Bei sieben Trainern viel gelernt – Schwimmer Tommi Wolst (18) krönt seine bisherige Laufbahn mit Platz zwölf bei der Junioren-EM
Bei sieben Trainern viel gelernt – Schwimmer Tommi Wolst (18) krönt seine bisherige Laufbahn mit Platz zwölf bei der Junioren-EMDie ganz große Steigerung bei den Junioren-Europameisterschaften in Holland blieb aus. Dafür lagen die Qualifikation des Leipziger SSG-Schwimmers Tommi Wolst im Juni und der eigentliche Saisonhöhepunkt im Juli sicher zu dicht beieinander. Am Ende war ein zwölfter Platz das beste Resultat des Schützlings von Dirk Franke. Erzielt hat Wolst dies ausgerechnet über 50 Meter Rücken, obwohl er kein ausgewiesener Sprinter ist, sich vielmehr über 200 Meter am wohlsten fühlt.
Mit seinen 1,87 Metern gehörte er zu den kleinsten Halbfinal-Teilnehmern: „Die meisten Gegner waren einen Kopf größer. Ich muss die vielen Zentimeter unter anderem durch die Tauchphasen versuchen wettzumachen", sagt der gebürtige Leipziger. Dass Deutschland keine führende Schwimm-Nation mehr ist, bekam er bei der Junioren-EM durchaus zu spüren. Mit ein paar Wochen Abstand meint er: „Die russische Hymne konnte ich am Ende fast auswendig."
Bevor er endlich im Juni das Ticket nach Holland löste, musste Tommi Wolst vor allem 2013 einige Niederlagen verkraften: „Die haben mich aber vorangebracht." So lernte er neben der richtigen Renntaktik, dass er sich nicht auf das Tempo des Gegners von der Nachbarbahn verlassen darf, sondern mit Tunnelblick schwimmen muss. „Zudem habe ich eine Weile gebraucht, ehe ich befreit in wichtige Wettkämpfe gegangen bin. Es bringt nichts, sich zu sehr unter Druck zu setzen."
Der Rücken- und Lagenspezialist ist das Paradebeispiel dafür, dass in Leipzig stets viele sehr gute Trainer gearbeitet haben. Der 18-Jährige musste sich alle ein, zwei Jahre an einen neuen Coach mit leicht veränderten Konzepten gewöhnen. Bei allen entwickelte sich der Schwimmer mit der tollen Wasserlage und dem idealen Gefühl für das nasse Element rasant weiter. Daher kann Tommi Wolst auch nicht verstehen, wenn Athleten eine Phase der Stagnation auf den Trainer schieben: „Jeder ist doch in erster Linie selbst verantwortlich, bewusst zu trainieren. Dann geht es auch vorwärts."
Für die Technik-Grundlagen war einst beim SC DHfK Grit Fischer zuständig. Beim zu früh verstorbenen Rolf Dube vom Postschwimmverein lernte Tommi, dass Disziplin und Härte zum Sport dazu gehören: „Herr Dube hat kein Blatt vor den Mund genommen, mir hat das nicht geschadet." Dann ging es aufs Sportgymnasium. Bei Cathleen Saborowski spielten die koordinativen Fähigkeiten eine große Rolle. Dann übernahm Anne-Katrin Neumann: „Sie hat uns nahe gebracht, was Leistungssport bedeutet. Wir hatten viel Respekt vor ihr." Nach ihr kamen wieder drei männliche Trainer. „Bei Jirka Letzin bin ich selbstständiger geworden." An Oliver Trieb schätzt er die antiautoritäre Art: „Er sieht den Sportler auch als Freund, hat über den Tellerrand geguckt, sehr vielfältig trainiert, zum Beispiel auch mal Yoga mit uns gemacht."
Unter Dirk Franke wurden nun in den vergangenen gut eineinhalb Jahren die Trainingskilometer nach oben geschraubt, was ihm ebenso gut bekam wie das Schlingentraining bei Physiotherapeut und Triathlet Daniel Förster. „Durch ihn und durch das Training im Fitness First habe ich eine höhere Rumpfstabilität. Das zahlt sich aus."
