Nachwuchs schwimmt sich warm für Jahreshöhepunkt
Zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt ging es für unsere Nachwuchsschwimmer bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften im sächsischen Dresden um eine aktuelle Standortbestimmung sowie um die letzte Möglichkeit, eine Pflichtzeit und somit die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu erreichen.
Am Ende fischten unsere Nachwuchsschwimmer 4x Gold und 2x Silber aus dem Dresdner Wettkampfbecken. Dabei zählte Michelle Zehmisch mit zwei Goldmedaillen über 100m und 200m Freistil zu den erfolgreichsten Leipziger Teilnehmern. Weitere Gold- bzw. Silbermedaillen gab es für Annalena Hamel, Laura Elena Matei und Marius Schäffner. Alle vier Sportler können sich nun berechtigte Hoffnungen auf ein Finalteilnahme oder sogar auf einen Platz auf dem Treppchen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften machen.
Unsere jüngsten Teilnehmer (Jahrgang 2001) bestritten einen Mehrkampf. Hier erreichte Isabell Ramolla mit Platz fünf im Brustmehrkampf die beste Platzierung und qualifizierte sich somit für den Deutschen Jugendmehrkampf.
Herzlichen Glückwunsch!
Sechsfach-Sieger auf der Welle – Lokalmatador Tobias Horn überragt bei den Sachsenmeisterschaften der SchwimmerIn Sachsen sind die Leipziger Schwimmer nach wie vor das Maß der Dinge. Bei den offenen Meisterschaften des Freistaates in der Uni-Halle holte die Startgemeinschaft die Hälfte aller Titel. 16 Mal schlugen die SSG-Schwimmer in den A-Finals als Erste an, einen Erfolg verbuchte der SSV Leutzsch. Mit sechs Einzelsiegen überragte Tobias Horn, der vor zwei Wochen bei den deutschen Meisterschaften in Berlin zweimal Rang sechs belegt hatte.
„Tobi schwimmt seit Berlin auf einer Welle", meint Stützpunkttrainer Dirk Franke über den fleißigsten Titelsammler des Wochenendes. Auf den Freistilstrecken schwamm der zweifache Junioren-EM-Teilnehmer meist einen Riesenvorsprung heraus. Auf den kräftezehrenden 200 m Schmetterling, wo der 20-Jährige vor 14 Tagen ebenfalls in die deutsche Spitze vordrang, gab es den spannendsten Dreikampf der Sachsenmeisterschaften. Die SSG-Kollegen Max Wehenkel, beflügelt von der Silbermedaille in Berlin mit der Lagenstaffel, und Felix Eigel lagen bis 25 Meter vor dem Ziel gleichauf mit Tobias Horn, der mit einem starken Spurt knapp als Erster im Ziel war. Zufrieden war Trainer Franke auch mit den Bestzeiten von Tommi Wolst, der in Vorbereitung der Junioren-EM-Qualifikation viele Nebenstrecken absolvierte und sich über 100 m Brust sowie 100 m Schmetterling deutlich steigerte. Diese Zeiten lassen hoffen, dass der 17-Jährige die JEM-Norm über 200 m Lagen Mitte Juni knacken kann. Über 50 m Rücken wurde er jedoch von Trainingskollegen Julius Klein aus Dresden bezwungen.
