DSV entwirft Leitfaden für die Wiederaufnahme des Vereinssports

Beim Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird derzeit intensiv der mögliche Wiedereinstieg in den organisierten Sportbetrieb vorbereitet. Seit der vergangenen Woche erarbeiten verschiedene Experten einen Leitfaden, in dem für die im DSV beheimateten Sportarten wie Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen und Synchronschwimmen eine Vielzahl an Vorgaben, aber auch praktische Hinweise und Materialien bereitgestellt werden. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit allen Landesverbänden bundesweit möglichst einheitliche Regelungen für die Rückkehr in das geliebte Wasser unter Einhaltung des besonderen Gesundheitsschutzes während der Coronavirus-Pandemie samt Zustimmung der Behörden zu ermöglichen. Grundlage für die räumlichen Hinweise bildet dabei übrigens der Pandemieplan Bäder der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. (DGfdB).

„Die Schwimmvereine in ganz Deutschland wollen wir so aktiv bei der Rückkehr in das vereinsbasierte Sporttreiben auch abseits des Leistungssports unterstützen“, erklärt DSV-Vizepräsident Wolfgang Hein. Noch in dieser Woche soll die finale Abstimmung mit den Landesschwimmverbänden erfolgen, danach ist alsbald auch die Veröffentlichung des sportartspezifischen Leitfadens geplant. Wolfgang Hein erklärt: „Natürlich bleibt Abstand das Gebot der Stunde, die Zahl der zugelassenen Badegäste muss in Zeiten der Coronavirus-Pandemie entsprechend absinken. Die Nutzung der Freibäder in der anstehenden Badesaison kann ich mir derzeit nur unter einem solch klaren Ordnungsmuster wie dem unseren vorstellen, daher sollten die Vereine auch besonders im Fokus stehen bei der Vergabe der Nutzungszeiten der vorhandenen Wasserflächen. Denn unsere Sportlerinnen und Sportler sind das Befolgen klarer Regeln gewohnt, auch haben die Vereine mit ihren Trainerinnen und Trainern ausreichend geschultes Personal, um durchgehend für die konsequente Einhaltung der zum Schutz der Gesundheit notwendigen Regeln zu sorgen.“ Lockerungen sollen erst einmal nur im Freien gelten.

Nach der vollständigen Einstellung des Sportbetriebs und Schließung aller Sportstätten aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde im Schulterschluss mit dem DOSB und den 16 Landessportbünden nun der Wunsch nach Aufhebung bestimmter Beschränkungen für den Vereinssport an die politischen Verantwortungsträger in Bund und Ländern herangetragen. Die Sportministerkonferenz der Länder hat angesichts des aktuellen Pandemie-Verlaufs zu Wochenbeginn bereits Unterstützung für diesen Weg signalisiert, nun sollen am Donnerstag (30. April) beim nächsten Gipfeltreffen der Spitzen von Bund und Ländern entsprechende Beschlüsse folgen. Das Betreiben bestimmter Einzelportarten könnte schon also schon im Mai wieder erlaubt sein.

Lockerungen sind dabei vorerst nur für Bewegungsangebote im Freiluftbereich zu erwarten, bei denen natürlich auch weiterhin umfassende Regelungen wie Mindestabstand und Hygienevorgaben zu beachten sein werden. Die Anzahl der Sportler*innen, die gleichzeitig eine Sportstätte nutzen können, wird dadurch natürlich deutlich niedriger sein können als gewohnt. Alle Hallen, deren Umkleiden sowie Sportheime samt Gastronomiebereich bleiben vorerst weiter geschlossen. Bei positivem Verlauf könnten aber bald weitere Schritte zur Öffnung erfolgen.

Information
Deutscher Schwimm-Verband e.V.

Es sind harte Zeiten für den Sport, doch die Handballer des SC DHfK Leipzig und die Schwimmer der SSG Leipzig stärken sich während der Corona-Pandemie gegenseitig den Rücken und planen zudem ein gemeinsames Event für die Zeit nach Krise.

Hergestellt wurde die Verbindung zwischen den Athleten von Matthias Macht, Referent für Sponsoring bei der SSG Leipzig und früherer DHfK-Sponsor, der im Namen der Schwimmer die DHfK-Aktion „Mein Helden-Ticket“ als Superheld unterstützt. Bei den Bundesliga-Handballern steht der Spielbetrieb derzeit still. Mit dem Verkauf der virtuellen Heldentickets wird versucht, die finanziellen Engpässe, die durch den Saisonabbruch und die damit ausfallenden Heimspiele entstanden sind, etwas zu kompensieren.