Tommi Wolst hat ganz klare Vorstellungen, wo die Reise für ihn hingehen soll: Zum Studium in die USA, „denn bei uns lassen sich Studium und Leistungssport leider nicht vereinbaren". Für die Stärkung des Leipziger Stützpunktes ist diese Entscheidung sicher nicht ideal. Hier sind Zugpferde jenseits der 20 Lenze wie jahrelang Stefan Herbst oder derzeit Tobias Horn und Juliane Reinhold die Ausnahme. Der Schwimmsport in Leipzig ist zum Jugend-forscht-Projekt geworden. Nach dem Abitur hören viele Schwimmer auf. Oder sie verlassen ihre Heimat – entweder in die USA oder wie EM-Starterin Lisa Graf nach Berlin. Eine Rückkehr von Tommi Wolst als gestandener Athlet an seine Wurzeln wäre also wünschenswert. In vergleichbaren Fällen war das bisher Wunschdenken.LVZ2014-08-09
25 Titel an Leipzigs Schwimm-OldiesDie Leipziger Schwimmer haben bei den deutschen Masters-Meisterschaften mal wieder groß abgeräumt. Unter 1142 Startern aus 296 Vereinen gehörten die Messestädter zu den fleißigsten Medaillensammlern. Im Stadionbad Hannover errangen die Leipziger 25 Titel sowie 21 Silber- und 15 Bronzemedaillen.
In der jüngsten Altersklasse (AK 20-24) glänzte Karl-Richard Hennebach vom Postschwimmverein mir vier Einzeltiteln. Über 50 m Schmetterling (25,15 s) und 50 m Rücken (26,93 s) erzielte der 22-Jährige deutsche Masters-Rekorde. Der ehemalige SSG-Schwimmer studiert und trainiert derzeit auf Hawaii und nutzte die Sommerferien für seinen ersten Auftritt bei den Masters. Dabei schwamm er unter anderem mit seinem Vater Niels-Torsten Hoedt in einer Staffel – beide holten gemeinsam mit Gregor Spengler und Marco Meißner Gold über 4×50 m Lagen. Überhaupt trumpften die Post-Schwimmer mit acht Einzel- und sechs Staffelerfolgen besonders auf. Für Heike Händel, Ria Hennebach und Niels-Torsten Hoedt war der Auftritt in Niedersachsen die perfekte Einstimmung auf die Masters-WM im August in Montreal, wo die AK 25 die jüngste Altersklasse sein wird.
Gewohnt stark präsentierten sich auch der SSV Leutzsch mit zehn Titeln sowie Ex-Weltmeister Jürgen Zimmermann vom VfK Blau-Weiß mit einer Goldmedaille.LVZ2014-07-02
19 Medaillen bei Schwimm-TitelkämpfenDie Leipziger Schwimmer errangen bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin vier Mal Gold, vier Mal Silber und acht Mal Bronze. Der Bundes-Nachwuchsstützpunkt kam mit den Leistungen der Dresdner Athleten sogar auf insgesamt 19 Medaillen. Tommi Wolst (SSG), der für die Junioren-EM in Holland nominiert wurde, überragte mit sieben Medaillen. Zwei Titel heimste Michael Schäffner (SC DHfK) ein. Zum Abschluss am Wochenende erkämpften Lisa Marie Päßler, Michelle Zehmisch (beide SSG) und Paul Friedrich Müller (Post SV) ihr erstes Edelmetall. Zum Auftakt hatte Tommi Wolst (18) über 100 m Rücken in 56,96 Sekunden Rang zwei belegt und die Norm für die Junioren-EM um vier Hundertstel untervoten. Michael Schäffner errang bei den 14-Jährigen den Titel über 100 m Schmetterling, Charlotte Osmers sicherte sich bei den 15-jährigen Mädchen Silber auf der doppelten Distanz. Gold holte auch der Ex-Leipziger Ramon Klenz (Hamburg) über 100 m Schmetterling der AK 16. Einen Tag nach seinem zweiten Platz über 100 m Rücken erfüllte Schwimmer Tommi Wolst von der SSG Leipzig bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin auch im Vorlauf über 200 m Lagen in 2:05,83 Minuten die Norm für die Junioren-EM. Diese Zeit verfehlte er im Finale um 26 Hundertstel – damit holte der Sportgymnasiast Silber. Gold mit der dritten JEM-Norm sicherte sich der 18-Jährige über 200 m Rücken (2:03,35). Zweiter wurde Michael Schäffner in der AK 14 über 100 m Rücken. Bronze holte Bianca Bogen über 50 m Rücken.LVZ2014-06-20
