Nach der Olympiaquali ist vor der Olympiaquali - Postschwimmverein Leipzig e.V.
April 9 2021

Es geht Schlag auf Schlag für Leipzigs Spitzenschwimmer: Am vergangenen Wochenende sorgte besonders David Thomasberger mit seinem Deutschen Rekord und der Olympianorm über 200m Schmetterling für Furore. Und auch die beiden EM-Normen von Marie Pietruschka und Marek Ulrich haben dem Leipziger Team ordentlich Aufwind gegeben. Den gilt es nun direkt wieder zu nutzen, denn die Schwimmer aus der Messestadt haben am Wochenende in Magdeburg die Chance, zu weiteren internationalen Qualifikationen zu fliegen. „Nach dem vergangenen Wochenende habe ich überhaupt keinen Druck mehr. Jetzt kann ich einfach mit Spaß und frei in die anstehenden Wettkämpfe gehen. Mein Fokus liegt jetzt erst einmal auf meinem Team, was ich versuchen werde nun bestmöglich zu unterstützen“, sagt der frisch gebackene Deutsche Rekordhalter David Thomasberger. Er konzentriert sich jetzt auf die 100m Freistil und Schmetterling, bei denen es ihm vor allem um gute Rennen, Spaß und Bestzeiten geht. Abgeliefert hat er bereits, nun will er vor allem seinen besten Freund Marek jubeln sehen. 

Marek Ulrich empfahl sich in starken 54,27 Sekunden am Wochenende bereits über die 100m Rücken für die EM. Jetzt schielt er in Richtung Olympianorm, welche noch etwa eine halbe Sekunde entfernt ist. Die letzten Zehntel will er nun am Wochenende noch abzwacken: „Nach dem Laktat und der Aufregung vom Wochenende galt es erstmal sich wieder zu finden und etwas runter zu kommen. Wir haben die Woche zudem genutzt, um noch etwas an meiner Wasserlage zu feilen. So hoffe ich noch das eine oder andere Zehntel schneller an die Wand zu kommen am Sonntag.“  Auch der Brust-Spezialist Yannis Willim blickt mit Spannung nach Magdeburg. In Heidelberg schwamm er über die 100m bereits eine sehr gute Bestzeit. Nun gilt es die Grundgeschwindigkeit auf die doppelte Distanz mitzunehmen. Über die 200m hat Willim die Chancen sich ebenfalls für die EM in Budapest zu empfehlen. Ihm fehlen von seiner Bestzeit noch zwei Sekunden auf die geforderte Norm, was in Anbetracht seiner guten Form nicht außer Reichweite zu sein scheint.

Etwa 500km weiter westlich begann beim Qualifikationsmeeting in Eindhoven für Marie Pietruschka das Wettkampfwochenende schon heute. Über die 200m Lagen lieferte sie in 2:15,29 Minuten schon im Vorlauf eine beachtliche Leistung ab. Nachdem sie sich mit einer starken Bestzeit über die 200m Freistil bereits am zurückliegenden Wochenende an die deutsche Spitze geschwommen hat, kann sie am Sonntag nochmal nachlegen. Für die EM hat sie das Ticket schon in der Tasche. Um sich für die Olympiastaffel zu qualifizieren, müssen die vier schnellsten Damen mit ihren Finalzeiten allerdings zusammengerechnet unter 7:55,00 Minuten liegen. Bisher sind die Frauen noch etwa anderthalb Sekunden davon entfernt. Es gilt also nicht nur Marie die Daumen zu drücken am Wochenende.  Eine, die dabei ein Wörtchen mitreden will ist Lia Neubert. Immerhin hat sie über die Staffel die Chance mit in das EM-Team aufgenommen zu werden. Hierfür müsste sie sich mindestens auf Rang acht des nationalen Rankings wiederfinden, wo sie derzeit sogar schon ist. Dies gilt es in den kommenden Tagen zu verteidigen oder auszubauen. Timo Sorgius ist sogar noch etwas näher an der Chance, internationale Erfahrung sammeln zu dürfen. Ihm fehlt über die 200m Freistil gerade einmal eine halbe Sekunde auf die geforderte Norm für die Junioren-EM in Rom. Es dürfte also spannend werden, wenn die Elite der Schwimm-Family morgen nach Magdeburg reist. 

Bildnachweis: „SSG Leipzig“

Zurück