06.12.2007 – Neuer Chef beim Schwimmsportverband
Neuer Chef beim SchwimmsportverbandHolger Maiwald ist neuer Vorsitzender des Schwimmsportverbandes Leipzig. Der 45-Jährige vom Postschwimmverein tritt die Nachfolge des 72-jährigen Günter Fuchs (Lok Mitte) an, der nach 17 Jahren in dieser Funktion nicht wieder als Vorsitzender kandidiert hat. Neuer Stellvertreter und Schwimmwart ist Andreas Bobrzik vom SV Handwerk. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Wolfgang Otto, Andreas Köpping und Robert Oeltz×(HSG THL) wurden erneut erneut bestätigt.LVZ2007-12-06
Schwimm-Talente auf dem TreppchenDie jungen Herren haben beim Schwimmfest unterm Tannenbaum die Leipziger Ehre gerettet. Dustin Böttge (Jahrgang 98) vom SSV Leutzsch, Johannes Frank (Jg. 99) vom SV Handwerk und Tommi Wolst (Jg. 96) vom Post SV erkämpften sich die einzigen Gesamtsiege. Die Nachwuchsathleten qualifizierten sich damit für das E-Kadertrainingslager auf dem Rabenberg. Marcel Jungmichel (Jg. 96/Handwerk), Olivia Zacharias (Jg. 97/Post SV) und Luise Kösser (Jg. 97/SSV Leutzsch) wurden jeweils Zweite. Mit Platz drei komplettierten Ramon Klenz (Jg. 98) und Patrick Beneth-Lopez (Jg. 95/beide Leutzsch) das Ergebnis der Lokalmatadore. Talente-Stützpunkt-Trainerin Anne Katrin Neumann freute sich, dass drei junge Messestädter den Sprung auf den ersten Platz geschafft haben: ?Vor ein paar Jahren war es noch relativ selten, dass außer dem SSV Leutzsch und dem SC DHfK Leipziger Vereine so starke Nachwuchssportler gestellt haben.? Doch bei aller Freude über die neue belebende Konkurrenz mischen sich auch kritische Töne in die Stimme der ehemaligen Weltrekordlerin: ?Wir müssen aufpassen, dass wir von Chemnitz und Dresden nicht überholt und abgehängt werden. In den letzten Jahren konnten wir noch deutlich mehr Sieger stellen.?LVZ2007-12-04
Mit acht Medaillen kamen unsere Sportler von den Sächsischen Kurzbahnmeisterschaften in Riesa zurück. Dabei errangen sie 2xGold, 2xSilber und 4xBronze. Bei den Frauen gewann Juliane Reinhold eine Goldmedaille über 100m Freistil (57,30 s). Zudem holte sie zwei Silbermedaillen über 50m Schmetterling sowie 50m Rücken. Anna-Marie Macht komplettierte den Medaillensatz bei den Frauen mit einer Bronzemedaille über 200m Brust. Bei den Männern testeten Jörg Färber und Robert Winkler eine Woche vor den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen noch einmal ihre Form. Dabei gewann Jörg Färber die Goldmedaille über 50m Brust in 29,44 s sowie Bronze über 100m Lagen. Robert Winkler holte je einmal Silber über 100m Rücken (58,78 s) und einmal Bronze über 50 m Rücken (27,18 s).