„Wir als Ingenieurbüro, welches in der Baubranche tätig ist, sind zurzeit zum Glück noch nicht so stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Neben unserer Hilfe, die der SSG Leipzig zugutekommt, haben wir uns jetzt entschieden, auch die Heldenaktion der DHfK-Handballer zu unterstützen“, erklärt Matthias Macht. „Mit diesem Engagement wollen wir aber auch die beiden Sportarten zusammenbringen, denn der Hochleistungssport in Leipzig ist eng miteinander verbunden. Sobald das wieder möglich sein wird, werden wir deshalb eine spannende Challenge zwischen Handballern und Schwimmern veranstalten“, kündigt er an.

Mannschaftssportler gegen Einzelkämpfer, Ballkünstler gegen Ausdauerpower, Landgänger gegen Wasserratten – wie könnte so ein Wettkampf zwischen Handballern und Schwimmern aussehen? „Es wäre natürlich ungerecht, wenn die Handballer gegen die Schwimmer schwimmen oder sich die Schwimmer im Handball mit den DHfK-Jungs messen“, erklärt Macht. „Darum haben wir uns überlegt, in einem Mix aus beiden Sportarten ein Wasserballspiel SC DHfK Leipzig gegen SSG Leipzig auszutragen und daraus mit weiteren Aktionen ein rundes Event zu stricken. Wir haben hier in der Schwimmhalle Platz für 299 Zuschauer und es wäre großartig, wenn wir die Halle voll kriegen und daraus eine Art Heldenaktion für die Schwimm-Startgemeinschaft Leipzig machen.“

Auch Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer zeigt sich angetan von der Idee. „Die Corona-Krise stellt uns vor viele Herausforderungen, aber sie bringt auch ganz viele positive Dinge zutage. Die Solidarität der Sportfamilie wächst von Tag zu Tag. Ich freue mich sehr über die Unterstützung unserer Heldenaktion und hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis wir unser gemeinsames Event austragen können, denn das wäre gleichbedeutend damit, dass wir auch endlich wieder in die Halle dürfen und zur Normalität zurückkehren“, so Günther, der am Mittwoch nicht nur die mit der Aktion verbundene Heldenurkunde für die Schwimm-Startgemeinschaft Leipzig, sondern auch 25 SC DHfK-Gesichtsmasken an die Schwimmer überreichte.

Ebenso wie Karsten Günther hofft auch Schwimm-Coach Frank Embacher, dass es in der Sportwelt bald wieder um Zeiten, Rekorde und Tore gehen kann. „Die Situation ist für alle sehr speziell, aber wir sind froh, dass unsere Spitzensportler inzwischen wieder ins Wasser dürfen“, so Embacher. Während sich im Schwimmbecken der Mindestabstand durch Bahnentrennung recht gut einhalten lässt, sind Handballspiele ohne Körperkontakt nicht wirklich vorstellbar, wie Embacher aus eigener Anschauung weiß: „Genau wie einige unserer Schwimmer hätten auch ein paar Jungs vom SC DHfK Handball in diesem Jahr gute Chancen gehabt, zu den olympischen Spielen zu fahren. Wir als Schwimmteam waren schon bei einigen Handballspielen in der Arena zu Gast und von der Stimmung sehr angetan“, meint er. Vielleicht lässt sich eine ähnliche Atmosphäre ja auch in die Schwimmhalle übertragen, wenn es die Handball-Profis mit den Spitzenschwimmern aufnehmen – im Wettkampf gegeneinander, aber im Geiste miteinander für den Sport in Leipzig.

Liebe Mitglieder,

die Schwimmbäder und Saunen der Leipziger Sportbäder werden ab Mittwoch, den 18.03.2020 bis auf weiteres schließen. (mehr …)

Leider müssen wir den geplanten Messesprintpokal am Samstag, 28.03.2020 im Wassersportzentrum der Uni-Leipzig aus gegebenen Anlass (Corona) absagen. (mehr …)

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Die Schwimmhalle Mitte ist ab dem morgigen Freitag, den 06.03.2020, wieder planmäßig geöffnet. (mehr …)

Aufgrund technischer Probleme muss die Schwimmhalle Mitte derzeit leider geschlossen bleiben. (mehr …)

Im Rennen um die Olympia-Startplätze hat die Leipziger Nationalschwimmerin Marie Pietruschka am Sonntag einen Gruß an die nationale Konkurrenz geschickt. (mehr …)

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Die Schwimm-Startgemeinschaft Leipzig wird die Messestadt im kommenden Jahr sowohl bei den Damen als auch den Herren in der 1. Schwimm-Bundesliga vertreten. (mehr …)