Bei den Frauen stellte sich Juliane Reinhold formverbessert vor. Da sie über 200 m Lagen wegen falscher Wende disqualifiziert wurde, stand Marie Pietruschka auf dem obersten Treppchen. Ein noch besseres Abschneiden verhinderte das Fehlen von Saskia Donat, Serghei Golban und Philipp Sikatzki – die drei zum Teil gesundheitlich angeschlagenen SSG-Leistungsträger absolvierten nur ihren Pflichtstart auf den langen Strecken, der Voraussetzung für die Teilnahme an der Jahrgangs-DM ist. Viel Lob erntete der SV Handwerk für die perfekte Organisation. Erstmals wurden die Wettkämpfe komplett live im Leipzig-Fernsehen übertragen.LVZ2013-05-14
Volle Uni-HalleAb heute wird es voll in der Uni-Halle, denn am Nachmittag beginnen die dreitägigen Sachsenmeisterschaften der Schwimmer, die erneut vom SV Handwerk ausgerichtet werden. „Zwei Wochen nach den deutschen Meisterschaften befinden sich unsere Besten im Athletik-Aufbau. Dennoch werden sie einige Hauptstrecken schwimmen und um gute Zeiten kämpfen", sagte Stützpunkttrainer Dirk Franke. Über 400 m Lagen sowie 800 und 1500 m Freistil ist die Konkurrenz heute am größten, da die langen Kanten vor der Jahrgangs-DM von allen nachgewiesen werden müssen.LVZ2013-05-10
Acht Schwimmer-/innen unseres Vereins nahmen an den diesjährigen 125. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen in Berlin teil. Neben zahlreichen Bestzeiten errungen unsere Sportler-/innen auch zwei Silbermedaillen. Jeweils in den Staffeln über 4x100m Lagen der Männer und Frauen wurde das Team der SSG Leipzig e.V. Zweitplatzierter. Zum jeweiligen Staffelquartett gehörten Marie Pietruschka auf der Freistilstrecke und Michel Ulrich auf der Bruststrecke. In den Freistilstaffeln fehlte leider am Ende das nötige Glück zur Medaille. Hier starteten Michelle Zehmisch, Juliane Reinhold und Marie Pietruschka bei den Frauen sowie Tommi Wolst bei den Männern.
In den Einzelstrecken sorgte insbesondere Tommi Wolst mit gleich drei neuen Vereinsrekorden über 200m Lagen, 100m Rücken und 200m Rücken für die Glanzlichter. Mit seinen Zeiten weckte er zugleich große Hoffnungen auf einen Teilnahme bei den diesjährigen Jugendeuropameisterschaften. Für diese gilt es, sich in knapp zwei Monaten an gleicher Stelle zu qualifizieren.
Einen weiteren Achtungserfolg konnte die dreizehnjährige Michelle Zehmisch setzen. Bei ihrer ersten Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft schwamm sie zwei sehr gute Bestzeiten über 50m und 100m Freistil. Damit hat sie auch bei den anstehenden Deutschen Jugendmeisterschaften sehr gute Medaillenchancen.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer-/innen!
Ramon Klenz im erweiterten Eyof-KaderRamon Klenz vom SSV Leutzsch ist auf gutem Weg, die Tradition der Schwimmer-Familie Herbst fortzusetzen. Der 14 Jahre alte Sohn von Sabine Herbst (jetzt Krauß) und Neffe von Stefan Herbst steigerte sich bei den deutschen Meisterschaften in Berlin über 200 m Schmetterling um 4,8 s und erreichte beachtliche 2:09,60 min. Damit wurde er als Dritter der Jahrgänge 97/98 von Bundestrainerin Beate Ludewig in den erweiterten Kader für die europäischen Jugendspiele (Eyof) im Juli in Utrecht berufen. Bei den Mädchen schafften Isabell Lude, Michelle Zehmisch und Charlotte Osmers (alle SSG) in ihren Spezialdisziplinen den Sprung unter die Top 5 der Eyof-Jahrgänge 99/2000.LVZ2013-04-30
Silberne LagenstaffelnLVZ Artikel vom 29.4.2013
Mit zehn Final-Platzierungen haben die Schwimmer der SSG Leipzig bei den deutschen Meisterschaften in Berlin die diesmal nicht allzu hoch gesteckten Erwartungen im Wesentlichen erfüllt. Der gestrige letzte Tag war der erfolgreichste, wobei die Lagenstaffeln der Frauen und Männer herausragten. Denn beide Teams errangen etwas überraschend die Silbermedaille. „Die Staffel-Euphorie hat einiges bewirkt. Die meisten haben sich gegenüber ihren Einzelstarts noch einmal gesteigert, vor allem die Männer", meinte Stützpunkttrainer Dirk Franke.
