13.07.2009 – Mutig losgelegt, mit Bestzeit und Silber belohnt
Mutig losgelegt, mit Bestzeit und Silber belohntNach dem atemberaubenden Finish gingen die Blicke zur Anzeigetafel. Bronze hatte die deutsche 4×200-m-Freistilstaffel mit der Leipziger Schwimmerin Juliane Reinhold bei der Junioren-EM in Prag sicher. Aber war es am Ende doch noch Silber? Die Anzeige gab fast wieder ihren Geist auf, erst nach bangem Warten war klar: Silber hinter Großbritannien und vor Schweden!
Es war die zweite Medaille für die 15-Jährige von der SSG Leipzig, die am Donnerstag bereits Gold mit dem 4×100-m-Quartett geholt hatte. Diesmal war sie als Startschwimmerin eingesetzt, ging das Rennen beherzter an als sonst und wurde mit persönlicher Bestzeit (2:01,87 min) belohnt. „Ich habe einfach versucht, gleich an der schnellen Schwedin neben mir dranzubleiben. Und ich bin froh, dass so eine tolle Zeit herausgesprungen ist“, sagte die Schülerin, die mit den ungewohnten Hightech-Anzügen noch nicht so vertraut ist: „Ich habe wieder Wasser in den Anzug bekommen. Das ist ein blödes Gefühl, doch diesmal habe ich darüber einfach nicht mehr nachgedacht.“
Trotz der schwierigen Start-Position sei sie nicht ganz so aufgeregt gewesen wie vor der kurzen Freistilstaffel am Donnerstag. Am gestrigen Sieg der Lagenstaffel hatte sie ebenfalls Anteil. Hier war die Leipzigerin imVorlauf auf der Freistil-Position zum Einsatz gekommen – und sie erhält im Nachhinein ebenfalls eine Goldmedaille. Insgesamt holte der DSV-Nachwuchs in der tschechischen Hauptstadt sechs Titel.
Für nächstes Jahr haben das vielseitige Talent und ihr Trainer Oliver Trieb bereits in Prag neue Ziele formuliert. Da Juliane Reinhold in diesem Jahr als jüngerer Jahrgang teilnahm, ist sie 2010 noch einmal bei den Junioren-EM startberechtigt. „Schön wäre es, wenn Jule dann auch im Finale in die Lagenstaffel kommt“, sagte der Coach und dachte dabei an die 100 m Schmetterling, die in diesem Jahr von der überragenden Lena Kalla dominiert wurden. Die Würzburgerin schwamm in 58,76 s Junioren-Europarekord und rückt im kommenden Jahr zu den Erwachsenen auf.
Zum anderen möchte die Leipzigerin in Zukunft auch auf Einzelstrecken noch weiter vorn landen. Diesmal hatte sie es mehrfach mit den Hundertsteln: Um eine Winzigkeit verpasste sie über 100 m Freistil als Vierte das Podest. Über 50 m Schmetterling sowie 50 und 200 m Freistil verfehlte sie hauchdünn das Finale. Oliver Trieb rechnete aus, dass sein Schützling mit der jeweiligen Bestzeit gut und gern in zehn Einzelfinals hätte stehen können. Jedoch setzt der übervolle Zeitplan mit zahlreichen Halbfinals sowohl bei der nationalen Qualifikation als auch bei der JEM die Grenzen. Zudem mussten die Deutschen in Prag generell im Vorlauf schon alles geben. Denn meist traten vier DSV-Schwimmer an, doch nur die beidenBesten durften ins Halbfinale. „Schade, dass ich die 400 m Lagen hier nicht schwimmen konnte“, sagte die dreifache deutsche Jahrgangsmeisterin, die eine Woche vor der JEM mit Angina flach lag: „Auch über 200 m Schmetterling hätte ich mir einiges ausgerechnet.“
Letztlich hatten die Staffeln Priorität in diesen erwiesen sich die deutschen Mädchen als Medaillen-Garant. Juliane hatte sich seit Monaten trotz diverser Krankheits-Rückschläge ganz auf das Ziel Junioren-EM fokussiert. Zum Muttertag kam sie mit leeren Händen, aber einer tollen Bestzeit über 200 m Schmetterling nach Hause und meinte zu Mutter Uta: „Mutti, ich schenke dir meine 2:17.“ Heute feiert Vater Hannes seinen runden Geburtstag – die beiden Medaillen von Prag gehören garantiert zu den schönsten Geschenken.LVZ2009-07-13
Bei den diesjährigen Junioreneuropameisterschaften in Prag konnte Juliane Reinhold ihre zweite Medaille erringen. In der 4x200m Freistil Staffel gewann das deutsche Team die Silbermedaille. Juliane konnte als Startschwimmerin mit 02:01,87 eine Bestzeit erreichen und legte somit den Grundstein für diese Medaille.