Post-Schwimmer bei Kurzbahn DMAdonis, der Spätstarter ? so titelte die LVZ vergangene Woche das Porträt von Post-Schwimmer Jörg Färber, der erstmals an einer Deutschen Meisterschaft teilnahm. In Essen ging die Erfolgsstory des 32-Jährigen weiter. Er unterbot in 29,12 Sekunden seine Bestzeit erneut um drei Zehntel. Im×März war er erstmals unter 30 Sekunden geblieben, nun kratzt er an der 29-Sekunden-Marke. Augenzeuge war sein älterer Bruder Ralph. Der WM-Teilnehmer von 1991 machte fleißig Fotos und analysierte messerscharf: ?Allein durch Start und Wende kann Jörg noch drei Zehntel rausholen, ohne einen Kilometer mehr zu trainieren.? Fortsetzung folgt also ganz offensichtlich.LVZ2007-11-28
Adonis – der Spätstarter17 Jahre nach dem Titel des Bruders startet Jörg Färber erstmals bei einer Schwimm-DM
Wer mit 32 Jahren noch an Deutschen Meisterschaften teilnimmt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob es das letzte Mal ist. Jörg Färber gehört ab heute bei den Kurzbahn-Titelkämpfen in Essen zu den ?Schwimm-Opas?. Doch über die Eingangsfrage macht sich der Leipziger keine Gedanken. Der Berufs-Feuerwehrmann feiert mit 32 Lenzen Premiere auf der großen Bühne. Bislang ist die DDR-Spartakiade 1989 in Berlin sein größtes Schwimm-Event: ?Damals war ich schlecht, nachdem ich mir beim Fußball den Fuß verknackst hatte.? Sportlich untätig war Jörg Färber in der Zwischenzeit nicht, auch wenn der Beruf Vorrang hatte. Er bewältigte den Brocken-Marathon beim Harzgebirgslauf, lief den Supermarathon beim Rennsteiglauf, steigerte die Marathon-Bestzeit in Rom auf 3:21 Stunden, finishte den Ironman-Triathlon im österreichischen Klagenfurt in starken 10:16 Stunden, bewältigte mit dem Team Speiche die knochenharte Flandern-Rundfahrt, erklomm den Anstieg nach Alpe d?Huez. Doch nun konzentriert er sich wieder auf das, was er am besten kann ? Schwimmen. Nach seinem letzten Sachsenmeistertitel 1994 titelte die LVZ: ?Koch Färber lässt im Wasser nichts anbrennen.? Diese Schlagzeile ließe sich diese Woche fast wiederholen, denn in Riesa gewann er den Landesmeistertitel über 50 Meter Brust. Doch diesmal war es der Feuerwehrmann Färber, der nichts anbrennen ließ. Denn er stellte sein Leben um, wechselte den Beruf. Noch Mitte der 90-er Jahre arbeitete er an einer großen Karriere in der Küche. Er kochte in Italien, Kanada und Hamburg in Top-Häusern ? und in Leipzig in angesagten Restaurants wie Medici oder Piagor. In dieser Zeit arbeitete er nicht selten 15 Stunden täglich, fuhr den Sport auf Null, dafür sprang das Gewicht des 1,98 Meter großen Hühnen auf 115 Kilo. Seit sieben Jahren trainiert er wieder täglich, bei der Feuerwehrschule in Hoyerswerda begann er mit dem Schwimm-Comeback. Inzwischen zeigt die Waage ein ideales Wettkampfgewicht von 93,5 Kilo, seinen Spitznamen Adonis bekam er nicht von ungefähr verpasst. Morgen tritt Jörg Färber in die Fußstapfen des Bruders Ralph, der vor 17 Jahren Deutscher Meister über 100 Meter Brust war und in Perth an der WM teilnahm. Dass er an die Erfolge des vier Jahre Älteren nie heran kam, sieht er gelassen: ?Ralph war auch beim Ironman und Marathon schneller als ich. Darunter habe ich nie gelitten, ich habe eben nicht ganz sein Talent.? Färber junior weiß schon jetzt, dass morgen nach dem Vorlauf Endstation ist. Von 76 Startern über 50 Meter Brust erreichen nur die besten Sechs das Finale ? mit seiner Meldezeit liegt er an Position 29. Wenn Kruppa und Co. um Gold, Silber, Bronze kämpfen, ist der Leipziger Post-Schwimmer bereits auf dem Heimweg und fiebert dem