Tommi Wolst bei JEMSchwimmer Tommi Wolst von der SSG Leipzig hat bei den Junioren-Europameisterschaften im niederländischen Dordrecht bei vier Einzelstarts einmal das Halbfinale erreicht. Über 50 m Rücken glänzte der Sportgymnasiast mit Platz zwölf in neuer Bestzeit (26,55 s). Weniger zufrieden war er mit den 100 und 200 m Rücken. Über 200 m Lagen kam er nach einer ordentlichen Leistung in der Nähe seiner Bestzeit auf Platz 17. Das DSV-Team wurde mit vier Gold-, acht Silber-, und fünf Bronzemedaillen zweitbeste Nation hinter Russland. Für Wolst begann die Junioren-EM mit einem 26. Platz über 100 m Rücken in 57,88 Sekunden.LVZ2014-07-11
SSG-Schwimmer in den USA auf dem PodestPortland. SSG-Schwimmer Tommi Wolst hat beim internationalen Junioren-Meeting in Portland im US-Bundesstaat Oregon mit den DSV-Freistilstaffeln Gold errungen. Über 50 und 200 m Freistil schwamm der 18 Jahre alte Schützling von Dirk Franke in 23,25 s und 1:52,90 min Bestzeiten. Über 50 m Rücken und 100 m Lagen kam er auf die Plätze drei und vier. „Auf den Rückenstrecken lief es nicht so gut, aber ich konnte meine Vielseitigkeit unter Beweis stellen", sagte der Sportschüler, der ab Sommer in den USA studieren will.LVZ2014-12-16
50000 Stunden am Beckenrand – Eva Herbst wird unter einem Vorwand in die Schwimmhalle gelockt und von ehemaligen Sportlern zum Abschied überrascht„Liebe Mutti, du bist für mich die beste Trainerin, die ich je hatte." Sabine Krauß kann die Tränen nicht zurückhalten, als sie diesen Satz zu ihrer Mutter Eva Herbst sagt. Dabei hatte die Olympiavierte von Atlanta und mehrfache EM-Medaillengewinnerin im Lagenschwimmen viele gute Trainer. Wie zum Beispiel Stefan Hetzer – er stand als Coach hinter den sechs Olympiasiegen von Kristin Otto – oder Bernd Henneberg, der Dagmar Hase und Antje Buschschulte zu olympischen Meriten führte. Gemeinsam mit ihrer Freundin und Trainer-Kollegin Brit Lögow hatte Sabine Krauß am Montagabend in der Schwimmhalle West einen Abschied für Eva Herbst vorbereitet, der eine echte Überraschung war.
„Ich habe wirklich nichts geahnt", sagte die 61-Jährige, die unter dem Vorwand in die Schwimmhalle gelockt wurde, etwas abzuholen. Dort erhielt sie die Badelatschen, in der 25-m-Halle der Hans-Driesch-Straße wurde sie von 20 ehemaligen Schützlingen mit Beifall begrüßt. Wie in alten Zeiten führten ihre früheren Athleten noch einmal ein kleines Training durch, auch wenn einige nicht mehr ihr Idealgewicht ins Wasser brachten. Sebastian Halgasch sagte jedoch zum Ex-Langstreckenspezialisten Toni Franz, der heute als Urologe an der Uni-Klinik arbeitet: „Wir werden alle immer fetter – nur du wirst immer dürrer."
Nach der Übungseinheit die nächste Überraschung: Viele langjährige Weggefährten hatten eine kurze Widmung und ein Foto geschickt, diesen Bildband erhielt Eva Herbst ebenso wie eine Spende von 2587,84 Euro für einen Mallorca-Urlaub mit ihrem Ehemann und Leutzscher Vereins-Chef Jochen. Die Summe ist deshalb nicht rund, weil einige frühere Schwimmer in den USA leben und in Dollar überwiesen. Sebastian Halgasch, der 2000 in Athen Silber bei der Kurzbahn-WM holte, schenkte seiner Ex-Trainerin seine erste Medaille bei den Erwachsenen – die Gold-Plakette über 200 m Rücken bei den deutschen Meisterschaften 1999 in Leipzig. Der damals 18-Jährige war gleich nach dem Gold-Rennen klatschnass zur Trainerin gegangen und hatte sie umarmt. Am Montag sprach er sie wie früher mit „böse alte Frau" an, fügte aber hinzu: „Das war nie böse gemeint, aber wenn das Trainingsprogramm hart war, musste das einfach sein."
