Olympia-Quali: Pietruschka schwimmt nach Tokio | Marek Ulrich so schnell wie nie - Postschwimmverein Leipzig e.V.
April 16 2021

Zweites Ticket nach Tokio für die Leipziger Schwimm-Asse: Nach den Finals des Qualifikationswettkampfes in Berlin am Freitag steht fest, dass auch die SSG-Athletin Marie Pietruschka bei den Olympischen Spielen im Sommer dabei sein wird. Die in Neckarsulm trainierende Leipzigerin wird als Teil der deutschen 4x200m Freistilstaffel nach Tokio fliegen.

Den Grundstein dafür hatte sie schon vor zwei Wochen beim Qualifikationswettkampf in Heidelberg mit einer persönlichen Bestleistung von 1:58,33 Minuten über die 200m Freistil gelegt. Im Finale des letzten Qualifikationsmeeting in Berlin war sie heute in 1:58,46 Minuten zwar nicht ganz so schnell. Da aber vor ihr nur drei Konkurrentinnen um die Staffeltickets schneller waren, konnte sie nicht mehr vom Staffelplatz verdrängt werden. „Ich war noch nie über einen Zeitraum von drei Wochen auf solch hohem Niveau gefordert“, erklärt die 25-Jährige. Nach der anstrengenden aber erfolgreichen Qualifikationsphase schaut sie mit Selbstbewusstsein in Richtung Tokio: „Ich denke, da ist noch mehr drin“, erklärt sie mit  Blick auf ihre persönliche Bestzeit.

Pietruschka fliegt damit an der Seite ihres SSG-Kollegen David Thomasberger, der heute über die 100m Schmetterling (53,83) Vierter wurde, nach Tokio. Thomasberger hatte sich über die 200m Schmetterling bereits sicher qualifiziert und drückte heute seinem besten Freund und Teamkollegen Marek Ulrich die Daumen, dass er es ihm gleichtun kann. Über die 100m Rücken lieferte Ulrich in 53,75 Sekunden zwar im Vorlauf eine starke persönliche Bestzeit ab, blieb aber um fünf Hundertstel über der vom Deutschen Schwimm-Verband geforderten Norm. Im Finale musste sich der Leipziger in ebenfalls beachtlichen 53,99 Sekunden dann Lokalmatador Ole Braunschweig (53,87) knapp geschlagen geben. Damit ist auch der Platz als Rückenschwimmer in der Lagenstaffel eigentlich „weg“, denn dafür berücksichtigt der DSV nur Finalleistungen.  Zum einen bleibt Marek Ulrich aber damit neben der neuen Bestzeit auch das Ticket zu den Schwimm-Europameisterschaften im Mai. Zum anderen ist der Zug nach Tokio vielleicht auch für ihn noch nicht ganz abgefahren. Um abzusichern, dass ein starker Rückenschwimmer für die Staffel dabei ist, könnten im Verbandsinteresse sowohl Braunschweig als auch Ulrich nominiert werden – zumal Marek Ulrich mit seiner Vorlaufzeit zwar nicht die DSV-Norm, aber die internationale Norm des Weltverbandes FINA unterboten hatte. Es bleibt also spannend und der Wettkampf in Berlin ist ja auch noch nicht zu Ende.

So schnell wie nie zuvor war heute auch der SSG-Youngster Timo Sorgius. Der 17-Jährige, der im Sommer nach Leipzig gewechselt war, schwamm über die 200m Freistil in 1:49,00 Minuten erneut unter die Normzeit für die Junioren-EM. Es geht intensiv weiter: Am Samstag will sich Marie Pietruschka auch für die deutsche 4x100m Freistilstaffel empfehlen und auch Lia Neubert, Marek Ulrich, David Thomasberger sowie Timo Sorgius sind über die 100m Freistil am Samstag am Start. Vielleicht kann ja einer von ihnen hier für eine Überraschung sorgen.

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