Wir wünschen Juliane und ihrem
Trainer Oliver Trieb einen erholsamen Urlaub und einen guten Start in die neue
Saison.
Alle Ergebnisse im Überblick:
Gold
4 x 100 m
Freistil
3:45,27 Min.
Silber
4 x 200 m Freistil
8:10,47 Min.
4.
Platz
100 m
Freistil
0:55,99 Min.
8.
Platz 50
m
Freistil
0:26,38 Min.
9.
Platz
50 m Schmetterling
0:27,86
Min.
11. Platz
200 m
Freistil
2:04,73 Min.
Mit sportlichen Grüßen
Der Vorstand
Staffel-Gold in PragSchwimmerin Juliane Reinhold Junioren-Europameisterin Goldener Jubel in der Goldenen Stadt: Die Leipziger SSG-Schwimmerin Juliane Reinhold errang gestern in Prag mit der deutschen 4×100-m-Freistilstaffel den Junioren-Europameistertitel. In 3:45,27 min hatte das DSV-Quartett, zu dem mit Lina Rathsack (Riesa) eine weitere Sächsin gehört, 1,3 s Vorsprung auf Italien. Zugleich unterboten die Siegerinnen den JEM-Rekord einer französischen Staffel um eine halbe Sekunde. Die 15-jährige Leipzigerin war an zweiter Position ins Wasser gesprungen und hatte den anfänglichen Rückstand auf die Italienerinnen entscheidend verkürzt. Genau 70 Minuten vorher hatte Juliane Reinhold über 100 m Freistil in 55,99 s Rang vier belegt. „Auch hier ist Jule sehr gut geschwommen. Innerlich hat sie sich über den Platz sicher etwas geärgert, aber das hat sie super weggesteckt“, sagte Trainer Oliver Trieb, dessen Schützling um zwölf Hundertstel an Bronze vorbei schrammte. Die Schülerin der Sportmittelschule war in Britta-Steffen-Manier etwas verhalten angegangen und hatte bei der Hälfte noch auf Rang sieben gelegen. Siegerin Silke Lippok aus Pforzheim unterbot in 55,02 s den 17 Jahre alten JEM-Rekord von Franziska van Almsick, die damals ohne Hightech-Anzug ins Wasser gesprungen war. Apropos: Auch die aus Jena stammende Juliane Reinhold war bis zur JEM-Qualifikation Ende Mai in Hamburg in normalem Badeanzug geschwommen – sie hob sich diese Reserve für die wichtigen Wettkämpfe auf. Doch im Halbfinale am Mittwoch in Prag bereitete ihr ein nagelneuer enger Anzug Probleme. Sie fühlte sich wie eingeschnürt, war heilfroh über den Finaleinzug. „Außerdem hatte Jule vergessen, ihre Akkreditierung zum Start mitzunehmen. Dadurch war alles etwas hektisch“, so Trainer Trieb. Gestern steigerte sich das Talent vom Post SV mit etwas mehr Ruhe und einem anderen Anzug – dem italienischen Fabrikat Jaked – um rund eine Sekunde, auch wenn sie ihre Bestzeit knapp verpasste. Unklar bleibt, wie viel Kraft und Wassergefühl die Angina der vergangenen Woche gekostet hat. Durch die Krankheit konnte sie sieben Tage lang nicht ins kühle Nass springen.LVZ2009-07-10
Bei den Jugendeuropameisterschaften im tschechischen Prag haben die deutschen Frauen über 4x100m Freistil die Goldmedaille errungen.
Die
Zeit von 03:45,27 bedeutete nicht nur den Sieg, sondern zugleich einen neuen
Veranstaltungsrekord. Zum deutschen Staffel-Quartett gehörte mit Juliane
Reinhold eine Sportlerin aus unserem Verein, die mit einer sehr starken
Leistung am unerwarteten Sieg beitrug.
Im Einzelrennen über 100m Freistil hatte
sie eine Stunde vor der Staffel noch Pech und musste sich in der Zeit von
00:55,99 mit der Holzmedaille begnügen.
Wir wünschen Juliane für die nächsten
Tage weiterhin viel Erfolg.
