen war eine eigene ISL geboren: Die Ideelle Schwimmliga Leipzig.

„Es ist eine gute Lösung in dieser ungewöhnlichen Situation. Wie haben etwas Positives für alle am Stützpunkt gefunden, von klein bis groß“, freut sich Landestrainer Frank Embacher über das Konzept, das seine Coaches mit viel Liebe zum Detail erarbeitet haben und das es den Schwimmern am Stützpunkt in den zurückliegenden Wochen endlich wieder ermöglichte, Wettkampfluft zu schnuppern.

Dafür wurde nicht weit gereist, sondern die ohnehin zur Verfügung stehenden und genehmigten Trainingszeiten in der heimischen Uni-Schwimmhalle wurden in kleine interne Wettkämpfe umgewandelt. An diesen „Race Days“ traten die Schwimmer des LSPs für drei eigens geschaffene Teams an. Die „Dragons“ mit WM-Teilnehmer David Thomasberger, die „Panthers“ mit Comeback-Schwimmer Marek Ulrich und die „Golden Gators“ mit den Youngsters Louis Schubert und Timo Sorgius bestehen sowohl aus Schwimmern der Top-Trainingsgruppe von Frank Embacher als auch aus den jungen Kaderathleten der weiteren Trainingsgruppen am Stützpunkt.

„Die Kleinen sind sehr motiviert, weil sie mit den Großen zusammen in Mannschaften starten können und die Großen übernehmen die Vorbildrolle für die Jüngeren“, freut sich Embacher und sein Schützling Marek Ulrich ergänzt: „Es macht sehr viel Spaß, weil es auch schön ist, dass man die Kleineren besser kennen lernt.“

Das Kennenlernen beschränkt sich nicht nur auf den Beckenrand, wo natürlich Abstands- und Maskenpflicht herrschen. Auch im Wasser bekommen Groß und Klein bei der Leipziger ISL etwas mehr voneinander zu sehen, als es im normalen Trainingsbetrieb üblich ist. Pro Strecke können bis zu zwei Schwimmer eines Teams für ihre Mannschaft auf Punktejagd gehen. Dabei treffen die „Stars“ wie Thomasberger und Ulrich auch im direkten Duell auf die „Jungstars“ ab der Altersklasse 10. Möglich wird dies, weil die geschwommenen Zeiten nach dem Anschlag in Punkte umgerechnet werden, die auch die Altersklassen berücksichtigen. Da ist Spannung und Stimmung am Beckenrand garantiert. Bei den ersten Wettkämpfen lieferten sich die drei Teams intensive Kopf-an-Kopf-Rennen.

Auch optisch stehen die Leipziger ISL-Schwimmer den Athleten der „großen“ Profi-Liga in nichts nach. Für die Teams wurden eigens Logos entworfen und die Sportler mit passenden Shirts und Badekappen ausgestattet. Ermöglicht wurde das durch engagierte Sponsoren. Neben dem Goldsponsor der SSG Leipzig, der KSW Gruppe, unterstützen auch für das ISL-Projekt gewonnene Eventsponsoren das innovative Konzept. Mit Ausbau Liebertwolkwitz, fischerbalkone, der METEC GmbH, dem Sanitätshaus Wolf sowie dem Ingenieurbüro Stamm und der Stiemer Gebäudemanagement GmbH konnten insgesamt sechs Unternehmen gefunden werden, die sich für die Leipziger Schwimmer im Rahmen der ISL einbringen und unter anderem auch die Finanzierung der Hygienemaßnahmen ermöglicht haben.

Das ist natürlich ein wichtiger Rückenwind und im Schwimmbecken sorgt ein weitere Punkt im ISL-Konzept für Motivation: Für persönliche Bestzeiten gibt es Sonderpunkte und diese Bestleistungen purzelten vor allem bei den Jüngeren wie am Fließband. Schon mehr als 250 Verbesserungen gab es an den bisherigen vier Renntagen zu verbuchen. Einige davon können sogar Einzug in die offiziellen deutschen Bestenlisten finden, denn dank engagierter ehrenamtlicher Helfer, die extra getestet wurden und unter Hygienemaßnahmen das Event betreuen, wurden die letzten Leipziger Race Days auch als offizielle Wettkämpfe gewertet, was unter anderem für Kaderstatus und ähnliches durchaus wichtig sein kann.

„Es ist ein Wettkampf und das brauchen wir derzeit auf jeden Fall“, so Frank Embacher, der scherzhaft anmerkt: „Nur vom Training bekommt man mit der Zeit ja einen kleinen Rappel.“ Auch die Athleten seiner Spitzengruppe konnten durchaus überzeugenden Leistungen abliefern. Marek Ulrich zum Beispiel kam über die 100m Rücken in 55,01 Sekunden bis auf wenige Zehntel an seine Saisonbestleistung heran und schlug im Rückenprint in 25,45 Sekunden mit der deutschlandweit in diesem Jahre zweitbesten Zeit an. „Ich muss noch an der Ausdauer für die letzten Meter arbeiten. Da fehlt vielleicht doch mal ein Höhentrainingslager“, so die Einschätzung der mehrfachen Nationalschwimmers. „Es gilt einfach durchzuhalten und dranzubleiben.“

Ein Motto, das sich auch alle anderen Athleten auf die Fahne geschrieben haben. Deutschland fährt in den kommenden Tagen wieder herunter, doch die Leipziger Schwimmer haben ihre Zeit genutzt. Mit einem innovativen Konzept sind sie in diesen schwierigen Zeiten mit aller Vorsicht und trotz Abstand und Maske noch enger zusammengewachsen.