Zuerst waren die Frauen mit ihrem Lagen-Quartett an der Reihe – angeführt von der erst 14 Jahre alten Bianca Bogen, die sich mit stabilen Rücken-Zeiten über den gesamten Saisonverlauf angeboten hatte. Dass die Sportschülerin in ihrem bislang wichtigsten Rennen den Start vor lauter Aufregung nicht ganz so gut hinbekam, war kein Beinbruch. Trotzdem konnte sie den Rückstand in Grenzen halten. Brustschwimmerin Caroline Pohle steckte nach einer Überbelastung im Training seit Wochen im „Keller", doch ihr Kampfgeist wurde belohnt. „Jetzt kann sie mit einem Lächeln nach Hause fahren", so der Trainer, der neben Schmetterling Saskia Donat vor allem Kraulerin Marie Pietruschka lobte, die auf der letzten Bahn Bronze noch veredelte und als Zweite anschlug.
Bei den Männern hatte es kurz vor der Staffel einen Ausscheid um die Rücken-Position gegeben. Den gewann Serghei Golban, der sich gegenüber den ersten DM-Tagen gewaltig steigerte. „Ich hatte am Sonnabend eine Ansage gemacht, dass einige noch nicht das zeigen, was sie können. Bei Serghei hat das gewirkt", meinte Franke. Der international für Moldawien startende Golban schwamm gestern über 100 m Rücken gleich dreimal hintereinander Bestzeit und wurde im Einzel in 56,52 s Achter. Nach Michel Ullrich (Brust) und Max Wehenkel (Schmetterling) glänze besonders Krauler Tobias Horn, der wenig später mit 1:50,53 min über 200 m Freistil und Platz sechs auftrumpfte. Zweimal Bronze auf den Rückenstrecken holte die nach Berlin gewechselte Lisa Graf, die damit das WM-Ticket verpasste.
Bei den Junioren überzeugte Tommi Wolst mit zweiten Plätzen über 200 m Lagen und 200 m Rücken in der Junioren-EM-Qualifikation. Der 17-Jährige verpasste die Normzeiten noch, die er ebenso wie Julius Klein (100 m Rücken/2.) im Juni nachreichen will.
Frank SchoberLVZ2013-04-29
Freistil-Staffeln der SSG auf Rang vierLVZ Artikel vom 27.4.2013
Die Freistilstaffeln der SSG Leipzig haben gestern bei den deutschen Meisterschaften in Berlin Rang vier erreicht. Die Männer schrammten etwas knapper am Podest vorbei als das Frauen-Quartett. Rang vier ging auch an die Ex-Leipzigerin Lisa Graf über 50 m Rücken. Sie startet seit dieser Saison für Berlin-Neukölln. Außerdem standen drei SSG-Schwimmer in den Einzelfinals. Tobias Horn überzeugte mit Platz sechs über 400 m Freistil. Saskia Donat und Philipp Sikatzki schlugen über 50 m Schmetterling sowie 50 m Rücken als Zehnte an.
fsLVZ2013-04-27
Erstes Finale geschafftLVZ Artikel vom 26.4.2013
Felix Eigel hat als erster Schwimmer der SSG Leipzig bei den 125. deutschen Meisterschaften in Berlin das Finale erreicht. Der Sportgymnasiast wurde wie vor einem Jahr Zehnter über 400 m Lagen, in 4:32,48 min war er eine halbe Sekunde langsamer als 2012. „Felix war recht glücklich, schließlich schreibt er gerade seine Abitur-Prüfungen", sagte Trainer Dirk Franke.
Auf der gleichen Strecke lag auch Juliane Reinhold 350 m lang auf Endlauf-Kurs, sie wurde aber auf der letzten Bahn noch abgefangen und erreichte Platz zwölf. In 4:59,71 min unterbot die 19-Jährige immerhin die Fünf-Minuten-Grenze. „Die 400 Meter sind im Moment noch etwas lang für Jule. Wir haben ihren Start im B-Finale abgemeldet, denn sie hat am Freitagmorgen über 200 m Lagen ganz gute Finalchancen", so der Coach.