Mit sportlichen Grüßen
Der Vorstand
Juliane Reinhold steht in Prag im FinaleSchwimmerin Juliane Reinhold von der SSG Leipzig steht heute ab 17 Uhr bei den Junioren-Europameisterschaften in Prag im Finale über 100 m Freistil. Im gestrigen Vorlauf wurde die 15-Jährige in 56,33 s Zweite, im Halbfinale kam der Schützling von Oliver Trieb in 56,97 s auf Rang sechs. In der 4×100-m-Freistilstaffel besteht heute Abend eine zweite Medaillenchance für die Messestädterin.LVZ2009-07-09
Bei optimalen äußeren Bedingungen und einer Wassertemperatur von 23 Grad starteten acht Teilnehmer aus unserem Verein beim diesjährigen Sundschwimmen. Insgesamt starteten 1013 Teilnehmer beim ältesten Langstreckenschwimmen Deutschlands über eine Strecke von 2315 m. In der laufenden Wertung erreichten zwei Schwimmer (Uwe Bodusch Platz 6 und Jörg Färber Platz 8) unseres Vereins eine Top Ten Platzierung. Zudem konnten sich drei Sportler in die Medaillenränge der Altersklassenwertung schwimmen.
Teilnehmer des Postschwimmverein Leipzig e.V.
Holger Maiwald, Jörg Dreßler, Jörg Färber, Jarno Wittig, Uwe
Bodusch (Bronze in seiner AK), Dirk Philipp, Henry Zacharias (Gold in seiner
AK) und Stefan Fuchs (Bronze in seiner AK)
Das Gesamtergebnis findet Ihr im Anhang
Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern
Mit sportlichen Grüßen
Der Vorstand
Volle Konzentration auf Freistil SchwimmerinJuliane Reinhold bei der Junioren-EM in Prag
Vor zwei Jahren brachte sie bereits eine Staffel-Goldmedaille vom europäischen Jugendfestival aus Belgrad heim. Doch heute beginnt für Schwimmerin Juliane Reinhold bei den Junioren-Europameisterschaften in Prag ein noch härterer Kampf um internationale Meriten. Die 15-jährige Post-Schwimmerin, die für die Startgemeinschaft SSG Leipzig antritt, will im Vorlauf gleich zwei bange Fragen positiv beantworten: Wie kommt sie mit den ungewohnten Freiluft-Bedingungen im Podoli-Schwimmstadion auf der Moldau-Insel zurecht? Und wie hat sie die Angina verkraftet, die sie vergangene Woche für drei Tage ans Bett fesselte? Trainer Oliver Trieb zeigte sich gestern optimistisch: „Sie sieht im Wasser schon wieder ganz gut aus, auch wenn die Zeiten noch nicht optimal sind. Ich denke aber, ihr neuer Schwimmanzug gibt ihr noch einen Schub.“ An den ersten beiden Tagen konzentriert sich die sechsfache Medaillengewinnerin der deutschen Jugendmeisterschaften von Hamburg auf die 100 m Freistil und die 4×100-m-Freistilstaffel. Aufgrund der gerade überstandenen Krankheit verzichtet sie auf die 400 m Lagen. Zwar stellte sie auf dieser Strecke im Mai einen deutschen Jugendrekord auf, doch sechs Kontrahentinnen sind in der Meldeliste vor ihr platziert.LVZ2009-07-08
Post-Schwimmer und Behinderte mit starker Leistung im SundWie jedes Jahr waren die Leipziger beim Sundschwimmen vor Stralsund auch am Wochenende wieder stark vertreten. Die Post-Schwimmer Uwe Bodusch, Jörg Färber und Henry Zacharias kamen unter mehr als 1000 Startern auf die Gesamtränge 6, 8 und 14. Das Trio von der Leipziger Berufsfeuerwehr bereitet sich derzeit auf die Feuerwehr-Weltspiele im August in Kanada vor. Bodusch bewältigte die 2315 Meter in 26:42 min und erreichte den Strand drei Minuten nach dem Sieger Jörn Malich aus Potsdam. Eine starke Leistung zeigte Daniel Clausner. Der mehrfache Weltmeister und Paralympics-Finalist bei den Sehbehinderten hat seit Peking mit dem Training ausgesetzt. Er schwamm die 2,3 km aber im Schlepptau seines BVL-Kollegen Martin Schulz, dem diesjährigen EM-Teilnehmer bei den Körperbehinderten, zwei Minuten schneller als letztes Jahr. Schulz kam auf Platz 16, Clausner auf Platz 17. „Letztes Jahr musste ich mich erst einmal zurechtfinden. Da habe ich mich von Boje zu Boje gehangelt. Diesmal war es schon besser, dass wir zu zweit geschwommen sind“, sagte Clausner.LVZ2009-07-07
Mit drei Bronzemedaillen kamen unsere Leistungssportler von den Deutschen Meisterschaften in Berlin zurück.