Mehr als drei Monate mussten die Schwimmer des Leipziger Landesstützpunkts aufgrund der Corona-Pandemie eine Wettkampfpause einlegen und auf die in ihrem Sport so wichtigen Leistungsvergleiche verzichten. Am vergangenen Wochenende aber ging es endlich wieder los: Mit dem Sonnenwendschwimmen im heimischen Kulkwitzer See stand der erste Wettkampf seit Anfang März auf dem Programm.

 Statt Startblöcke und Bahnen gab es bei dem Freiwasser-Event Neoprenanzüge und Tracking-Chips für die sonst eher an den Komfort der Schwimmhalle gewöhnten Wasserratten. Dabei stellten Leipzigs Stützpunktschwimmer unter Beweis, dass sie auch im rauen Open Water vorn mitmischen können. Bei den Herren landeten die beiden 16-jährigen Jonas Clauß (SSG Leipzig / SV Handwerk) und Paul Polzin (SV Grimma) über die 3000m mit den Plätzen zwei und drei auf dem leider nur „imaginären“ Podium. Als Corona-Schutzmaßnahme wurde bei dem Wettkampf auf eine tatsächliche Siegerehrung verzichtet. 

Überzeugen konnte auch erst 14-jährige Paula Geschke (SSG / SC Riesa). Das junge SSG-Talent schwamm über die 3000m auf den dritten Platz und erreichte dabei mehr als 40 Sekunden vor der bereits für Olympia in Tokio qualifizierten Hallenserin Laura Riedemann das Ziel. Insgesamt kamen acht Schwimmerinnen der SSG Leipzig unter die besten zwölf Teilnehmerinnen. Der Anfang ist gemacht. Wie es nun weitergeht, werden die kommenden Wochen zeigen. Jeder geschwommene Meter ist derzeit wichtig für die jungen Leipziger Talente, um sich Stück für Stück wieder in Form zu bringen.

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Zahlreiche Schwimmstars wie die Olympiasiegerinnen Sarah Sjöström und Katinka Hosszu waren am Wochenende beim Schwimm-Weltcup in Budapest in Einsatz. (mehr …)

Liebe Mitglieder,

am 24. Juni 2018 richtet unser Verein die sächsische Talentiade im Schwimmen aus. Da wir auch für die Verpflegung an dem Wettkampftag sorgen wollen, möchten wir Euch ganz herzlich um Eure Unterstützung beim Kuchenbasar bitten. (mehr …)

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Mit dem traditionellen Sommerfest des Postschwimmverein Leipzig e.V. starteten am vergangenen Sonnabend über 300 Mitglieder, Freunde und Gäste des Vereins in die neue Saison 2017/2018. (mehr …)

Drei Medaillen konnten unsere Sportler beim diesjährigen Jahreshöhepunkt, den Deutschen Meisterschaften in Berlin erringen. (mehr …)

Juliane Reinhold schwimmt voll auf Angriff – und wird mit Bronze belohntBerlin. Die Emotionen mussten raus: Nach ihrem beherzten Finalrennen über 400 m Lagen ließ Juliane Reinhold ihren Tränen erst einmal freien Lauf. Nicht aus Ärger, weil sie auf der letzten Bahn vom ersten auf den dritten Platz zurückgefallen war. Sondern, weil ihre Mühen belohnt wurden und sie sich nach fünf schweren Jahren eindrucksvoll in der deutschen Spitze zurückgemeldet hat.
Die Bronzemedaille der 21-Jährigen von der SSG Leipzig über 400 m Lagen zum DM-Auftakt beeindruckte viele in der Berliner Halle, zumal sich diese Leistung am Morgen noch nicht angedeutet hatte. „Da war ich sehr aufgeregt. In Brust und Freistil lief es noch nicht so gut. Aber vor dem Finale sagte ich mir: Du hast nichts zu verlieren."
Zum ersten Mal seit ihrem Überraschungstitel von 2010 schwamm die angehende Landespolizistin am späten Nachmittag wieder befreit auf. Auf den beiden Schmetterling-Bahnen hielt sie sich taktisch klug noch ein wenig zurück, doch auf der Rückenstrecke ging Jule in die Offensive: Ihre Attacke katapultierte sie vom dritten auf den ersten Platz, sie hielt die Spitze bis zur letzten Wende mit mehr als einer Sekunde Vorsprung, ehe die Arme schwer wurden. Dennoch steigerte sich Juliane Reinhold gegenüber dem Vorlauf um fast fünf Sekunden.
Dass sie noch von zwei Kontrahentinnen abgefangen wurde und die verschiedenen WM-Normen um fünf Zehntel im Vorlauf sowie rund eine Sekunde im Finale verpasste, spielte für Trainer Dirk Franke keine Rolle: „Das ist mir im Moment völlig egal. Entscheidend ist die Zeit und die Medaille, die sie sich redlich verdient hat." Denn in 4:43,75 Minuten kam Jule Reinhold bis auf wenige Hundertstel an ihre Bestzeit von 2010 heran. In den Jahren 2011 bis 2014 hätte ihre gestrige Zeit stets zu Gold gereicht, diesmal zu Bronze. Siegerin Franziska Hentke aus Magdeburg unterbot in 4:42,73 knapp die WM-Norm.
90 Minuten später gab es noch mal Bronze für die SSG Leipzig: In der Freistil-Mixed-Staffel schlugen Tommi Wolst, Marie Pietruschka, Jule Reinhold und Tobias Horn hinter den Teams aus Dortmund und München an.
Frank Schober
Frank SchoberLVZ2015-04-10