SSG-Asse Pietruschka und Ulrich knacken EM-Normen und empfehlen sich für Olympiastaffeln - Postschwimmverein Leipzig e.V.
April 4 2021

Die Leipziger Spitzenschwimmer sind auf bestem Weg, die Messestadt in diesem Jahr gleich mehrfach international zu vertreten. Nachdem am Samstag bereits David Thomasberger eindrucksvoll mit Deutschem Rekord die Olympianorm über die 200m Schmetterling knacken konnte, ließen am Sonntag seine Vereinskollegen Marie Pietruschka und Marek Ulrich aufhorchen.

Über die 200m Freistil zauberte Marie Pietruschka wie schon tags zuvor über die 100m-Distanz eine neue Bestzeit ins Becken. In 1:58,30 Minuten gab die WM-Finalistin dabei ein dickes Empfehlungsschreiben für die 4x200m-Staffel bei Olympia ab. Zwar muss das Quartett zunächst noch die vom Verband vorgegeben Norm erfüllen und Pietruschka ist nur dann mit dabei, wenn sie auch bis Ende des Qualifikationszeitraums am 18. April unter den Top Vier über die 200m Freistil steht. Die Chancen, dass diese beiden Voraussetzungen erfüllt werden, sehen aber recht gut aus. 

Zudem unterbot Pietruschka heute damit problemlos die Norm für die Schwimm-Europameisterschaften, die im Mai in Budapest über die Bühne gehen. Sollte es also mit der Olympiastaffel nix werden, könnten wir sie bei der EM in internationalen Gewässern sehen. Gleiches gilt für Marek Ulrich. Der SSG-Schwimmer stellte über die 100m Rücken in 54,27 Sekunden seine persönliche Bestzeit ein und knackte die Norm für die Europameisterschaften. Auch sein Blick dürfte aber auf Tokio gerichtet sein. Aktuell führt er das Ranking der potentiellen Rückenschwimmer für die deutsche Lagenstaffel bei Olympia an.

David Thomasberger war einen Tag nach seinem Rekorddoppelschlag in Heidelberg ebenfalls noch einmal im Einsatz. Über die 100m Schmetterling stellte er erneut seine starke Form unter Beweis und schlug in 52,84 Sekunden mit persönlicher Bestzeit auf Platz eins an.

Einen neuen Hausrekord konnte auch SSG-Neuzugang Timo Sorgius verbuchen. Über die 200m Freistil holte er gemeinsam mit Louis Dramm (1:52,25 / Dresdner Delphine) einen Leipziger Doppelsieg und kam in 1:51,35 Minuten bis auf gut eine halbe Sekunde an die Norm zur Qualifikation für die Junioren-EM heran. In den weiteren Finals gab es für Yannis Willim über die 200m Brust (2:13,58) und Lia Neubert über die 50m Freistil (26,24) jeweils Rang zwei. 

Die Leipziger Wasserhelden haben am Wochenende nicht nur die heimische Schwimmfamily beeindruckt, sondern auch national und in Person von David Thomasberger sogar über die deutschen Grenzen hinaus von sich reden gemacht. Viel Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt aber nicht. Schon am kommenden Samstag geht die Jagd auf Tickets nach Tokio und Budapest weiter. Mit dem Wettkampf in Magdeburg steht dann die zweite Station des dreiwöchigen Qualifikationszeitraums im Kalender.

Bildnachweis: „SSG Leipzig / Alibek Käsler“

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