SSG nach Tokio – Teil 8: “Ich hatte noch nie so viel Spaß“ | mit Marie Pietruschka - Postschwimmverein Leipzig e.V.
Oktober 13 2021

Bei Olympia zu stehen und gegen die Stars der Schwimmwelt anzutreten, war für Marie Pietruschka bereits ein Highlight. Doch fast unmittelbar nach den Spielen von Tokio durfte die Leipzigerin noch tiefer eintauchen in den Kreis der Weltelite. In der International Swimming League (ISL) ist die 26-Jährige in diesem Spätsommer und Herbst teil des Favoritenteams „Cali Condors“. Die Mannschaft ist Titelverteidiger in der Schwimm-Profiliga, kein Wunder, bei Superstars wie den Olympiasiegern Caeleb Dressel und Lilly King. In der Vorrunde in Neapel konnte Marie Pietruschka ihr Können zeigen und ist begeistert. „Ich bin jetzt noch aufgeregt, weil es mich so im Herzen berührt hat“, erzählte sie in der neuen Folge „SSGeht nach Tokio“. Im Podcast berichtet Marie zudem von ihren Erfahrungen bei den Olympischen Spielen und erzählt uns von ihrer neuen Freistil-Wendentechnik, die sie auf 100m direkt mal eine halbe Sekunde schneller machte. Es war die vorerst letzte Episode der Serie „SSGeht nach Tokio“, die in den vergangenen Wochen die drei Leipziger Olympioniken Marek Ulrich, David Thomasberger und Marie Pietruschka in der Zeit vor und nach den Spielen begleitet hat.

Wenn man an „massiv aufbauen“ denkt, gehen einem wohl zunächst Bilder von Sportlern auf der Hantelbank durch den Kopf. Der Sponsor der aktuellen Podcast-Folge baut jedoch keine Muskeln auf, sondern massive Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die Ausbau GmbH Liebertwolkwitz ist das Hausbauunternehmen in Leipzig und unterstützt seit mehreren Jahren Sportlerinnen und Sportler aus der Region. Mit langfristigem Aufbau beschäftigt sich aber auch Marie, die sich in diesem Sommer in der Form ihres Lebens sah. In Tokio fuhr sie mit Platz sechs in der 4x200m-Staffel das beste Ergebnis ein, das ein deutsches Damen-Quartett in den zurückliegenden 17 Jahren erzielen konnte. Dennoch sieht die Psychologiestudentin noch Punkte, die sie selbst hätte besser machen können: „Aufgrund der Rahmenbedingungen hat bei mir die Psyche ein wenig verrückt gespielt“, sagte Marie und fügt an: “Ich glaube, dass mich das schon stark beeinflusst hat aber daraus lernt man.“ Der eigene Trainer, der nicht mit am Beckenrand war, die vielen Auflagen durch Corona und die leeren Publikumsplätze gingen nicht spurlos an den Teilnehmenden vorbei. Solche ungünstigen Umstände auszublenden und einfach sein Ding durchzuziehen ist nicht einfach. Genau das ist es aber, was Marie für die weiteren Wettkämpfe besser machen will. Diese ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Schon drei Wochen nach Tokio klopfte die ISL an die Tür der in Neckarsulm trainierenden Leipzigerin. Dort erwartete sie ein komplettes Kontrastprogramm zu Olympia. Volle Ränge mit Zuschauern, keine Ausgangsbeschränkungen und ein Wettkampf, bei dem für sie in erster Linie der Spaß im Vordergrund stehen konnte. Und für diesen Spaß war vor allem eins entscheidend: „Ich kam nach Neapel und hatte einen regelrechten Kulturschock. Und der Kulturschock war tatsächlich das Team. Ich betreibe diesen Sport seit 22 Jahren und ich haben noch nie so viel Spaß gehabt.“ Egal wie schnell oder langsam man im Becken war, es gab einen bedingungslosen Rückhalt von der Mannschaft. Besonders wenn man bedenkt, dass in dieser mehrere Olympiasieger und WM-Medaillengewinner schwimmen, kann einem bereits vom Zuhören eine kleine Gänsehaut über den Arm fahren. In den gemeinsamen drei Wochen in Neapel hatte Marie Gelegenheit von den Besten zu lernen. Das spannendste Ergebnis ist dabei wohl ihre neuen Wendentechnik auf Freistil. Im Podcast erzählt sie uns, wie sie es schaffte sich in kürzester Zeit an die neue Wende zu gewöhnen und so über die 100m Freistil direkt mal eine halbe Sekunde von ihrer Bestzeit abzuknapsen. Wie genau diese Technik aussieht, erfahrt ihr wie immer im Podcast.

Generell sieht Marie die ISL als zukunftsweisend und hebt hervor, wie der Spaß in einem Team zu schwimmen, die Attraktivität des Sports besonders in Deutschland stärken kann. In Teams gegeneinander anzutreten erhöhe zum einen die Spannung für Sportler und Zuschauer, und nimmt zum anderen Druck von den einzelnen Schwimmern. „Ich glaube, dass die Last auf den Schultern der Athleten einfach viel zu groß ist. Der Anspruch, ob von Trainern oder Eltern, ist einfach oft viel zu hoch. Wir sollten deshalb mehr Druck auf Teams aufteilen.“
Das könne zudem dazu beitragen, dass Sportler dem Leistungssport länger erhalten bleiben, da die bloße Einzelleistung bei solchen Events nicht mehr die zentrale Rolle spielt. Wie das auch „im kleinen“ funktionieren kann zeigte erst jüngst in Leipzig die standortinterne „ISL“-Serie, bei der alle Schwimmer des Leipziger Stützpunktes in drei Teams gegeneinander antraten. Junge Schwimmer der fünften und sechsten Klassen bildeten hierbei gemeinsam mit Top-Athleten wie Marek Ulrich oder dem frisch gebackenen Deutschen Kurzbahnmeister Yannis Willim die Teams.

Da das die letzte Folge der Podcast-Serie war, möchten wir uns bei allen Unterstützern und Sponsoren recht herzlich bedanken, die mit ihrem Beitrag den Leipziger Schwimmsport einen riesigen Dienst erwiesen haben. Wir bedanken uns auch für das positive Feedback der vergangenen Wochen und wer weiß, vielleicht hören wir schon bald wieder etwas von den SSG-Schwimmern wenn es in drei Jahren dann auf die Reise nach Paris geht.

Die letzte Folge von „SSGeht nach Tokio“ kann hier angehört werden:

Spotify:
https://open.spotify.com

ITunes:
https://podcasts.apple.com

Über den Folgen-Sponsor:
Die Ausbau GmbH Liebertwolkwitz ist DAS Hausbauunternehmen in Leipzig für individuell geplante und massiv gebaute Ein- und Mehrfamilienhäuser. Schlüsselfertig und zuverlässig erschafft die Ausbau GmbH Liebertwolkwitz seit über 20 Jahren ein zu Hause für zufriedene Familien. Der Region verpflichtet unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren Sportvereine in Leipzig, so auch die SSG Leipzig und seit 3 Jahren David Thomasberger auf seinen erfolgreichen Weg zu den Olympischen Spielen. Die Ausbau GmbH Liebertwolkwitz aus der Region – für die Region.

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