nächsten Highlight entgegen ? dem Konzert der Fantastischen Vier. Nachdem er die Pflichzeit (30,0 Sekunden) im März geschafft hatte, wurde die Idee des DM-Starts geboren. Inzwischen kümmerte er sich auch um die kleinen Details, die ein, zwei Zehntelsekündchen ausmachen: Er kaufte sich für 250 Euro einen hautengen Schwimmanzug, den heutzutage schon die 14-Jährigen tragen. In Riesa steigerte er sich auf 29,44 ? eine Zeit, vor der auch der Bruder den Hut zieht. In Essen will Jörg Färber nicht nur die Atmosphäre genießen, sondern einen Schritt Richtung 29er-Grenze machen. Und er startet nicht als Nobody: Seit einigen Wochen ist er deutscher Rekordhalter der Masters-Altersklasse 30. In einer Zeit, vor der die Jugend Respekt hat.LVZ2007-11-23
Schiemenz und Prietzsch überzeugenWährend die sächsischen Top-Schwimmer in Berlin die Gelegenheit nutzten, sich mit der Weltelite zu messen, kämpfte die zweite Reihe um die Landesmeistertitel auf der Kurzbahn. In guter Verfassung präsentierte sich Rückenspezialistin Kristin Schiemenz. Die am Leipziger Stützpunkt trainierende Hoyerswerdaerin triumphierte souverän auf allen drei Distanzen und hätte es mit ihren Zeiten sogar beim Weltcup unter die Top Ten geschafft. Nicht schlecht staunte Trainerin Eva Herbst, als sie in Berlin eine MMS ihres Schützlings erhielt: 29,57 Sekunden über 50 m Rücken war auf der fotografierten Urkunde zu sehen. Damit hat die 18-jährige Kristin Schiemenz am Wochenende bei den nationalen Titelkämpfen in Essen gute Finalchancen. Auch bei den Männern war das Niveau auf den Rückenstrecken hoch: Riccardo Prietzsch (Lok Mitte) steigerte sich über 100 m auf gute 56,57 Sekunden. Mit fünf Medaillen gehörte er in Riesa zu den erfolgreichsten Teilnehmern. Etwas überraschend triumphierte über 50 m Brust der 32-jährige Jörg Färber (Post SV) in 29,44 Sekunden knapp gegen die jüngere Konkurrenz. Seine Vereinskollegin Juliane Reinhold sah am Sonnabend ihren Vorbildern beim Weltcup zu. Am Sonntag griff die 13-Jährige in Riesa ins Geschehen ein und sorgte mit 57,30 Sekunden über 100 m Freistil für ein Top-Resultat. Insgesamt gingen zwölf Finalsiege nach Leipzig, über 100 m Rücken gab es bei Frauen und Männern sogar einen Dreifach-Triumph für die Messestädter.LVZ2007-11-20
13-Jähriger gewinnt StundenschwimmenIn Abwesenheit der Spitzenathleten gewann Daniel Weiß vom SV Automation das diesjährige Leipziger Stundenschwimmen. Bei der 15. Auflage auf der 25-m-Bahn der Halle Kirschbergstraße schaffte der 13-Jährige 4523 Meter. Bei den Frauen siegte die 15-jährige Luisa-Maria Brock (VfK Blau-Weiß) mit 4363 Metern. Rekordhalter Toni Franz (SC DHfK) bereitet sich derzeit auf seine 200-m-Starts beim Weltcup in Berlin sowie den Deutschen Meisterschaften in Essen vor. Starke Leistungen zeigten die 81-jährige Gisela Schöbel-Graß (MoGoNo) und Meinhard Lindner (73/Post) ? beide überboten die 2-km-Marke deutlich. Schwimmwart Holger Maiwald (Post) musste nach gut 54 Minuten mit Krämpfen aufgeben ? und schaffte trotzdem Platz elf unter 31 Startern.LVZ2007-11-15