Die SSG-Schwimmer treten in Berlin erstmals seit Jahren ohne Stefan Herbst an. Zudem sind die Leipziger ersatzgeschwächt, denn es fehlen die in den USA studierenden Anna-Marie Macht, Karl-Richard Hennebach und Robert Sikatzki. Das Trio hatte zuletzt eine beachtliche Entwicklung hingelegt, doch die auf Yard-Strecken erreichten Zeiten fanden keine Anerkennung für die Qualifikation. Außerdem erwies sich der frühe DM-Termin als problematisch für den Heimflug. Ab Herbst wollen vier weitere SSG-Schwimmer in den USA trainieren. „Das ist schade für uns, auch wenn ich akzeptiere, dass dies für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit ein positiver Schritt ist", sagte der Stützpunkttrainer.
fsLVZ2013-04-26
„Ich bin ein Optimist"Trainer Franke schickt 22 Schwimmer ins DM-Becken – LVZ Artikel vom 25.4.2013
Die 18 Jahre beim Landestauch-Verband haben ihn gestählt. „Auch dort gab es immer mal Situationen, in denen wir nicht wussten, wie es weitergeht", meint Dirk Franke, seit einem halben Jahr Stützpunkttrainer der Leipziger Schwimmer: „Aber es geht immer irgendwie weiter. Ich bin ein Optimist." Der 44-Jährige lässt sich weder von Fördermittel-Kürzungen noch sonstigen Querelen vom Ziel abbringen, mit den SSG-Schwimmern schrittweise an frühere Erfolge anzuknüpfen.
Die erste große Bewährungsprobe seiner Amtszeit beginnt heute bei den deutschen Meisterschaften in Berlin, wo 22 Schwimmer der SSG Leipzig ins 50-m-Becken springen. Die meisten von ihnen sind Nachwuchsathleten, die im Juni bei den Jahrgangsmeisterschaften an gleicher Stätte eine zweite Chance haben. Wer sich für internationale Aufgaben anbieten will, muss sich bereits jetzt in Top-Form vorstellen. Das betrifft den Junioren-EM-Kandidaten Tommi Wolst, der als Ranglisten-Erster der 17- und 18-Jährigen über 200 m Rücken antritt, sich für die Norm aber zwei Sekunden steigern muss. „Er hat das harte Training super angenommen und umgesetzt", so Franke, der trotz deren Abi-Prüfungen auch auf Tobias Horn und Philipp Sikatzki setzt.
Nicht alle SSG-Schwimmer kamen mit der Erhöhung der Kilometer im Wasser zurecht. Franke scherte jedoch nicht die komplette Gruppe über einen Kamm. Die Sprinter Saskia Donat (23) und Serghei Golban (20) hätten mit Kooperationspartner Fitness First ein spezielles Kraft-Training absolviert, das nun anschlagen soll. Geduld zeigt Dirk Franke mit der mehrfachen JEM-Medaillengewinnerin Juliane Reinhold, die erst im Januar voll ins Training eingestiegen ist. „Sie hat sehr gut trainiert, wir kommen gut miteinander klar." Die Titelkämpfe, die erstmals schon drei Monate vor der WM stattfinden, kommen für die 19-Jährige jedoch sehr früh.
fsLVZ2013-04-25
Ist der Schwimmsport in Sachsen noch zu retten?Finanzkürzungen belasten nacholympische Saison – LVZ Artikel vom 24.4.2013
„Wir wollen so viele Finals wie möglich erreichen", nennt Stützpunkttrainer Dirk Franke als Ziel für die morgen beginnenden deutschen Meisterschaften in Berlin. Dass die Leipziger Schwimmer nach dem Umbruch im Herbst um die WM-Tickets für Barcelona mitschwimmen können, erscheint utopisch. „Aber für die Junioren-EM und Europäischen Jugendspiele sollen sich zwei Sportler anbieten", formuliert Franke durchaus internationale Ansprüche.