Dabei gewann Juliane Reinhold
mit den Staffeln der SSG Leipzig zweimal Bronze. Eine weitere Bronzemedaille
errang Norman Schmidt im Jahrgang 1990 über 200m Brust. Die Zeit von 02:20,85
bedeutete gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord, den er im B-Finale noch
einmal verbessern konnte.
Tommi Wolst belegt im Rahmen des Jugendmehrkampfes einen
hervorragenden 6. Platz. Angespornt von der Wettkampfatmosphäre und den vielen
Stars in Berlin konnte er in allen Teildisziplinen persönliche Bestleistungen
erzielen.
Alle Ergebnisse unserer Sportler findet Ihr im Anhang.
Wir wünschen allen Sportlern schöne Ferien und einen guten
Start in die neue Saison.
Mit sportlichen Grüßen
Der Vorstand
Ehrgeiz fast wie bei Britta SteffenLeipziger Schwimmer für DM-Medaillen geehrt / Talent aus Neubrandenburg steigert sich in einem Jahr enorm
Ehre, wem Ehre gebührt. 33 Medaillen errangen die Leipziger Schwimmer in den vergangenen fünf Wochen bei den deutschen Meisterschaften der Jugend und Erwachsenen. Dies war für den Förderverein Vesch und die neu gegründete Schwimm-Startgemeinschaft SSG Anlass, die 16 Medaillengewinner und ihre Trainer auszuzeichnen. Neben vielen Eigengewächsen und dem Moldawier Serghei Golban wurde gestern auch eine kleine Neubrandenburgerin geehrt, die vor einem knappen Jahr bei ihrem Wechsel nach Leipzig nie mit einem solchen Leistungssprung gerechnet hatte. „Über 200 Meter Brust habe ich mich um 17 Sekunden verbessert“, sagte Marie Pietruschka mit großen leuchtenden Augen und voller Stolz. Eigentlich hat die 14-Jährige seit Freitag Ferien, doch den gestrigen Empfang wollte sie nicht verpassen. In ihrer Heimat besuchte sie zwar auch das Sportgymnasium, aber dort ist Schwimmen eher Randsportart. Die Triathleten hatten mehr als ein Auge auf die gute Schwimmerin und Läuferin gelegt. Doch Marie fühlt sich im Wasser am wohlsten, absolvierte ein Probetraining in Berlin und Leipzig und entschied sich für Sachsen. Aber nicht, weil die Eltern aus Leipzig stammen. „Hier hat es mir besser gefallen, weil sich Schule, Internat und Schwimmhalle fast auf einem Fleck befinden.“ Dieses Top-Umfeld hob Schulleiter Dieter Rädler in seiner Laudatio hervor und meinte: „Mit Elite-Bedingungen sind auch Erwartungen an Elite-Leistungen verbunden.“ Die wollen die zurzeit erkrankte Juliane Reinhold und Patricia Burkhardt noch in diesem Sommer bei Junioren-EM und Europäischem Jugendfestival erbringen. Für Marie Pietruschka geht es erst in fünf Wochen weiter. Ganz ohne Schwimmen wird sie die Ferien aber nicht verbringen. Zweieinhalb Wochen fährt sie zur Schwimm-WM nach Rom, wo sie über das DSV-Jugend-Camp Tickets für zehn Wettbewerbe erhält. Sie freut sich Michael Phelps und wird Britta Steffen die Daumen drücken: „Ihren Ehrgeiz finde ich toll.“ Da erkennt Mutter Susan durchaus Parallelen: „Marie war schon immer für ihren Kampfgeist bekannt. Wenn jemand vor ihr schwimmt, kämpft sie sich heran.“ Trainer Jirka Letzin ist von seinem Schützling überzeugt. Der ebenfalls aus Neubrandenburg stammende Coach fühlte schon vor den Meisterschaften in Hamburg, dass er mit Marie ein Trumpf im Ärmel hat. „Wartet mal ab, Marie wird sich gewaltig steigern“, sagte der frühere Weltklasse-Lagenschwimmer vorher. Prompt holte sie Silber und Bronze – mit ihrem typischen Kampfgeist.LVZ2009-06-30