Viele ihrer Schwimmer lobten ihr pädagogisches Geschick und ihre Motivationskünste. Wenn morgens um 6 Uhr keiner als Erster ins Wasser springen wollte, warf Eva Herbst kurzerhand Geldmünzen in die Chlorbrühe – und der Bann war gebrochen. „Bei dir hat das Training Spaß gemacht. Das ist das Wichtigste: Schwimmen muss Spaß machen", so Tochter Sabine. Auch das pädagogische Geschick der Schwimmlehrerin spielte eine Rolle – sie hatte vor der Trainer-Karriere zehn Jahre an der Schule unterrichtet und kam daher mit so manchem schwierigen Charakter zurecht. Für den Titel des größten Chaoten unter ihren Sportlern gab es am Montag viele Bewerber – ausdiskutiert wurde dies nicht. Manch einer trennte sich einst im Unfrieden von ihr – und war der Trainerin nun dankbar. Alexander Jung meinte: „Wichtig ist nicht, ob es jeder von uns zu Weltmeisterschaften oder Olympia geschafft hat, sondern dass wir viel fürs Leben mitgenommen haben."
Ihre langjährige Freundin Erdmute „Erdi" Wittner hatte ausgerechnet, dass Eva Herbst 50000 Stunden am Beckenrand verbracht hat. „Ich kenne Eva seit 1960 und mit am besten. Sie ist stur. Wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, dann zieht sie das durch." Auch deshalb schaffte sie den Sprung vom Trainingszentrum zur Spitzentrainerin, auch wenn sie von den etablierten Kollegen lange belächelt und nicht ernst genommen wurde. 2008 durfte sie 40 Jahre nach ihrem eigenen Auftritt in Mexiko auch als Trainerin zu Olympia in Peking.
Die Sturheit spielte auch beim vorzeitigen Ende ihrer eigenen Karriere eine Rolle. Als Olympia-Fünfte und Titelverteidigerin stieg sie mit 19 Jahren einfach nicht in den Bus zu den DDR-Meisterschaften ein. „Ich hatte Wind bekommen, dass man nur Jochen oder mich zur EM 1970 nach Barcelona mitgenommen hätte, weil wir politisch nicht als konform galten." Also hörte sie auf, was sie später bereute. Damals sagte sie: „Meine Kinder werden niemals Schwimmer." Zum Glück kam es anders. Sabine und Stefan nahmen zwischen 1996 und 2008 fünf Mal an Olympischen Spielen teil. Jedes Mal hieß die Trainerin Eva Herbst.LVZ2012-12-19
Liebe Mitglieder des Postschwimmverein Leipzig e.V.,
wir möchten Euch hiermit herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung einladen.
Die Mitgliederversammlung wird wie folgt stattfinden:
Wann: Dienstag, 7. Februar 2017
17.30 Uhr
Wo: Uni Schwimmhalle
Mainzer Straße
04109 Leipzig
Seminarraum im Keller
Vorläufige Tagesordnung:
01. Begrüßung/Genehmigung der Tagesordnung
02. Bericht des Vorstandvorsitzenden
03. Bericht Vorstand Sport
04. Bericht Vorstand Finanzen
05. Bericht der Kassenprüfer
06. Diskussion zu den Berichten
07. Entlastung des Vorstandes
08. Ausblick 2017 und Sonstiges
Mit sportlichen Grüßen
Der Vorstand
290 Teilnehmer und knapp 300 Zuschauer erlebten am gestrigen Tag spannende und erfolgreiche Wettkämpfe beim Weihnachtsschwimmfest des Post SV Leipzig e.V. in der UNI-Schwimmhalle. Wir möchten uns im Namen des Vorstandes bei allen Helfern und fleißigen Kuchenbäckern bedanken, die uns zum Gelingen dieses reibungslos abgelaufenen Wettkampfes unterstützt haben.
Bedanken möchten wir uns bei:
Franka und Johanna Dahlke, Evi Kluge, Doreen Otto, Tobias Wilde, Thilo Brandenburg, Heike Händel, Silke und Sara Felten, Familie Otto, Alexandra Wippich, Jörg und Karin Färber, , Tobias Wilde, Familie Waldow, Familie Otto, Familie Däumischen, Familie Mathiaschk, Familie Doberschütz, Familie Glatzel, Familie Stolzenburg, Familie Müller, Familie Gäbler, Familie Glukau, Familie Feldhoff, Familie Helm, Familie Beyer, Familie Saborowski, Jörg Dressler und Hartmut Halang.
Wir wünschen allen Mitgliedern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Dokumente
Aufwertung Postsportler
Liebe Mitglieder,
am 11. Dezember richtet unser Verein das vereinseigene Weihnachtsschwimmfest aus.
Da wir auch für die Verpflegung an den Wettkampftag sorgen wollen, möchten wir Euch ganz herzlich um Eure Unterstützung beim Kuchenbasar bitten.
Wer uns also helfen will und eine Kuchen backen will, meldet sich bitte bis zum 8. Dezember 2016 bei:
Franka Dahlke
E-Mail: physio_dahlke@gmx.de
Vielen Dank für Eure Hilfe.