Der 44-Jährige steht für den Neuanfang – doch dieser wurde dem Coach sehr schwer gemacht. Als er sich im Sommer 2012 entschied, vom Flossenschwimmen zur olympischen Kernsportart zu wechseln, war er davon ausgegangen, dass die (Trainer-)Struktur erhalten bleibt, die Fördermittel weiterhin fließen. Entsprechende Signale will auch Sachsens Verbandspräsident Wolfram Sperling vom Landessportbund (LSB) erhalten haben. Doch als die Olympia-Auswertung zu Jahresende vorlag, gab es ein böses Erwachen, mussten Sperling und Co. erkennen: Das herrschende Belohnungssystem wird zum Bestrafungssystem, wenn man seine Ziele nicht erfüllt. „Das bedeutet, dass die neue Sportler-Generation bestraft wird, die nichts dafür kann", sagt der Präsident, der ergänzt: „Wir sind selbst schuld, uns fehlen die Erfolge. Aber eigentlich müsste in den Nachwuchs investiert werden."
Die Schwimmer in Leipzig und ganz Sachsen müssen im Vierjahres-Rhythmus bluten. Nach Peking 2008 betrug die Kürzung durch Bund, Land und Stadt ein knappes Viertel (80000 Euro). In London stellte Sachsen erstmals seit 1992 keinen Teilnehmer. Somit beträgt die Kürzung noch einmal ein Drittel (rund 100000 Euro). Andere Finanzquellen hat Sperling derzeit nicht zur Verfügung. Daher beschloss sein Präsidium, die Eltern mit jährlich 600 Euro am Erhalt der Trainerstruktur zu beteiligen. Dennoch könne der Landesverband nur vier der zuletzt sieben hauptamtlichen Schwimm-Trainer weiterbeschäftigen, die Sportlehrer-Stelle für Schwimmen am Sportgymnasium ist seit September verwaist. Schon seit Jahren suchen junge Trainer von sich aus das Weite. Nun können Verträge nicht verlängert werden, mit einer Trainerin trifft sich Sperling nach der ausgesprochenen Kündigung vor dem Arbeitsgericht. Zudem erweist sich die Trainer-Offensive als Bumerang: Im Januar wurden die Gehälter in Anlehnung an Grundschullehrer angehoben. Da das Geld nicht reicht, sind Entlassungen programmiert.
Viele besorgte Eltern fragen sich daher: Ist der Schwimmsport in Sachsen noch zu retten? Lohnt es sich, mein Kind an eine der Sportschulen zu schicken? Insbesondere in Chemnitz und Dresden, von wo die größten Talente schon immer an die Pleiße wechseln sollen, gibt es Vorbehalte gegenüber Leipzig. „Ich habe dort viele Gespräche geführt, die mich von der eigentlichen Arbeit abgelenkt haben. Ich unterbreite ein Angebot, trete aber nicht als Bittsteller auf", meint Franke. Einige Eltern wollen ihre Kinder wohl gleich nach Halle, Berlin, Potsdam oder Hamburg geben. Dabei bietet die Uni-Schwimmhalle Leipzig mit der Nähe zum Sportgymnasium, Sportinstitut IAT und Olympiastützpunkt gute Bedingungen.
Sperling verweist darauf, dass alles noch schlimmer hätte kommen können. „Immerhin sind wir weiter Bundesstützpunkt Nachwuchs. Das ist unser Rettungsanker." Dadurch konnte der Status B-Sportart für Leipzig erhalten bleiben, es fließen weiter Bundesmittel für die Wasserfläche, die aber für eine komplette Saison nicht reichen. Gespräche auf politischer Ebene würden laufen. Die Entwicklung sehen auch Vertreter anderer Sportarten mit Sorge. Kanu-Landestrainer Alexander Schuck meint: „Schuld sind im Schwimmen nicht Sportler oder Trainer. Es liegt am System. Die Verantwortlichen sollten sich mal Rat von außen holen, das habe ich auch gemacht. Im Kanu hält sich das Präsidium aus dem Leistungssport komplett raus."
Frank SchoberLVZ2013-04-24