Leutzsch in Aufstiegsrunde Schwimmen: Post SV räumt in der Landesliga abErstmals seit dem Abstieg der Leutzscher Frauen im Jahr 2004 klopft ein Leipziger Schwimm-Verein wieder an die Tür zur Bundesliga. Die Leutzscher Männer kamen im Vorkampf der 2. Bundesliga Süd in Fulda auf den dritten Rang und belegen nach der Vorrunde einen starken vierten Platz unter allen 36 Zweitliga-Mannschaften. Beim Aufstiegskampf in Baunatal geht es wieder bei null los, die Leutzscher messen sich mit Wiesbaden, Chemnitz, Hamburg, Halle und Berlin-Spandau. ?Wir wollen uns zwar noch ein wenig verstärken, aber ein richtiges Ass können wir nicht aus dem Ärmel ziehen?, meinte Kapitän Stefan Herbst, der nach überstandener Nasennebenhöhlen-Entzündung erstaunlich gut in Schuss war. Bei vier seiner fünf Starts überbot der 29-Jährige auf der 1000-Punkte-Tabelle die 900er-Marke. Über 50 m Rücken besiegte er im Fernduell den Chemnitzer Spezialisten Stev Theloke. ?Vor allem freue ich mich, dass ich über 100 Meter Freistil unter 49 Sekunden geblieben bin?, ergänzte er. Dies gelang dem Sportsoldaten in 48,71 Sekunden genau zum 27. Mal in seiner Karriere, erst ein Mal schlug er unter 48 Sekunden an. Eine Mannschaftsleistung hängt bei 34 Starts nicht vom besten Schwimmer des Teams, sondern von der Qualität der anderen Athleten ab. Deshalb lobte Herbst vor allem seine Trainingskollegen Tom Beißengroll und Florian Ottenberg für deren Steigerungsraten. Achtbar schlug sich auch Christian Otto, der als Triathlet des Stadtwerke-Teams bereits erstklassig ist. Die Frauen des SSV Leutzsch steuern als Zwölfte unter 36 Teams in Richtung Klassenerhalt. Zeitgleich feierten die Frauen und Männer des Postschwimmvereins in der Grünauer Welle einen souveränen Doppelsieg in der Landesliga. Dies gelang ihnen vor sieben Jahren schon einmal am Grünen Tisch, weil einige Kontrahenten nicht startberechtigt waren. Zur Vereins-Philosophie gehören Talente und Masters gleichermaßen ? so kämpften nicht von ungefähr die zwölfjährige Annekatrin Willner und die 33 Jahre ältere EM-Medaillengewinnerin Heike Händel erfolgreich in einem Team. Leipzigs Top-Talent Juliane Reinhold sammelte bei ihrem ersten Start für Post die meisten Punkte. Packende Duelle der Generationen lieferten sich Anna-Marie Macht (13/Post) und Sabine Klenz (33/Leutzsch) über 200 und 400 m Lagen ? beide siegten je einmal. Bei den Männern überzeugten Sven Guske und Jörg Färber (beide Post).LVZ2007-11-06
Schwimm-Nachwuchs in Bayreuth starkWährend Spitzenschwimmer Stefan Herbst bei der Militär-WM in Indien vier Medaillen errang, startete auch der Leipziger Nachwuchs erfolgreich in die Saison. Beim Meeting auf der 25-m-Bahn in Bayreuth kam die 13-jährige Juliane Reinhold neben ihren Erfolgen im Jahrgang auch in der offenen Klasse zu einem Sieg und vier zweiten Plätzen. Der Erfolg gelang ihr über 200 m Lagen in 2:23,41 min. Die deutsche Jahrgangsmeisterin bestritt in Bayreuth ihren letzten Wettkampf für den SC DHfK, inzwischen ist sie zum Postschwimmverein gewechselt. Bei den Erwachsenen schwammen auch Carolin Sperling (SC DHfK) und Anna-Marie Macht (Post/13) aufs Treppchen. Weitere Top-Platzierungen in der offenen Klasse schafften Philipp Sikatzki (DHfK) sowie Karl-Richard Hennebach, Tobias Horn (bd. Leutzsch). Der nächste Test findet an diesem Wochenende beim traditionellen DHfK-Meeting in der Uni-Schwimmhalle statt.LVZ2007-10-24
Masters-Schwimmer vom Post SV topEine kleine Delegation der Schwimmer des Leipziger Post SV hat bei den internationalen luxemburgischen Masters abgeräumt. Das fünfköpfige Team erkämpfte sich gegen Teilnehmer aus den Vereinigten Staaten bis Ägypten den dritten Platz in der Mannschaftswertung. Mit zwei Staffelsiegen und zahlreichen Einzelerfolgen hatten die Messestädter allen Grund zu feiern. Dirk Schlegel war mit sechs Siegen erfolgreichster Starter. ?Am 3. November startet die Landesliga. Dort treffen wir auf die jungen sächsischen Leistungssportler. Vielleicht können wir von unseren internationalen Erfahrungen profitieren?, hofft der 25-Jährige.LVZ2007-10-24